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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Ululu 69 » Samstag, 15.09.18, 18:11

Hallo Sportler,

da kommt ja dann noch die Halbwertszeit ins Spiel die beim Paroxetin zwar relativ betrachtet eher kurz ist, aber immerhin 24 Stunden ( mit den Metaboliten) beträgt.

Grundsätzlich ist es für das ZNS aber immer am besten, wenn man auf eine regelmäßige und möglichst zeitgleiche Einnahme achtet.

LG Ute
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 22.09.18, 9:47

Tritt der protrahierte Entzug erst ein wenn man bei 0 ist oder kann er auch schon früher eintreten.

Habe das nicht genau verstanden

grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 22.09.18, 12:43

Hallo Sportler,

eigentlich spricht man von protrahiertem Entzug (Entzugssyndrom) erst nach null.

Dennoch kann man natürlich während des Reduktionsprozesses bereits Entzugssymptome haben (die u. U. auch länger andauern können).

Liebe Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 22.09.18, 13:57

Danke und würdest du persönlich sagen das 10% alle 4-6 Wochen bei nur einem Medikament (ich nehme und habe bisher immer nur eines genommen) zu schnell ist?
Wenn man sich im hier im Forum umsieht scheinen die meisten einen Jahrelangen Kampf mit dem absetzen zu führen und es wird stets zu langsamkeit geraten.
10% alle 4-6 Wochen dagegen hört sich für mich aber sehr schnell an :?
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Towanda1 » Samstag, 22.09.18, 14:14

Hallo Sportler,

die 10 % beziehen sich immer auf die zuletzt genommene Dosis, bei Dir wären das jetzt 0,7 mg. Je geringer die Dosis wird, umso kleiner auch die Reduzierung in mg.

Einige hier reduzieren im unteren Bereich auch nur 5 %, da solltest Du einfach auf Dich achten und ausprobieren.

LG Towanda
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 22.09.18, 15:23

Hallo Sportler,

die 10 Prozent sind ja auch als Obergrenze empfohlen; individuell langsamer/kleinschrittiger geht immer. Das müssen auch nicht 5 Prozent sein, das können auch 8 sein oder 2 etc. Je nachdem, was Dein Körper verträgt. Das allein ist die Richtschnur. Was möglich ist, ist individuell sehr unterschiedlich.

Je weiter es mit der Dosis nach unten geht, desto vorsichtiger/langsamer sollte man vorgehen. Einfach weil das ZNS im unteren Dosisbereich im Regelfall extremer reagiert, da die Mittel gerade dort verhältnismäßig stark wirken. Das als grobe Faustregel.

Liebe Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 22.09.18, 19:22

Vielen dank für eure schnelle Hilfe, ich bin seit 2 Wochen bei 7 und werde berichten wie es mir geht.

Nach 2 Wochen kann ich sagen; ich bin voll im Entzug und nach meinen Berechnungen müssten die jetzt langsam abnehmen :)

viele grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 22.09.18, 19:33

carlotta hat geschrieben:
Samstag, 22.09.18, 12:43
eigentlich spricht man von protrahiertem Entzug (Entzugssyndrom) erst nach null.

Dennoch kann man natürlich während des Reduktionsprozesses bereits Entzugssymptome haben (die u. U. auch länger andauern können).
Ist es ein muss dass das erlebt wird? Es ist schwer vorstellbar dass nach der ganzen Prozedur von Absetzen noch mal so etwas auf einen zukommt...
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Samstag, 22.09.18, 20:36

Hallo Sportler,

nix Muss. :) Der Sinn des langsamen, an die individuellen Möglichkeiten des Körpers angepassten Ausschleichens ist ja gerade, ein protrahiertes Entzugssyndrom zu verhindern.

Wenn man beim Reduzieren zu forsch vorgeht und den Körper ständig überfordert, steigert man das Risiko, nach null einen prolongierten Entzug zu erleiden.

Es kann auch bei vorsichtigem Ausschleichen nach null noch zu Symptomen kommen. Doch je langsamer man reduziert und dem Körper bereits vor null genug Zeit zur stufenweisen Anpassung gibt, desto milder und kürzer sollten diese Symptome ausfallen. (Immer vorausgesetzt, extreme, evtl. lebensbedrohliche NW zwingen einen nicht zu einem schnelleren Vorgehen.)

Liebe Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Mittwoch, 03.10.18, 21:47

Kann es sein das es für einen PP Konsumenten schwieriger ist Achtsam zu sein als für einen "gesunden" ?
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 04.10.18, 22:38

hallo Sportler, :)

PP wirken ja auch auf das Bewusstsein ein, die meisten dämpfen es, einige pushen zusätzlich auf.
Sowohl Dämpfung als auch Unruhe sind für Achtsamkeit ein Hindernis.

Je klarer das Bewusstsein ist, umso achtsamer kann man sein.

liebe Grüsse,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 06.10.18, 18:45

Können Wellen wenige Stunden oder sogar Minuten anhalten oder sind das dann keine ,,Wellen‘‘ ??

Entschuldigt meine vielen Fragen
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Sonntag, 07.10.18, 0:03

Hallo Sportler,

lieber viel fragen und Klarheit haben, als sich in zermürbenden Gedankenspielen zu verlieren. :)

"Wellen" und "Fenster" sind ja nicht fest definiert. Die Begriffe haben sich über die Jahre in Betroffenengruppen etabliert, um symptomärmere und symptomreichere Zeiten zu kennzeichnen. Wie lange einzelne Phasen dauern, ist dabei nicht festgelegt. Es geht mehr darum, mit diesen Begriffen das entzugstypische Auf-und-ab zu beschreiben bzw. darzulegen, dass die Verläufe nicht linear sind.

So kann ein Fenster bspw. einige Minuten oder gar Sekunden dauern oder auch Monate. Und bei den Wellen genauso. Ist völlig individuell und kann sich im Laufe des Entzugs für den Einzelnen auch ändern.

Liebe Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Sonntag, 07.10.18, 19:54

Ist es normal das nach 2-3 Wochen mit typischen Absetzsymptomen die eigentlich schwere Phase kommt? Eine Zeit in der man sich fühlt wie früher als man beim Psychologen um Medikamente gebeten hat weil man es sonst nicht packt... Eine Zeit in der man die Hoffnung verliert und glaubt man kann nicht ohne PP... eine Zeit die sich schlimmer anfühlt als die Absetzphase... :cry:
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Montag, 08.10.18, 18:27

Hallo Sportler,

ich sag mal, die "Muster" beim Reduzieren sind individuell unterschiedlich. Bei dem einen kommen die Symptome relativ zeitnah, bei anderen mit etwas Verzögerung nach einem Schritt.

Es ist auf jeden Fall überhaupt nicht ungewöhnlich, was Du beschreibst.

Es kann auch eine Zeitlang so sein wie bei Dir und sich irgendwann wieder ändern. Habe das auch schon erlebt.

Das ist auch ein großes Problem im Entzug, dass man sich im Grunde auf nichts verlassen kann und sich Muster und Symptome jederzeit ändern können. Also nicht wundern, falls das passiert.

Wenn es so extrem ist, wie Du schilderst, kann man eigentlich nur die Intervalle verlängern bzw. kleinschrittiger reduzieren, um das Nervensystem zu entlasten. Denn es ständig in die Knie zu zwingen, tut auf Dauer alles andere als gut.

Man kann zwar häufig nicht ganz symptomfrei reduzieren, man sollte aber versuchen, die Schritte so zu wählen, dass das ZNS einigermaßen damit zurechtkommt. Das ist ja der Sinn des stufenweisen Absetzens.

Liebe Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Montag, 08.10.18, 18:40

hallo Sportler, :)

ja, das kommt vor.
Das kann ein Hinweis darauf sein, dass der letzte Reduktionsschritt zu gross war.

Gute Besserung.

liebe Grüsse,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Sonntag, 14.10.18, 9:41

Hallo zusammen,

5 Wochen nach der Reduktion von 8,3 auf 7 geht es mir etwas besser. Der Schritt war eindeutig zu groß und ich würde ihn nicht mehr so wählen.

Jetzt wollte ich gerne Wissen ob man allgemein sagen kann dass eine Welle ein schlechter und ein Fenster ein guter Zeitpunkt ist um weiter abzusetzen?

Oder spielt das keine Rolle weil sowieso die nächste Phase kommt...

Außerdem würde ich gerne Wissen ob der große Aha Effekt erst bei 0 einsetzt? :?

Bisher habe ich nämlich nur die Müdigkeit hinter mir gelassen, alles andere ist wie vorher.

grüße Sportler
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Montag, 15.10.18, 22:40

hallo Sportler, :)

während einer Welle sollte man nicht absetzen, das wäre zuviel für das ZNS. Es wäre gut möglichst eine Woche stabil zu sein, vor einer weiteren Reduktion.
Außerdem würde ich gerne Wissen ob der große Aha Effekt erst bei 0 einsetzt? :?
Das ist ganz unterschiedlich. Manchen geht es schon im unteren Dosisbereich besser, manchen bei 0, manchen erst einige Zeit nach 0.

liebe Grüsse,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Samstag, 20.10.18, 23:06

Hallo da bin ich wieder und wieder ist es eine Frage :)

Gibt es eine Erklärung warum Schmerzen als Nebenwirkung nur bestimmte Körperteile betreffen?

Trifft es die Stellen am Körper die am schwächsten sind oder eine Vorbelastung haben?

Oder gibt es da kein Schema?

gruß Sportler
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Sonntag, 21.10.18, 17:49

Hallo Sportler,

eine Erklärung gibt es nicht wirklich. Ist ja auch kaum was erforscht zu dem Thema. Die Betroffenen sind im Grunde die Experten.

Was sich aus Betroffenenberichten ergibt, ist, dass sich entzugsbedingte Schmerzzustände zum einen an vorbelasteten Stellen zeigen, zum anderen allerdings auch an ganz anderen Körperteilen. Auch dazu lässt sich keine eindeutige Aussage treffen.

Da die Systeme, die medikamentös verändert wurden (etwa das serotonerge), solch eine zentrale Bedeutung für sämtliche Körperfunktionen haben, kann es im Prinzip wirklich von Kopf bis Fuß alles treffen. :shock:

Liebe Grüße
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