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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Ich bin neu, ich habe abgesetzt, mir geht's schlecht...Hilfe

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Birgit
Beiträge: 5
Registriert: 11.03.2004 08:50

Ich bin neu, ich habe abgesetzt, mir geht's schlecht...Hilfe

Beitrag von Birgit »

Hallo
Ich melde mich aus einer Depression die nun schon seit 4 Wochen munter anhält. Ich habe im Dezember Citalopram abgesetzt, Krümelchen für Krümelchen über 3 Monate. Ich kenne Depressionen seit 10 Jahren habe schon einige AD's ausprobiert. Manchmal waren die Symptome weg und ich habe mein Leben gut in den Griff bekommen. Seit letzten Sommer mach ích eine VT, die hilft mir ich habe schon 'ne Ahnung was mein negatives Denken angeht, ABER es ist so schwer zu ändern. Ich wache jeden Morgen um 5:30 auf und das Gedankenkarussell geht los. An Schlaf ist nicht mehr zu denken . Ich habe ein 3 -jährige Tochter, versuche gerade irgendwie selbsständig zu arbeiten. Es wäre zu komplex alles zu beschreiben...ich merke zur Zeit geht mir einfach die Luft aus mich meinen Depris zu stellen. Ich WILL es jedoch auch ohne Medis schaffen, es ist für mich keine Alternative als 37jährige Frau immer wieder in diesen Kreislauf zu kommen: Depression - Medikamente - Absetzen - Depression. Ich bin in heilpraktischer Behandlung die Akkupunktur hift gegen die Angst aber was ich brauche sind positive Beispiele daß es funktionieren kann sich auch anders als mit AD'S zu befreien. Paradoxerweise arbeite ich als Familientherapeutin und bekomme durchweg positive Rückmeldungen...was mich anbelangt ist's hart. Ich habe Rückenschmerzen, bin erschöpft, den ganzen Tag im gedanklichen Rad...Kann mir jemand hier von Euch Mut machen? Ich bin ja soweit auch einverstanden die Depression erstmal auch zu spüren um in der Krisensituation einen anderen Umgang mit mir zu lernen....Aber es dauert echt lang..oh jesses. Herzliche Grüße von Birgit
Stipe

Beitrag von Stipe »

Ohman, nimm doch einfach die ADs und dann wars das... wenn du absetzte dann bescxhwer dich nicht, dass es dir schlechter geht. Das ist ein ANTIDEPRESSIVA-Forum, was erwartest du? Wenn ich jetzt mein Citalopram absetze dann gehts mir auch schlecht.. Logische Folge. Man kann Citalopram auch ein Leben lang nehmen und wenn du oprganische Störungen hast dann musst du das nunmal. Deine Entscheidung.
CloneX
Gründer
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Beitrag von CloneX »

Stipe, lass deinen Frust hier nicht an anderen aus! Hier geht es nicht hauptsächlich ums Antidepressiva nehmen, sondern absetzen und deren Probleme.

Birgit,
leider ist guter Rat teuer :) . In diesem Forum schauen wir natürlich besonders auf die Absetzungserscheinungen der Antidepressiva, die ja sehr lange anhalten können und auch teilweise der Grunderkankung ähnlich sind. In wieweit du davon Betroffen bist konnte ich leider deiner Beschreibung nicht entnehmen.

Ich finde es super, dass du dich deinen Problemen auch ohne Medikamente stellen wilst. Ich weiß dass das ein harter Weg ist - Ängste zu bekämpfen ist eine Sache, Depressionen sind noch ne Nummer größer. Leider kann ich dir da auch nicht so viel Hilfe geben. Hast du schonmal die Alternativen wie Fischöl, Sport, usw. ausprobiert ?
Natürlich gibts auch das "Stoffwechselproblem", das einem die Ärzte gerne weißmachen möchten - manche Menschen also einen gestörten Stoffwechsel haben und deswegen Medikamente nehmen müssen. Das wird meiner Meinung nach natürlich viel zu oft als Argument für Medikamente gebracht - ist ja auch einfach zu behaupten, aber schwer nachzuweisen.
Es gibt aber auch viele Menschen die es geschafft haben ohne Medikamente ihre Depression zu bekämpfen oder zumindest sie zumindern. Leider ist jeder unterschiedlich... Ich wünsch die aber alles gute :) Vielleicht weiß ja jemand anders hier im Forum noch Rat - aber es gibt bestimmt auch noch anderen Foren die sich auf das Thema spezialisieren. Das soll aber nicht heißen dass wir dich hier loswerden möchten ;) !
Hippo
Beiträge: 95
Registriert: 21.10.2003 17:16
Danksagung erhalten: 3 Mal

Beitrag von Hippo »

@Stipe
Also wenn sich hier jemand das erste mal meldet und um Hilfe oder Rat bittet (...was wir übrigens alle irgendwann mal getan haben !), sollte man vielleicht etwas repekt- bzw. taktvoller reagieren. Und Stipe, wenn es dich nervt, dann musst ja nicht unbedingt DU antworten.

@Birgit
Hallo erstmal und Willkommen,
zunächst finde ich 3 Monate keine all zu lange Absetz-Zeit. Wenn Du schon verschiedene ADs ausprobiert hast, weißt Du, das es durchaus auch länger dauern darf. Naja und wenn die Depressionen immer wieder auftreten, war der Zeitpunkt zum Absetzen evtl. tatsächlich falsch gewählt. Die Sehnsucht, "chemiefrei" zu leben, kann hier sicherlich jeder nachvollziehen aber es macht dennoch keinen Sinn, mit Gewalt abzusetzen und dann wieder in eine Depression zu fallen. Gerade in Verbindung mit einer Verhaltenstherapie kannst Du Dir berechtigte Hoffnungen machen, die Depressionen und ihre Begleiterscheinungen irgendwann in den Griff zu kriegen. Aber das kann sehr lange dauern und durch Deine Ungeduld riskierst Du das bisher erreichte.

Alles Gute für Dich !
LG
Hippo
chris2412
Beiträge: 31
Registriert: 07.01.2004 10:40

Beitrag von chris2412 »

Hallo Stipe,

ich bin auch der Meinug Du solltest etwas mehr Fingerspitzengefühl hier entwickeln und Dir solche Beiträge einfach sparen.
Ich denke das will hier keiner lesen und schon garnicht die Birgit.
Ich glaube Du solltest ersteimal den Beitrag von Birgit genau lesen...dann Deinen nochmal und wenn Du nur ein fünkchen Verstand besitzt dann müsstest Du spätestens nach kurzem überlegen feststellen das Du absoluten Bullshit geschrieben hast.
Für solch dumme Komantare muss sich hier keinere Outen und auf Hilfe hoffen.....wenn Du der Meinung bist Du müsstest Dein AD weiter nehmen und sonst nix dann ist das vielleicht für Dich ok...aber bitte versuche nicht hier die hilfe suchenden Menschen so abzufertigen.

Hallo Liebe Birgit,

nun ich denke auch wie Hippo, zunächst finde ich es wirklich Mutig den Entschluss gefasst zu haben Deine Leben in die Hand zu nehmen...ein kleiner Teil der Freiheit unf unabhängigkeit ist sicherlich das Vorhaben sich von den Medis zu verabschieden.
Aber vielleicht ist es tatsächlich nicht der richtige Zeitpunkt...was war dnen der Grund das Du genau jetzt absetzen willst...war das ein spontaner Gedanke oder eher ein tiefes innerliches Gefühl oder aber auch Frust?
Also was ich vollkommen verstehen kann wenn man sehr sehr vorsichtig ist...sprich..wie Du schon beschreibst...Bröselchen für Bröselchen abzusetzt und dann doch in ein loch fällt....ist die Frustration Groß und der Teufelskreis beginnt.
Wenn man dann noch der Überzeugung ist auf keinen Fall wieder mit der Chemiekeule anzufangen...tja dann beginnt auch das Gedankenspiel das einen dann nicht mehr loszulassen scheint.
Aber glaube mir...ich kann Deine befinden vollkommen nachvollziehen...auch ich befinde mir derzeit in dieser Lage...habe zwar noch einen kleinen Schritt vor mir...aber seit meiner Medi-Rediúktion...bin ich auch nur down...dann denke ich mir immer es gibt viel zu viel schöne Dinge auf dieser Welt und die sind es für mich wert weiter zu kämpfen...stell Dir vor am nächsten Wegpfad wird es Hell und der Nebel in dem Du Dich befindest löst sich auf...DU bist kurz vor dem Ziel....kannst es aber nicht erkennen und gibst einen Meter vor dem Zieleinlauf auf...wäre doch schade! ...ALo bitte gib nicht auf...und lass Dich nicht entmutigen...ich habe versucht etwas Trotz und Wut zu entwickeln...mir zu sagen...aha...Du meinst also Du willst mich fertig machen..ok...dann wollen wir mal sehen wer hier das sagen hat....also so versuche ich mich über Wasser zu halten.....



Liebe Grüße, viel viel Kraft...

Chris
Paroxetin 20 mg seit März 2003
Paroxetin 10 mg seit anfang Dezember 2003
Paroxetin 5 mg seit 20.2.04
erhebliche Absetzerscheinungen:-(
Proxetin 0 mg seit 13.03.04
Birgit
Beiträge: 5
Registriert: 11.03.2004 08:50

Beitrag von Birgit »

Hallo zusammen
ertsmal danke für Eure Antworten. Den ersten Beitrag habe ich mit großer Verwunderung gelesen, aber ich konnt auch schlichtweg nix damit anfangen. Nur zu Deiner Frage Stipe was ich erwarte? Eine freundliche Antwort auf eine freundliche Frage. Nämlich ob jemand ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hat. Wenn Du das als Beschweren empfindest kann ich das nicht ändern...Deine Entscheidung. Aber ich will's auch nicht dramatisieren...nur falls Du mir helfen wolltest mit Deiner Mail...hat nicht geklappt, sorry.
Zu Clone X, Chris und Hippo:
Danke für eure Antworten und die Loyalität. Mir geht's heute bißchen besser. Ich habe wieder eine Struktur für heute und das hilft. Wie gesagt ich mache ja jetzt schon eine Weile Therapie und die hilft ist aber auch ziemlich anstrengend. Ich denke mittlerweile daß ich schon eine reaktive Depression habe und große Denkfehler mache in der Bewältigung meines Lebens. Nach einer ziemlich traumatischen Kindheit (Vater Suizid als ich 8 Jahre alt war, Mutter Alkoholprobleme, viel Schläge) habe ich mich mit hoher Energie und Leistung durchgewurschtelt. Ich bin kreativ und nach außen nehmen mich die Leute als Power-Frau wahr. Wie anders sieht's in mir innen außen. Ich bin selbst seit 10 Jahren trockenene Alkoholikerin, danach gingen die Depris erst richtig los. Früher nahm ich Equillibrin ein trizyklisches AD das war okay aber hat mich auch ganz schön lahmgelegt. Vor 3 Jahren nahm ich das erste Mal Citalopram dann für ein gutes Jahr und nach dem Absetzen nach 3 Monaten wieder in's Loch diesmal mit Panikattacken. Nach Wiedereinannahme von Citalopram keine Verbeserung dann TREVILOR (auch keine wirkliche Verbesserung), nach 2 Monaten wieder abgesetzt. Der Grund ich will so gerne noch ein zweites Kind und ich hätte größte Probleme mit AD schwanger zu werden. Ich bin seit 1 1/2 Jahren in heilpraktischer Behandlung mit Akupunktur es gab in dieser Zeit schon echt gute Phasen. Immer wenn Entscheidungen anstehen, wen Veränderungen anstehen geht's mir schlecht. Ich habe mit Ärzten (Neurologen, Psychiater) schon soviel negatives erlebt von wegen daß sie genau nachfragen wie geht's was hat sich verändert. Die meisten (ich kenne 7) suchen in ihrem Katalog nach den Medikamenten...mit der Aussage...nehmen sie das mal dann geht's ihnen besser. Zeit ist selten vorhanden und ich denke so manche Medikation hätte anders laufen können. Meine Therapeutin meint ich hätte zur Zeit durch die Depression ein große Belastung, aber sie fährt mich auch immer wieder runter von wegen....ändern sie die Bewertung ihrer Gedanken und das kann man nur durch kontnuierliches Training erreichen. Nicht überdramatisieren. Ich arbeite wirklich hart an mir es gibt auch bessere Tage und Erfolge wenn ich sie mir denn mal bewußt mache. Ich gebe nicht auf zu glauben, daß ich es auch ohne AD's schaffen kann. Das hängt vom Stadium der Krankheit ab. Ich wache zwar morgesn saufrüh auf aber immerhin schlafe ich 5-6 Stunden. Ich spüre durchaus ganz viel und nicht nur negatives...Als Suchtgenesende habe ich einfach viel Angst dauerhaft irgendwas einzunehmen. So da habe ich jetzt doch einiges von mir geschrieben. Clone X, Dich kenne ich ja auch schon als fleißige Schreiberin im Kompetenznetz...was sind das noch für andere Foren von denen Du geschrieben hast? Und sagt mal bin ich denn jetzt hier richtig oder nicht. Ich bin keineswegs beleidigt falls ich mir ein anderes Plätzchen suchen soll. In diesem Sinne solidarische Grüße von Birgit
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
Registriert: 10.10.2003 17:01
Wohnort: Deutschland :)
Danksagung erhalten: 20 Mal

Beitrag von CloneX »

Hi Birgit,

ich habs lieber wann man mich als fleißigen Schreiber bezeichnet ;)

Zu den anderen Foren: Da weiß ich auch nicht genau welches da zutrifft. Aber ich kann mir vorstellen, dass es doch ein paar Foren gibt die sich darauf spezialisiert haben oder zumindest Unterforen haben die sich auf Kampf gegen die Depression ohne Medikamente spezialisiert haben. Das soll nicht heissen dass du jetzt hier den Platz verlassen sollst ;) Du hast ja auch Antworten bekommen - kann mir nur vorstellen dass es woanders auch noch Leute geben kann die sich vielleicht besser damit auskennen - genau weiß ich das nicht.

Ich wünsch dir auf jedenfall Erfolg dass du es so schaffst wie du es dir vornimmst ! :)
Gesperrt