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Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Dienstag, 06.11.18, 19:16

hallo Sportler, :)

Stimmungsschwankungen auch stärkere sind im Entzug nicht selten. Es ist ein Entzugssymptom wie viele andere auch. Du brauchst keine Angst zu haben.

Den nächsten Reduktionsschritt kannst du kleiner nehmen, z.B.0,5 mg weniger.

Wie lange du brauchen wirst, kann man vorab nicht wissen. Du nimmst ja bereits seit 10 Jahren AD, da kann es sein, dass es mehrere Jahre braucht. Doch Hauptsache du kommst ans Ziel.

liebe Grüsse,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Donnerstag, 08.11.18, 13:09

Hallo zusammen,

ich habe mich ein wenig erholt seit ich auf 7,5 hoch bin, trotzdem geht es mir emotional sehr schlecht.

Ich habe noch Valium Tabletten von damals hier, darf ich davon etwas nehmen? Oder würdet ihr davon abraten?

Und was kann ich nehmen wenn ich psychisch sehr labil bin und den Alltag sehr schwer bewältigen kann?

grüße Sportler
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von sasch71 » Donnerstag, 08.11.18, 18:48

hallo

ja Muskelschmerzen kannte ich vor der Einnahme von Cipralex auch nicht.....
Jetzt 4 Monate auf Null habe ich Immer noch Nachts wenn ich aufstehe Wadenschmerzen ,Brustmuskelschmerzen und Schulterschmerzen.
Ich nehme Magnesium dadurch Besserung nun wollte ich das Magnesium auch Reduzieren wieder Muskelschmerzen und Herzstolpern.

Dies nur mal als Info
ja ich denke es kommt von den Tabletten da ich auch nicht der einzige bin der das hat.

lg
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 08.11.18, 19:02

hallo Sportler, :)

Ich habe noch Valium Tabletten von damals hier, darf ich davon etwas nehmen? Oder würdet ihr davon abraten?
Diazepam kann mal als Notfallmedkament nehmen. Aber es zu nehmen, weil es einem "emotional schlecht" geht ist sehr riskant. Was sollte das auch helfen? Es betäubt zwar etwas, aber was dann?

Absetzsymptome mit einem Benzo zu deckeln, ist nicht wirklich zielführend.

liebe Grüsse,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Donnerstag, 08.11.18, 19:20

Danke Padma,

ich erlebe momentan eindeutig die Symptome eine bipolaren Störung, ich hoffe das geht vorbei...

Habt ihr schonmal etwas davon gehört dass Paroxetin eine solche bleibende Störung hervorrufen kann?

Ich meine irgendwo etwas gelesen zu haben.. ich hoffe ich habe mich verlesen... :cry:
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Freitag, 09.11.18, 17:36

hallo Sportler, :)

hast du denn wirklich eine Manie?
Ansonsten wäre ich mit dieser Diagnose sehr zurückhaltend. Im Entzug können auch massive Stimmungsschwankungen auftreten. Auch eine hypomanische Phase kann auftreten, aber auch dann würde ich noch nicht von einer bipolaren Störung sprechen.

SSRI/SNRI können eine Manie auslösen. Ich kann nicht 100 % ausschliessen, dass sich daraus nicht im Einzelfall eine anhaltende bipolare Störung entwickeln könnte.
Aus den Berichten hier bei uns geht hervor, dass bei denen, die eine hypomanische Phase unter AD bekommen haben, dies nach dem Absetzen wieder weggegangen ist.

liebe Grüsse,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Freitag, 09.11.18, 17:40

Was ich sagen kann ist:

Ich lebe momentan in Phasen, in guten und schlechten

In guten bin ich Hoffnungsvoll, zuversichtlich, kann einigermaßen klar denken, habe keine Angst

In schlechten das Gegenteil

Das ganze Mehrmals pro Tag/Woche
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Freitag, 09.11.18, 17:43

hallo Sportler, :)

das hört sich für mich nach im Entzug völlig normalen Stimmungsschwankungen an. Da brauchst du dir keine Sorgen machen.

liebe Grüsse,
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Freitag, 09.11.18, 19:59

Dann bin ich im protrahierten Entzug !??

Schonmal vorab vielen Dank Padma :)
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von carlotta » Freitag, 09.11.18, 23:12

Hallo Sportler,

wie ich oben schon mal geschrieben habe (meine ich zumindest), spricht man von protrahiertem Entzug eigentlich erst nach null bzw. wenn ein Entzug nach null noch sehr lange Zeit anhält.

Du steckst ja noch im Reduktionsprozess und hast damit schlicht und ergreifend Entzugssymptome (vermutlich von zu schnellem Reduzieren) und parallel evtl. NW. 7,5 mg sind ja nicht so wenig, da ist noch deutliche Wirkung auf die Neurochemie vorhanden.

Man geht nicht davon aus, dass Entzugssymptome bleibend sind, wobei sie eben u. U. sehr lange anhalten können.

Ich selbst kenne die von Dir beschriebenen Stimmungswechsel seit dem Entzug sehr gut. Unter SNRI hatte ich übrigens tatsächlich (hypo-)manische Phasen (allerdings wesentlich deutlicher ausgeprägt als bei Dir, da würde ich sie eher als "normales" Empfinden sehen), nach dem Absetzen waren die verschwunden.

Versuch, Dich nicht so sehr darüber zu sorgen, gönn Dir eine Stabilisierungsphase und setz dann ganz behutsam weiter ab. Jegliche Aufregung heizt die Stresshormone an und die puschen das ohnehin angeheizte System immer weiter. Das sollte man zumindest versuchen zu unterbrechen. Ich weiß, oft nicht einfach. Man kann nur dran arbeiten.

Liebe Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Freitag, 09.11.18, 23:17

Danke euch vielmals. Ich werde mich bestimmt bald wieder melden und berichten was die Gemütslage macht, bis dahin wünsche ich euch alles gute
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Mittwoch, 21.11.18, 6:17

Und da bin ich schon wieder; früher als ich dachte :)

Meine Stimmungsschwankungen haben sich etwas eingependelt und sind nicht so stark wie vorher...

Was mich aber zur Zeit brennend interessiert ist was ich tun soll wenn ich weiter absetze oder auch ohne Absetzen Depressionen (Grunderkrankung) bekomme und vielleicht in der Klinik lande?

Ist ein fliegender Wechsel zu einem anderen Medikament empfehlenswert oder doch lieber Paroxetin hochdosieren? Ich habe jetzt schon viele Monate reduziert und weis nicht ob das Medikament noch greifen würde, aber eher Nein.

Ich würde alles in der Welt tun um frei von den Medikamenten weg zu kommen aber ich weis auch leider wie sich Depressionen anfühlen !!! Nämlich so schlimm das man alles in der Welt tun würde damit es vorbeigeht !!! :(

Deshalb möchte ich nur vorab einige Infos von euch falls es dazu kommen sollte...

Würde mich über ein paar Ratschläge freuen

Grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 21.11.18, 6:44

Hallo Sportler!

Vielleicht wirst du in der Rubrik Alternativen zu Paychopharmaka fündig?

Grüße, Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Donnerstag, 22.11.18, 8:11

Hallo Murmeline, danke ich werde mich dort reinlesen

Seit ich das erste mal im Jugendalter Depressionen hatte, habe ich schon 4 volle Psychotherapien gemacht und sehr viel gelernt.

Manchmal denke ich, ich könnte anderen beibringen wie man ein gesundes Leben führt. Leider überkommen mich die Depressionen ohne Vorzeichen. Einfach so. Das war schon vor 10 Jahren so und ist bis heute nicht anders geworden.

Außer mit den PP aber die haben halt nach den Jahren auch ihre Spuren hinterlassen was auch der Grund ist dass ich jetzt hier bin.

In dem Maße in dem ich profitiert habe vom absetzen habe ich auch "nicht profitiert" indem meine Depressionen wieder hochkommen. Wie ich vor ein paar Wochen schon erwähnt habe sind die körperlichen Symptome die beim absetzen entstehen ein Kinderspiel :lol: im Vergleich zu dem emotionalen was danach folgt...

Seit ich absetze:

ist meine Müdigkeit besser geworden
hat sich der Appetit normalisiert
spüre ich deutlich mehr
presse ich weniger mit den Zähnen nachts
sind meine Schmerzen in den Beinen weniger geworden
und noch so einiges

aber

Depressionen sind schlimmer als alles was da oben steht :cry:

Einem depressiven kannst du erzählen und geben was du willst, seine Kinder, seine Frau, sein Haus, sein Wohlstand, sein aussehen, sein Urlaub seine Religion interessieren nicht und können auch nicht helfen.

Aber ich will hier nicht rumheulen sondern fragen ob genau diese depressiven Phasen die genannten Wellen sind von den man spricht?

liebe grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Lana19 » Donnerstag, 22.11.18, 9:45

Hallo Sportler,

ich denke, das was du durchmachst ist ein Großteil dem Entzug geschuldet. Grade auch die Depressiven Phasen! Versuche Geduld zu haben, so schwer es ist...

Ich kann aus meiner Erfahrung mit Paroxetin sagen, das es erst besser wird, wenn du so auf 2 mg bist, leider....ich habe ja selbst noch ein ganzes Jahr gebraucht um von 5 auf 0 zu kommen.
Aber ich kann dir auch sagen, dass es sich auf alle Fälle lohnt abzusetzen, es zu schaffen, durchzuhalten. Ich weiß welchen Kampf du durchleidest, aber wirklich, es wird besser. Jetzt, wo ich ein gutes Jahr nach 0 bin hat sich noch Vieles verändert. Klar habe ich immer noch depressive Phasen, aber es wird anders. Ich weiß sie gehen wieder und vor allem kann ich sie besser annehmen, besser damit umgehen.
Versuche rauszufinden was dir in dem Moment gibt tut, und wenn es einfach nur laufen ist, spazieren, raus an Licht und Luft. Mehr muss es ja gar nicht sein.

Alles Gute
Lana
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Donnerstag, 22.11.18, 10:07

Hallo Lana danke für die aufmunterung, hattest du auch mal Phasen wo du mehrere Monaten nicht absetzen konntest?
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Lana19 » Donnerstag, 22.11.18, 19:54

Hallo sportler,

mir war es immer wichtig weiter zu reduzieren. Lieber öfter in winzigen Mengen als weniger in größeren schritten. Ich habe das für meinen Kopf gebraucht, damit ich das Gefühl hatte nicht still zu stehen.
Es war zeitweise die Hölle, aber ich bin bis auf einmal nicht wieder hoch mit der Dosis.
Es hätte nichts geändert. Durch die Hölle müsste ich durch. Aber das ist meine eigene Erfahrung. Wie du es machst musst du für sich entscheiden. Höre auf dein Bauchgefühl.
Wenn es dir guttut eine Minimenge runter zu gehen tue es. Wenn du dich erst vollständig stabilisieren willst dann warte ab.

Meine Erfahrung im Nachhinein ist, ich konnte mich unter dem reduzieren nie so sehr stabilisieren wie es nach null und der Zeit danach gekommen ist.
Ich habe dann weiter gemacht wenn es aushaltbar war

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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Mittwoch, 28.11.18, 8:44

Hallooo ich wollte fragen wie ich einen Text aus einem anderen Thema hier einfügen kann aber nicht nur kopieren sondern das er in so einem Rahmen erscheint wie man es oft hier sieht?

grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von Sportler » Mittwoch, 28.11.18, 8:59

Entzugssymptome kann man anhand des zeitlichen Zusammenhangs mit dem Absetzen (auch zeitverzögert), der Art der Symptome, und gegebenenfalls anhand des Ansprechens auf eine Wiedereindosierung erkennen.

Zeitlicher Zusammenhang:

Entzugssymptome treten zumeist innerhalb von 3 - 6 Monaten nach dem Absetzen auf. Sie können jedoch auch noch später erstmalig auftreten.

Wenn man vor dem Absetzen stabil war und dann innerhalb eines Jahres nach dem Absetzen Symptome bekommt, kann man davon ausgehen, dass es sich um Entzugssymptome handelt.
In Einzelfällen können Entzugssymptome auch erst Jahre nach dem Absetzen auftreten.
Habs gefunden!! Was mich an diesem Text irritiert sind die 3-6 Monate. Woher kommt denn die Zeitspanne wieder her?

Ist damit der Zustand nach 0 gemeint oder wenn man zu schnell absetzt? Wenn Nein dann sind Absetzpausen von mehreren Monaten nicht sinnvoll :?

grüße
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Re: Sportler: Paroxetin & Muskelschmerzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 29.11.18, 14:02

hallo Sportler, :)

es geht um das Auftreten von Entzugssymptomen nach dem kompletten Absetzen.

Der Zeitrahmen ist ein Erfahrungswert. Es geht bei dem Abschnitt darum zu erläutern, dass Entzugssymptome auch deutlich zeitverzögert auftreten können. Ärzte wissen das zumeist nicht und sagen dann, es sei die Grunderkrankung.

Wenn du zitierst wäre es gut, den link zu dem Orginal einzufügen. (Blattsymbol in der Zeile unterhalb des Titels, links, kopieren)

liebe Grüsse,
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