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Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

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StefanKremer377
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Mittwoch, 18.04.18, 17:18

Danke Katharina!

Sehr interessant wie gebunden die Ärzte doch sind. Las auch irgendwo, dass sie eine bestimmte Anzahl an AD im Monat/Jahr verschreiben müssen. Habe jetzt das 5. Rezept daheim. Daran sehe ich aber wie sinnlos die verschrieben werden.
Lythium bot er mir auch an. Verneinte ich aber da es extrem auf die SD geht.

Die Tagesklinik hat einen Ruheraum. Das ist nice. Ob es mit was bringt. Mal sehen.

So wie du habe ich auch eine extrem Geräuscheempfindlichkeit entwickelt. War schon immer heftig, aber im Entzug ist das übel.

Merke auch das ich wirklich nirgends zur Ruhe komme.

Werde mich mal in deine Absetz-Geschichte einlesen. Vllt finde ich ja parallelen. Die bauen mich immer auf, wenn ich lese das es anderen auch so ergeht. Gerade im Langzeit....

Finde es aber klasse, dass du solch Verhältnis zum Doc hast. Scheint dich ein wenig zu verstehen. Das ist wichtig.

Lg Stefan
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2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Lahmeschnecke » Freitag, 01.06.18, 12:18

Ich bin jetzt fast ein Jahr nach 0. Zählt das schon als Langzeitbetroffene? Es gibt Tage und Wochen da geht es mir ganz gut und es gibt Zeiten da geht nicht viel mehr als arbeiten und dann Zuhause nur noch auf die Couch. Heute hat mich wieder die Migräne erwischt und ich bin total erschöpft. Ich hab nachher noch einen Frisör Termin. Ich hoffe den schaffe ich (dauert 2 Stunden mit färben). Es nervt mich so sehr dass ich so wenig mit meinen Kinder machen kann und auch der Haushalt oft brach liegt. Ich hoffe es wird bald besser werden. Vor allem die Erschöpfung und die unbestimmten Ängste sind beunruhigend. Und der Schwindel und die Schlaflosigkeit. Mein Mann versteht mich zum Glück ist aber auch oft an seinen Grenzen und hoft dass es aufwärts geht. Aber auch er findet es eine lange Zeit. Er war derjenige der mich warnte, ich solle das AD nicht nehmen...

Liebe Grüße Lahmeschnecke
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10 mg Escitalopram 03/2016 bis 03/2017 wegen Erschöpfungsdepression
12.03.17 7,5 mg Escitalopram
09.04.17 5 mg Escitalopram
11.05.17 2,5 mg Escitalopram
12.06.17 0 mg Escitalopram
29.06.17 starke Erschöpfung, starkes schwitzen bei Anstrengung
Seit September neue Arbeit, viele Wellen, wenige Fenster
Hauptsymptome: Müdigkeit, Erschöpfung, Angst, Schwäche, keine Belastbarkeit, Schlaflosigkeit
Dezember 2017 war ein Recht guter Monat im Januar 2018 kam wieder der Absturz: Durchschlafstörungen, Erschöpfung, Übelkeit sind die Hauptsymptome
Nach einer Grippe im Mai mit heftiger Erschöpfung geht es langsam wieder besser. Durchschlafen ist nach wie vor schwierig, auch die Ängste sind immer Mal stärker.

November 2018: Es gibt nur noch wenige Wellen, es geht mir meistens wieder gut! :party2:

Weitere Medikamente: 137 Microgramm L-THYROXIN, (Hashimoto) seit 2010, 400 Microgramm Novopulmon (Koritson wg. Asthma),

Meinleben
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Re: Thread für Langzeitbetroffene !

Beitrag von Meinleben » Mittwoch, 06.06.18, 1:41

Nospie hat geschrieben:
Mittwoch, 03.09.14, 18:41
Hallo :group: ,
Monalinde hat geschrieben: Schwindel, Albträume, Schlafstörungen, Grübelzwang, Endlosschleifen bei Ohrwürmern, Angstszustände haben sich gebessert, Ohnmachtsanfälle, Nasenbluten, Histaminunverträglichkeit weitgehendst
Na,das klingt doch schon mal gut!
Monalinde hat geschrieben:Ich bin Stammkundin beim Urologen wegen immer wieder kehrender Blasenentzündungen
Auszug aus einer umfangreichen Symptomliste AD/Benzoentzug:
Blasenprobleme: Frequenz, Infektionen der Harnwege, teilweise oder vollständige Inkontinenz, Blasenüberempfindlichkeit, Dysurie
Da haben noch mehr mit zu kämpfen (ich auch :x ),ich knabber schon den ganzen Tag Petersilie,soll vorbeugend wirken.Komme mir schon vor wie ein Hase :wink: .
Merrettich (jeden Tag eine fingerdicke Scheibe) soll auch vorbeugend sein,wirkt antibakteriell.
Was gibt dir der Urologe denn?
Ich denke mal,dass unser Imunsystem angeschlagen ist.Ich frag`mich manchmal:Was ist da eigentlich nicht angeschlagen?
Man neigt auch vermehrt zu Entzündungen,zB Zahnfleischentzündung.......
Unverträglichkeiten werden wir wohl noch ne Weile mit uns rumschleppen,aber ich bin da zuversichtlich,dass es sich wieder einpendelt :!:
drops68 hat geschrieben:Aber wahrscheinlich muss ich denken: "Juhu, schon 1 Jahr ohne den ganzen Mist - den Rest schaffe ich auch noch!!!"
So sollte man das sehen,das ist schon mal geschafft ! :hug:

Ich bin irre geräuschempfindlich geworden und werde richtig agressiv,kennt ihr das auch?
LG
Nospie
Ohhh jaa.. Das mit der Geräuschempfindlichkeit kenne ich nur zu gut!! In der Stadt es war furchtbar anfangs, bin da ohnehin sehr empfindlich.. Hab die Autos sogar angeschauzt :D.. Eine Zeit lang nur mit Kopfhörer herum gelaufen.. Nun geht es irgendwie besser. Mache viel Sport, versuche mich zu konzentrieren und ruhig zu werden innerlich.. Dann empfindet man es nicht so sehr arg.. Wenn innerlich Unruhe oder auch Leere, dann nimmst du das noch intensiver auf :/..
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Monalinde » Mittwoch, 06.06.18, 13:33

Hallo Meinleben,

du hast mich irgendwie ausgegraben im Langzeitthread. Ich möchte ich mich noch einmal kurz melden und berichten, dass meine Blasengeschichten, einschließlich Inkontinenz nun offenbar endgültig der Vergangenheit angehören. Ich hatte lange geglaubt, dass die Inkontinenz und die dauernden Entzündungen mit meinem Alter in einem Zusammenhang stehen können, aber Gott sei Dank wurde ich eines besseren belehrt. Aber nicht alles ist gut.
Mir geht es zur Zeit aber ohnehin psychisch nicht besonders, mein Sohn musste in die Klinik wegen Psychosegefahr und ich stehe, seit dem Tod meines Mannes nun völlig allein da. Das ist nicht so ganz einfach zu verkraften.

Der Schleim im Rachen und die Nebenhöhlenentzündung bleibt ominös. Ab und zu unternehme ich etwas um die Sache aufzuklären, das einzige was ich in Erfahrung bringen konnte ist, dass es weder eine Infektion ist noch Viren sind, noch eine Hausstaubmilbenallergie, die früher einmal diagnostiziert worden ist. Das klingt irgendwie noch immer nach Absetzerscheinung , ich frage mich aber, ob das nach über fünf Jahren noch möglich ist.

Aufstoßen und Reflux sind noch da, auch Tinnitus. Das merkwürdige daran ist, dieses Kommen und Gehen, mal da, mal nicht. Das gibt einerseits Hoffnung andererseits ist es nervtötend, weil so unberechenbar.

Der Schlaf ist eindeutig besser geworden, wenn auch nicht perfekt. So, das wärs, ich wünsche jedem aus ganzem Herzen, dass er diese fürchterlichr Zeit einigermaßen übersteht, so lange wie ich schon damit herumtue, ist aussergewöhnlich, aber auch da gibt es Lichtblicke.

Mona
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2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg,
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Diagnose: Angst und Depression

Dezember 2012 auf Null abgesetzt, 10 Prozent im Rhythmus von 14 Tagen ( zu schnell)
Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.
Symptome:
( Tinnitus 2011) , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals saures Aufstoßen seit 2014,
Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Hautausschläge, Angstzustände,
Gelenkschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost, Zwangsgedanken, Ohrwürmer, Neuroemotionen, Durchfälle)

2018:
Hautausschläge, Gelenkschmerzen, Schüttelfrost , Schwindel, verstopfte Nase, Albträume nicht mehr vorhanden, Reflux nur noch selten, Durchschlafstörungen sporadisch bei Stress

Ängste, Tinnitus, Neuroemotionen halten an.

Bittchen
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Bittchen » Montag, 08.10.18, 10:44

Lieber Stefan,

zufällig habe ich gelesen,dass auch du in Schlüchtern in Behandlung bist.
Mein Behandler in der Instituts Ambulanz ist Hr.Lehnhardt.
Ich gehe da nur sehr selten hin,da ich ja da immer wieder nur neue Medikamente verschrieben bekam.
Trotzdem hatte ich noch Glück,weil ich ,außer ADs,alles andere verweigert habe .
Hr.Lehnhardt selbst, ist ein sehr guter Gesprächspartner für mich,aber die Rezepte werfe ich seit ich auf 0 bin gleich in den Müll.

Du hast sehr viel Stress,Baby usw,als Betroffener will man ja wieder gleich funktionieren und für seine Lieben da sein.
Das geht leider nur begrenzt,was ich auch bei mir wieder fest stellen muss.
Ich bin jetzt 16 Monate auf null und wieder in einer sehr belastenden Welle.
Zwischendurch ging es mir,trotz vieler stressiger Begebenheiten, auch besser.
Aber jetzt geht es mir wieder sehr schlecht.
Immer wieder neue Hiobsbotschaften haben mich ruhig gestellt.

Ich kann es mir leisten, kürzer zu treten ich bin schon in Rente und doch ist es sehr belastend.
Bei mir bleibt viel liegen,weil mein Antrieb geht gegen null.
Vielleicht bin ich auch durch das Leben und den vielen Medikamenten ausgelaugt.
Aber ich will noch einen schönen Lebensabend genießen können,ohne Chemie.
Du scheinst viel jünger zu sein und hast noch mehr Kraft.
Darum gehe deinen Weg weiter,es geht vorbei,glaube auch fest daran.
Auch wenn die Behandler in Schlüchtern dir was ganz anderes einreden wollen.
Bleibe stark,Medikamente heilen nicht!!!

Liebe Grüße
Brigitte
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StefanKremer377padmaSunyatastubireddie
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

StefanKremer377
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von StefanKremer377 » Montag, 08.10.18, 11:58

Hallo Brigitte.
Das ist ja mal ein Zufall. Krass. Getroffen im ADFD Forum :-)
Herr Lehnhardt kenne ich, als ich mal auf die P1 musste. Empfand ihn auch als sehr angenehm. Besonders sein Bart. Hehe

Du hast schon 16 Monate. Heftig. Respekt das du es soweit geschafft hast. Ich bin erst bei Woche 48. Aber bald habe ich ein Jahr. Das Befinden ist aber alles andere als gut.
Bezweifel immer mehr ob es wirklich noch der Entzug ist. Zumal ja bei mir noch der Nikotinentzug drauf kam. Mir geht es eigentlich von Tag zu Tag schlechter
Komme aus Gelnhausen. Deshalb gehe ich auch hier in die PIA. Aber Hilfe bekomme ich hier auch nicht wirklich. Schmeiße wie du die Rezepte gleich weg.

Heute wieder Schwindel und Herzrasen bze Stolpern. Was ein Leben, ey. Früher war ich so ein cooller Typ. Bin.übrigens 40

Lg Stefan
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BittchenUlulu 69
2008 Schilddrüse wegen kalten Knoten komplett entfernt. Dan :whistle: ach PA ohne Ende. War per Du mit den Notärzten und Krankenhäusern. Schwindel, Herzrasen

2011 Einweisung in die Psychiatrie Schlüchtern für 4 Monate
Diagnosen: Schwere Depression/Burn Out, Hypochondrische Angststörung, angeblich Bipolar
Medikamente: Abilify, Citalopram, Seroquel, Mirtazapin, Zyprexa

2012 Tagesklinik Gelnhausen Citalopram 30 mg, Mirtazapin 15 mg zur Nacht

2014 Trennung der 15 jährigen Beziehung. Kinder leben bei Mutter. Tiefes Loch. Alkohol

Feb. 2016 Jobverlust durch massive Konzentrationsprobleme Einweisung in die Psychiatrie, Schlüchtern.
Diagnosen: wie gehabt plus ADHS im Erwachsenenalter.
Medikamente: Citalopram 30 mg, Strattera. Letzteres nicht vertragen. Selbstverletzungen

März 2016 Suizidversuch. 24 h Ingewahrsamnahme durch die Polizei in Psychiatrie Schlüchtern. 2,5 Promille

Mai 2016 Geburt meiner 3. Tochter mit neuer Partnerin

Aug 2016 Tagesklinik Gelnhausen. Citalopram 30 mg plus 20 mg Medikinet. Dadurch SD Werte im Keller. Starkes Herzstolpern, Angst, Panik, Schwindel. VierWochen Citalopram abgesetzt. Würde sich nicht mit Medikinet vertragen
Danach ständig Panik, Angst

Nov 2016 Reha in Bad Wildungen. Cita wieder rein qui 15 mg. Wirkte aber nicht mehr richtig.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

April 2017 Beginn der beruflichen Reha (LTA)

Sept 2017 Einweisung in die Psychiatrie, Lohr
Nach vier Tagen Citalopram raus. Stattdessen Tianeptine, Duloxetin, Sertralin 50 mg Erneut Medikinet, Würde nicht auf die SD Werte gehen lt Oberarzt. Starke Herzrythmusstörungen. Langzeit EKG löste sich ständig das Kabel. Dadurch wohl verfälscht. Lt Oberarzt bräuchte ich einen Schrittmacher da 8 Sekunden Herzaussetzer.
Brach den Aufenthalt sofort ab und ging in ein normales Krankenhaus.
Vier Tage Untersuchungen. Alles in Ordnung. Keine Aussetzer. Verurteilten sogar im Abschlussbericht die Diagnose der Psychiatrie
Innerhalb 4 Tagen wurde das Sertralin 50 mg abgesetzt.

Seid Mitte November ohne AD.
Symptome:
Schwindel, Angst, Panik, Herzrasen, Zwänge.. 50 Mal Puls messen, starke Derealisation, Depersonalisation, Kopfschmerzen, starke Blähungen, Augendruck bei Bewegung der Augäpfel, Durchfall, Gereiztheit, kalte Hände und Füße, Kribbeln in den Beinen

Januar 18
Befinde mich jetzt wohl auch im Langzeit-Entzug:
Benommenheit, Gangunsicherheit, Schwäche in den Beinen, allgemein kraftlos, Schwindel... Warte auf die besagten Fenster, die ich soooo gerne weit öffnen würde
Februar 18
Seid Anfang Februar durchgehend Benommenheit, Schwindel, unregelmäßiger Herzschlag, Surren im rechten Ohr. Psychisch komischerweise recht stabil. Wutausbrüche
März 18
Extreme Krankheitsängste. Bislang aber nur eine Panikattacke. Speziell die Herz-Angst EKG o.B. Trotzallem Herzstolpern bei Anstrengung und Aufregung, Schwindelschläge, dauerhafte Benommenheit, DP/DR.
Verliere langsam den Mut das es wirklich "nur" der Entzug ist...
April 18
Körperliche Symptome unverändert. Besonders morgens schneller Puls, Schwindel, Benommenheit, Muskelschwäche.
2 Wochen Psychiatrie
Mai 18
Erneut 2 Wochen stationär. Garnicht so einfach ständig die Tabletten verschwinden zu lassen.
Neuerdings gibt es immer mal Stunden wo ich mich "wie früher fühle". Allerdings 10 Tage Welle.... 2 Std durchatmen.... Dann geht es von vorne los. Komisches Wellenmuster...
Seid 30.05. In der Tagesklinik

LenaLena
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von LenaLena » Freitag, 28.12.18, 19:26

Hallo ihr Lieben,

ich habe kürzlich einen positiven, hoffnungsvollen Beitrag von Baylissa Frederick (Entzugsberaterin, -unterstützerin in Großbritannien) gelesen über Langzeitentzug und erinnerte mich, dass es hier diesen Thread gibt.

Ich denke, der Text passt wunderbar hierher bzw. auch überhaupt in die Forendynamik eines solchen Absetzforums rein (auch wenn ich zu selten hier bin um zu wissen, ob es hier auch solche Probleme gibt wie die angesprochenen), darum möchte ich ihn mit euch teilen:
(langer Text, aber sehr lohnenswert :) )

Langwierig oder dauerhaft geschädigt?
Eine Stellungnahme von Baylissa Frederick, 18.11.2018
Original: https://baylissa.com/protracted-permane ... AhTTwhU0IM

Ich hoffe, dieser Beitrag wird Fragen zum langwierigen Entzug und zur Heilung vom Entzug beantworten.

Bevor ich fortfahre, muss klar sein, dass ich nur an das anknüpfen kann, was ich seit 2006 erlebt habe, als ich anfing, andere zu unterstützen, die von einer Abhängigkeit von verschriebenen Medikamenten und einem Entzug davon betroffen sind. Zu dieser Zeit gab es bereits Menschen, die schon jetzt sehr langwierig betroffen waren, wie es sie auch jetzt gibt. Das ist nicht neu. Es hat immer schon sehr langwierige Fälle gegeben und auch sie heilen.

Die Stimmen der Erfahrensten
Diejenigen, die dies lange vor mir getan haben, haben öffentlich und privat gesagt, dass alle heilen. Weitere Informationen finden Sie im CEP-Video von Ian Singleton unter: http://cepuk.org/withdrawal-advisers/. Das hat mir auch Una Corbett von Battle Against Tranquillizers erzählt, die mir in meiner Anfangszeit Anleitung gegeben hat, und die verstorbene Hilda von CITA und andere, die Menschen seit Jahrzehnten unterstützen - die viel länger als ich und länger als Sie ein Teil dieser Gemeinschaft waren. Ich verstehe nicht, warum ich die Einzige bin, die diesbezüglich herausgefordert wird, aber es ist so. Jedenfalls sind das die Menschen, denen zu glauben ich mich entschieden habe, sowie meine eigenen Daten, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe.

Ich weiß auch von Professor Ashton von unseren vielen Gesprächen im Laufe der Jahre, dass es richtig ist, zu sagen, dass jeder heilt. Sie las, überprüfte und billigte mein Buch „Recovery and Renewal" (Genesung und Erneuerung) von der ersten Ausgabe an, als es noch „Benzo-Wise“ hieß, und sie stimmte mir vollkommen zu, dass die Genesung das Ergebnis des Entzugs ist. Dieses Buch wurde über 15.000 mal verkauft und basierend auf den allgemeinen Rückmeldungen, darunter auch von vielen, die wieder gesund geworden sind, ist die Heilung tatsächlich das Ergebnis. Wenn Sie dies lesen, weil bei Ihnen die Heilung noch nicht geschehen ist, bedeutet dies nicht, dass es nicht passieren wird. Lass dich nicht von Leuten erschrecken, die an ihrer eigenen Heilung zweifeln. Das ist NICHT deine Geschichte.

Als ich den Rat von Professor Ashton in Bezug auf die intensiven dystonischen Episoden suchte, die noch Jahre nach Bekanntgabe meiner Genesung anhielten, sagte sie mir, ich solle mir Zeit lassen, und alles, was der Entzug auslöse, würde abklingen. Sie hatte recht. Dies ist der Rat, den ich anderen gebe, und selbst in Fällen, in denen es scheinbar ewig scheint, habe ich normalerweise Recht.

Langfristig, langanhaltend oder permanent?
Ich bin mir bewusst, dass „Langzeitsymptome“ einen kleinen Prozentsatz der Personen betreffen, die an Entzug leiden, und einige berichten von Tinnitus, unwillkürlichen Bewegungen, Empfindlichkeiten gegenüber bestimmten Sachen und anderen isolierten Restsymptomen, die über die übliche und übliche lange Zeit hinausgehen. Es gibt jedoch keine überzeugenden Beweise für strukturelle Hirnschäden, und die funktionellen Änderungen, die die Medikamente verursachen können, werden im Laufe der Zeit behoben, oft mit allmählichen Verbesserungen. Leider werden die Begriffe „langanhaltend“ und „langfristig“ mit „permanent“ verwechselt und ausgetauscht, und dies verursacht unnötigen Stress bei den Betroffenen.

Langwieriger Entzug oder Neurotoxizität
Im Laufe der Jahre haben die Leute viele Dinge veröffentlicht, von denen ich behauptete, dass sie völlig falsch sind. Ich bin daran gewöhnt, aber ich muss das jetzt richtigstellen und Sie wissen lassen, dass ich nie gesagt habe, dass Menschen, die sehr lange oder schwer betroffen sind, Alkohol trinken, Rauchen usw. sollen. Ich würde niemals jemanden "beschuldigen", der langzeitbetroffen ist und ich war das ja selbst. Das ist einfach dumm, wer auch immer es sich ausgedacht hat.
Was ich gesagt habe, ist, dass ich von vielen Leuten weiß, die sich weigern, Änderungen vorzunehmen, und verblüfft sind, dass ihre Symptome immer noch so intensiv sind. Nikotin, Alkohol, Koffein usw. können die Heilung beeinflussen. Ich kenne auch Menschen, die andere starke Medikamente nehmen und dies nicht sagen, Menschen, die iatrophob geworden sind (Phobie/Angst vor Ärzten und Behandlungen) und nicht zu ihren Ärzten gehen, um ihre nicht mit dem Entzug zusammenhängenden Probleme behandeln zu lassen, usw. Wenn ich letztere ermutige, die notwendigen diagnostischen Tests durchführen zu lassen, finden sie heraus, dass die meisten, wenn nicht alle ihre Probleme nicht mit dem Entzug zu tun gehabt haben, und dass sich ihre Gesundheit mit der Behandlung bemerkenswert verbessert und sie in der Lage sind, ein funktionierendes Leben zu führen.

Es gibt auch Menschen, die behaupten, dauerhaft geschädigt zu sein, wenn sie über einen längeren Zeitraum reichlich Opiate und andere Medikamente als Benzodiazepine und Antidepressiva einnehmen, und andere, die bereits vorher Probleme hatten, die nach dem Ende des Entzugs natürlich nicht auf wundersame Weise verschwinden. Es gibt Menschen, die sich nicht um ihre Gesundheit kümmern und nicht verstehen, dass Nahrung Medizin ist.

Keine Schuldzuweisung
Wie oben erwähnt, möchte ich denjenigen, die langwierig betroffen sind, keine Schuld geben. Viele wissen gar nicht, wie schädlich einige ihrer Gewohnheiten sein können, und das Leiden ist so überwältigend, dass niemand seine Heilung absichtlich herauszögern würde.

Ja, ich glaube, einige Leute haben Entscheidungen getroffen, die möglicherweise zu einer längeren Intensität der Symptome beigetragen haben, aber das bedeutet nicht, dass jeder, der langzeitbetroffen ist, es aufgrund von „etwas“ ist, das er getan hat oder tut. Viele Menschen, die lange betroffen sind, haben eine ähnliche Vorgeschichte, wurden über Jahrzehnte hinweg poly-medikamentös (mehrere Medikamente) behandelt, grausam von ihren Medikamenten runtergenommen usw. Die Downregulationsverletzung wird durch ein Trauma verstärkt, und das Nervensystem wird so lange brauchen, wie es nun mal braucht, damit alles wieder richtig läuft.

Diese Anschuldigung war für mich besonders schwer zu hören… Warum? Die langwierigsten Fälle - viele davon sind nicht online - sind diejenigen, die ich im Laufe der Jahre leise unterstütze und all die Jahre unterstützt habe, niemals als Kunden, sondern genauso wie Freunde, in die ich mich tief einfühle und wo ich mein Bestes gebe, um Zeit dafür zu finden. Sie schicken mir Testergebnisse, wir finden funktionelle Ärzte, um bestimmte Dinge zu überprüfen usw., und ich halte sie zum Weitermachen an, sage ihnen, dass sie sich mehr Zeit geben sollen, und wir weinen zusammen - glückliche Tränen - wenn es vorbei ist. Gerade diese Heilungen zu erleben, ist für mich wirklich ein Privileg und eine Ehre.

Wenn Sie sehr langwierig betroffen sind
Wenn Sie langwierig betroffen sind, tut es mir zutiefst leid, dass Sie weiterhin leiden und ich bitte Sie, nicht aufzugeben oder der Stimme nachzugeben, die Ihnen sagt, dass es nicht mehr besser wird. Lassen Sie sich auch nicht durch die bestehende Panikmache gefährden. Was immer Sie mit dem Entzug in Verbindung bringen, wird verschwinden. Ich weiß, je länger es dauert, desto schwieriger ist es, dies zu glauben, aber Sie müssen auf die angeborene Intelligenz Ihres Körpers vertrauen und wissen, dass diese unerbittlichen Symptome verschwinden können, und zu ihrer Zeit werden sie das.

Vorher bestehende oder gleichzeitige Probleme
Wenn Sie vor dem Entzug Probleme hatten, die sich im Laufe der Jahre verschlechtert haben, suchen Sie am besten einen Arzt auf. Denken Sie auch daran, wenn Sie sehr lange betroffen sind, dass mit zunehmendem Alter Probleme auftreten können, und weil Entzug fast jede bestehende Krankheit imitiert, kann es oft sehr schwierig sein, sie zu unterscheiden. Deshalb ist die Diagnose so wichtig. Keine Angst vor Ärzten. Sie sind bereits Ihr eigener Experte für den Entzug. Daher ist es in Ordnung, praktisch und proaktiv zu sein und die Dinge zu überprüfen. Denken Sie auch daran, dass die Menschen Mängel entwickeln können, die mit der Zeit schwerwiegend werden können. Daher ist es auch wichtig, dass diese ausgewertet und angegangen werden!

Bitte... hör auf damit!
Ich bin der Meinung, dass jeder, der sehr langwierig betroffen ist, ernsthaft darüber nachdenken sollte, wie das, was er online postet (darüber, dass man angeblich nie heilt), sich auf diejenigen auswirkt, die reduzieren oder zu einem frühen Zeitpunkt in ihrem Entzug sind, aber auch auf diejenigen, die sich ebenfalls langwierig betroffen sind, und alle mit hohem Selbstmordrisiko. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie viel Zeit ich damit verbringe, die Leute davon zu überzeugen, dass sie durchhalten können, weil sie durch diese Art von Postings ernsthaft in Betracht ziehen, aufzugeben und sich ihr Leben zu nehmen!

Denken Sie darüber nach. Sie befinden sich immer noch innerhalb des Zeitrahmens, in dem andere, die sehr langwierig betroffen waren, geheilt sind. Trotzdem sind Sie überzeugt, dass es bei Ihnen nicht mehr besser wird, und Sie erklären dies zum Schicksal anderer. Bitte hören Sie damit auf. Ich weiß, dass die durch den Entzug hervorgerufene Angst und kognitive Beeinträchtigung das Urteilsvermögen beeinflussen können, und deshalb hielt ich es für wichtig, das hier mit Ihnen zu teilen. Sie müssen wirklich damit aufhören, vernünftig darüber nachdenken und sich fragen, warum Sie so eine verfrühte, aber wichtige Entscheidung über Ihre Gesundheit und den Rest Ihres Lebens treffen sollten.

Diese Medikamente gibt es seit den 1950er Jahren. Sie können immens schädlich und die Auswirkungen verheerend sein. Wenn die Menschen nicht heilen würden, gäbe es sicherlich eine oder mehrere Online-Gruppen für dauerhaft Geschädigte. Es würde Menschen geben, die seit 15, 20, 30 Jahren weg von den Medikamenten sind und sagen würden, dass es nie besser wurde. Nein, stattdessen haben wir Gruppen mit langwierig betroffenen Personen, die genau im Zeitrahmen sind. Sie sind so stark vorübergehend und reversibel geschädigt, dass sie viel länger brauchen als andere, um zu heilen. Aber sie sind immer noch in der Zeit, die andere vor ihnen, die sehr langwierig betroffen waren, für die Heilung brauchten.

Was sehen Sie als Ihre Wahrheit

Zu behaupten, dass Sie niemals heilen werden, das zu behaupten ist eine schreckliche Sache, und schlimmer noch, diejenigen zu beeinflussen, die sowieso damit kämpfen, dass sie denken, sie heilen nie, ist äußerst unverantwortlich und rücksichtslos. Ich bitte Sie daher dringend, an andere zu denken, wenn Sie solche negativen Dinge äußern. Ja, Sie leiden vielleicht zu lange, aber warum behaupten Sie, dass Sie niemals heilen werden? Tu Sie das nicht! Wie ich bereits gesagt habe, gab es immer schon Langzeitbetroffene, und ich erinnere mich an eine Yahoo Protrahierte Gruppe von vor langer Zeit. Bei ihnen allen wurde es besser. Geben Sie sich mehr Zeit und denken Sie auch darüber nach, was Ihre Aussagen in jemandem auslösen könnten, der kurz davor ist, aufzugeben.

Du WIRST heilen.
Du WIRST heilen. Bitte verlier nicht den Mut. Im Laufe der Jahre heilten auch die Leute, die mich dafür anfeindeten, dass ich sage, wir alle heilen. Einige von ihnen hassten mich, weil sie meine Ermutigung nur für Leute empfanden, die nicht lange im Entzug waren, und weil sie dachten, dass ich ihre Erfahrungen abwertete. Einige hatten sogar mehrmals wieder eindosiert, um dann zu reduzieren, andere hatten kalt entzogen, waren unter mehrere Medikamente gesetzt worden, hatten eine Elektrokrampftherapie erhalten. Einige schrieben mir übergriffige, hasserfüllte E-Mails. Einige veröffentlichten Kommentare, die dazu führten, dass die Leute in Gruppen oder Foren online ernsthaft erwogen, sich ihr Leben zu nehmen. Ich weiß nicht, ob es tatsächlich jemand getan hat, aber es ist wirklich besorgniserregend zu sehen, wie sie die Schwächsten beeinflussen. Die Ironie ist, dass dieselben Menschen, die allen anderen Angst machten, dann heilten und verschwanden. Wenn dies Ihre Tendenz ist, tun Sie es nicht. Bitte.

Ja, basierend auf dem, dass ich in den vergangenen 13 Jahren mehr als 10.000 Menschen unterstützt habe, werde ich weiterhin sagen, dass wir alle heilen, und je länger ich diese Arbeit mache, desto mehr Selbstvertrauen und Überzeugung habe ich, wenn ich diese Aussage mache. Wenn die Zeit kommt, in der jemand, den ich unterstütze, nicht heilt und über den Zeitrahmen hinausgeht, in dem wir gesehen haben, dass andere heilen, werde ich aufhören. Bis dahin weiß ich, dass dies wahr ist… eine Tatsache, die durch meine erlebten Beweise gestützt wird.

Stellvertretende Not
Es ist interessant, dass die gleichen Leute, die gesagt haben, ich helfe nur denen, die mich bezahlen, so viel Leid für die Schwachen schaffen, dass ich jeden Tag Zeit dafür aufwenden musste, diesen Menschen kostenlose Unterstützung zu gewähren - denjenigen, die sich in einer Krise befinden wegen dieser "Wir heilen nicht alle" Beiträge. Mir macht diese freiwilligen Arbeit nichts aus (die ich immer gemacht habe und die ich auch weiterhin machen werde), aber ich denke, es ist falsch, die Leute auf diese Weise zu erschrecken. Das Gute ist, ich weiß, wenn sie (sowohl die Schreckenden als auch die, die erschreckt werden) durchhalten, werden sie alle heilen. Bisher hatte ich recht.

Niemand wird mich dazu bringen, mich einem Gedankengut eines dauerhaften Schadens anzuschließen oder zu glauben, dass Menschen nicht heilen. Ich glaube wirklich von ganzem Herzen, dass Sie alle rechtzeitig heilen werden, und ich möchte Sie dazu ermutigen, sich bestmöglich um sich selbst zu kümmern und Ihr bestes Leben zu leben, während Sie warten und den Prozess sich vollenden lassen. Tun Sie alles in Bezug auf Ihre Gesundheit - was Sie essen, worauf Sie sich konzentrieren, Vergebung, Loslassen, Selbstmitgefühl, sich in jeder Hinsicht nähren - und dann machen Sie weiter, bis Sie das Ziel erreicht haben. Hören Sie in der Zwischenzeit niemandem zu, der Ihnen den Unsinn erzählt, dass Sie niemals geheilt werden. Das ist Heilung in Aktion.
Auch dies geht vorbei und wenn der Zeitpunkt für Sie richtig ist, wird es sicherlich vorübergehen.

Mit freundlichen Grüßen
Baylissa Frederick
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Sunyata
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Sunyata » Freitag, 04.01.19, 15:38

Liebe Lena,

Vielen Dank für Übersetzung und Teilung dieses wertvollen Beitrags!

Ich bin ja selbst momentan von schweren Zweifeln geplagt, nachdem es nach 18 Monaten nach 0 keine Verbesserung gibt. Daß auch bei den Langwierigen irgendwann eine Verbesserung kommt hilft mir momentan ein bißchen....

Baylissa macht keine Zeitangaben. Weiß jemand aus anderen Postings von ihr, von welchen Zeiträumen sie spricht (in denen bisher alle geheilt sind)? 5,10,15 Jahre?

Ich habe iwo gelesen, du bist gerade sehr belastet. So wünsche ich dir ganz viel Kraft und dass sich deine positive Entwicklung in diesem Jahr fortsetzt.

Liebe Grüße
Mike
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In dieser Zeit ab und zu bei Bedarf Zopiclon 7,5mg (meist eine halbe Tablette)

1.naiver Absetzversuch 2009
innerhalb weniger Tage stark reduziert - und wegen unerträglicher NW wieder zurück auf 150mg

2.naiver Absetzversuch ca. 2011
Innerhalb von Wochen runter auf 0,
v.a. Starke Depressionen
Also wieder zurück auf 150mg

3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
Ein Jahr Ausschleichen Venlafaxin - über 75 und 37,5mg jeweils immer die Hälfte alle 4 Wochen

ab ca. 37,5mg verstärkte Depressionen und Ängste

seit 07/2017 auf Null und im protrahierten Entzug:

gravierende anhaltende, v.a. psychische Entzugssymptome und das Gefühl, daß es eher schlimmer statt besser wird... :frust:

- schwere anhaltende Depressionen und Ängste
- oft starker Druckschmerz auf Brust und Magen (wie ein Stein)
- kann keine positiven Gefühle empfinden wie zb. Freude (bin wie eingefroren)
- Tinnitus (seit Einnahme Venla)
- ständige Todessehnsucht - alles zuviel...
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von LenaLena » Freitag, 04.01.19, 17:42

Hey Mike,

Baylissa macht absichtlich keine Zeitangaben, weil die Dauer laut ihr einfach bei jedem anders ist. Jedes Nervensystem heilt in einer anderen Zeitspanne. Manche brauchen eben sehr lange.
Es braucht so lange, wie es eben braucht. Bis alles geheilt ist.

Aber ausnahmslos alle heilen.

LG Lena
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Martin2790 » Samstag, 12.01.19, 6:29

Hallo Leute,

Ist noch jemand in diesem Forum?
Gilt man denn auch als Langzeitbetroffener, wenn man langanhaltende Nebenwirkungen hat? Also der Kopfdruck, Müde Augen, Tinnitus, mit dem könnt ich ja noch irgendwie leben aber der Magenschmerz ist unerträglich. Ich habe es während der Einnahme bekommen und nach jetz fast einem Jahr auf Null leider keine Verbesserung.. Stets der konstante Druck im Magen.. kennt das wer bzw. ist das bei jemandem weggegangen?

Liebe Grüße

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 13.01.19, 13:25

Hallo Martin,

hast du mal bemerkt, ob ein Zusammenhang zum bestimmten Nahrungsmitteln besteht.

Es gibt einige Betroffene, die während oder nach dem Absetzen eine Histaminintoleranz entwickeln.

Ich lasse dir mal einen Link dazu da.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=7819

LG Ute
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Raptorius » Freitag, 15.02.19, 15:02

Guten Tag

Mit meinen 38 Monaten zähle ich mich nun endgültig zum Entzugs-Urgestein dazu.

https://m.youtube.com/watch?v=QH0V59P73sA

Leider nur mit englischen Untertiteln.
Ich muss sagen mich wundert jetzt gar nichts mehr, wieso es uns so geht.

Gruß Dominic
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Durch Sertralin starke Suizidgedanken --> Psychatrie
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Seit 18.12.2015 auf 0 und im protrahierten Entzug :sports:

Seit Februar 2018: Wirbelsäulenschmerzen, Muskelschmerzen, verspannte Muskeln, ständiges Knacken bei der Wirbelsäule, Bewegungseinschränkungen, Zuckungen, unwillkürliche Bewegungen, mir fallen Sachen aus den Händen, Gelenksschmerzen, kalte Hände, Nahrungsmittelunverträglichkeiten

"Lang ist der Pfad und beschwerlich, der aus der Dunkelheit hinaus führt ans Licht."- John Milton

"Andy Dufresne, der durch einen Fluss aus Schei*e gekrochen war, um am anderen Ende wieder sauber rauszukommen."- Die Verurteilten

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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Sunyata » Sonntag, 17.02.19, 12:58

Hi Dominic,

Danke für dieses Video.

Echt schockierend zu sehen, wie umfassend AD in unseren Körper eingreifen, praktisch jeden Aspekt beeinflussen...

Ja, das macht die teilweise jahrelangen Probleme beim absetzen verständlicher!

Alles Gute für dich!

Grüße Mike
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3.Absetzen 07/2016 - 07/2017
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Re: Thread für Langzeitbetroffene - Hoffnung und Unterstützung

Beitrag von Luna » Mittwoch, 20.02.19, 5:09

Den Text finde ich gut.

Heilung kann nur stattfinden, wenn man die Ursache der Erkrankung kennt
Ein Beispiel: jemand zieht sich einen Dorn ein. Er tut nichts dagegen, weil die Haut darüber zuwächst. Das Symptom verschwindet, obwohl der Dorn noch vorhanden ist. Irgendwann, eines Tages, würde der Dorn wandern und unter Umständen eine schwere physische Erkrankung an einer anderen Stelle verursachen.

Was muss also geschehen? Die Wunde muss erneut geöffnet werden, damit der Dorn entfernt werden kann. Dies ist kurzfristig mit einem erhöhten Schmerz verbunden, garantiert aber eine vollständige Heilung.

Ein weiteres Beispiel: ein eingewachsenes Haar wird solange Probleme verursachen, wie man es nicht entfernt. Auch darüber kann zwar eine Kruste entstehen, die aber ständig gerötet bleibt.

Körper und Seele sind eine Einheit
Wie bei den körperlichen Symptomen funktioniert es auch bei seelischen Problemen. Erst funktioniert der Verdrängungsmechanismus unseres Bewusstseins gut, die Störung wird ins Unterbewusste verschoben, wo sie unbemerkt vor sich hinschwelt und unter Umständen unsere Handlungen und Entscheidungen beeinflusst.

Heilungsprozess: "Erstverschlimmerung" gehört oft dazu
Auch hier muss die ursprüngliche Verletzung aufgespürt und akut gemacht werden, damit sie endgültig geheilt werden kann. Dies kann körperliche und seelische Schmerzen verursachen, die scheinbar unerträglich sind oder Angst auslösen. Eine Bewusstmachung hilft aber in den meisten Fällen, das Geschehene mit Hilfe eines Therapeuten angemessen zu verarbeiten.

Heilung braucht Zeit
Heilungsprozesse passieren nicht über Nacht. Genauso wenig, wie Krankheiten von heute auf morgen auftauchen, obwohl uns das manchmal so erscheint, braucht auch Heilung ihre Zeit.

Krankheiten schwelen oft jahrelang und werden von unserem Körper kompensiert, ehe sie ausbrechen, da der Körper endgültig erschöpft ist und den Auslöser nicht länger isolieren kann.

Als Faustregel gilt: der Heilungsprozess benötigt ein Drittel der Zeit, die die Krankheit zum Entstehen benötigt hat. Bei Verletzungen ist es ähnlich: je älter die Verletzung ist, bevor sie ganzheitlich behandelt wird, umso länger dauert der Heilungsprozess. Deshalb gilt bei alternativen Heilmethoden vor allem eines: Geduld.

https://www.experto.de/koerper-seele/de ... ozess.html
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Gesundheit gewinnt erst an Bedeutung, wenn man krank ist.
(© Franz Schmidberger (*1942)

Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Inneren eines jeden von uns liegt.
(Hippokrates)

Seit dem 23.7.2015 absolut Medikamentenfrei.
Etwas über 6 Jahre Venlafaxin.Seid 16.7.2014 auf 0
15 Jahre Schlafmittel.Erst Zopiclon 5 Jahre dann Zolpidem 10 Jahre. Seid 23.7.15 auf 0
Ca 3 bis 4 Jahre Pantoprazol eingenommen und im März 2014 kalt abgesetzt.
Kurzzeitig auch andere Medikamente genommen in den 15 Jahren.

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