Trevilor nach 3 Wochen abrupt absetzen?
Trevilor nach 3 Wochen abrupt absetzen?
Nehme jetzt seit knapp drei Wochen Trevilor 150 mg. Die Depression ist dadurch allerdings nur noch schlimmer geworden, so antriebs- und hoffnungslos war ich noch nie, es ist kaum zu ertragen. Habe inzwischen keine Hoffnung mehr, dass das Medikament jemals wirken wird. Kann ich es nun nach nur drei Wochen Einnahme abrupt absetzen oder muss ich es da auch schon langsam ausschleichen?
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Oliver
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Hallo Jonas.
Ich habe Paroxetin nach etwas über zwei Wochen abrupt abgesetzt und schon Probleme bekommen. Das ist zwar sicher selten. Aber ich würde eher auf Nummer sicher gehen und die Dosis erstmal halbieren und ein paar Tage warten und dann je nach Höhe der Anfangsdosis nochmal hlabieren oder dann auf 0mg gehen.
Alles Gute
Oliver
Ich habe Paroxetin nach etwas über zwei Wochen abrupt abgesetzt und schon Probleme bekommen. Das ist zwar sicher selten. Aber ich würde eher auf Nummer sicher gehen und die Dosis erstmal halbieren und ein paar Tage warten und dann je nach Höhe der Anfangsdosis nochmal hlabieren oder dann auf 0mg gehen.
Alles Gute
Oliver
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PhilRS
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Re: Trevilor nach 3 Wochen abrupt absetzen?
Hallo Jonas,
=> D.h. die akute "Aufputschwirkung" fehlt weitgehend oder macht nur einen kleinen Teil der Gesamtwirkung aus (weil das Med. erst im Körper nach und nach umgebaut werden muss), aber man hat die volle Bescherung der Erschöpfung usw., wie sie charakteristisch ist für den Zeitraum einige Stunden nach einer Amfetamin ("Speed"-)Einnahme.
(Warum ich das schreibe? ... Weil es Konsequenzen hat für das Absetzen - s.u.)
Außerdem beschreibst Du ja, dass es Dir mit dem Med. schlechter geht ... genug Gründe, Dich vom Absetzen nicht abhalten zu wollen.
<hr>
Solche Substanzen machen nach dem Absetzen (ggf. noch im Wash-Out) ein typisches Bild verstärkter Depression, mitunter extremer Verzweiflung, Erschöpfung, erhöhtes Schlafbedürfnis (aber evtl. auch Schlaflosigkeit) usw.
-> Darum würde ich darauf achten, dass möglichst während und nach der Reduktion/dem Absetzen jemand Zuverlässiges in Deiner Nähe ist. Ähnliche Stoffe haben sogar zu (vollendetem) Suizid beim Absetzen geführt, darum ist das Alleinsein dann nicht gut.
Da Du recht kurz "dabei" warst, ist das Risiko spezifischer Entzugsprobleme nicht so hoch wie z.B. bei Leuten nach jahrelanger Einnahme.
Ich denke, dass es ganz gute Erfolgsaussichten gibt; eine verstärkte Depression (falls sie eintritt) sollte eigentlich höchstens Tage dauern.
Dennoch - nochmals: Bitte nicht einsam+allein, wenn es sich irgendwie machen lässt. Ich habe das Zeug mal 3 Tage "getestet", und mich darunter ebenfalls hundeelend gefühlt -- die Normalisierung hat dann trotz der kurzen Einnahme ca. so lange gebraucht (ganz OK war ich erst nach 1 Woche).
Mag mir nicht vorstellen, wie es sich angefühlt hätte, wenn ich wirklich depressiv gewesen wäre. Deshalb die dringende Empfehlung zur Begleitung durch vertraute Menschen.
Alles Gute wünscht
-PhilRS.
Das hört sich sehr nach der Amfetamin-artigen Wirkkomponente vom Venlafaxin/TREVILOR an - die beginnt ja auch "offiziell" in diesem Dosisbereich.Jonas hat geschrieben:Die Depression ist dadurch allerdings nur noch schlimmer geworden, so antriebs- und hoffnungslos war ich noch nie, es ist kaum zu ertragen.
=> D.h. die akute "Aufputschwirkung" fehlt weitgehend oder macht nur einen kleinen Teil der Gesamtwirkung aus (weil das Med. erst im Körper nach und nach umgebaut werden muss), aber man hat die volle Bescherung der Erschöpfung usw., wie sie charakteristisch ist für den Zeitraum einige Stunden nach einer Amfetamin ("Speed"-)Einnahme.
(Warum ich das schreibe? ... Weil es Konsequenzen hat für das Absetzen - s.u.)
Bei anderen AD geht man von 3-4 Wochen aus, die man abwarten soll, bevor ein "Therapieversagen" angenommen werden kann. Da TREVILOR aber lt. Hersteller-Werbung besonders "schnell" wirken soll (und ich nach den Ereignissen der letzten Jahre nichts mehr glaube, was die behaupten), hast Du vermutlich recht.Habe inzwischen keine Hoffnung mehr, dass das Medikament jemals wirken wird.
Außerdem beschreibst Du ja, dass es Dir mit dem Med. schlechter geht ... genug Gründe, Dich vom Absetzen nicht abhalten zu wollen.
<hr>
Olivers Empfehlung ist zuzustimmen, mit einer Ergänzung wg. der Amfetamin-artigen Wirkung.Kann ich es nun nach nur drei Wochen Einnahme abrupt absetzen oder muss ich es da auch schon langsam ausschleichen?
Solche Substanzen machen nach dem Absetzen (ggf. noch im Wash-Out) ein typisches Bild verstärkter Depression, mitunter extremer Verzweiflung, Erschöpfung, erhöhtes Schlafbedürfnis (aber evtl. auch Schlaflosigkeit) usw.
-> Darum würde ich darauf achten, dass möglichst während und nach der Reduktion/dem Absetzen jemand Zuverlässiges in Deiner Nähe ist. Ähnliche Stoffe haben sogar zu (vollendetem) Suizid beim Absetzen geführt, darum ist das Alleinsein dann nicht gut.
Da Du recht kurz "dabei" warst, ist das Risiko spezifischer Entzugsprobleme nicht so hoch wie z.B. bei Leuten nach jahrelanger Einnahme.
Ich denke, dass es ganz gute Erfolgsaussichten gibt; eine verstärkte Depression (falls sie eintritt) sollte eigentlich höchstens Tage dauern.
Dennoch - nochmals: Bitte nicht einsam+allein, wenn es sich irgendwie machen lässt. Ich habe das Zeug mal 3 Tage "getestet", und mich darunter ebenfalls hundeelend gefühlt -- die Normalisierung hat dann trotz der kurzen Einnahme ca. so lange gebraucht (ganz OK war ich erst nach 1 Woche).
Mag mir nicht vorstellen, wie es sich angefühlt hätte, wenn ich wirklich depressiv gewesen wäre. Deshalb die dringende Empfehlung zur Begleitung durch vertraute Menschen.
Alles Gute wünscht
-PhilRS.
Hi,
also an deiner Stelle würde ich es noch ein Weilchen nehmen. Manchmal wirkt so was auch erst nach 5 oder 6 Wochen. Fall nicht dann würde ich es auf keinen Fall apruppt absetzen sondern sehr sehr sehr sehr sehr langsam. Gehe erst mal von 150mg auf ca 100 mg (indem du die Kapsel öffnest) und lasse das mal ne Zeit und immer so weiter je nachdem wie du dich fühlt. Aber das aputppte Absetzen wird dir sicher nicht gut tun. Dann läufst du Gefahr das du echt Absetzsymptome hast.Dann mischen sich nämlich absetzsymptome mit der eigentlichen Krankheit und das ist ne schlechte Mischung
Ich habe selbst mal über 3 jahre Seroxat genommen und musste da schon ein wenig kämpfen obwohl ich es super langsam abgesetzt habe. Tja ich könnte mich zwar ohrfeigen das ich die 10 mg Erhaltungsdosis nicht weitergenommen habe aber das ist ne andere Sache. Wie gesagt ist ein Tipp von mir noch ein wenig weiternehmen (wenn dein Arzt anderer Meinung ist natürlich drauf hören). Es ist so das Gehirn braucht schon ein wenig um sich an nen Stoff zu gewöhnen und das sich die Gedanken verändern.
Das Problem ist nur das die Stoffe nicht heilen sondern nur Symptome zudecken. Naja trozdem viel Erfolg und vor allem gute Besserung.
Stefan
also an deiner Stelle würde ich es noch ein Weilchen nehmen. Manchmal wirkt so was auch erst nach 5 oder 6 Wochen. Fall nicht dann würde ich es auf keinen Fall apruppt absetzen sondern sehr sehr sehr sehr sehr langsam. Gehe erst mal von 150mg auf ca 100 mg (indem du die Kapsel öffnest) und lasse das mal ne Zeit und immer so weiter je nachdem wie du dich fühlt. Aber das aputppte Absetzen wird dir sicher nicht gut tun. Dann läufst du Gefahr das du echt Absetzsymptome hast.Dann mischen sich nämlich absetzsymptome mit der eigentlichen Krankheit und das ist ne schlechte Mischung
Ich habe selbst mal über 3 jahre Seroxat genommen und musste da schon ein wenig kämpfen obwohl ich es super langsam abgesetzt habe. Tja ich könnte mich zwar ohrfeigen das ich die 10 mg Erhaltungsdosis nicht weitergenommen habe aber das ist ne andere Sache. Wie gesagt ist ein Tipp von mir noch ein wenig weiternehmen (wenn dein Arzt anderer Meinung ist natürlich drauf hören). Es ist so das Gehirn braucht schon ein wenig um sich an nen Stoff zu gewöhnen und das sich die Gedanken verändern.
Das Problem ist nur das die Stoffe nicht heilen sondern nur Symptome zudecken. Naja trozdem viel Erfolg und vor allem gute Besserung.
Stefan