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 ! Nachricht von: Oliver

Dieses Forum ist im Ruhezustand.

Es hat sich eine neue Gemeinschaft aus Betroffenen und Angehörigen gegründet, die sich weiterhin beim risikominimierenden Absetzen von Psychopharmaka unterstützt und Informationen zusammenträgt. Die Informationen, wie ihr dort teilnehmen könnt findet ihr hier:

psyab.net: wichtige Informationen für neue Teilnehmer


Die öffentlichen Beiträge auf adfd.org bleiben erhalten.

Bereits registrierte Teilnehmer können hier noch bis Ende 2022 weiter in den privaten Foren schreiben und PNs austauschen, aber es ist kein aktiver Austausch mehr vorgesehen und es gibt keine Moderation mehr.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die über die geholfen haben, dieses Forum über 18 Jahre lang mit zu pflegen und zu gestalten.


Bin neu hier

Hier lassen sich auch viele Erfahrungsberichte über das Absetzen von Antidepressiva und Benzodiazepinen finden.
Gesperrt
Kathy
Beiträge: 4
Registriert: 01.06.2005 11:26

Bin neu hier

Beitrag von Kathy »

erstmal ein hallo an alle!

ich stell mich mal kurz vor:
ich bin 29 jahre, habe die diagnose emotionale instabile persönlickeitssörung typ borderline, habe eine tochter von 12 monaten.

ich bin gerade am ausschleichen meiner medikamente. geschafft habe ich bis jetzt von 1200mg tegretal auf 0 zu kommen, von 125mg perazin auf 25mg und von 40mg saroxat auf 20mg.
doch nun bleib ich irgenwie stehen, ich bekomme die letzten 25mg perazin und 20mg saroxat nicht runter. ich habe dann wie so viele hier massive entzugserscheinungen. diese kann ich mir allerdings nicht leisten, weil ich meine tochter (alleinerziehend) verzorgen muss. die oben genannten medikamente nehme ich jetzt seit ca. 10monaten. ich habe große angst wieder einen kalten entzug durchzumachen, den musste ich schonmal machen als bei mir die schwangerschaft festgestellt wurde. es war die hölle. ich war zu der zeit in der klinik und hatte da unterstützung von psychologen usw... .
trotzdem möchte ich wieder medikamentenfrei sein. ich bin jetzt so stabil, dass ich denke ohne medikamente leben kann. auch habe ich wieder einen netten partner und wir überlegen uns ein zweites kind zubekommen. wir wohnen allerdings noch im moment 600km auseinander.
wer kann mir gute ratschläge und seine erfahrungen berichten.

vielen dank

kathy
Diagnose:emotionale Persönlichkeitsstörung Typ Borderline
Medikation:10mg Saroxat, 25mg Perazin und bei Bedarf Tavor
Blancanieves
Beiträge: 452
Registriert: 11.05.2005 11:32

Beitrag von Blancanieves »

:lol: Hallo Kathy :lol:

Herzlich willkommen!!

Ich bewundere deine Stärke!
Also das bedeutet, dass du es in der ganzen Schwangerschaft ohne Medikamente geschafft hast? oder wie hast du diese Zeit überstanden?
Ich habe auch meine Medikamente abgesetzt, ich hatte Citaloprahm 20 mg genommen (gegen Depris) aber durch die Schwangerschaft und deren Hormonumstellung hat sich das Ganze bei mir von allein reguliert.
Aber vor einem Monat (27ssw) ging mir nicht sehr gut und habe angefangen Schüßler Salze+ Vitamine für Schwangere+ Omega 3 Fettsäuren (2 Kapseln je 1.000 mg) zu nehmen.
Jetzt geht es mir wieder gut, bei mir ist das Ganze hormonell bedingt...

Haben die Ärzte die Ursachen deiner Krankheit festgestellt?.
Außerdem ist die Ernährung auch sehr, sehr wichtig.. Wie sieht deine Ernährung aus?

Bis dann!! Gruß, Blancanieves
Bitte an die Schilddrüse denken, falls die Depressionen, Ängste und Co. keinen erkenntbaren Auslöser haben.. Und Frauen sollten auch an die Sexualhormone denken..
Hier wird darüber berichtet: http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?t=4341
Hannes Wien
Gründer
Beiträge: 903
Registriert: 27.10.2003 14:16
Wohnort: Wien
Danksagung erhalten: 6 Mal

Beitrag von Hannes Wien »

Servus Kathy,

willkommen im Forum!
die oben genannten medikamente nehme ich jetzt seit ca. 10monaten. ich habe große angst wieder einen kalten entzug durchzumachen, den musste ich schonmal machen als bei mir die schwangerschaft festgestellt wurde. es war die hölle. ich war zu der zeit in der klinik und hatte da unterstützung von psychologen usw... .
Versuche ein Medikament nach dem anderen abzusetzen nicht alle auf einmal reduzieren.

Du kannst dir Seroxat flüssig besorgen und dann langsam über mehrere Monate reduzieren.

Mit einer Insulinspritze kannst du genau dosieren.

Hast du dir schon das link:infopaket durchgelesen?

Liebe Grüße

Hannes
Kathy
Beiträge: 4
Registriert: 01.06.2005 11:26

Beitrag von Kathy »

hi Blancanieves ,

naja, die schwangerschaft war dadurch kein zuckerschlecken. ich habe in den ganzen 9 monaten nur ein halbes kilo zugenommen. das heisst das ich während der schwangerschaft wieder in die magersucht gefallen bin und abgenommen habe. mein kind hatte ja ein normales gewicht und größe. ich wurde während dieser zeit auch strengstens von thera und frauenarzt überwacht. jede woche wurde ich untersucht, einmal in krankenhaus mit doppler und die woche drauf in der praxis mit ultraschall. natürlich hatten die ärzte große bedenken das es das baby nicht schafft. nebenher hatte ich zweimal die woche therapie und zweimal in der woche war ich beim sozialpsychiatrischen dienst. kontrolle ohne ende.

bei mir wurden die hormone schon untersucht, da ist alles in ordnung.

meine krankheit ist auf meine kindheit zurück zuführen, die ich aber hier nicht gern preisgeben möchte. nur soviel dazu, es war die hölle und habe sie überlebt.

meine ernährung ist miserabel. ich rauche, trinke kaffee, esse kaum was gesundes. im moment bin ich dabei mir wenigstens einmal pro tag eine vernünftige mahlzeit zu machen. natürlich leidet deswegen auch mein darm seit jahren.

liebe grüße kathy
Diagnose:emotionale Persönlichkeitsstörung Typ Borderline
Medikation:10mg Saroxat, 25mg Perazin und bei Bedarf Tavor
Kathy
Beiträge: 4
Registriert: 01.06.2005 11:26

Beitrag von Kathy »

hallo hannes,

ja ich habe mir das hier alles sehr genau durchgelesen. ich weiss das man medis ausschleichen muss, doch fehlt mir da einfach die disziplin.
ich habe jetzt das saroxat auf 10mg runtergesetzt und werde die letzten 10mg in tropfenform reduzieren.

mein momentaner medi stand:

10mg saroxat und 25mg perazin.

liebe grüße kathy
Diagnose:emotionale Persönlichkeitsstörung Typ Borderline
Medikation:10mg Saroxat, 25mg Perazin und bei Bedarf Tavor
Gesperrt