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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Zwei Monate nach dem Absetzen von Seroxat

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
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niki
Beiträge: 2
Registriert: 09.03.2004 16:26

Zwei Monate nach dem Absetzen von Seroxat

Beitrag von niki »

Ich, 36 J., brauche dringend eure Hilfe! Im Dezember habe ich progressiv (dachte ich) das Seroxat abgesetz nach über 5 Jahren Einnahme und Psychotherapie. Grund dafür: eine wirkliche Besserung meines Lebensumfeldes (endlich seit einem Jahr einen wunderbaren Freund, Scheidung beendet, Job gesichert, Prozesse gewonnen, usw.) und der Wunsch schwanger zu werden. In den letzten Jahren habe ich auch abends relativ regelmässig Alkohol getrunken, viel geraucht um das Gefühl der Einsamkeit zu betäuben. Nun nehme ich seit zwei Monaten kein Seroxat mehr, habe schon seit längerem nur noch beim gemütlichen Abendessen zB am Wochenende etwas Wein getrunken, seit Tagen nun gar nicht mehr und das Rauchen auf ein Paar Zigaretten am Tag reduziert. Seit etwa zwei bis drei Wochen steigern sich bei mir auf einmal Angst- und Panikzustände, falle immer tiefer in eine depressive Stimmung, werde von dem obsessionnellen Gedanken gar nicht schwanger werden zu können gepeinigt, und mag gar nicht ohne lähmendes Ohnmachtgefühl an die Zukunft zu denken. Es ist wie ein Teufelskreis. Gibt es jemand von euch, der ähnliches durchmacht oder erlebt hat. Kann es sein, dass erst einige Wochen nach dem Absetzen vom Seroxat die Entzugserscheinungen auftreten (das Absetzten ansich verlief recht gut, ich hatte keine physischen Entzugssymptome bis auf ein wenig Schwindelgefühle). Ich will auf keinen Fall das Zeug wieder nehmen (war auf 10 mg).
Möchte schwanger werden, habe vor zwei Monaten Seroxat abgestetzt, seitdem leide ich an immer intensiveren Angst und Trauerzuständen, Panikattacken usw. Möchte auf keinen Fall wieder so ein Medikament schlucken, bitte um Hilfe!
CloneX
Gründer
Beiträge: 1165
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Beitrag von CloneX »

Hi Niki,

leider kann man dir keine eindeutige Antwort geben (wie bei den meisten Problemen hier ;) ).

Es gibt den "protracted withdrawal", also den verzögerten Entzug bei den SSRI Antidepressiva. Der kann später einsetzen und auch länger anhalten. Meistens ist es aber so, dass der akute Entzug in den verzögerten übergeht. Ich habe allerdings auch schon gelesen (war aber glaube ich Fluoxetine), das für jemanden der akute Entzug direkt nach dem Absetzen nicht so schlimm war, dann aber sehr stark vom verzögerten Entzug getroffen wurde. Es scheint aber eher sehr selten zu sein. Besonders bei Paroxetine sind meistens die Absetzerscheinungen direkt nach/bei dem Absetzen am schlimmsten. Aber jeder ist anders...deswegen: Es KANN zwar noch davon kommen, aber es ist nicht so wahrscheinlich.

Vielleicht hat ja auch das Absetzen vom Alkohol und der Zigaretten etwas damit zu tun ? Da gibt es ja auch gewisse Entzugserscheinungen. Vielleicht reagiert es auch mit dem Paroxetineentzug ? Alles nur Vermutungen...

Ich hoffe ich konnte trotzdem etwas helfen...
niki
Beiträge: 2
Registriert: 09.03.2004 16:26

Beitrag von niki »

Hallo Anne!

Danke für deine schnelle Antwort! Ja, ich war schon bei meiner Frauenärztin, sie meinte ich sollte mir noch ein halbes Jahr Zeit lassen, bevor es zu weiteren Untersuchungen kommt. Ich wollte dich fragen, ob du auch solche obsessionnellen Angstzustände und -vorstellungen nach dem Absetzten von Seroxat gehabt hast, wo man sich so richtig hineinsteigert bis zur totalen Panik und Verzweiflung. Ich habe vor es auf homöopatichem Wege zu probieren und auch mit Shiatsumassagen (habe schon zwei Termine). Hast du noch weitere Tipps? Zu meiner Therapeutin gehe ich weiterhin, sie meint, dass ich dazu in der Trauerphase bin. Kommt also so einiges zusammen, jetzt, wo ich endlich so vieles bewältigt und einen lieben und verständnisvollen Mann kennengelernt habe... Es kam schleichend in den letzten Wochen und hat mich doch fast wie ein Schlag getroffen, so empfinde ich es jedenfalls. Könntest du mir vielleicht noch mehr über deine Erfahrungen mitteilen?
Gruss Niki
Möchte schwanger werden, habe vor zwei Monaten Seroxat abgestetzt, seitdem leide ich an immer intensiveren Angst und Trauerzuständen, Panikattacken usw. Möchte auf keinen Fall wieder so ein Medikament schlucken, bitte um Hilfe!
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