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Einhorn123: Runterdosieren Escitalopram NW

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Jamie
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 21.03.18, 18:53

Hallo Einhorn :),
Ich habe im Dezember Escitalopram abgesetzt und leide immer noch unter den genannten Nebenwirkungen. Da ich jetzt seit 3 Monaten schon auf 0 bin stellt sich die Frage ob ich nochmal eine minimale Eindosierung versuchen könnten oder ob es dafür schon zu spät ist??? Wenn ich doch noch versuchen könnten mit welcher Dosis sollte ich es versuchen? Hab ich noch Hoffnung auf Glück, dass es klappen könnte?
hat sich denn überhaupt nichts gebessert oder verändert?
Wirkt es auf dich so, als ob der Zustand chronifiziert ist?

Ich denke es ist trial and error mit einer Wiedereinnahme nach so langer Zeit, vorher wären die Erfolgsaussichten zugegebenermaßen besser gewesen.
Es käme schlichtweg auf den Versuch an, ob es noch mal Linderung verschafft oder nicht.
Im Prinzip darf man immer hoffen, dass es noch mal klappt.
Nur versprechen können wir hier nichts :roll:.

Ich würde keinesfalls höher als mit 0,25mg Escitalopram starten.
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Viele Grüße
Jamie
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Einhorn123
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Einhorn123 » Mittwoch, 21.03.18, 19:10

Hallo Jamie,

Danke für deine Antwort. Es gibt besser und schlechtere Tage aber habe jetzt seit einer Woche eine echt schlechte Phase und dadurch die Angst entwickelt das mein Tinnitus nie aufhören wird. Aber es ist doch richtig das alles heilt und irgendwann wieder normal wird? Oder werde ich mein Leben lang unter den folgen des absetzten leiden?

Ganz liebe Grüße,
Einhorn
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Einhorn123 » Donnerstag, 22.03.18, 11:15

Hallo zusammen,
also ich habe mir mal etwas Zeit genommen um etwas genauer über meinen Verlauf zu erzählen. Ich wurde ja im Oktober extrem schnell runtergestuft. Seitdem habe ich ja mit einigen Nebenwirkungen zu kämpfen. Im Dezember habe ich auf 0 reduziert. Die ersten paar Tage hatte ich mit extremer Unruhe und so zu kämpfen. Nun bin ich seit drei Monaten auf null. Ich hatte in den vergangenen Wochen auch einige Fenster in denen es mir gut ging. Die letzten 1-2 Wochen geht es mir leider nicht so gut da ich extreme Unruhe habe, ab und zu Herzrasen, Ängste die kurz vor Panik stehen und natürlich die dauerhaft bestehenden Beschwerden wie Tinitus. Jeden Tag quäle ich mich zur Arbeit und hoffe das es am nächsten Tag besser wird. Hat mein Entzug jetzt erst richtig begonnen oder ist es nur eine Welle die mich gerade erwischt hat?
Muss ich damit rechnen, dass es jetzt 1-2 Jahre so weitergeht bis mein ZNS geheilt ist?

Danke für eure Mühen!
Liebe Grüße Einhorn
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von padma » Donnerstag, 22.03.18, 22:44

hallo Einhorn, :)
Hat mein Entzug jetzt erst richtig begonnen oder ist es nur eine Welle die mich gerade erwischt hat?
Im Entzug bist du seit dem schnellen Reduzieren. Ich würde das jetzt eine Welle nennen.
Es ist jedoch nicht so ungewöhnlich, dass nach 3 Monaten die Entzugssymptome stärker werden.
Muss ich damit rechnen, dass es jetzt 1-2 Jahre so weitergeht bis mein ZNS geheilt ist
Das will ich nicht hoffen. Entzugsverläufe lassen sich jedoch nicht vorher sagen, möglich ist immer alles.
Aber es ist doch richtig das alles heilt und irgendwann wieder normal wird? Oder werde ich mein Leben lang unter den folgen des absetzten leiden?
Ja, das ZNS heilt wieder. Dass im Einzelfall etwas zurück bleibt, wie z.B. eine besondere Sensibilität auf Trigger, kann man nicht völlig ausschliessen.

Da du bereits Fenster hattest, bin ich mir unsicher, mit einer Wiedereindosierung. Falls du es versuchen möchtest, würde ich, wie Jamie :) schreibt, es mit höchstens 0,25 mg versuchen, eher noch weniger.

liebe Grüsse,
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Einhorn123 » Freitag, 23.03.18, 15:47

Danke für deine Liebe Antwort.
Kann es auch sein, dass diese Nebenwirkungen auch von dem Mirtazapin kommen? Ich nehme ja noch jeden Abend 15mg und der Tinnitus ist erst seit der Einnahme von dem Mirtazapin so laut. Vorher war er zwar schon da aber nicht so extrem und nur morgens. Dieses Herzrasen und gerade diese Angst am Morgen ist typisch für Mirtazapin wenn ich das richtig gelesen habe. Sollte ich vielleicht anfangen auch dieses langsam runterzudosieren? Auch das schlafen ist nicht mehr so gegeben wie am Anfang der Einnahme.

Danke und liebe Grüße,
Einhorn
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von padma » Montag, 26.03.18, 18:15

hallo Einhorn, :)
Kann es auch sein, dass diese Nebenwirkungen auch von dem Mirtazapin kommen?
Es kann eine Kombination aus beidem sein. Nebenwirkungen und Absetzsymptome können dieselben sein. Ich denke aber schon, dass der Escitalopramentzug da eine wichtige Rolle spielt.
der Tinnitus ist erst seit der Einnahme von dem Mirtazapin so laut
Ja, aber da hattest du ja gerade auch deutlich reduziert.

Dass du zwischendurch Fenster hat, spricht auch mehr für Absetzsymptome.

Ich würde aktuell am Mirtazapin noch nichts ändern.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Einhorn123 » Mittwoch, 28.03.18, 10:02

Hallo Padma,

Vielen Dank für deine Antwort.
Ja ich habe Fenster gehabt in denen alle Entzugssypthome weg waren außer der Tinnitus. Momentan scheine ich in einer Welle zu hängen und versuche positiv zu sein. Ist aber garnicht so leicht. Mal klappt es besser und mal weniger besser. Meinem Gefühl her zu urteilen gibt es aber bereits Phasen in denen mein Tinnitus nicht ganz so laut ist. Das ist auch immer der Fall, wenn ich mich ein wenig besser fühle. Das ist schon erschreckend was zwei Monate Escitalopram mit meinem Kopf gemacht haben. Ich hoffe einfach das es schnell vorbeigeht. Nur dann muss ich anfangen Mirtazapin abzusetzen, was mir jetzt schon Angst macht. Dieses werde ich aufjedenfall mit viel Vorsicht und langsamen reduzieren absetzten um dieses Ausmaß zu verhindern.

Ganz liebe Grüße,
Einhorn
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Ululu 69 » Mittwoch, 28.03.18, 14:43

Hallo Einhorn,

Angst ist leider oft ein schlechter Berater, man gerät dann leicht in eine negative Erwartungshaltung, das sind schlechte Voraussetzungen.

Ich würde noch etwas warten, bis es sich richtig anfühlt, mit dem Absetzen zu beginnen.
Wenn du das langsam und vorsichtig angehst, wird es sicher gelingen.

LG Ute
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Einhorn123 » Mittwoch, 04.04.18, 10:04

Hallo meine Lieben,
ich melde mich mal wieder. Also die letzten Tage geht es mir langsam etwas besser. Aber mein Tinnitus nervt unheimlich. Ich habe das Gefühl der ist von dem einen Ohr zum anderen Ohr übergegangen. Kann das sein? Ist das ein Zeichen für ein heilprozess? Ich habe nochmal darüber nachgedacht und werde mit dem absetzten von Mirtazapin noch etwas warten. Kann ich trotz der Einnahme merken wann der Entzug vorbei ist? Oder wird dieser erst nach dem absetzten von Mirtazapin vorbei gehen?

Liebe Grüße,
Einhorn
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 04.04.18, 10:16

Hallo Einhorn,

also es ist sehr schwer zu beurteilen, was mit deinem Tinnitus ist.
Du weißt sicher, dass er bei vielen Menschen auch "einfach so" kommt und auch nicht mehr richtig verschwindet. Oft gibt es eine stressbedinge Komponente, aber letzten Endes weiß man bis heute nicht, wieso er kommt, wie er überhaupt entsteht und wie man ihn therapieren könnte.

Sollte es ein absetzinduziertes Symptom sein, so stehen die Chancen ganz gut, dass er vielleicht auch wieder verschwindet. Dann würde ich das Wechseln des Ohrs auch als Modifikation im Gehirn betrachten und dass da gerade was passiert / das Gehirn am Rumarbeiten ist. Es könnte Zeichen eines Heilungsprozesses sein, aber es könnte natürlich auch sein, dass der Tinnitus sich nun schlichtweg das andere Ohr als "Wirkstätte" ausgesucht hat :wacko:

Manche Leute merken, dass ein Entzug sich verändert, weil die Symptome abklingen oder sich bessern.
Aber gerade bei so eher unspezifischen Sachen wie ein Tinnitus, der sowieso irgendwie willkürlich auf einen wirkt, ist es schwer, daraus was abzuleiten.

Ich würde definitiv noch zuwarten mit dem Mirtazapin. Du wirst ja mit dem Absetzen des Mirtazapins in einen neuen Entzug kommen (und hast jetzt noch den Entzug vom Escitalopram an der Backe), aber idealerweise in einen, den du kaum bemerkst.
Das ist ja Sinn und Hoffnung des langsamen Ausschleichens. Dass man so sachte zum ZNS ist, dass dieses nicht so gereizt ist, sich schön umbauen kann und dabei der Körper nicht so belastet wird.
Deinen Mirtazapinentzug wirst du aber erst einschätzen können, wenn du wirklich begonnen hast.

Manche Menschen können alle AD nur elend quälend absetzen, bei manchen geht ein AD "ganz gut" und ein anderes wiederum macht riesen Probleme und andere merken glücklicherweise fast gar nix und haben auch nicht so Probleme wie wir hier im Forum.
Leider weiß man das im Vornherein nicht, deswegen kommt es am Ende auf den Versuch an und was man selber dafür tun kann ist, sich zu informieren und wirklich langsam machen, auch wenn es ein paar Jahre dauert.

Grüße und schönen Wochenmitte-Tag
Jamie
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Einhorn123 » Mittwoch, 04.04.18, 11:38

Hallo Jamie,

Danke für deine Antwort.
Ja ich weiß das Tinnitus auch so entstehen kann aber meiner hat erst einige Tage nach dem runterdosieren begonnen und das wäre ja schon ein großer Zufall wenn ich genau dann einen Tinnitus entwickel oder?
Ich weiß aufjedenfall das er die ersten 3 Monate nach dem runterdosieren noch lauter war als jetzt. Er hat seine Frequenz schon des Öfteren verändert und hat manchmal Töne die für mich keinen normalen Tinnitus ausmachen. Kann diese Töne nicht mal richtig beschreiben. Außerdem merke ich sobald es mir besser geht das es auch meinem Tinnitus besser geht. Ich weiß nicht ob ich mich dadrin verrenne, vielleicht wünsche ich mir auch zu sehr das er wieder verschwindet. Aber solange noch die anderen Nebenwirkungen da sind gebe ich die Hoffnung nicht auf. Es gibt einige Menschen bei denen dieser auch nach längerer Zeit wieder verschwunden ist. Ich merke auch oft das ich so im Kiefer verkrampft bin seit dem absetzten. Vielleicht hängt dies auch miteinander zusammen. Kann man dagegen etwas machen?

Liebe Grüße,
Einhorn
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von padma » Freitag, 06.04.18, 13:42

hallo Einhorn, :)

zu Kieferverspannungen haben wir hier einen thread viewtopic.php?f=57&t=13081

Dass dein Tinnitus leiser geworden ist, sehe ich als gutes Zeichen. Und auch der zeitliche Zusammenhang mit dem Reduzieren, macht wirklich Hoffnung, dass er reversibel ist.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von lakeSonne1 » Freitag, 06.04.18, 17:33

hi,

ich hatte auch massiven Tinitus als ich zu schnell mit dem Citalopram runter bin.
Da ich aber noch diverse andere, belastendere, Baustellen (Schwindel, Gangunsicherheit, Erschöfung, Herzrhythmusstörungen etc..) hatte, hab ich ihn so hingenommen und ignoriert so gut es ging.
Er ging dann auch wieder weg.

Gruß,
lake.
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
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2017:
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2018:
2.1.18: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.18: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.18: 8,8mg Cita
9.6.18: 8,7mg Cita
15.6.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 25 (von ehemals 50)
20.6.18: 8,6mg Cita
16.7.18: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 0
17.7.18: 8,5mg Cita: wegen Thyronajod absetzten nur langsames, vorsichtiges Absetzten des Cita. Will Körper nicht überfordern
23.7.18 8,4mg Cita
9.8.18 8,3mg Cita
14.8.18: 8,2mg Cita
26.8.18: 8,1mg Cita
16.9.18: 8,0mg Cita
23.9.18: 7,9mg Cita
13.10.18: 7,7mg Cita

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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Einhorn123 » Donnerstag, 16.08.18, 15:41

Hallo zusammen,

ich habe mich lange nicht gemeldet. Mir geht es einigermaßen gut bis auf meinen Tinnitus und ab und an ein paar Symptome. Ob er jemals wieder weggehen wird weiß ich nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. An manchen Tagen ist er wirklich sehr leiste und belastet mich kaum. Ich versuche mich immer mehr mit ihm anzufreunden. Leider nehme ich ja immer noch 15mg Mirtazapin und so langsam stellt sich die Frage, ob nicht einige Nebenwirkungen auch davon kommen. Evtl auch der Tinnitus ? Hat jemand dazu Erfahrungen? Und würde er dann nach dem Absetzen verschwinden? Man weiß es leider nicht, da ich kurz nach dem runterdosieren von dem Escitalopram das Mirtazapin angefangen habe zu nehmen. Ich möchte jetzt langsam anfangen das Mirtazapin runterzudosieren. Natürlich langsam, um die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Ich wollte von 15mg auf 13,5mg also um 1,5mg reduzieren ist das angemessen?

Danke für euer Bemühen!!!

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- 15.09.17 15mg Escitalopram
- 23.09.17 20mg Escitalopram
- ab da an unzählige Nebenwirkungen:
Nasennebenhöhlenentzündung, Sehstörungen, Kribbeln in den Armen, körperliche Tics, Tinitus, Unruhe, Schlafstörung, Übelkeit, Erbrechen
- 05.10.2017 Antibotikum gegen Sinuitis
- 15.10.2017 runterdosieren von Escitalopram auf 15mg
- 18.10.2017 runterdosieren von escitalopram auf 10mg
- 25.10.2017 runterdosieren von Escitalopram auf 5mg
- 27.10.2017 Eindosierung von 15 mg Mirtazapin
- 15.11.2017 Entlassung aus der Klinik
- 26.12.2017 runterdosierung auf 0 Escitalopram
Weiterhin 15mg Mirtazapin
- gebliebene Nebenwirkungen: gelegentlich körperliche Tics, Tinitus, Angst

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Re: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 16.08.18, 19:35

Hallo Einhorn,

es gibt durchaus Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen AD Einnahme und dem Entstehen eines Tinnitus.

Hier aus der Apotheken Umschau.

Tinnitus ist möglich bei Medikamenten zur Behandlung von Depressionen, insbesondere bei trizyklischen Antidepressiva

Wir haben hier auch einen Thread von und für Tinnitus Geplagte.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=57&t=12189

LG Ute
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Re: Einhorn123: Runterdosieren Escitalopram NW

Beitrag von padma » Freitag, 17.08.18, 12:03

hallo Einhorn, :)
Ich möchte jetzt langsam anfangen das Mirtazapin runterzudosieren. Natürlich langsam, um die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten. Ich wollte von 15mg auf 13,5mg also um 1,5mg reduzieren ist das angemessen?
Ja, das ist als erster Schritt angemessen.
Der Entzug von Escitalopram ist jetzt 8 Monate her, ich denke auch, dass du jetzt mit Mirtazapin reduzieren beginnen kannst.

liebe Grüsse,
padma
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Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


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