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schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

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Traurige
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Re: schmidtili: Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Traurige » Freitag, 14.09.18, 18:17

schmidtili hat geschrieben:
Dienstag, 11.09.18, 12:39
Liebe Traurige,

Danke für deine Antwort :)
Ich bin mit den risperidon tatsächlich gerade etwas stabiler, aber ich hab die ganze Zeit ein furchtbares Gefühl von unaushaltbarkeit im Kopf, fast als hätte ich keine Hülle mehr und als wäre alles schnell zu viel, verbunden mit stärker Unruhe. Kommt dir das bekannt vor?
Glaubst du ich stabilisiere mich da noch weiter oder bleiben diese furchtbaren Gefühle wohl? Wo wir du kannst das vermutlich gar nicht sagen, weil du das duloxetin ja wieder nimmst?
Liebe Grüße
Schmidtili
Hallo Schmidtili,
das Gefühl, dass Du beschreibst kenne ich auch, ja. Ich hatte es in den letzten Tagen, weil bei mir so langsam wieder die aufputschende Wirkung des Duloxetin die Oberhand gewinnt. Bei mir kommen dann noch starke Angstgefühle hinzu. Ich hatte das Problem aber auch, als ich Duloxetin viel zu schnell abgesetzt hatte. Eine totale Reizüberflutung eben.

Das Risperidon dämpft sehr gut und ordnet die Gedanken wieder, hat dafür aber leider eine ganze Latte an unerfreulichen Nebenwirkungen. Ich nehme es mittlerweile schon seit drei Jahren, wobei ich seit dem letzten Jahr ausschleiche und mir ist zuletzt mein kompletter Antrieb verlorengegangen, sogar das Interesse an meinen Hobbies.

Ja, ich denke, Du wirst Dich da noch weiter stabilisieren und bevor Du das nicht erreicht hast, würde ich auf keinen Fall mit der Reduzierung des Risperidon anfangen. Gerade wenn Du das Gefühl von Reizüberflutung und Unruhe hast, solltest Du noch nicht mit dem Ausschleichen von Risperidon beginnen, da es eine dämpfende Wirkung auf das Nervensystem hat.

Liebe Grüße
von Maria
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1999 Burnout mit Diagnose paranoide Psychose (Medikament: Perazin, 60 mg; 2003 langsam ausgeschlichen ohne Probleme)
2011 schwere Depression mit psychotischen Symptomen (Medikament: Duloxetin 60 mg)
2015 schwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Duloxetin (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)
2016 mittelschwere Depression mit psychotischen Symptomen nach Absetzversuch von Risperidon (Medikamente: Duloxetin 60 mg; Risperidon 2 mg)

18.02.2017
Täglich
60mg Duloxetin
2mg Risperidon
Außerdem noch Cortison wegen Asthma und Blutdrucksenker wegen zu hohem Blutdruck - Update: Cortison abgesetzt wegen depressionsfördernder Wirkung. Blutdrucksenker reduziert auf 12,5 mg Hygroton täglich.

Ab Ende März zusätzlich Eferox 25 Mikrogramm
ab 23.07.2018 Erhöhung auf 37,5 Mikrogramm Eferox und Einnahme von Eisentabletten
ab 30.07.2018 Erhöhung auf 50 Mikrogramm Eferox
ab 06.08.2018 Reduzierung auf 37,5 Mikrogramm Eferox

Ab 17.08.2018 Duphaston 10 mg morgens und abends für 14 Tage

18.05.2017 Reduzierung des Risperidon von 2 mg auf 1,5 mg
im August 2017 Absetzen des Cortisonpulvers, starke Verbesserung der Depression
21.09.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,5 mg auf 1,25 mg
25.10.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,25 mg auf 1,125 mg
05.11.2017 Reduzierung des Risperidon von 1,125 mg auf 1,0 mg
05.03.2018 Reduzierung des Risperidon von 1,0 mg auf 0,875 mg
09.04.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,875 mg auf 0,75 mg
21.05.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,75 mg auf 0,625 mg
17.07.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,625 mg auf 0,5 mg
22.08.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,5 auf 0,375 mg
01.10.2018 Reduzierung des Risperidon von 0,375 auf 0,25 mg

Jamie
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Re: schmidtili: Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Jamie » Freitag, 14.09.18, 21:04

Hallo schmidtili, :)

das Risperidon wirkt vorrangig auf Dopamin ein und ist ein Neuroleptikum, Cymbalta hingegen wirkt als Antidepressivum vorrangig auf Serotonin und Noradrenalin ein.
Beide wirken auch noch auf viele andere Rezeptoren ein, aber ich habe jetzt nur die wichtigsten genannt.

Das Gehirn kommt schon wieder auf die Reihe, auch wenn noch Risperidon eingenommen wird.
Daran würde ich in deinem Zustand jetzt aber absolut nichts ändern, man soll niemals ein weiteres Psychopharmakon reduzieren oder absetzen, wenn man noch solche Probleme mit dem anderen hat. Das wäre ein Himmelfahrtskommando.

Es ist trotzdem noch mal zu überlegen, ob du 1mg Duloxetin eine Chance geben willst.
1mg sind keine 30mg!
Und Risperidon kann keinen Cymbaltaentzug abpuffern. Das muss man auseinander halten.

Übrigens: Ich bin eine "Sie" :roll:

Grüße
Jamie
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Re: schmidtili: Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Freitag, 14.09.18, 21:25

Ach du bist eine Sie, ups, das hab ich wohl falsch verstanden, entschuldige :)
Das mit dem Wiedereindosieren traue ich mich glaube ich nicht... ich dachte, man sollte das nur in den ersten 6 Wochen am besten versuchen? Mache ich denn nicht noch mehr kaputt, wenn ich es jetzt eindosiere und es geht nach hinten los?
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Ab dem 26. April 2018 kein Duloxeti mehr. Bin glaube ich von 8mg auf 0 gegangen.
Hatte die 8 Monate vorher ausgeschlichen, aber in einem zu schnellen rhythmus:
Erst 60-30-60, dann 60-30-30, dann 30... usw.

Hatte schon in den letzten Wochen oft das Gefühl, dass ich super erschöpft im Kopf bin, Musik wurde unangenehm, Pieksen überall am Körper bzw. wahnsinniger Juckreiz.

Am 25. Mai habe ich eine fette Entgiftungskur auch noch angefangen (Verdacht Borreliose) und zwei Tage später kam der Zusammenbruch: Wahnsinnige Kopfschmerzen, Überreizung, GGefühl von Unaushaltbarkeit, Geräusche lösen Panik aus, totale Erschöpfung, allgemein reizempfindlich, weinerlich, ängstlich.

Anfang Juli weil Verdacht auf Psychose meines Arztes folgendes eindosiert:
Duloxetin 30 mg morgens
1mg Risperidon abends
Da die Nebenwirkungen von beiden zu krass waren (Ohnmacht, Migräne, Tinnitus usw.), sollte ich Duloxetin nach 2 Wochen wieder lassen.
Seit Risperidon kann ich mich wieder konzentrieren ohne starke Kopfschmerzen zu bekommen und kann Geräusche etwas besser tolerieren.
Risperidon hatte ich nach 2,5 Wochen einmal (für die Untersuchung im Krankenhaus) für 6 Tage abgesetzt, das ging aber nach nicht gut, deswegen nehme ich es jetzt wieder.

Momentan: 0,5mg Risperidon morgens und 0,5mg Risperidon abends

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Re: schmidtili: Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Samstag, 15.09.18, 7:15

Von Risperidon zu Quetiapin wechseln ist wahrscheinlich auch totaler Quatsch oder? Das hatte mein Psychiater nämlich vorgeschlagen...
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Anfang Juli weil Verdacht auf Psychose meines Arztes folgendes eindosiert:
Duloxetin 30 mg morgens
1mg Risperidon abends
Da die Nebenwirkungen von beiden zu krass waren (Ohnmacht, Migräne, Tinnitus usw.), sollte ich Duloxetin nach 2 Wochen wieder lassen.
Seit Risperidon kann ich mich wieder konzentrieren ohne starke Kopfschmerzen zu bekommen und kann Geräusche etwas besser tolerieren.
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Re: schmidtili: Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 15.09.18, 11:35

Hallo Schmidtili,

nach unserer Erfahrung sind solche Medikamentenwechsel sehr kritisch zu sehen.
Jedes Medikament wirkt anders und Wenn Symptome auftreten, was meistens der Fall ist, weißt du nicht, ob du Nebenwirkungen vom Quetiapin oder Absetzerscheinungen vom Risperidon hast.

Oder auch beides. :shock:
Was sehr wahrscheinlich ist, weil es dir ja schon jetzt nicht gut geht.

LG Ute
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Re: schmidtili: Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Samstag, 15.09.18, 12:22

Ich hab in dem FAQ zu Wiedereindosieren gelesen, dass wenn man Zeichen von Hyper Reaktivität hat bzw. starke Unruhe (was ich beide habe! Kann kaum still sitzen!), das Eindosieren wahrscheinlich nicht funktioniert. Empfiehlt ihr es mir trotzdem auszuprobieren ? Oder bringe ich das Nervensystem am Ende noch mehr durcheinander, wenn es scheitert? Ist das etwas was ich gründlich überlegen sollte oder kann man es auf jeden Fall ausprobieren, ohne Angst haben zu müssen noch mehr Schaden angerichtet zu haben, wenn es schief läuft?
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Re: schmidtili: Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 15.09.18, 17:05

Hallo Schmidtili,

wenn du das Duloxetin nicht mehr verträgst, wirst du das sehr schnell merken. Dann solltest du es natürlich sofort wieder weglassen.
Du bescherst dir dann womöglich ein, zwei noch unruhigere Tage, nachhaltig kaputt machen wirst du dabei aber nichts.
Die Chance dass eine Wiedereindosierung greift, ist in der Tat innerhalb der ersten sechs Wochen nach dem Absetzen am größten aber es kann auch noch nach diesem Zeitraum funktionieren.
Einen Versuch kann es schon wert sein.

Entscheiden musst du das aber natürlich selbst.

LG Ute
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Re: schmidtili: Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Sonntag, 16.09.18, 13:39

Oh Gott, jetzt fällt so langsam die totale Depression über mich ein, wenn die Angst abwesend ist. Macht es dann vielleicht wirklich Sinn, das Mittel noch mal einzuschleichen??? Ich habe Angst vor diesen furchtbaren Gedanken.
In der NDR Sendung Visite gab es ja auch eine Folge zum Absetzen. Da hat die Betroffene das Medikament wieder voll eingenommen, um es dann langsam auszuschleichen, aber davon haltet ihr ja glaube ich ncihts? Vor allem nach fast 5 Monaten...
Aber wenn auch 1mg nicht greift, heißt das dann, dass ich da einfach durch muss??? Hilft dann ga nichts mehr gegen diese Depression?
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 16.09.18, 14:56

 ! Nachricht von: Ululu 69
Hallo Schmidtili, ich habe deinen Thread in die Rubrik "Antidepressiva absetzen" verschoben . LG Ute
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Sonntag, 16.09.18, 16:14

Okay danke Ute. Wie würde denn eine Wiedereindosierung bei mir stattfinden?
Ich nehme momentan morgens und abends jeweils 0,5mg Risperidon. Sollte ich das Duloxetin dann mittags nehmen, damit ich es nicht zusammen nehme?
Und ich wollte noch mal auf die Doku von Visite vom NDR verweisen. Dort nimmt die Betroffene wieder die Medikamente voll ein und stabilsiert sich nach 3 Wochen und schleicht sie dann aus. Aber das würdet ihr nicht empfehlen oder? Also entweder 1mg klappt oder gar nicht, richtig?
Weil ich glaube meine Eltern können das mit mir nicht mehr lange halten und werden mich anflehen, wieder etwas vom Arzt zu nehmen... Und ich habe Angst, damit nur noch alles zu verschlimmern. Aber ich glaube, sie glauben mir da nicht.
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Towanda1 » Sonntag, 16.09.18, 16:51

Hallo Schmidtili,

wenn Deine Signatur stimmt, hast Du doch im Juli schon mal wieder eindosiert - wie ging es Dir denn da?

LG Towanda
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11.02.18 - 22,50 mg Mirtazapin - Zustand stabilisiert sich, NW: leichte Muskel- und Gelenkschmerzen,
aber gut auszuhalten, hin und wieder Kribbelbeine
19.02.18 - Psychiatertermin - bei 22,5 mg bleiben
29.03.18 - 18,75 Mirtazapin
07.04.18 - wegen Gewichtszunahme Intervallfasten begonnen
14.05.18 - Psychiatertermin - Kribbelbeine sind schlimmer geworden, Empfehlung: Mirtazapin auf 15 mg reduzieren
22.05.18 - 15,00 mg Mirtazapin - 3 Tage später leichte Stimmungsschwankungen, 1 x Drehschwindel,
insgesamt nicht so stabil, Tagesschwankungen, aber auszuhalten
26.06.18 - 5 Glob. Ciprofloxacin C30 einmal wöchentlich
30.06.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Wasserlösmethode
01.07.18 - 13,50 mg Mirtazapin - Umstieg auf Feinwaage und Nagelfeile :D
03.08.18 - 12,00 mg Mirtazapin
09.09.18 - 10,80 mg Mirtazapin
10.10.18 - 9,50 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
1 x tgl. Thyreoidea comp. 5 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 16.09.18, 18:31

Hallo Schmidtili,

du bist nach deinen Angaben seit fünf Monaten auf 0.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass du das Duloxetin nicht mehr verträgst, wenn du es jetzt wieder ansetzt.
Zudem ist auch ein Eindosieren großer Stress für dein gebeuteltes ZNS.

Hast du Duloxetin da ? Hast du ein Präparat mit vielen kleinen Kügelchen darin ?
Damit kannst du sehr fein dosieren.
Du könntest problemlos 1 mg Kapseln herstellen.
So könntest du erstmal schauen, ob du es noch verträgst.
Schritt für Schritt aufdosieren kann man später immer noch.

Dass deine Eltern dir nicht glauben, kann ich gut verstehen. Nicht mal die meisten Ärzte kennen sich mit Absetzsymptomen aus.

Wir haben hier einen Thread für Angehörige.
Vielleicht möchten deine Eltern sich dort mal einlesen?

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=35&t=12279

Es wäre gut für alle Beteiligten, wenn du sie auf deiner Seite hättest.

LG Ute
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Sonntag, 16.09.18, 18:56

Liebe Ute,
ja ich habe Duloxetin noch da. Dh würde dann mittags gehen? Wenn ich morgens und abends Risperidon nehme?
Aber wenn Eindosieren großer Stress für das ZNS ist... mache ich dann nicht doch vielleicht mehr kaputt, wenn es dann nicht klappt?!
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Jamie » Sonntag, 16.09.18, 19:27

Hallo schmidtili :),
mache ich dann nicht doch vielleicht mehr kaputt, wenn es dann nicht klappt?!
mit 30mg gleich wieder einzusteigen, wie es Ärzte jetzt wohl empfehlen würden, wäre riskant.
Das könnte dein ZNS wirklich für Wochen schachmatt setzen.

1mg, so wie ich es dir jetzt schon mehrfach geschrieben habe und Ute auch, sind ein Bruchteil dessen.
Sollte es da eine Unverträglichkeit geben, hast du zwei drei blöde Tage und dann gibt sich das wieder.

Wir würden es nicht so schreiben, wenn wir keine Erfahrung damit hätten.

Versprechen können wir nichts, aber du machst dein ZNS damit nicht noch mehr kaputt.
Wie gesagt - es muss nicht automatisch so sein, dass man es nicht mehr verträgt.

Venlafaxin und Risperidon kann man miteinander kombinieren; da SNRI wie Venlafaxin anregend wirken sollen, sollte die Einnahme morgens / vormittags erfolgen.

Viele Grüße
Jamie
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Montag, 17.09.18, 17:42

Liebe Jamie,

danke für deine Nachricht und entschuldige bitte mein endloses Nachfragen. Ich bin einfach verunsichert, was ich machen soll. Meine Symptome sind in erster Linie die Hypersensibilität, das Gefühl nicht sicher zu sein, dass alles zu viel ist, Unruhe, Angst und große Erschöpfung. Und in den FAQ's zum Thema Wiedereindosieren steht ja, dass bei Hypersenibilität ein Wiedereindosieren wohl nicht so sinnvoll ist, deswegen bin ich gerade sehr am hadern, ob ich es versuchen soll oder ob ich mich einfach stattdessen voll und ganz der Beruhigung meines Nervensystems auf andere Art und Weise widmen soll.
Darf ich vorsichtig noch mal nachfragen, ob ihr es in meinem Fall empfehlen würdet? Also vor allem mit dem Hintergrundwissen der Hypersensibilität? Ich weiß gerade nicht mehr, ob ich das schon so erwähnt hatte. Falls ich nerve, es tut mir wirklich Leid. Ich will wirklich nicht nerven :( ich weiß auch nicht, warum ich die ganze Zeit immer wieder nachfrage. Ich glaube ich habe einfach Angst, etwas falsch zu machen. Aber natürlich könnt ihr das auch nicht vorhersehen, was da passiert, deswegen denke ich muss ich diese Entscheidung wohl wirklich einfach selber treffen.

Liebe Grüße
schmidtili
Ab dem 26. April 2018 kein Duloxeti mehr. Bin glaube ich von 8mg auf 0 gegangen.
Hatte die 8 Monate vorher ausgeschlichen, aber in einem zu schnellen rhythmus:
Erst 60-30-60, dann 60-30-30, dann 30... usw.

Hatte schon in den letzten Wochen oft das Gefühl, dass ich super erschöpft im Kopf bin, Musik wurde unangenehm, Pieksen überall am Körper bzw. wahnsinniger Juckreiz.

Am 25. Mai habe ich eine fette Entgiftungskur auch noch angefangen (Verdacht Borreliose) und zwei Tage später kam der Zusammenbruch: Wahnsinnige Kopfschmerzen, Überreizung, GGefühl von Unaushaltbarkeit, Geräusche lösen Panik aus, totale Erschöpfung, allgemein reizempfindlich, weinerlich, ängstlich.

Anfang Juli weil Verdacht auf Psychose meines Arztes folgendes eindosiert:
Duloxetin 30 mg morgens
1mg Risperidon abends
Da die Nebenwirkungen von beiden zu krass waren (Ohnmacht, Migräne, Tinnitus usw.), sollte ich Duloxetin nach 2 Wochen wieder lassen.
Seit Risperidon kann ich mich wieder konzentrieren ohne starke Kopfschmerzen zu bekommen und kann Geräusche etwas besser tolerieren.
Risperidon hatte ich nach 2,5 Wochen einmal (für die Untersuchung im Krankenhaus) für 6 Tage abgesetzt, das ging aber nach nicht gut, deswegen nehme ich es jetzt wieder.

Momentan: 0,5mg Risperidon morgens und 0,5mg Risperidon abends

Unglaublich
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Unglaublich » Dienstag, 18.09.18, 9:46

Hallo Schmidtilt,
Ich kann dir vom Duloxitin Entzug meines Mannes berichten. Er hat von 120mg abgesetzt. 120-60-30 runter, so wie ihm vom Psychiater angeraten wurde. Das war noch ziemlich problemlos. Danach hat er Gottseidank auf mich gehört (ich hatte mir hier im Forum schon 4eckige Augen gelesen) und er hat nach der Kügelchenmethode abgesetzt.
Aber Bei 11 Kügelchen wurde er im März ungeduldig und ist auf Null.
5 Wochen später, war er so fertig, das ihn der Arzt, wegen angeblichen Rückfall in die Klinik einweisen wollte, wogegen ich mit Händen und Füßen gewehrt habe. Er hat dann 6 Kügelchen wieder angesetzt und es dauerte ca 1,5 Wochen bis es ihm einigermaßen wieder gut ging. Nun schleicht er alle 5 bis 6 Wochen 1 Kügelchen raus und ist jetzt bei 1 Kügelchen.
Und es läuft sehr entspannt. Das einzige, was er noch hat, sind sehr unruhige Beine .
Inwieweit es hilft nach so langer Zeit wieder etwas ein zu dosieren kann ich nicht beurteilen. Da sind hier viele, die damit mehr Erfahrung haben. Versuch mit ca 1mg, so wie Jamie schreibt, wäre eine Möglichkeit. Aber da dem Körper Zeit geben und nicht nach 3/4 Tagen ungeduldug werden.
Das Riperidon hatte er letztes Jahr gleich nach Klinikende sehr zügig abgesetzt ohne Probleme. Nur das Duloxitin war schwierig.
Alles Liebe für dich und lass dich nicht von deinem Psychiater verunsichern. Mein Mann hat ihm bis heute noch nicht gesagt, wie er absetzt.
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Lieben Gruß
Unglaublich

2007: 60mg Mirtazapin in Klinik angesetzt
2009: nach Rücksprache mit Arzt innerhalb 2 Mon abgesetzt auf
30mg- 15mg-0

Absetztprobleme die ich damals nicht, als solche erkannt habe :evil: :frust:
Kopfschmerzen, Übelkeit, Wattegefühl im Kopf und Beinen, Bauchkrämpfe, Blutdruckprobleme, wie beim Ansetzten von Mirta, Tic´s, Brainzaps, Ängste, Panik.

2012: Psychatrie wegen Depression. Dort wurde Venlafaxin angesetzt. Nach 6 Wochen sofort abgesetzt, wegen Blasenlähmung, Eingestellt auf 150 mg Sertralin morgen und 7,5 mg Mirtazapin abends, wegen Schlafstörung.
Diagnose: PTBS und Depression

Sertralin nach ca 4 Monaten ohne Rücksprache mit Doc eigenmächtig reduziert und und im Sommer 2015 abgesetzt.
Mirta mit 7,5 mg beibehalten, wegen Schlafstörung

29.4. 2017 Mirtazapin 7,5 mg schlagartig abgesetzt (kannte das Forum noch nicht) wegen QT Verlängerung.

die ersten 2-3 Woche nach Absetzen: Augenschwindel, Herzrasen, zu hoher Blutdruck, heftige Oberbauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Brainzaps, Tic´s, Sabbergefühl Mundwinkel.
Im Herbst 2017 kamen Angst und Panik Attacken hinzu.
Seit Dez 2017: Sehstörungen, mittlerweile 3. Brillenglas aber nur re Auge.Punktförmige Einblutung im re Auge, die im März noch vorhanden war(nächste Kontrolle Anfang Juni) ansonsten Augen oB.
Lidzucken beide Augen, Oberbauchschmerzen, Sabbergefühl, Ohrenschmerzen, Muskelkrämpfe und Kieferbeißen ist bis heute noch vorhanden. Zwar nicht mehr tagtäglich aber kommt immer wieder durch.
Rauschen in den Ohren. Rechtes Ohr besonders. Fühlt sich an, wie Wasser im Ohr nach dem Duschen, was dann so vor sich hin gluckkert, weil man es nicht raus kriegt aber Ohren sind okay, kein Wasser drin. Dieses Geräusch macht mich kirre.
Muskelkrämpfe an den unmöglichsten Stellen, der Rücken und Nacken total verspannt.
März 2018: Schmerzen im ISG Gelenk, trotz regelmäßiger Übungen vom Osteopathen.
Seit April 2018: keine Angst und Panikattacken mehr, jedenfalls zur Zeit.
Falls mir noch was einfällt ergänze ich es noch.

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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Mittwoch, 19.09.18, 7:27

@Unglaublich: Wie viele Wochen sind denn vergangen, bis dein Mann das Duloxetin wieder eindosiert hat? ich glaube ich traue mich einfach nicht, weil ich es nicht noch schlimmer mchen möchte Ich hab ohnehin schon das Gefühl jeden Tag, diese Sache hier nicht zu überleben.

@Jamie oder jemand anderen vom Team: Ich wollte noch mal wegen einem hauptsymptom von mir nachfragen, ob das auch imer Zusammenhang mit dem Entzug steht, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich es nicht vor dem Entzug auch schon zum Teil gehbt habe.
Und zwar ist das ein furchtbares Gefühl im Kopf. Ich meine damit nicht Gefühle wie Angst oder so, sondern etwas körperliches. Es ist aber kein Druck oder Schmerz, sondern das Gefühl als würde mein Kopf nackt sein, ohne Hülle und als könnte ich "es", also dieses Gefühl keine Sekunde mehr aushalten und das versetzt mich in Panik. Und es fühlt sich manchmal an, als würde es unter meiner Kopfhaut brennen. Es ist seit dem Entzug deutlich schlechter geworden, aber ich meine, dass es eventuell schon vorher da war. Da war es eher eine Art Erschöpfung im Kopf, also alles zu viel etc.
Vielleicht wisst ihr dazu mehr? Mache mir Sorgen, dass ich noch etwas anderes habe und nicht mehr gesund werde...

liebe Grüße
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Am 25. Mai habe ich eine fette Entgiftungskur auch noch angefangen (Verdacht Borreliose) und zwei Tage später kam der Zusammenbruch: Wahnsinnige Kopfschmerzen, Überreizung, GGefühl von Unaushaltbarkeit, Geräusche lösen Panik aus, totale Erschöpfung, allgemein reizempfindlich, weinerlich, ängstlich.

Anfang Juli weil Verdacht auf Psychose meines Arztes folgendes eindosiert:
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Unglaublich » Mittwoch, 19.09.18, 16:46

Hallo Schmidtili,
Es waren ca 5 Wochen bis er wieder etwas eindosiert hat und bis eine leichte Besserung eintrat auch nochmal über 1 Woche. Grade geschaut. Bis zur richtigen Stabilisierung waren es 5 Wochen.
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Absetztprobleme die ich damals nicht, als solche erkannt habe :evil: :frust:
Kopfschmerzen, Übelkeit, Wattegefühl im Kopf und Beinen, Bauchkrämpfe, Blutdruckprobleme, wie beim Ansetzten von Mirta, Tic´s, Brainzaps, Ängste, Panik.

2012: Psychatrie wegen Depression. Dort wurde Venlafaxin angesetzt. Nach 6 Wochen sofort abgesetzt, wegen Blasenlähmung, Eingestellt auf 150 mg Sertralin morgen und 7,5 mg Mirtazapin abends, wegen Schlafstörung.
Diagnose: PTBS und Depression

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29.4. 2017 Mirtazapin 7,5 mg schlagartig abgesetzt (kannte das Forum noch nicht) wegen QT Verlängerung.

die ersten 2-3 Woche nach Absetzen: Augenschwindel, Herzrasen, zu hoher Blutdruck, heftige Oberbauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Brainzaps, Tic´s, Sabbergefühl Mundwinkel.
Im Herbst 2017 kamen Angst und Panik Attacken hinzu.
Seit Dez 2017: Sehstörungen, mittlerweile 3. Brillenglas aber nur re Auge.Punktförmige Einblutung im re Auge, die im März noch vorhanden war(nächste Kontrolle Anfang Juni) ansonsten Augen oB.
Lidzucken beide Augen, Oberbauchschmerzen, Sabbergefühl, Ohrenschmerzen, Muskelkrämpfe und Kieferbeißen ist bis heute noch vorhanden. Zwar nicht mehr tagtäglich aber kommt immer wieder durch.
Rauschen in den Ohren. Rechtes Ohr besonders. Fühlt sich an, wie Wasser im Ohr nach dem Duschen, was dann so vor sich hin gluckkert, weil man es nicht raus kriegt aber Ohren sind okay, kein Wasser drin. Dieses Geräusch macht mich kirre.
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 20.09.18, 11:10

Hallo schmidtili, :)

du beschreibst komische Missempfindungen im Kopf.
Waren die der Grund, weswegen du begonnen hast Antidepressiva zu nehmen?

Weil schau - du schreibst, du hättest das auch vor dem Entzug gehabt.
Vor dem Entzug bedeutet für mich, dass du es in der Zeit hattest, wo du Duloxetin genommen hast - das könnte also auch eine Nebenwirkung sein.
Da muss man differenzieren und deswegen frage ich nach, ob das Symptom schon ganz zu Anfang existierte, bevor du AD genommen hast.

Ein gereiztes ZNS kann sehr seltsame Missempfindungen hervorbringen.
Wenn du dich sorgst, dass es etwas organisch Schwerwiegendes ist, solltest du dich an deine Ärzte wenden und um Abklärung bitten. Normalerweise ist das dann ein neurologisches Konzil (Basisuntersuchungen), manchmal EEG, aber zumeist CT / MRT vom Schädel.
Damit will man Sachen wie Multiple Sklerose, Gehirntumor etc. ausschließen.
Zu 99,9% wurde bei uns im Forum - Gott sei Dank - noch nie etwas derartig Schweres gefunden, obwohl oft vermutet.

Grüße
Jamie
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Re: schmidtili: Duloxetin Absetzsyndrom erkennen?

Beitrag von schmidtili » Freitag, 21.09.18, 13:26

Liebe Jamie,

ein CT habe ich Anfang des Jahres wegen meiner ständigen Kopfschmerzen machen lassen, das war ohne Befund. Bei mir besteht aber auch noch der Verdacht auf Borreliose, vielleicht kann es auch etwas damit zu tun haben.
Die Antidepressiva habe ich nicht wegen Missempfindungen im kopf begonnen zu nehmen, sondern einfach wegen körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, kurz somatisierte depression, war der Verdacht.
Nachdem ich dann eine 3wöchige Ayurveda Entgiftungskur gemacht habe war ich so erschöpft und das vor allem auch im Kopf. Ich weiß aber nicht, ob das auch schon vor der Entgiftungskur dagewesen ist. Auf jeden Fall habe ich da schon die Antidepressiva genommen.
Aber diese Missempfindungen, was ich in erster Linie als eine Kopferschöpfung und das Gefühl "nicht mehr zu können" beschreiben würde, sind deutlich stärker geworden, seitdem ich ausgeschlichen habe, deswegen dachte ich eigentlich, dass es daher käme...

Aber ja, vielleicht macht es Sinn noch mal zum Arzt zu gehen. Wobei während ich mich noch im Entzug befinde ja weder eine Antibiose, noch eine Entgiftung Sinn machen würde...

Danke für deine Einschätzung!
Liebe Grüße
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Da die Nebenwirkungen von beiden zu krass waren (Ohnmacht, Migräne, Tinnitus usw.), sollte ich Duloxetin nach 2 Wochen wieder lassen.
Seit Risperidon kann ich mich wieder konzentrieren ohne starke Kopfschmerzen zu bekommen und kann Geräusche etwas besser tolerieren.
Risperidon hatte ich nach 2,5 Wochen einmal (für die Untersuchung im Krankenhaus) für 6 Tage abgesetzt, das ging aber nach nicht gut, deswegen nehme ich es jetzt wieder.

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