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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 02.10.17, 13:31

Hallo an alle.
Zuerstmal danke für eure antworten und Besserungswünsche.
Das was du da sagst stimmt natürlich das ist doch bekannt : Funktioniert man und ist ständig gut drauf ist man der Held.
Doch wenn nicht ........

Das schlimme ist man ist in dieser Situation allein.
Keiner kann einen helfen. Wirklich keiner!!!
Man muss diesen Zustand einfach über sich ergehen lassen und hoffen das man irgendwann funktioniert.
Das Problem dabei ist man weiß nicht was man tun soll. Soll man zu Medis greifen oder ausharren? Geht das alles wieder weg? Ist das vom Entzug ? Und grad für uns Langzeitbetroffene ist es schwierig.Es gibt wenig Berichte darüber wie sich die Langzeit-Betroffenen fühlen. Ob Sie sich erholt haben oder ob Sie wieder Medis nehmen oder sonstwas.Da Sie meistens einfach nicht mehr darüber Berichten darüber.
Das macht es alles so schwierig. Ich frage mich bei mir ob das überhaubt mit dem Entzug zu tun hat. Diese Antworten suchte ich vergeblich. Jetzt kann ich nichts mehr machen leider , da ich ans bett gebunden bin.
Entweder Ich hoffe drauf das ein Wunder geschieht oder ich versuche es wieder mit drogen(ssri).
Ich meine fals sich die Rezeptoren nicht neu bilden nach gewisser Zeit muss man ja mehr oder weniger wieder Drogen nehmen damit alles da oben normal läuft oder?
Und ich glaub diese frage stellt sich hier jeder im Langzeitentzug. Doch leider finden wir die Antworten nicht ,nur Optionen bleiben uns und die Ungewissheit.

Und das alles nur wegen einem chemischen Ungleichgewicht in unserem Hirn(lach)(heul).

Es lebe die Gerechtigkeit!!!
Dateianhänge
Screenshot_20171002-145235.png
Chemisches Ungleichgewicht
Quelle
https://youtu.be/YgpXLVlAtrI
Zuletzt geändert von HOPE85 am Dienstag, 03.10.17, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Dienstag, 03.10.17, 1:05

Ich stelle mir nicht die Frage wegen Pillen und ob ich welche mal nehmen könnte wegen Symptome.
Kommt bei mir gar nicht in die Tüte. Ich heile...wenn auch langsam.
Mein Hirn fühlt sich frei an ohne Pillen. Ich fühle mich klarer im Kopf und sortierter.

Ich war ein Wrack und kämpfe mich zurück ins leben...anscheinend hilft meinen Rezeptoren im Hirn eine gesunde Lebensweiße mit hiarmer und saliarmer kost, meiden von trigger usw.
Ich glaube nicht so ganz an kaputte Rezeptoren ..kaputt eh nicht....ich glaube, dass der ganze Körper massiv toxisch belastet und geschädigt ist und somit auch Probleme hat beim entgiften usw.

Zudem Ungleichgewicht der Hormone (was ja auch durch Schäden der Gifte verursacht ist), die ja auch entgiftet werden müssen und die Leber usw nicht so recht mitkommt. Alles zuviel eben. Mangel an Enzymen durch Gifte...
Der Körper ist belastet,schüttet entzündungsfördernde Botenstoffe aus usw und diese reizen zns,Organe usw und führen zu noch mehr Ungleichgewicht...und schon baden wir in Symptomen.
Der Körper brauch lange um das alles wieder zu regenerieren. Alleine die Entgiftung der Toxine dauert lange.

Kann sein, dass auch hier und da zuviele oder zu wenige Rezeptoren vorhanden sind aber passend alles zum Ungleichgewicht und meiner Meinung nach nicht unheilbar.
Depressionen sind ja auch oft eine Folge vom Ungleichgewicht. Einige Frauen in den Wechseljahren leiden auch unter Depressionen.
Wenn ich nicht auf mich achte dann habe ich auch solch Zustände obwohl ich nie wirklich Depressionen hatte. Im Entzug litt ich unter massiven Panikzuständen, die ich nie in meinen leben je hatte. Inzwischen ist das weg aber manchmal wenn ich ganz unachtsam bin dann kommt schonmal so ein Hauch davon...abhängig von triggern.

Mag sein, dass es Menschen gibt, die ohne Pillen ihre Psyche nicht in Griff bekommen...meine jetzt nicht durch Entzug.
Manche durch schwere Erkrankungen oder so....da müsste man halt schauen wie nötig Pillen sind oder ob es noch andere Wege gibt ohne sich zu vergiften mit noch mehr Toxinen, wo das Risiko besteht, dass man krank wird dadurch.
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Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von LinLina » Dienstag, 03.10.17, 13:14

 ! Nachricht von: LinLina
Hallo Hope85, bitte gib die Quelle (Link) für das Bild in deinem Beitrag an, sonst müssen wir es löschen

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 03.10.17, 13:49

Hallo LinLina.
Quelle ist drin! War eigentlich auch schon im bild unten rechts enthalten.
LG Hope
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Mole25 » Montag, 09.10.17, 17:40

Hi Luna,

du hast mir heute geholfen. In der letzten Zeit habe ich auch seltsame Panikattacken - ich spüre eine Spannung im Körper - wie eine Welle - und dann kommt's - aus heiterem Himmel - keine negativen Gedanken vorher und ohne Begründung. Ich kenne Panikattacken von früher - diese sind anderes - es beruhigt mich sehr, dass du schreibst, dass sie auch weg gehen.

LG Mole 25

Jetzt gönne ich mich eine Stunde auf der Couch mit Meditation.
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11.2016 - 12.2017 15,00 mg Citalopram
Starke Nebenwirkungen: Halluzination, Durchfall, mehr Unruhe
Langsames Absetzen Citalopram.
Psychologin will mich nicht weiter behandeln
Feb 2017: 10,00 mg Citalopram
Anfang März 2017: 9,00 mg Citalopram
Ende März 2017: 8,00 mg Citalopram / Starke Entzugssymptome, aber 4 Tage ohne Beschwerden
01.04.2017: 7,50 mg Citalopram / weiterhin starke Entzugssymptome
30.04.2017: 7,00 mg Citalopram / weiterhin teilweise starke Entzugssysmptome
inkl. Nackenschmerzen / Herzstechen
20.06.17: 3,50 mg Citalopram
01.07.17 3,00 mg Citalopram
05.07.17 2,50 mg Citalopram
14.07.17 2,00 mg Citalopram
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Seit 12.02.18 Black Seed Oil / Cumin - beruhigt
Seit 20.02.18 Chlorella - Dr. Klinghardt
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26.02.18 Brain Zaps und Schmerzen nicht zu ertragen
Seit 26.02.18 kein Chlorella mehr - Verdacht auf verschlimmerte Symptome
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Seit 07.18 Rhodiola Rosea - effektiv bei der Reduzierung von Cortisol
Seit einer Woche zum ersten Mal:
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 16.10.17, 11:49

Hallo liebe Langzeitbetroffene.

Hab hier was interessantes gefunden in Englisch.

Protracted withdrawal syndrome

Antidepressant prescribing took off 25 years ago. From early on, there was a slowly increasing number of people each year unable to stop. There is now one antidepressant prescription per year for everyone in the Western World. Roughly 10% of the population is taking them and 9 out of 10 of these are taking them because they can’t stop.

They try to stop and have difficulties, and are told by their doctors that this is the original problem that has come back – and they believe their doctor. Or they try harder to stop and can’t. Some get off treatment but have enduring problems.

This has led to talk of protracted withdrawal syndrome, with doctors denying that the complaints people have fit any known model of dependence.

The two sides are talking past each other. This could be solved by agreeing that withdrawal is something that last weeks or maybe months but not years. If there is something lasting months or years, it must be something else.

Before abandoning a simple withdrawal model, the first point to make is that withdrawal syndromes from antidepressants are real and are often more severe than many concede.

The initial healthy volunteer studies on paroxetine in the mid-1980s found that up to 66% of subjects had withdrawal problems after two weeks of exposure to treatment. This happened in both young and old, in male and in female subjects.

The withdrawal syndrome included anxiety, depression, malaise, dizziness, agitation, insomnia, nightmares, essentially most of the features of major depressive disorder even though these individuals had not begun with any affective disorder.

It is now clear that all SSRIs cause significant dependence and withdrawal problems with many SSRI users who have also used opiates, cocaine or other drugs of abuse saying that it can be more difficult to get off an SSRI than these other drugs.

The company line remains that any problems are mild and transient. But the studies that companies cite have looked at symptoms which emerge shortly after the discontinuation of treatment. They have not taken legacy effects into account, or attempted to recruit from the hundreds of thousands of subjects who are unable to stop treatment.

In most Western countries, there is now one antidepressant prescription per year for every member of the population. Of these upwards of 90% are for people on treatment chronically [10]. This should not happen if there is no problem stopping. There have in fact been more reports to regulators about dependence on SSRIs than there have been for any other psychotropic drugs (see table).
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Tab1
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Tab3
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Tab2
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Tab3





There is a failure at social, professional and scientific levels to acknowledge difficulties or more importantly grapple with the nature of the difficulties. Given that the SSRIs are linked to a doubling of the rate of congenital malformations and of miscarriages, and linked to alcoholism, as well as suicide and homicide the issue of just what antidepressants do is an important public health issue.

Drugs and peripheral neuropathies

This section focuses on the Serotonin Reuptake Inhibiting (SSRI) antidepressants but something similar likely plays a role in protracted problems following the use of benzodiazepines, antipsychotics, stimulants, dopamine agonists as well as biphosphonates for osteoporosis and other drugs.

The basic proposal is that SSRIs have effects on peripheral sensory systems, especially on C-fibers. As with tardive dyskinesia, these effects can appear within a week of starting treatment but are more likely to arise later in the course of treatment, and will endure after treatment stops.

The fact that SSRIs do cause peripheral neuropathies and maybe other problems helps explain certain things.

It would fit the standard understanding that withdrawal is time-limited. We would expect many to have a straightforward withdrawal process, lasting a number of weeks.Withdrawal will often be more severe than is conceded. There is substantial evidence that withdrawal doubles the rates of suicidal and aggressive acts. These effects may be so severe than in some instances the process of withdrawing becomes protracted and may be impossible.Withdrawal will have certain standard features such as electric zaps and dizziness which will clear after weeks or months when other often strange problems become more prominent.We would expect a number of clinically disturbing features to emerge on treatment or its discontinuation that persist relatively indefinitely after treatment stops. The evidence from PSSD makes it clear neuropathic disturbances arise on treatment or in withdrawal.Enduring post-withdrawal problems need to be distinguished from protracted withdrawal process because they are two phenomena with different causes and different cures.Peripheral sensory neuropathies will create instability of affective tone and a variety of dysphoric conditions that convince clinicians this is the original disorder in need of treatment leaving them deaf to the hunch of the person suffering.The need for treatment of a peripheral neuropathy will create a situation where there is no clinical option from increasing drug dose to decreasing dosages that brings relief.Adding the effects of withdrawal to the effects of a peripheral neuropathy will make the discomfort of each worse.Continuing with a treatment that causes withdrawal is not a huge problem. Continuing with a treatment that has provoked a peripheral neuropathy seems like a poor option.All the signs are that this neuropathy has reversible elements to it – hence the need for research.In the face of the kinds of difficulties people have on SSRIs, the history of tardive dyskinesia shows that many clinicians are likely to prefer a model that denies the possibility of any such effects and attributes any difficulties to the disorder being treated. In the case of the antidepressants, this will lead to recommendations for treatment options such as the addition of mood-stabilizers to an antidepressant regimen.Cases

The classic symptoms linked to protracted withdrawal are:

Heart palpitations and other heart problems
Increased anxiety
Restlessness
Pains – strange pains around the body
Muscle tightness and stiffness and twitching
Food and drug sensitivities or intolerance
Fatigue
Feeling very flat
Taste or smell changes
Sensitivity to sound and light
Heat sensitivities
Visual disturbances
Auditory disturbances
Memory or concentration problems – Brain Fog – Chemo Brain

These problems overlap with but are different from the electric zaps, dizziness, nausea, vomiting, and nightmares that are prominent features of acute withdrawal but which do not appear to endure for more than several weeks or a few months at most.

Many of these protracted withdrawal features map well onto complaints which when brought to neurological clinics lead to a diagnosis of peripheral sensory neuropathy.

Case A — paroxetine induced penile anesthesia

Waldinger et al (2014) have recently reported a case that might point a way ahead [11]. Their patient was referred for paroxetine induced penile anesthesia.

The gentlemen lost his sense of smell and taste while taking an SSRI in addition to having diminished skin sensitivity over large parts of his body including the genital area. Smell and taste returned while on treatment and after he stopped paroxetine his skin sensitivity returned to normal but his genital numbness persisted. He could apply Tiger Balm to his genital area without any sensation.

This led to treatment with LPLI (low-power laser irradiation) to the penile area, which produced a degree of restoration to the ability to distinguish between warm and cold stimulation and about a 20-40% recovery in touch sensation.

Waldinger and colleagues speculate that the action of LPLI treatment is mediated through Transient Receptor Potential (TRP) channels. TRP channels are a series of channels that mediate calcium and sodium ion transport across membranes. They are present on all types of nerves but are particularly prominent in the slow conduction C-fibers that mediate tactile sensitivity, pain, itch, aspects of smell and taste.

Case B — parathyroid gland removal

One of us has recently been consulted on the case of a 60 year old woman who had 20 years successful treatment with dosulepin until following a parathyroidectomy the benefit of treatment failed. Having previously been unable to stop treatment, she was now able to stop successfully.

A year later her mood slipped. She was given a series of serotonin reuptake inhibiting drugs but found herself intolerant to all of them, with disturbances of vision, smell, touch, heart rhythms and an aggravation in terms of intensity and extent of a previously mild degree of numbness and muscle stiffness in her feet. She developed food and drug intolerances she did not have before.

Her current situation is that most antidepressants seem to cause problems in ever lower doses while stopping them also causes problem. There appears to be an instability of some system.

In the face of these developments, she has been advised that her clinical picture suggests either a refractory unipolar disorder or a bipolar disorder and she has been recommended to start lithium or another mood stabilizer. In the absence of any alternate diagnostic option, advice like this is likely to be common but misguided.

Case C — hearing, vertigo, balance

My hearing is a lot worse, I have vertigo and balance problems. I feel unsteady on my feet. My ears are ringing. They are also supersensitive to sounds. As a result, I can’t wear a hearing aid in one ear any more.

I feel like I am only 50% here — kind of like a bad head cold feeling, or living in a dream state. I feel shaky and out of sorts and panicky. I feel weird and feel like I am going to pass out. I can be fine one minute, then BAM — all of a sudden I feel this odd feeling coming on as if my hearing gets very quiet. I feel as if I am chilled. I get a tingly feeling in my head, and then I feel a sort of darkness and closed-in feeling about to happen. I start to shake and sweat, and I just feel as if I am drifting away.

This is indistinguishable from what people on SSRIs say but it in fact comes from someone who had been taking a benzodiazepine.

Case D — anxiety, anger, fog, tinnitus

I’m now two years off Prozac and I can’t believe how much Prozac’s affecting me still. I’m so used to having numb emotions and poor cognitive abilities now that I sometimes forget that this isn’t the real me. Now and then I have days when underneath my “drugged state” I can feel strong anxiety and anger “bubbling” inside of me because I know that my emotions and my view on life isn’t my own.

I have a constant annoying fog in my head, I have constant tinnitus and I have head pressure and headaches still that come and go.

I meet no friends any longer, I have no interest in boys and little interest in sex. All this is very unlike me. Even if I had bad days as well before Prozac happened, I then snapped out of my low mood pretty quickly if I met a friend or took a shower or something.

I can function normally in conversations, but I know that I’m not “in” the discussion. My mom asks me often how I can seem so content with the very uninteresting life that I have. I tell her that I know that in reality I’m not content with my life but that my emotions aren’t “real”. I also tell her I’m sort of “stuck in the moment” and unable to think of the future.

I’m starting to worry that I’ll have to live with this foggy, empty head for the rest of my life. This total lack of motivation and interest in anything (but food really, I still crave carbs in a insane way, and I’m still forty pounds heavier than pre-Prozac), is making life feel really pointless. It also feels strange being 26 and having very little desire and motivation for getting a career and a partner. (Amongst other things).

Before Prozac I sometimes felt low sometimes felt happy, but I always got energy boosts now and then during the day when I did what I needed to get done. Nowadays I never feel really happy and never really sad but just content, and I’m always tired and I can’t think or feel clearly if my life depended on it.

WHEN will I start to care about things again? Is there a way to force forward motivation? Will I be completely recovered and free from my cognitive issues again?

Peripheral neuropathies & C-fibers

Forty years ago when standard medical textbooks covered the peripheral sensory neuropathies they outlined a picture where little was known. People presented, they stated, with problems for which the patient often could not find words.

The complaints often seemed bizarre with pain for instance triggered by heat or touch (tactile allodynia), paraesthesia, or complaints of tight band like sensations that did not map onto standard dermatomes.

People complained about hot or numb sensations in feet or hands that were present in stocking or glove distributions – this does not fit classic nerve distributions, but we now know it maps onto C-fibers.

These pain syndromes responded poorly to standard treatments for pain, and the other sensory problems responded to nothing.

Nothing was known about the basis of these complaints but it was expected that there might be a linkage to disturbances of C-fibers rather than the larger fibers mediating discriminative touch.

The burning sensations some people have, fall under the heading of causalgia. The speculation was that there might be some linkage to the sympathetic system – a reflex sympathetic dystrophy, or dysautonomia.

There are links to drug treatment. Causalgia has long been linked to alcohol use, even though it is reported more often in women than men, and forty years ago women did not drink alcohol as much as men – so it really should have been men who had it.

Triptan use for migraine is now linked to tactile allodynia.

Persistent genital arousal disorder (PGAD), which causes vulvodynia, has been linked to SSRIs, while PSSD and similar conditions have been linked to various drugs including SSRIs, isotretinoin, finasteride and tetracyclic antibiotics.

C-fibers are now at the center of a huge research effort. There is a great deal of research on new receptors – Transient Receptor Potential (TRP) channels, with distinctions now made between 8 superfamilies of TRP channels and efforts to map the roles of each.

There are new distinctions between C-fibers mediating touch, pain, itch and fibers mediating affective tactile sensitivity – a caress system [12].

There is a growing body of evidence that maternal touch operating through the caress system in early life is an important determinant of the development of the social brain in the first instance and our later abilities to regulate mood states.

The implications could not be greater. At stake is no less a question than who or what we are.

A century ago the James-Lange Theory of the Emotions shockingly to many argued that our emotions and much of our being might lie primarily in our body rather than in our minds. What we really think happens in our bodies and is secondarily interpreted centrally – the mind guesses as to what is going on. The heart has its reasons of which the mind knows nothing.

The emerging understanding of the C-fiber system fits this model; in this case, nurturing touch, caresses, set our mood and if the system through which this happens is disturbed, then our mood state is likely to be also.

In just the same way, while there is a mental input to libido and sexuality also, peripheral genital sensations and our bodies – sense of smell and other sensory experiences – are likely to do something to create libido so that when genital numbness happens as in PSSD, or disturbances of smell and touch, libido necessarily falls off as a consequence.

There is little information on C-fiber input to memory processes but there are a great number of patients taking drugs from statins to fluoroquinolones to antidepressants who all complain about “Chemo Brain” or “Brain Fog” who have normal results on cognitive function tests. Complaints like this, against a background of normal cognitive tests are consistent with a disturbance in C-fiber function.

On the question of food and drug intolerances it is worth noting that there are smell and taste receptors in the gut, where 90% of the body’s serotonin lies, and a substantial proportion of the nerves in the gut wall are C-fibers.

More generally C-fibers and their associated TRP channels both in skin and in internal organs have a role in the recognition of irritants, inflammatory products and xenobiotics. While little is understood about how they might mediate the effects of drugs, this makes them, until proven otherwise, the system in place to mediate whatever physiological disruptions might stem from taking foreign agents chronically.

TRP channels play a significant role in cardiac functioning. Through mechanisms not clearly understood, the antidepressants and antipsychotics have significantly more effects on aspects of cardiac functioning expressed in QT intervals and rhythm abnormalities than almost any other groups of drugs.

We know the fact that known channelopathies in the heart – disturbances of sodium, potassium or calcium channels – mediate shorter or longer QT intervals, increasing or decreasing the risk of arrhythmia from treatment induced QT changes.

Similar channelopathies elsewhere in the body might explain why some of us are susceptible to the development of treatment related peripheral sensory neuropathies.

The pharmacology of channelopathies, and TRP channels, remains rudimentary, there are likely many treatments out there that have potentially helpful effects. Among these are the calcium channel blocking drugs. There are scattered reports of benefits from calcium channel blocking drugs on “withdrawal” syndromes linked to antipsychotics.

Other options lie in drugs with effects on sodium or potassium currents.

What is needed is a map of the calcium, potassium and sodium blocking actions that SSRI and related antidepressants in fact have.

This will require a lot of research because there are fast and slow sodium currents and the drugs in the calcium channel blocking group block many different types of calcium channels, so one of them might help some the features we seek to influence but others not. One channel blocking drug seems unlikely to help all problems.

Note: Details of serious side effects are increasingly being removed from Wikipedia’s pages. We therefore recommend against using Wikipedia as a reliable source of information on medications.

Research goalsTo find out everything we can about peripheral neuropathies and get the material in understandable language so that everyone can participate in solving the problems.To find everything possible about C-fibers.To find out everything possible about sodium, potassium, calcium and TRP ion channels.To keep in focus the fact that a range of people from hairdressers and complementary therapists to laboratory scientists may have important contributions to offer. Remember – the Ark was built by amateurs, the Titanic was built by experts.

The elements of the model are almost all poorly understood, so we are actively calling on anyone with an interest in these issues to help us move some of these areas forward.

ReferencesHealy D. The Creation of Psychopharmacology. Harvard University Press (2002).
Mann AM, MacPherson AS. Clinical experience with imipramine (G22355) in the treatment of depression. Can Psychiatric Assoc J 1959;4:38–47
Kramer JC, Kline DF, Fink M. Withdrawal symptoms following discontinuation of imipramine therapy. Am J Psychiatry 1961;118:549–50.
Battegay R. Drug dependence as a criterion for differentiation of psychotropic drugs. Compr Psychiat 1966;7:501–9.
Hollister L. From hypertension to psychopharmacology: a serendipitous career. In: Healy D, editor. The psychopharmacologists, vol. 2. London: Chapman and Hall; 1998. p. 215–35.
World Health Organisation. Expert committee on dependence producing drugs, 14th report, WHO Techn Rep Cir 312; 1965.
Nutt DJ. Addiction, brain mechanisms and their treatment implications. Lancet 1996;346:31–6.
Bury M, Gabe J. Tranquillisers and health care in crisis. Soc Sci Med 1991;32:449–54.
Hogan C, Le Noury J, Healy D, Mangin D. One hundred and twenty cases of enduring sexual dysfunction following treatment. Int J Risk Saf Med. 2014;26(2)109–16.
Healy D, Aldred G. Antidepressant drug use & the risk of suicide. International Review of Psychiatry, June 2005; 17(3): 163–172Waldinger MD, van Coevorden RS, Schweitzer DH, Georgiadis J. Penile anesthesia in Post SSRI Sexual Dysfunction (PSSD) responds to low-power laser irradiation: a case study and hypothesis about the role of transient receptor potential (TRP) ion channels. Eur J Pharmacol. 2015 Apr 15;753:263-8.
McGlone F, Wessberg J, Olausson H. Discriminative and affective touch: sensing and feeling. Neuron. 2014 May 21;82(4):737-55.

Quelle: https://rxisk.org/complex-withdrawal-mo ... l_syndrome

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Montag, 16.10.17, 17:17

Kopf kratz....das bitte mal auf Deutsch Übersetzen. Danke
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 17.10.17, 13:30

Hallo ihr,

der Text stammt von Dr. David Healy (bzw. seinem Team), einem irischen Psychiater, der auch für das erste Infopaket zum Absetzen von Antidepressiva Pate gestanden hat: http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?t=853

Zusammen mit anderen Medizinern hat er die Initiative Rxisk gegründet, die sich schwerpunktmäßig mit Nebenwirkungen von Medikamenten auseinandersetzt, aber auch mit Entzugsproblematiken von Psychopharmaka. Was Hope verlinkt hat sind die theoretischen Überlegungen, was bei einem komplexen Entzugssyndrom und im protrahieren Entzug, also bei langandauernden Syndromen v.a. bei Antidepressiva so los sein könnte.

Kurzusammenfassung:
Eine Überlegung ist, dass SSRIs Auswirkungen auf die peripheren sensorischen Systeme haben, insbesondere auf C-Fasern (langsam leitende Nervenfasern) und es zu einer Art peripherer sensorischer Neuropathie kommen könnte. Die C-Fasern werden in den letzten Jahren zunehmend erforschte, damit zusammenhängend auch TRP-Kanäle (Familie von zellulären Ionenkanälen https://de.wikipedia.org/wiki/TRP-Kanäle). C-Fasern leiten Berührungen, Schmerz, Jucken etc. weiter, aber auch Liebkosungen wie Streicheln. Man glaubt inzwischen, dass die mütterlichen Berührungen z.B. dazu beitragen, dass das soziale Gehirn und die Fähigkeit, Stress zu regulieren, wachsen - und die C-Fasern und die Kanäle sind da involviert, wie vermutlich auch an vielen anderen körperlichen Vorgängen.

Störungen bei den C-Fasern und den TRP-Kanäle könnte womöglich eine Ursache der klassischen Symptome des Langzeitentzuges sein:

Herzklopfen und andere Herzprobleme
Erhöhte Angst, Unruhe
Schmerzen - seltsame Schmerzen um den Körper
Muskelverspannungen und Steifheit und Zuckungen
Lebensmittel- und Substanzempfindlichkeiten oder Intoleranz
Ermüdung
Gefühlsverflachung
Geschmack oder Geruchsveränderungen
Empfindlichkeit gegenüber Ton und Licht
Wärmeempfindlichkeiten
Sehstörungen, Hörstörungen
Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme - Brain Fog - Chemo Brain

Diese Probleme überschneiden sich, unterscheiden sich aber auch von akute Entzugserscheinung wie BrainZaps, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Albträumen.

Was man für die Überlegungen zur Erklärung von Langzeitentzugssyndromen des weiteren heranzieht sind theoretische Ansätze, die davon ausgehen, Emotionen und Selbstwahrnehmung entstehen im Körper und werden dann nur vom Gehirn interpretiert. Was wiederum bedeuten könnte, wenn die C-Fasern angeschlagen sind, dann ist es das Gefühlsleben auch. Zudem können Störungen eben zu den vielen körperlichen Symptomen führen.

Nichts genaues weiß man nicht, Rxisk ruft deshalb dazu auf, Wissen zusammenzutragen und so an diesem theoretischen Modell weiterzuarbeiten, natürlich auch mit der Hoffnung, dass man langfristig womöglich auch Substanzen hat, um die Zustände zu verbessern - wobei die Pharmakologie der Kanäle bisher noch kaum verstanden sei und es auch hier niemals die Variante "1 Pille löst alle Probleme" geben wird.

Grüße, Murmeline

PS: Erinnert mich ein bisschen auch an den Artikel von Langzeitbetroffene Monica Cassini "you can’t heal what you don’t feel" viewtopic.php?f=50&t=9703
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 17.10.17, 18:06

Danke Murmeline für die Übersetzung.

Hier noch was Von Prof. Dr. Healy
Für mich der beste auf dem Gebiet

Gruß Hope
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healy_withdrawal_june_09-3.pdf
(80.85 KiB) 43-mal heruntergeladen

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Dienstag, 17.10.17, 18:10

Weiß nicht wie ich das anzeigen lassen kann . Vl bekommt das ein Mod. Hin.
:-)

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Murmeline » Dienstag, 17.10.17, 18:27

Hallo Hope,

die Übersetzung deines verlinkten PDF findet sich größtenteils seit 2004 hier im Forum ;)

http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 4741#p4741

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von neuling » Sonntag, 22.10.17, 12:05

Hallo alle zusammen,

Ich bin auch auf 0 und leide an unfassbar vielen Symptomen.

Wie könnt ihr das ertragen? Ich stecke in zig Kaltentzügen.
Und kann nix mehr machen. Und keiner glaubt einem. Wie geht es euch damit? Habt ihr Rückhalt?

Wird es wieder besser? Selbst der Teufel in der Hölle kann sich das nicht vorstellen.

Mary
Diagnose: keine- längere Krankheit, hab 10 Kilo ungewollt abgenommen, hab mich in eine Panik gesteigert, konnte nicht mehr schlafen, es stand Ms und borreliose im Raum. Bis heute nicht endgültig geklärt.
Stattdessen Beruhigungstabletten Opipramol bekommen. Zum ausprobieren!


Opipramol 25 mg - 50 mg täglich für ca. 5 Wochen (Ende März 16 bis ca.Ende April 2016) kalt abgesetzt wie Neurologin gesagt hat
Hatte keine Ahnung das so ein Horror folgt
Konnte nicht mehr schlafen, etc. Hab nicht verstanden das es vom absetzen kommen kann.

zunächst Mai 16 Oxacepam 10 mg 2 x, Zopiram 1 x, Tavor 1 mg 1 x, dann nochmal Ende Mai 5 x Oxacepam, Diazepam 1x, Umstellung auf Bromazepam 2mg für ca. 17 Tage mit Mirtazapin zunächst 7,5mg, dann 15 mg

Hatte auch noch eine Vollnarkose in dem Zeitraum.

dann Umstellung auf Mirtazapin 15 mg , Dominal 80 mg (3Tage), Olanzapin 2,5mg (4Tage), Dominal und Olanzapin wieder abgesetzt w/ Unverträglichkeit, stattdessen Mirta und Dipiperon 40mg (für 7 Tage).

Jetzt nur noch Mirtazapin 15 mg alles nur um zu schlafen
17.08.16 Mirta 7,5mg sonst nix schlimme Symptome seit langer Zeit, werde nochmal auf 15 mg gehen

Habe dann wieder auf 7,5mg reduziert
10.9.16 bin auf 0 Mirta gegangen lt.Arzt

Hatte die ganze Zeit auch mit Mirta schlimmste Zustände vermute hab ich nie vertragen

28.9. 16 Psychatrieeinlieferung
haben mir gar nicht zugehört mit den Tabletten in der Vorgeschichte --- Risperdal angesetzt wegen Psychose (kann nicht von den Tabletten sein! )
hab ich nicht genommen
Haldol unter Androhung Gerichtsbeschluss
Habe mich ergeben.
Haldol 2mg früh 4mg abends
Diazepam 10 mg
Dominal zum schlafen 40mg
Ca.4 Wochen lang an 1x Tavor erinnere ich mich
24.10.16 Umstellung auf Risperdal von Haldol
Akineton, Diazepam innerhalb 4Tage
Ab 3.11.Risperdal u.Akineton
Ab 10.11.16 alles abgesetzt und
Oxacepam u.Zolpidem
Dann irgendwann Mirtazapin bis 30mg aufdosiert
Und abilify 5 dann 10 dann 5 dann 3 mg
So bin ich dann entlassen worden.
Ohne Diagnose! !!
Absoluter Wahnsinn was die mit mir gemacht haben .
Aussage : Wir sind ein Fachkrankenhaus vertrauen Sie uns! !
Jetzt heißt es das auf Station wohl nicht SO GUT GELAUFEN IST.
5.1.17 Mirtazapin nach Entlassung auf 15 mg reduziert
Keine Veränderung der Symptome
Abilify alle paar Tage um 0,5 mg reduziert
Ging schief.
Ende Jan 17 Abilify auf 0
Mirta auf 15 mg
22.2.17 Abilify wieder genommen 1mg
Dann 2mg
24.2.17 Abilify 3 mg
16.3.Mirtazapin 7,5 mg
23.3.Mirtazapin lt Arzt auf 0
Seitdem kein Mirta mehr
Abilify reduziert ab 01.04.17 immer um 0,5mg
Von 3 mg auf 0
23.05.17 Abilify 0
Keine Medikamente mehr seitdem.
Aber mir geht es schrecklich.
Nach absetzen Mirta ging es besser und während Reduzierung Abilify auch.
Auf 0 dann wieder Horror vom feinsten.

2.6.17 Abilify 0,5mg lt.Arzt
Ging nicht.
Wieder ohne.
27.6.17 Abilify 0,2mg versuch lt. Forum nach 7 Tage
4.7.17 Abilify auf 0,4mg bis 23.7. durchgezogen keine Besserung.
18.7. Psychosomatische Klinik o Wunder die haben mir geglaubt das das meiste Medikamenten bedingt ist und sie mit mir absetzen.
24.7.Reduzierung auf 0,3mg Abilify
6.8. Reduziert auf 0,2 mg
13.8.reduziert auf 0,1 mg
21.8. Auf 0
Keine Änderung der Symptome während Reduzierung.

Allerdings geht's mir immer noch ganz schrecklich. Hölle auf Erden. Bin zuhause.

Habe ALLE Symptome vor allem Kopf , Akathisie, Sehstörungen, Gefühl umzufallen, Gefühl das mein Hirn "ausschaltet". Es ist die pure Hölle! !!!

Clarissa
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Clarissa » Sonntag, 22.10.17, 13:04

Ach, neuling.

Ich bin auch auf Null, stecke in x Kaltentzügen, habe ordentlich Symptome und kann nichts tun ausser Zuwarten. Alles andere hat die Lage nur verschlechtert.

Es wird besser, aber laaangsaaam.

Mir glaubt keiner und ich habe keinen Rückhalt, aber es geht schon irgendwie.

Ich mag da nicht immer darüber jammern, mir wird davon nicht besser.

Halte durch, Du bist nicht allein und es gibt keine akzeptable Alternative.

Wieder mal VG von sleepless
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seit Mai 2015 EU-Rentnerin letztlich wegen der Entzugsproblematik

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

aktuell im protrahierten Entzug (?) mit sehr unangenehmen, v.a. körperlichen Symptomen

Inzwischen fast 4 Jahre frei von Medikamenten. NR, keinerlei Alkohol und Koffein mehr, weil alles triggert. "Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von HOPE85 » Montag, 23.10.17, 13:42

Hallo Roxy.
Was sollen die Menschen wohl machen. Wenn das Medikament nichts bringt dann bleibt nur hoffen das es irgendwann besser wird oder weggeht.
Das ist alles von Person zu Person unterschiedlich.
Manche brauchen Monate andere Jahre oder Jahrzente.
Und manche haben selbst dann noch Probleme.
Du schreibst 1 Jahr Hölle. :( Ist schlimm klar. Aber frag mal die wo 3 , 5 , 7 oder 10 Jahre die Hölle durchmachen. :cry:
Und oft ist es auch das man sich nicht zu 100% erholt( wenn man heilt) sondern das einzelne Handycaps bleiben bei protrahierten Entzügen aber evtl. abgeschwächter.
Ganz nach dem Motto: Alles kann, nichts muss!

Das kann und wird dir, mir und den vielen anderen hier niemand sagen können wielange es dauert, leider. :censored:

Gruß
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Pammy » Samstag, 28.10.17, 23:08

Hallo Ihr Lieben,
nun leider auch von mir ein Bericht mit einer langen Liste von den Symptomen, unter denen ich nach 4 Jahren!!! ohne Mirtazapin noch leide.
Ich habe der Einfachheithalber die Absetz-/Entzugssymptom-Liste kopiert und alles entfernt, was bei mir nicht gerade akut zutrifft. Aber es bleibt genug übrig :frust:

Mögliche Absetzsymptome / Entzugserscheinungen
nach nunmehr 4 Jahren! Komplett frei von Psychopharmaka (zuletzt Mirtazapin)

Aktuelle Symptome:
Stand Oktober/2017

Gefühle, Stimmung, Affekt
• Stimmungsschwankungen
• Emotionale Instabilität,
• Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung,
• Häufiges Weinen, Weinkrämpfe, Überempfindlichkeit;
• Nervosität, Unruhe, Anspannung,
• Ängste, Ängstlichkeit, Schreckhaftigkeit, generalisierte Angstzustände, Panikattacken
• Aggressivität, Wut, erhöhte Reizbarkeit, Impulsivität
• Niedrige Stresstoleranz
• Körperlich/ biochemisch ausgelöste Gefühle, Neuro-Emotionen

Gedanken, Kognition, Gehirnleistung
• Gedankenkreisen,
Konzentrationsstörungen,
• Benommenheit, verlangsamtes/ erschwertes/ weniger klares Denken
• Gedächtnisprobleme, Vergesslichkeit, Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, verringerte Merkfähigkeit, Erinnerungslücken, Amnesie
• Verwirrung,
• Verringerte Fähigkeit, längere Texte zu lesen und zu erfassen/ Anweisungen zu verstehen/ zu lernen/ sich Neues anzueignen
• Sprachprobleme, Wortfindungsstörungen, Stottern, unflüssiges Sprechen, schwierige/ undeutliche Aussprache; Unfähigkeit zu sprechen

Schlaf, Träume
• Schlafstörungen; Einschlafstörungen; Durchschlafstörungen; Schlaflosigkeit
• Plötzliche Muskelanspannungen und/oder Aufschrecken beim Einschlafen
• Nachtschweiß / "Nervenschwitzen" nachts

Allgemeine körperliche Symptome
• Erschöpfung, geringe Belastbarkeit, Schwäche, Kraftlosigkeit, Energiemangel
• Schmerzen im ganzen Körper oder an einer/ mehreren Stelle/n, z.B. in Unterleib, Rücken, Extremitäten, Kiefer/Zähnen, Hals, Kopf, Gesicht, Weichteilen brennend, stechend, dumpf, stumpf, ziehend, ausstrahlend,
• Missempfindungen, komisches Gefühl/ Kribbeln/ Juckreiz/ Brennen/ Prickeln/ Stechen/ Taubheit/ Schauer/ Kälteempfindung/ Wärmeempfindung/ Schwellung(sgefühl)/ Überempfindlichkeit an einer/mehreren Stelle/n oder im ganzen Körper
• Grippeähnliche Symptome: laufende / verstopfte Nase, Reizhusten/ trockener Husten/ Räuspern, Schmerzen, fiebrig, Grippe-Gefühl
• Störungen des Immunsystems, häufigere/ stärkere/ längere Erkältungen, Infektionen, Entzündungen oder Geschwüre
• (Pseudo-) Allergische Reaktionen/ Unverträglichkeiten/ paradoxe Reaktionen, z.B. auf Lebensmittel, Reinigungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente
• Atemnot, erschwertes Atmen, Kurzatmigkeit; Hyperventilation, zu tiefes/ schnelles Atmen
Mundtrockenheit
• Trockene/ brennende/ wunde/ blutende Schleimhäute,
• Wassereinlagerungen, Ödeme, Schwellungen
• Änderung der Beschaffenheit der Haare, Haarausfall, Haarbruch
• Vermehrt blaue Flecken/ Hämatome, verlangsamte Abheilung

Herz-Kreislauf-System, Blutdruck
• Herzrasen, hoher Puls; niedriger Puls; schwankender Puls
• Herzstolpern, unregelmäßiger Herzschlag
• Herzschmerzen, Brustschmerzen, Druck auf der Brust, Brennen im Brustkorb
• Erhöhter Blutdruck, niedriger Blutdruck; Blutdruckschwankungen

Nahrungsaufnahme, Verdauung und Ausscheidung
• Schluckbeschwerden, Schmerz / Unbehagen beim Schlucken, Hals wie zugeschnürt, Speiseröhrenkrämpfe
• Aufstoßen, Völlegefühl, Sodbrennen, Säurereflux
• Verstärkter Harndrang;Inkontinenz;
• Bauchschmerzen, Magen-/ Darmschmerzen;
• Aufgeblähter Bauch, Blähungen, Druck im Bauch, vermehrte Gasbildung
• sog. Roemheld-Syndrom (starke Blähungen / Gase, die innerlich den Magen-Darm-Trakt aufgasen und Organe schmerzhaft abquetschen)

Sinne und Sinnesorgane, Wahrnehmungen
• Veränderung von Sinneswahrnehmungen; übersteigerte Sinneswahrnehmungen
• Überempfindlichkeit der Sinne, erhöhte Reizempfindlichkeit, Reizüberflutung: Geräusch-/ Lärmempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit, Berührungsempfindlichkeit, Geschmacksempfindlichkeit, Geruchsempfindlichkeit
• Verändertes Sehempfinden, verschwommenes/ unscharfes Sehen, Doppelbilder, Schwierigkeiten zu fokussieren, Punkte vor den Augen („mouches volantes“)
• Augenschmerzen, Druck auf den Augen, brennende/ tränende/ trockene/ entzündete/ rote/ glasige/ geschwollene Augen, zuckendes Augenlid,
• Tinnitus,Rauschen/ Pfeifen/ im Ohr
• Missempfindungen, komisches Gefühl/ Kribbeln/ Juckreiz/ Brennen/ Prickeln/ Stechen/ Taubheit/ Kälteempfindung/ Schauer/ Wärmeempfindung/ Schwellung(sgefühl)/ Überempfindlichkeit der Haut
• Hautveränderungen, Exzeme, Hautausschlag; trockene Haut, Verlangsamte Wundheilung
• Veränderter Geruchs-/Geschmackssinn, Metallgeschmack im Mund

Nerven, Muskeln, Skelett und Bewegungen
• Zuckungen/ Muskelzuckungen; unwillkürliche Bewegungen;
• Muskelkater-ähnliches Gefühl, Muskelschmerzen, Muskelsteifheit, Verspannungen, Fehlhaltungen
• Verkrampfungen, Muskelspasmen, Krämpfe,
• Muskelschwund, Muskelatrophie
• Nervenschmerzen, Brennen der Nerven, neuropathische Schmerzen
• Akathisie, Bewegungsunruhe, Sitzunruhe, Bewegungsdrang; "Restless legs" - unruhige Beine
• Wirbel(säulen)beschwerden, Wirbel / Gelenke wie verhakt
• Gelenkschmerzen; knackende/ knirschende/ entzündete Gelenke

Kopf, Gehirn, Gleichgewicht
• Kopfschmerzen, Druck/ Spannung im Kopf,
• Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit,
• Zähneknirschen (vor allem auch nachts), Kieferpressen, Zahnschmerzen
• Zungenbrennen oder Kribbel

Regelkreise (Blutzucker, Hormone, Schilddrüse, Temperatur, Gewicht)
• Erhöhte, niedrige oder schwankende Blutwerte
• Schwankungen der Schilddrüsenhormone; Überfunktions-Symptome; Unterfunktions-Symptome
• Störungen der Temperaturregulierung: Hitzewallungen, verstärktes Schwitzen (teils unabhängig von der Temperatur), Schweißausbrüche; Fieber, Frieren, Kälteschauer, Frösteln, Schüttelfrost; schwankende Körpertemperatur, heiß und kalt im Wechsel
• Gewichtsverlust; Gewichtszunahme; Gewichtsschwankungen
[/b][/b][/i][/i]

Alles so bei mir gerade vorhanden, wenn auch nicht immer alles auf eimal, aber vieles davon leider schon, und zwar täglich/nächtlich, insbesondere seit Einnahme von Betablocker!!! (Trigger von Absetz-Symptomen?)

Außerdem seit August 2016:
mehrmalige Episoden von Vorhofflimmern (mit KH-Aufenthalten verbunden), weswegen ich leider einen Betablocker einnehmen muss und ich vermute, dass dieser alle o.g. Und hier g. Symptome extrem triggert! (Möglicherweise gleiches Wirkprinzip wie Psychopharmaka?
Depressive Kurzepisoden täglich/nächtlich vom Feinsten – ich hab noch nie so viel geheult wie im Moment! Und auch davon bekomm ich noch zusätzliche Gesichtsschmerzen
stiller Reflux, Sodbrennen und stärkste Schmerzen in Speiseröhre (vermutlich Entzündung, erneute Magenspiegelung steht noch aus)
extremer Juckreiz an diversen (wandernden) Körperstellen mit schlecht heilenden Ekzemen (trotz Cortison-/Antibiotika-Salben mehrere Monate wunde Stellen)
erhöhter Augeninnendruck – Diagnose: grüner Star
extreme HWS-/Hinterkopf-Verspannungen, verbunden mit starken Kieferschmerzen und Ausstrahlung Trigemius
aufgrund von starkem Knirschen/Zähne zusammenbeißen mehrere gerissene Zähne,
ein Zahn musste gezogen werden, da er bis auf den Kiefer gespalten war und eine Zyste an der Wurzel hatte, beides konnte trotz 8maligem!!! Röntgen und Aufsuchen von 5! verschiedenen Zahnärzten nicht diagnostiziert werden – niemand wollte mir den Zahn, der angeblich vollkommen gesund war ziehen – ich lief Jahrelang mit komischen Schmerzen im Körper rum, bis es zu heftigsten Trigemius-Schmerzen im Kopf/Gesicht kam und Lymphdrüsen anschwollen – Zahnarzt konnte die Misere erst sehen, als er ne Plombe am Zahn wegbohrte...
Alles verheilte sehr langsam und eher schlecht und leider habe ich nach wie vor Schmerzen an den Zähnen, ich glaube, da ist noch mehr...auch durch die ständige Säure im Mund
Haarausfall – kann natürlich auch Wechseljahresbedingt sein, aber was macht das jetzt noch für nen Unterschied...
in den frühen Morgenstunden (aber auch mal zwischendurch, jedoch seltener) Panikattacken, schubartige und für ca. 2-5 Minuten (fühlt sich aber an wie ne Ewigkeit...)
HWS-/BWS-/LWS-Syndrom mit stärksten Verspannungen und Wirbelverschiebungen im Nackenbereich besonders[/i]

Ich bin völlig verzweifelt im Moment, da ich nicht weiß, bei welchen Symptomen ich mich um ärztliche Hilfe bemühen muss/soll, und welche ich aussitzen muss/kann.
Und am meisten belastet mich das Gefühl bzw. der Verdacht, das einige meiner Ärzte genau wissen, woher meine Probleme stammen und mich deshalb auch nicht wirklich behandeln, außer mit nem Betablocker wegen der Herzprobleme (die sind nun mal nicht von der Hand zu weisen) und vermutlich jetzt auch noch Augentropfen wegen dem erhöhten Augeninnendruck.

Merkwürdigerweise habe ich selbst nicht mehr daran gedacht, dass alle meine Probleme vermutlich noch nachhaltige 'Geschenke' der Psychopharmaka-Episode in meinem Leben sein könnten. :roll:
Erst vor ein paar Tagen kam ich auf die Idee, ob es irgendwas noch mit dem Mirtazapin zu tun haben könnte, da ich besonders heftige Magenschmerzen auch unter Mirtazapin bekam...
Und dann habe ich im Forum die Liste nochmal entdeckt und dann dämmerte es mir wieder (ich vergess ja auch so viel... :shock: )

Kann es denn wirklich so sein??? Nach 4 Jahren, schlimmer denn je - möglicherweise getriggert und neu hervorgerufen durch die Einnahme von einem Betablocker?

Ich bin fassungslos. Und verzweifelt. Weil sowohl meine Familienangehörigen wie auch meine Freunde und Bekannten sich immer mehr von mir zurückziehen, denn ich bin zu nichts mehr zu gebrauchen und rede nur noch über meine Sch... Krankheitssymptome. Einfach, weil es auch sch... weh tut und teilweise ziemlich Angst macht. Aber eben auch einsam.

Ich hoffe und wünsche allen, die ebenfalls seit Monaten/Jahren noch unter den Folgen von Psychopharmaka leiden, etwas oder sogar viel mehr Hilfe und Beistand an ihrer Seite haben. Denn ich weiß grad nicht, was schlimmer ist - die körperlichen oder seelischen Schmerzen...

Wenn es mir mal hoffentlich wieder besser geht, dann werde ich auch - insbesondere bei anderen Mirtazapin-Betroffenen hier im Forum - wieder mehr bei Euch mitlesen und mitschreiben. Aber im Moment bin ich nur froh, wenn ich überhaupt noch aus den Augen gucken kann, längeres Sitzen und arbeiten am PC geht gar nicht mehr. :cry:

Fühlt Euch gedrückt von mir und bitte seht es mir nach, dass ich so selten hier im Forum bin. Aber auch das 'wahre' Leben in der Realität bekommt mich nicht wirklich häufig noch zu sehen im Moment. Ich wünsche mir sehr, dass sich das wieder ändert...

Alles alles Liebe für Euch und bitte haltet durch - es sind meistens 'nur' die doofen Absetzsymptome...

Ganz liebe Grüße
Pammy
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JamiepadmaLinLinaSiggiMurmelineClarissaMonalindestubi
- 12/2011 Beginn Mirtazapin 7,5 mg
Aufgrund div. NW wie Wassereinlagerungen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, morgens Benommenheit, Kraftlosigkeit, erhöhter Augeninnendruck u.a.
- 06/2012 runter auf 3,75 mg heftiges Anschwellen der Nasenschleimhaut, wieder auf 7,5mg erhöht
17. 11.2012 in Klinik Mirta 7,5 komplett abgesetzt auf 0 mg.
Nach kurzer Zeit folgende Symptome: starke Durchfälle, grünlicher Stuhl, Ekel vorm Essen, starke Rückenschmerzen insbesondere LWS-Bereich, starke Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen, Heulkrämpfen, extreme Angstzustände
9. 1.2013 aus Klinik entlassen.
5.3.2013 Rauchstopp von 20 Zig. auf 0.
02/2013 1Woche KH: Magen- und Darmspiegelung, Diagnose: chron. Antrum Gastritis, Reflux-Ösophagitis
15., 16. + 17.05.2013 jeweils 3,75 mg Mirta abends eingenommen aus Verzweiflung wegen extremer Magen- und Blähbauch-Probleme sowie Schlaflosigkeit. Symptome fast weg, allerdings
18.05.13 morgens mit entzündetem, eitrigen Zahnfleisch aufgewacht, musste von Zahnarzt im Notdienst behandelt werden. Verdachtsdiagnose: NW AD Mirta.
seit 06/2013 extreme Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, starke (Nerven-)Muskel- und Gelenk-Schmerzen und ZNS-Irritationen, Gefühl von Schüben (aus Brustkorb in Hals/Nacken-Bereich aufsteigend, sehr heftiges Gefühl, tw. Todesangst auslösend); Schlaflosigkeit; Paradoxe Reaktionen auf Osteopathie, seit Korrektur Beckenschiefstand ständig Kiefer- und Augenmuskel-schmerzen, Nackenkrämpfe,Krampfgefühl auch im Kopf und in Gliedmaßen; Brennen/Schmerzen LWS, Füße, Unterschenkel, Arme bleischwer und ziehender Schmerz im Liegen, linkes Knie Druckschmerz hinten-innen; Haarausfall, juckende Ekzeme auf Kopf, auch Gesicht, Blähbauch/Meteorismus, Verdacht auf HIT; Absetzsymptome und Wechseljahresbeschwerden mischen bzw. triggern sich gegenseitig. Außerdem oft Angst- und Panikattacken (besonders morgens noch nach dem Aufwachen), tagsüber je nach körperlicher Verfassung und Schlaf oft Weinkrämpfe und Verzweiflung.
seit 08/2016: mehrfach Vorhofflimmern, deshalb Einnahme von Betablocker, nach divers. Unverträglichkeiten bei Beloc Zok herz gelandet, morgens und abends jeweils 23,75 mg,
Seitdem öfters Herzstolpern, Verschlimmerung Neurodermitis, depressive Episoden /zeitweise schwere, alle anderen Probleme weiterhin bestehend, insbesondere chron. Gastritis, Sodbrennen/Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf stiller Reflux
03/2017 Diagnose: gespaltener Zahn mit Eiterzyste an Wurzel - wurde gezogen, dadurch einige Schmerzsymptome besser (endlich wieder Spazierengehen ohne heftigste Schmerzen linke Körperhälfte möglich!)
seit 09/2017 Diagnose 'Grüner Star' aufgrund einmaliger Augeninnendruckwerte von 29/27 (vorher zwar auch erhöht, aber immer so um 21-24 max.), Augenarzt verschrieb zusätzlichen Betablocker fürs Auge (Augentropfen), die ich aber nicht genommen habe bis heute, da ich bereits einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck oftmals durch meinen 'normalen' Betablocker habe und da wären diese Tropfen kontraindiziert. Ich hatte hierzu die Augenklinik angerufen, da es WE war und mein Augenarzt nicht zu erreichen war; habe mittlerweile den Augenarzt gewechselt und werde dort zur Zeit intensiver untersucht bzw. engmaschiger überprüft bez. Augeninnendruck (Stand 10/2017)

Luna
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Sonntag, 29.10.17, 5:20

Hallo Pammy

Du hast ja allerhand Symptome, die mir bekannt vorkommen.
Da ist bei dir so einiges durcheinander...vielleicht zusätzlich Wechseljahre aber auch die bekommen Frauen in Griff häufig mit Ernährungsumstellung und meistens sind die Symptome da nicht so schlimm.
Viele vertragen dann auch schonmal dies oder jenes nicht. So ist es auch nach 0 von Pillen aber hier nicht nur wegen Hormonen.

Achtest du auf trigger? Ernährung?
Viele vertragen zb kein kaffee, Zucker und oder Fruktose, Alkohol, sämtlich Medikamente, erhitzte fette, Milchprodukte, Gluten....usw.
Der Körper ist überreizt und schüttet entzündungsfördernt Botenstoffe aus u.a Histamin usw...es folgen massive Symptome.
Die Leber ist hierbei geschwächt durch Toxine aber auch zu viele Hormone und kommt mit den Abbau nicht mit.
Gerade Juckreiz ist oft ein Zeichen von zu viel Histamin im Körper.
Schwitzen oft ein Zeichen, dass der Körper andere Wege sucht zum entgiften, Histamin hält auch wach und es werden mehr stresshormone ausgeschüttet die dann Panik auslösen können...daher Kaffee auch nicht gut,.....Schmerzen entstehen durch zb Reizung zb durch entzündungsfördernde Botenstoffe,schwäche kann der Schmerz der Leber sein wenn sie geschwächt und überlastet ist,
Grippeähnliche Symptome kenne ich auch gut zb durch Salicylate, die ich nicht gut vertrage oder auch Histamin welches die Bronchien verengt und reizt und es kann zu Atemprobleme kommen,Blutgefäße werden erweitert usw....
Ich habe mit Hustenreiz oder starkes räuspern reagiert sobald ich zb DM betreten habe, weil ich stark auf Duftstoffe reagiert habe. Das ist zum Glück inzwischen viel viel besser. Ähnliches hatte ich aber auch nach bestimmten Lebensmitteln.

Zudem werden zu viele Leukotriene ausgeschüttet, die auch entzündungsfördernd sind und teils Blutgefäße verengen und Bronchialverengenden sind...usw.
Jede menge Chaos....
Daher ist es ratsam zu schauen ob man sich mit einer hiarmen und entzündungshemmenden Ernährung helfen kann damit der Körper etwas zur ruhe kommen kann und sich mehr auf die Reparaturen konzentrieren kann.

Blaue Flecken deuten auf dünnes Blut und dies kann auch eine Folge eine Salicylatunverträglichkeit sein. Man kennt es von Ass oder Aspirin die das Blut dünner machen und es zu blauen Flecken kommen wenn man es länger einnimmt.
Salicylsäure ist auch in lebensmittel und kann dies auch auslösen wenn sie nicht verstoffwechselt werden kann.

Ich könnte jetzt noch mehr zu Symptomen schreiben aber letztendlich ist es hier möglich sich ein wenig zu helfen und die Symptome zu mildern. Ich selbst hatte fast alle Symptome, die du aufgeschrieben hast und konnte diese aber soweit in Griff bekommen mit Ernährung und meiden von Triggern.

Schau wie du dir helfen kannst....dein Körper brauch deine Unterstützung.
Wenn man so viele Symptome hat dann merkt man nicht, dass andere Dinge diese auslösen. Ich habe es erst gemerkt als ich diese weggelassen habe und sich mein Körper etwas beruhigen konnte. Dann probierte ich was aus und merkte...oh Symptome und so konnte ich nach und nach finden was geht und was nicht.
Ganz Symptomfrei wird man nicht aber lebensfähig und bei mir wird es insgesamt immer besser bzw ich reagiere teils gar nicht mehr oder nur leicht selbst wenn ich mal triggern ausgesetzt bin.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft
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Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Pammy
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Pammy » Sonntag, 29.10.17, 9:53

Liebe Luna,
vielen lieben Dank für Deine ausführliche Antwort und Schilderung Deiner eigenen leidvollen Erfahrung, aber auch Selbsthilfe-Tipps! :hug:
Einige davon habe ich schon umgesetzt - seit letztem Jahr keinen Zucker mehr (manchmal versteckt er sich aber so gut, dass ich eine gänzliche Vermeidung für fast unmöglich halte - wer denkt schon an Zucker in Nudeln...), seit zwei Jahren trinke ich ausschießlich stilles oder abgekochtes Leitungs-Wasser. Ich nehme so gut wie keine Medikamente - bis auf den Beta-Blocker (und den muss ich leider nehmen, was möglicherweise genau das stärkste Trigger-Problem gerade ist). Pantoprazol ließ sich auch nicht ganz vermeiden in den letzten Wochen, aufgrund der starken Speiseröhren-Probleme. Aber ich nehme es jetzt nur noch im Bedarfsfall.

Wie ich gesehen habe, hast auch Du ganz viele Symptome, mit denen Du zurecht kommen musst. Einerseits tröstlich, anderseits tut mir das für Dich auch sehr leid. Ebenso wie manch andere hier, deren Infos mich überhaupt erstmal auf die Idee (wieder) gebracht haben, dass es mit den Psychopharmaka noch zu tun haben könnte.
Deine Schilderung, dass Du nach einiger Zeit wieder so viel unternehmen und am Leben fast normal wieder teilnehmen konntest, macht Mut und Hoffnung. Lieben Dank auch dafür Dir! :hug:
Allerdings - wie kann ich meine Trigger, die ich vor allem in dem Betablocker entdecke - loswerden? Vermutlich muss ich ihn demnächst runterdosieren zum Teil, um dann noch Augentropfen gegen den Grünen Star (ebenfalls ein Betablocker) anzuwenden. Blind werden möchte ich ja nun wirklich nicht auch noch...

Aber ich werde auf jeden Fall mal überlegen, was bei mir noch zusätzlich die heftigsten Symptome auslösen könnte. Ernährung habe ich übrigens auch komplett soweit umgestellt! Ich glaube, im Moment würde ich keinen Kochwettbewerb gewinnen :wacko: - dennoch könnten sich auch hier noch Trigger verstecken! Ich vermute fast, ich müsste jegliches Getreide weglassen - aber wovon soll ich dann noch leben??? Ich habe eh Probleme, mein Gewicht zu halten und nicht weiter abzunehmen. Und das, obwohl ich auch noch das Rauchen aufgegeben habe (auch das noch...was man nicht alles tut, um zu überleben...)

Gestern hatte ich übrigens so ein komisches Gefühl, als ich an das letzte 'Bröckchen' Mirtazapin gedacht habe, dass ich mal vor zwei Jahren eingenommen hatte, zwei Jahre nach Absetzen, um zu sehen, ob ich damit schlafen konnte. Es war fast so ein Gefühl wie: jetzt würde ich gerne eine rauchen...
Ich hatte echt so etwas wie Entzugs-Suchtdruck nach einem kleinen Stückchen Mirtazapin, weil ich fast körperlich so empfand, dass es mir helfen könnte bei all den heftigen Symptomen gerade kurze Erleichterung zu verspüren... :shock:

So viel zum Thema: Psychopharmaka machen nicht abhängig... :evil: :frust:

Gut, dass ich von dem Zeug nichts mehr vorrätig habe...

Zur Nachahmung wärmstens empfohlen, denn einfach ist es nicht...echt nicht :zombie: :wink:

Liebe Grüße an alle Betroffenen und haltet durch :group: - es wird besser, ganz bestimmt! (...die Frage ist nur wann... :roll: )
Pammy
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- 12/2011 Beginn Mirtazapin 7,5 mg
Aufgrund div. NW wie Wassereinlagerungen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, morgens Benommenheit, Kraftlosigkeit, erhöhter Augeninnendruck u.a.
- 06/2012 runter auf 3,75 mg heftiges Anschwellen der Nasenschleimhaut, wieder auf 7,5mg erhöht
17. 11.2012 in Klinik Mirta 7,5 komplett abgesetzt auf 0 mg.
Nach kurzer Zeit folgende Symptome: starke Durchfälle, grünlicher Stuhl, Ekel vorm Essen, starke Rückenschmerzen insbesondere LWS-Bereich, starke Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen, Heulkrämpfen, extreme Angstzustände
9. 1.2013 aus Klinik entlassen.
5.3.2013 Rauchstopp von 20 Zig. auf 0.
02/2013 1Woche KH: Magen- und Darmspiegelung, Diagnose: chron. Antrum Gastritis, Reflux-Ösophagitis
15., 16. + 17.05.2013 jeweils 3,75 mg Mirta abends eingenommen aus Verzweiflung wegen extremer Magen- und Blähbauch-Probleme sowie Schlaflosigkeit. Symptome fast weg, allerdings
18.05.13 morgens mit entzündetem, eitrigen Zahnfleisch aufgewacht, musste von Zahnarzt im Notdienst behandelt werden. Verdachtsdiagnose: NW AD Mirta.
seit 06/2013 extreme Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, starke (Nerven-)Muskel- und Gelenk-Schmerzen und ZNS-Irritationen, Gefühl von Schüben (aus Brustkorb in Hals/Nacken-Bereich aufsteigend, sehr heftiges Gefühl, tw. Todesangst auslösend); Schlaflosigkeit; Paradoxe Reaktionen auf Osteopathie, seit Korrektur Beckenschiefstand ständig Kiefer- und Augenmuskel-schmerzen, Nackenkrämpfe,Krampfgefühl auch im Kopf und in Gliedmaßen; Brennen/Schmerzen LWS, Füße, Unterschenkel, Arme bleischwer und ziehender Schmerz im Liegen, linkes Knie Druckschmerz hinten-innen; Haarausfall, juckende Ekzeme auf Kopf, auch Gesicht, Blähbauch/Meteorismus, Verdacht auf HIT; Absetzsymptome und Wechseljahresbeschwerden mischen bzw. triggern sich gegenseitig. Außerdem oft Angst- und Panikattacken (besonders morgens noch nach dem Aufwachen), tagsüber je nach körperlicher Verfassung und Schlaf oft Weinkrämpfe und Verzweiflung.
seit 08/2016: mehrfach Vorhofflimmern, deshalb Einnahme von Betablocker, nach divers. Unverträglichkeiten bei Beloc Zok herz gelandet, morgens und abends jeweils 23,75 mg,
Seitdem öfters Herzstolpern, Verschlimmerung Neurodermitis, depressive Episoden /zeitweise schwere, alle anderen Probleme weiterhin bestehend, insbesondere chron. Gastritis, Sodbrennen/Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf stiller Reflux
03/2017 Diagnose: gespaltener Zahn mit Eiterzyste an Wurzel - wurde gezogen, dadurch einige Schmerzsymptome besser (endlich wieder Spazierengehen ohne heftigste Schmerzen linke Körperhälfte möglich!)
seit 09/2017 Diagnose 'Grüner Star' aufgrund einmaliger Augeninnendruckwerte von 29/27 (vorher zwar auch erhöht, aber immer so um 21-24 max.), Augenarzt verschrieb zusätzlichen Betablocker fürs Auge (Augentropfen), die ich aber nicht genommen habe bis heute, da ich bereits einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck oftmals durch meinen 'normalen' Betablocker habe und da wären diese Tropfen kontraindiziert. Ich hatte hierzu die Augenklinik angerufen, da es WE war und mein Augenarzt nicht zu erreichen war; habe mittlerweile den Augenarzt gewechselt und werde dort zur Zeit intensiver untersucht bzw. engmaschiger überprüft bez. Augeninnendruck (Stand 10/2017)

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Luna » Sonntag, 29.10.17, 16:26

Liebe Pammy
Was kaufst du da für Nudeln? Meine haben keinen zugesetzten Zucker. Wichtig ist die Zutaten zu beachten. Da steht drauf ob Zucker oder Zuckerersatz zugesetzt wurde und das ist nicht so gut.
Fast alle Lebensmittel haben Zucker..also Kohlenhydrate und davon Zucker. Das kann man nicht vermeiden. Achte auf zusätzlich Zucker in Lebensmitteln.
Ich selbst esse Nudeln aber aus Reis da ich Gluten meide. Esse eigentlich nur bio Produkte ohne Zusätze und mache alles selbst und frisch. Brate selten was an...koche und dünste mein essen. An Lebensmitteln hab ich ausreichend und muss nicht hungern. Medikamente nach 0 habe ich nie mehr genommen trotz Symptome. Alles was ich probierte, ging nach hinten los und ich ließ die Finger davon und konzentrierte mich auf Ernährung und meiden von trigger. Symptome gingen laaangsam zurück.

Symptome habe ich dank meiner Lebensumstellung nicht mehr viele und ich fühle mich manchmal gar gesund wenn ich achtsam bin aber ich kann auch inzwischen mal was genießen was lange nicht ging ohne massive Symptome. Haare färben geht auch aber mache es selten, da ich Chemie meide. Eine Zeitlang ging das nicht ohne heftige Symptome obwohl ich schon eine Färbung fand, die wenig Symptome machte.
Ich darf halt noch nicht über die Strenge schlagen und muss noch achtsam sein aber ist für mich ok mein Körper in ruhe zu lassen.

Ich meide Chemie im Haushalt wie Duftstoffe in Waschpulver usw und nutze die für Allergiker.
Mit den meiden habe ich auch Herzrasen usw in Griff bekommen. Zu Betablocker möchte ich nicht viel sagen aber sie und andere Pillen hemmen bzw stoppen die Heilung, weil sie auch schaden wie Psychopharmaka.
Gilt für alle Medikamente. Da gibt es keine unterschiede. Triggern auch massiv, da häufig die Entgiftung gestört ist durch zelluläre Schäden und schwäche.
Jetzt kalt absetzen würde ich an deiner Stelle nicht tun. Schau erst bei deiner Ernährung und und anderen triggern und dann kannst du schauen wegen dem Betablocker.

Medikamente machen Sinn, wenn man akut lebensbedroht ist, aber ansonsten bezahlt man irgendwann an anderer Stelle dafür. Wenn man z.B. lange Antihistaminika nimmt und damit die H-Rezeptoren blockiert, bildet der Körper einfach von selbst mehr Histamin, um es auszugleichen, weil Histamin lebensnotwendig ist (problematisch bei zu viel). Nimmst du ständig Aspirin, um dein Blut zu verdünnen, versucht der Körper hier wieder automatisch in die Mitte zu regulieren und macht das Blut dicker. Nimmst du Cholesterinsenker, muss die arme Leber noch kräftiger Cholesterin herstellen, weil Cholesterin wichtig ist. Nimmst du Kortison, fährt der Körper die körpereigene K-produktion herunter, die wichtig ist und nicht zu vergleichen mit der chemischen. Deswegen, diese und andere Medikamente wären NIE für die Langzeitanwendung gedacht, nur für den Notfall!

Deine ganzen Symptome deuten auf eine überflutung an Entzündungsfördernden Botenstoffe und dies kannst du in Griff bekommen ohne zu hungern.
Ich mache bei meiner Ernährung keine Unterschiede zu Frühstück und Mittagessen usw. Esse was geht und das ist ok.
Wenn der Körper sich beruhigt dann brauchst du dir keine Gedanken mehr zu machen über Gewicht. Ich nahm auch ab und inzwischen muss ich sogar aufpassen nicht zuzunehmen...halt wie bei gesunden:)
Ich aß große Mengen um nicht abzunehmen...völlig unnormal aber das habe ich längst nicht mehr.
Habe damals bei mir angefangen mit einer Auslassdiät und dann langsam getestet was geht.

Ich wünsche dir viel Kraft.

P.s...Getreide ist nicht unbedingt schlecht. Viele vertragen teils kein Gluten und vor allem stark erhitztes Getreide wie Brot usw, da beim starken erhitzen es zu Toxinen kommt wie Acrylamid usw und auch das muss der Körper entgiften.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Maillard-Reaktion
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 2 bis 3 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Pammy » Sonntag, 29.10.17, 17:48

Hi Luna,
wieder herzlichen Dank für Deine umfassenden Zeilen! :hug:
Also, ähm, die Nudeln sind vom Lidl und 'ganz normal' - ich dachte auch, ich seh nicht richtig, von wegen Zucker...
Reis geht bei mir leider nicht so gut, da entwässer ich ja noch mehr - mein Körper hat Probleme damit, das Wasser zu speichern, ich seh so schnell 'vertrocknet' aus :(

Ich freu mich für Dich sehr, dass Du Deine Symptome über die Ernährung so gut in den Griff bekommen hast. Also, ich denke, dass ich mich auch schon sehr gesund und weitgehend basisch und auch histaminarm ernähre. Aber Frühstück ist bei mir so eine Sache, ich bin froh, wenn ich morgens überhaupt etwas runter bekomme. Und das geht zur Zeit nur in Form von diesem Basischen Brei mit Banane. Ob das verträglich ist, weiß ich nicht. Aber morgens zum Frühstück gedünstetes Gemüse und ein Stück Fleisch bekäm ich beim besten Willen nicht runter. Zumal ich dann noch mehr abnehmen würde und von den Kosten mal ganz abgesehen. Ich bekomme Sozialhilfe, bin seit 4 Jahren jetzt eu-Rentnerin. Wegen diesem ganzen Schlamassel :frust: - ich muss jeden Cent umdrehen, leider auch beim Lebensmittelkauf :roll:
Gilt für alle Medikamente. Da gibt es keine unterschiede. Triggern auch massiv, da häufig die Entgiftung gestört ist durch zelluläre Schäden und schwäche.
Jetzt kalt absetzen würde ich an deiner Stelle nicht tun. Schau erst bei deiner Ernährung und und anderen triggern und dann kannst du schauen wegen dem Betablocker.

Medikamente machen Sinn, wenn man akut lebensbedroht ist, aber ansonsten bezahlt man irgendwann an anderer Stelle dafür. Wenn man z.B. lange Antihistaminika nimmt und damit die H-Rezeptoren blockiert, bildet der Körper einfach von selbst mehr Histamin, um es auszugleichen, weil Histamin lebensnotwendig ist (problematisch bei zu viel). Nimmst du ständig Aspirin, um dein Blut zu verdünnen, versucht der Körper hier wieder automatisch in die Mitte zu regulieren und macht das Blut dicker. Nimmst du Cholesterinsenker, muss die arme Leber noch kräftiger Cholesterin herstellen, weil Cholesterin wichtig ist. Nimmst du Kortison, fährt der Körper die körpereigene K-produktion herunter, die wichtig ist und nicht zu vergleichen mit der chemischen. Deswegen, diese und andere Medikamente wären NIE für die Langzeitanwendung gedacht, nur für den Notfall!
Das hast Du super beschrieben, genauso ist es. Bei mir kommt eine umfangreiche Medikamenten-Unverträglichkeit hinzu, da ich hochsensibel bin (wie so viele andere Betroffene hier ja auch). Da fällt es perse schon mal flach, ständig zu nem Mittel zu greifen. Einerseits Gott-sei-Dank - so bin ich nie Abhängig von Schmerzmitteln geworden. Andererseits hilft mir auch im Notfall nicht gerade viel - was die Sache nicht unbedingt einfacher macht.
Den Betablocker kann ich nicht einfach absetzen, es sei denn, ich bevorzuge ein schnelles Ableben, was ich aber eher nicht möchte, sonst könnte ich mir die ganze Tortour mit Absetzsymptomen etc. ersparen :whistle:

Aber mir ist noch etwas eingefallen, und ich glaube, ich habe das auch hier irgendwo mal gelesen, als möglichen Trigger:
Ich wurde in den letzten Monaten 10 mal geröngt, davon 8 x im Gesichtsbereich (Zähne-/Kiefer). Und Röntgenstrahlen sind ja angeblich nicht mehr sooooo problematisch, weil die Geräte viiiiiiel harmloser (Fliegen ist ja so viel schlimmer in der Hinsicht - wers glaubt, wird seelig...)...
Vielleicht habe ich deshalb jetzt auch so immense Schmerzen im Gesicht/Kopf/Nacken-Bereich?

Möglicherweise gibt es ja noch andere Langzeitbetroffene hier, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben?

So, mein Körper verlangt nach PC-Pause...

Nochmal ganz herzlichen Dank Dir Lena und Dir und allen anderen hier ganz viel positive Energie und Zuversicht -
es sind 'nur' die doofen Absetzsymptome...

Liebe Grüße
Pammy
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- 12/2011 Beginn Mirtazapin 7,5 mg
Aufgrund div. NW wie Wassereinlagerungen, starke Muskel- und Gliederschmerzen, morgens Benommenheit, Kraftlosigkeit, erhöhter Augeninnendruck u.a.
- 06/2012 runter auf 3,75 mg heftiges Anschwellen der Nasenschleimhaut, wieder auf 7,5mg erhöht
17. 11.2012 in Klinik Mirta 7,5 komplett abgesetzt auf 0 mg.
Nach kurzer Zeit folgende Symptome: starke Durchfälle, grünlicher Stuhl, Ekel vorm Essen, starke Rückenschmerzen insbesondere LWS-Bereich, starke Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen mit Wutausbrüchen, Heulkrämpfen, extreme Angstzustände
9. 1.2013 aus Klinik entlassen.
5.3.2013 Rauchstopp von 20 Zig. auf 0.
02/2013 1Woche KH: Magen- und Darmspiegelung, Diagnose: chron. Antrum Gastritis, Reflux-Ösophagitis
15., 16. + 17.05.2013 jeweils 3,75 mg Mirta abends eingenommen aus Verzweiflung wegen extremer Magen- und Blähbauch-Probleme sowie Schlaflosigkeit. Symptome fast weg, allerdings
18.05.13 morgens mit entzündetem, eitrigen Zahnfleisch aufgewacht, musste von Zahnarzt im Notdienst behandelt werden. Verdachtsdiagnose: NW AD Mirta.
seit 06/2013 extreme Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, starke (Nerven-)Muskel- und Gelenk-Schmerzen und ZNS-Irritationen, Gefühl von Schüben (aus Brustkorb in Hals/Nacken-Bereich aufsteigend, sehr heftiges Gefühl, tw. Todesangst auslösend); Schlaflosigkeit; Paradoxe Reaktionen auf Osteopathie, seit Korrektur Beckenschiefstand ständig Kiefer- und Augenmuskel-schmerzen, Nackenkrämpfe,Krampfgefühl auch im Kopf und in Gliedmaßen; Brennen/Schmerzen LWS, Füße, Unterschenkel, Arme bleischwer und ziehender Schmerz im Liegen, linkes Knie Druckschmerz hinten-innen; Haarausfall, juckende Ekzeme auf Kopf, auch Gesicht, Blähbauch/Meteorismus, Verdacht auf HIT; Absetzsymptome und Wechseljahresbeschwerden mischen bzw. triggern sich gegenseitig. Außerdem oft Angst- und Panikattacken (besonders morgens noch nach dem Aufwachen), tagsüber je nach körperlicher Verfassung und Schlaf oft Weinkrämpfe und Verzweiflung.
seit 08/2016: mehrfach Vorhofflimmern, deshalb Einnahme von Betablocker, nach divers. Unverträglichkeiten bei Beloc Zok herz gelandet, morgens und abends jeweils 23,75 mg,
Seitdem öfters Herzstolpern, Verschlimmerung Neurodermitis, depressive Episoden /zeitweise schwere, alle anderen Probleme weiterhin bestehend, insbesondere chron. Gastritis, Sodbrennen/Speiseröhrenentzündung, Verdacht auf stiller Reflux
03/2017 Diagnose: gespaltener Zahn mit Eiterzyste an Wurzel - wurde gezogen, dadurch einige Schmerzsymptome besser (endlich wieder Spazierengehen ohne heftigste Schmerzen linke Körperhälfte möglich!)
seit 09/2017 Diagnose 'Grüner Star' aufgrund einmaliger Augeninnendruckwerte von 29/27 (vorher zwar auch erhöht, aber immer so um 21-24 max.), Augenarzt verschrieb zusätzlichen Betablocker fürs Auge (Augentropfen), die ich aber nicht genommen habe bis heute, da ich bereits einen sehr niedrigen Puls und Blutdruck oftmals durch meinen 'normalen' Betablocker habe und da wären diese Tropfen kontraindiziert. Ich hatte hierzu die Augenklinik angerufen, da es WE war und mein Augenarzt nicht zu erreichen war; habe mittlerweile den Augenarzt gewechselt und werde dort zur Zeit intensiver untersucht bzw. engmaschiger überprüft bez. Augeninnendruck (Stand 10/2017)

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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von padma » Sonntag, 29.10.17, 17:54

liebe Pammy, :)

es tut mir so leid zu hören, wie schlecht es dir geht. :hug:
Kann es denn wirklich so sein??? Nach 4 Jahren, schlimmer denn je - möglicherweise getriggert und neu hervorgerufen durch die Einnahme von einem Betablocker?
Ja, das ist leider möglich.
Bei der Vielzahl an Symptomen aus den unterschiedlichsten Bereichen, kann es sich ja nur um eine massive Funktionsstörung des ZNS handeln.
Du hast Mirtazapin von Anfang an schlecht vertragen, und auf das Absetzen heftig reagiert.
Wir haben mehrere Schwerstbetroffene mit heftigsten Reaktionen auf Mirtazapin bzw. das Absetzen.

Zu dem Betablocker fällt mir Barbara (Coldine) ein, bei ihr hatte ein Betablocker bzw. das Absetzen heftigst getriggert.
Wenn du ihn reduzierst, dann ganz vorsichtig.
Ich bin fassungslos. Und verzweifelt. Weil sowohl meine Familienangehörigen wie auch meine Freunde und Bekannten sich immer mehr von mir zurückziehen, denn ich bin zu nichts mehr zu gebrauchen und rede nur noch über meine Sch... Krankheitssymptome. Einfach, weil es auch sch... weh tut und teilweise ziemlich Angst macht. Aber eben auch einsam.
Diese soziale Isolation kommt dann noch oben drauf, weil man selbst nicht mehr kann und weil das Umfeld verständnislos und heillos überfordert ist. :(

Es bleibt nur auf die Selbstheilungsprozesse zu vertrauen; Trigger zu vermeiden, soweit möglich; gut zu sich zu sein, mitfühlend und liebevoll mit sich selbst umgehen; durchhalten und es irgendwie durchstehen.
(Wir haben einige neue threads in "Umgang mit Entzug" und in "Gesundheit", vielleicht ist das was Hilfreiches für dich dabei.)

Mir persönlich hilft das Buch von Toni Bernhard "Es wird schon wieder?" sehr.

Fühl dich liebevoll :hug:
padma

Nachtrag:
Habe gerade noch deinen letzten post gesehen. Ja, Röntgen kann auch Symptome triggern.
Banane in deinem Brei morgens könnte nicht so gut sein, Banane hat nach TCM eine sehr kalte Wirkung, das ist für viele nicht so gut. Ich koche in meinem Brei süsse Äpfel mit.

liebe Grüsse,
padma
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