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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

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Wie lange geht das noch?

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Christine
Beiträge: 35
Registriert: 12.06.2004 00:00

Wie lange geht das noch?

Beitrag von Christine »

Ich bin jetzt seit 8,5 Wochen clean, d.h., ich nehme 0,0 mg Paroxetin.
Nun habe ich seit 2,5 Wochen den totalen Abflug. Ich bin von morgens bis abends voller Angst. Diese Unruhe macht mich wahnsinnig. Wenn ich nicht dagegensteuer, dann drehe ich völlig durch. Dazu kommen Heulanfälle, die ich eigentlich nicht kenne.
Meine Frage, wie lange geht das noch so? Ist es normal, daß ich erst nach 6 Wochen auf Entzug komme? Die ersten Wochen waren wirklich ertragbar. Außer Schmerzen. Aber das jetzt macht mir sehr große Angst. Ist es vielleicht doch die Rückkehr in die Krankheit?
Ich meine, ich habe gelesen, daß der Entzug meist nach ein paar Tagen kommt. Handelt es sich hier also nach 6 Wochen um Entzug oder Rückfall? Und wie lange hält so eine Phase an? Ich laufe langsam aber sicher die Gefahr, zurückzukehren zu Paroxetin. Versuche es jetzt mit L-Tryptophan. Aber das schlägt nicht an. Auch Insidon mal genommen hilft überhaupt nicht. Ich bin nur noch auf ANGST.
Ich wäre für eine baldige ANtwort dankbar.
Liebe Grüße Christine :(
Symptome: Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, Gefühl wahnsinnig zu werden; Diagnose: Panikattacken Medikation: 1. Insdison, danach seit ca. 2000 Paroxetin 40 mg
Bisherige Absetzversuche: 2 Versuche in 2004, nach den vergeblichen Versuchen auf 30 mg. Seit 13.08.2005 auf 15 mg und dann seit 01.09.2005 auf 0,00 mg.
Seit 13.09. massive Angstzustände + Heulkrämpfe. Angst Tag und Nacht vorhanden. Sehr schwer auszuhalten.
Seit 1.11. 15 mg dann ab 4.11. wieder 30 mg Paroxetin, nachdem ich nicht mehr konnte und bald durchgedreht bin vor Angstzuständen und stark selbstmordgefährdet war. Wirkung dauerte, hat auf sich warten lassen. Zur Zeit besser.
Jeannie
Beiträge: 8
Registriert: 15.09.2005 17:06

Wie lange geht das noch? (So [30.10.05] 10:03)

Beitrag von Jeannie »

Hallo Christine,
die Symptome, die du hast, sind wahrscheinlich Absetzprobleme. Von 15 mg auf 0 mg ist zu schnell!! Die Heulkrämpfe waren bei mir auch ganz stark ausgeprägt (von 5 mg auf 0 mg), außerdem starke Depression mit Selbstmordgedanken (vorher hatte ich mein Lebtag noch keine Selbstmordgedanken! Und bin zu Tode erschrocken). Ich habe wieder 5mg genommen und die Erscheinungen waren weg.
Die einzige Möglichkeit herauszufinden, ob es sich um die Rückkehr der ursprünglichen Erkrankung handelt oder um Absetzsymptome ist, eine bestimmte Dosis des Medikaments wieder zu nehmen. In deinem Fall schwer zu sagen, wahrscheinlich 5 mg (musst du ausprobieren). Wenn du die wiedereinnimmst, könnte es sein, dass die Symptome – wie bei mir- nach 3-4 Tagen weg sind. Dann weißt du sicher, dass es Absetzerscheinungen waren.
Viel Glück
Jeannie
Symptome: (Vergiftungsgefühl, niedriger Blutdruck); Diagnose: (Depressives Syndrom, Angst)
Medikation: (Tagonis 30 mg, 11Jahre) >> (Dosierung, Dauer) >> (...)
Zusätzlich: (Dosierung, Start (wofür/wogegen));
Bisherige Absetzversuche: (Reduktion wöchentlich 5 mg, gescheitert an auftretenden Selbstmordgedanken, Weinkräpfen, akutem Depresssionsschub, elektrische Schläge, Albträume, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, körperliche Schwäche)
Absetzverlauf (Wiedereinnahme seit 3 Wochen, Startdosierung): (5mg, 14 Tage) >> (1 Woche, 4mg) >> (...)
Christine
Beiträge: 35
Registriert: 12.06.2004 00:00

Beitrag von Christine »

Hallo Jeannie,

danke für Deine Antwort. Ich habe jetzt die letzte Dosis wieder genommen, also 15 mg. Doch ich merke noch keine Wirkung. Ich habe jetzt die 3. Dosis eingenommen. Aber ich hoffe, daß es noch wirkt. Aber die Angst macht mich wahnsinnig.

Christine
Symptome: Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, Gefühl wahnsinnig zu werden; Diagnose: Panikattacken Medikation: 1. Insdison, danach seit ca. 2000 Paroxetin 40 mg
Bisherige Absetzversuche: 2 Versuche in 2004, nach den vergeblichen Versuchen auf 30 mg. Seit 13.08.2005 auf 15 mg und dann seit 01.09.2005 auf 0,00 mg.
Seit 13.09. massive Angstzustände + Heulkrämpfe. Angst Tag und Nacht vorhanden. Sehr schwer auszuhalten.
Seit 1.11. 15 mg dann ab 4.11. wieder 30 mg Paroxetin, nachdem ich nicht mehr konnte und bald durchgedreht bin vor Angstzuständen und stark selbstmordgefährdet war. Wirkung dauerte, hat auf sich warten lassen. Zur Zeit besser.
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Hallo Christine,

in Deinem Fall werden das höchst wahrscheinlich Entzugserscheinungen sein!

Du hast das Paroxetin doch sehr lange genommen und in jedem Fall viel zu schnell abgesetzt.

Versuche es doch mit flüssigem Paroxetin und dann nicht mehr als 1mg weniger.

Das dauert zwar lange, aber so hast Du die Chance mit sehr wenigen Entzugserscheinungen davon zu kommen.


Mit den besten Wünschen, Deiner baldigen Genesung

Hannes
Jeannie
Beiträge: 8
Registriert: 15.09.2005 17:06

Beitrag von Jeannie »

Hallo Christine,
wie ist es bei dir weitergegangen? Sind die Angstzustände abgeklungen oder noch da? Bitte mit allen Dosierungen des Medikamentsganz vorsichtig umgehen, evtl. 1 mg-weise vorgehen! :sick:

Liebe Grüße
Jeannie
Symptome: (Vergiftungsgefühl, niedriger Blutdruck); Diagnose: (Depressives Syndrom, Angst)
Medikation: (Tagonis 30 mg, 11Jahre) >> (Dosierung, Dauer) >> (...)
Zusätzlich: (Dosierung, Start (wofür/wogegen));
Bisherige Absetzversuche: (Reduktion wöchentlich 5 mg, gescheitert an auftretenden Selbstmordgedanken, Weinkräpfen, akutem Depresssionsschub, elektrische Schläge, Albträume, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, körperliche Schwäche)
Absetzverlauf (Wiedereinnahme seit 3 Wochen, Startdosierung): (5mg, 14 Tage) >> (1 Woche, 4mg) >> (...)
Christine
Beiträge: 35
Registriert: 12.06.2004 00:00

Beitrag von Christine »

Hallo Jeannie,

ich bin wieder voll auf meiner alten Dosis drauf, weil irgendwann gar nichts mehr ging. Ich bin nur noch hysterisch durch die Gegend gelaufen und fast gestorben vor Angst.
Es hat sich gebessert, aber ich bin noch lange nicht wieder so gut drauf wie vorher.
Nehme jetzt das Mittel 1 Woche und 2 Tage wieder. Hoffe es pendelt sich bald ein. DIese Unruhe macht mich wahnsinnig.
Vielleicht bin ich doch noch nicht soweit ohne Medikamente zu leben. Und ich war doch so stolz, es endlich geschafft zu haben. Und dann war alles für die Katz.

Liebe Grüße Christine
Symptome: Übelkeit, Schwindel, Herzrasen, Gefühl wahnsinnig zu werden; Diagnose: Panikattacken Medikation: 1. Insdison, danach seit ca. 2000 Paroxetin 40 mg
Bisherige Absetzversuche: 2 Versuche in 2004, nach den vergeblichen Versuchen auf 30 mg. Seit 13.08.2005 auf 15 mg und dann seit 01.09.2005 auf 0,00 mg.
Seit 13.09. massive Angstzustände + Heulkrämpfe. Angst Tag und Nacht vorhanden. Sehr schwer auszuhalten.
Seit 1.11. 15 mg dann ab 4.11. wieder 30 mg Paroxetin, nachdem ich nicht mehr konnte und bald durchgedreht bin vor Angstzuständen und stark selbstmordgefährdet war. Wirkung dauerte, hat auf sich warten lassen. Zur Zeit besser.
Winnie
Beiträge: 71
Registriert: 30.10.2005 22:20
Wohnort: Schleswig

Beitrag von Winnie »

ich bin der meinung, DU KANNST IMMER NOCH STOLZ AUF DICH SEIN, denn schließlich hast du den schritt zum reduzieren gewagt (ich stehe noch vor dem brocken..von 30mg auf 15mg und bald auf 7,5mg und dann wech damit)!!
Mittlerweile (aber nur wenn ich einen guten tag habe! :P ) hab ich mich mit dem Gedanken angefreudet, dass diese Krankeit nie aus deinem Leben verschwindet. Meine Mutter hatte jahrelang Krebs, bis sie verstarb, und da isses genauso : Du gilst zwar als geheilt aber trotzdem kann es jederzeit und ohne erdenklichen grund wieder ausbrechen!Zwar würde ich mir niemals anmaßen diese Krankheiten zu vergleichen aber ich denke ihr wißt was ich meine oder?!
ich möchte dir keine angst oder so machen, bitte nicht falsch verstehen!!

Ich kenne einen schönen Spruch(ich bin nicht gläubig!!)find den nur echt schön!! :
Es sind die stärksten Charaktere, denen Gott die schwersten Aufgaben gibt. Also, fühl die geehrt!

Alles Gute Daweena :sports:
Symptome: (ständige Übelkeit,Kopfschmerzen bis zu starker Migräne, Magenschmerzen, Panikattacken mit Schüttelfrost und Brechreiz, Unruhe, Herzrasen, Schlaflosigkeit...); Diagnose: (Depressionen.)
Medikation: (Mirtazapin 30mg ca. 1 Jahr) >> (seit ende September 2005 Mirtazapin (remergil) 15mg) >> (seit Dezember 2005 Mirtazapin 7,5mg...)
Zusätzlich: (Dosierung, Start (wofür/wogegen));
Bisherige Absetzversuche: (Dosierung, wie abgesetzt, warum gescheitert)
Absetzverlauf (seit 28. dez. 05 medikamentenfrei!!!) >> (außer paar homoöpathischen mitteln (bachblüten etc.) keine medikamente...)
Jeannie
Beiträge: 8
Registriert: 15.09.2005 17:06

Beitrag von Jeannie »

Liebe Christine,
Antidepressiva sollte man nur 1, maximal 2 Jahre einnehmen. Die amerikanische Food and Drug Administration weist ausdrücklich darauf hin, daß Antidepressiva nicht heilen, sondern nur in akuten Schüben der Erkrankung die Symptomatik beseitigen. Heilen kannst du dich nur selbst.
Die vielbeworbene "prophylaktische" Wirkung von Antidepressiva ist nicht bewiesen.
Ich hoffe mit dir und drücke dir alle Daumen und Zehen, daß du dich bald stabilisierst. Ich weiß, wie quälend Angst und Depression sind.

Viele Grüße

Jeanniet
Symptome: (Vergiftungsgefühl, niedriger Blutdruck); Diagnose: (Depressives Syndrom, Angst)
Medikation: (Tagonis 30 mg, 11Jahre) >> (Dosierung, Dauer) >> (...)
Zusätzlich: (Dosierung, Start (wofür/wogegen));
Bisherige Absetzversuche: (Reduktion wöchentlich 5 mg, gescheitert an auftretenden Selbstmordgedanken, Weinkräpfen, akutem Depresssionsschub, elektrische Schläge, Albträume, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, körperliche Schwäche)
Absetzverlauf (Wiedereinnahme seit 3 Wochen, Startdosierung): (5mg, 14 Tage) >> (1 Woche, 4mg) >> (...)
Gesperrt