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LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Jofab » Sonntag, 29.07.18, 7:40

Liebe Lena, :)

möchte dir ein paar liebe Grüsse dalassen.
Mir tut es auch leid, dass es dich wieder so schlimm erwischt hat.

Leider hast du recht - es gibt kein Mittelchen, was wirklich helfen könnte.
Nur warten und warten und warten....

Neid kenne ich jetzt auch sehr gut. Ich muss mich manchmal sehr zusammenreissen, keine bitteren
Bemerkungen zu machen auf Sätze wie "ach ist das Wetter nicht wunderbar" oder selbst "einen schönen Tag noch"

Wünsche dir trotzdem einen erträglichen Tag.

Alles Liebe
Ilse
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Muryell » Sonntag, 29.07.18, 8:38

Liebe Lena,

ich hoffe, diese Welle zieht schnell vorbei.
Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie viel Leid die PP verursachen können.

Ich wünsche Dir viel Kraft und gute Besserung.

Muryell
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 08.08.18, 13:05

Hallo liebe Lena,

wollte mal fragen wies dir geht. Tut mir sehr leid, dass es dich wieder mit einer Welle erwischt hat.

Neid auf alle anderen, die ein scheinbar "sorgenfreies" normales Leben führen können kenne ich auch nur zu gut. Einfach mal einen Monat keinen einzigen Gedanken an Symptome, Ängste oder Entzug verschwenden müssen.. wäre das schön.

Mir geht es bei den Symptomen wie dir - man weiß eigentlich eh genau, dass man nur irgendwelche Diagnosen und Medikamente bekommt, damit das Kind einen Namen hat. Geholfen wird einem kaum, daher spar ich mir das auch lieber und sitze es aus. Und naja - es wird ja auch tatsächlich immer wieder besser, auch wenn es in einer Welle so gar nicht danach aussehen mag.

Halte durch und bleibe positiv. Du bist so stark und von Anfang an mit deiner positiven Art aufgefallen <3 auch diese Welle geht vorbei ;-)

Ich denk viel an dich.

Liebe Grüße
Anna :hug:
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 09.08.18, 15:03

EIN JAHR ENTZUG nach Null GESCHAFFT! :party2:

Heute vor einem Jahr war mein erster Tag ohne AD!

Wenn ich auf dieses absolute Horrorjahr zurückblicke … möchte ich es einfach nur vergessen. Dennoch sehe ich Fortschritt, wenn ich Vergleiche ziehe. Es wird definitiv besser, ich bin auf einem guten Weg. Ich habe mein Ziel, auch in größter Verzweiflung keine Antidepressiva mehr anzurühren und auch keine anderen Psychopharmaka, eingehalten. Ich habe alle Medikamente vermieden, die ich vermeiden konnte und ernähre mich sehr gesund, bewusst und histaminarm.

Die Monate 5-8 waren mit Abstand die schlimmsten, das kann ich nicht in Worte fassen. Mein Körper hat mich gefoltert, mein Kopf mir Wahn vorgespielt. Mein Nervenkostüm war so dünn, dass es bei jedem Benachrichtigungston des Handys riss. Es war richtig "nackt" :shock:
Ich war so überreizt, dass ich mit Sonnenbrille herumlaufen musste und nicht einmal für 2 Minuten ein Telefonat führen konnte. Den Fernseher musste ich häufig auf stumm oder gänzlich ausschalten. Ich habe 99,9% der Zeit in der Wohnung verbracht.
Wenn ich das vergleiche, hat sich so vieles verbessert. Ich hatte am Wochenende zum zweiten Mal eine Freundin zu Besuch, die auch hier geschlafen hat, und ich konnte mich ganze Tage unterhalten und das wegstecken, auch wenn mich alle paar Stunden eine fast tödliche Müdigkeit überkam, die eine Überreizung anzeigte. Aber: Ich habe mich immer wieder (recht schnell) davon erholt.

Ich bin mittlerweile nach über 6 Monaten die ersten Male wieder Auto gefahren und war manchmal draußen, war einkaufen und spazieren. Diese ständigen Angstzustände und Panikattacken vom Beginn, die ich immer bei Überforderung (also Überreizung) bekam - zB im Supermarkt wegen der vielen optischen Reize oder der vielen Menschen, oder auf der Straße wegen der vielen Fußgänger (Großstadt), sind nach 7-8 Monaten komplett abgeflaut. So gut wie nie mehr spüre ich diese furchtbare entzugsausgelöste Angst, schon gar nicht Panik. Was auch bedeutend weniger geworden ist, sind die "Kopfsymptome" - Schwindel, Brain Fog, Neben-mir-stehen, Verwirrtheit, Konzentrations- und Denkstörungen. Diese innere starke Getriebenheit und Unruhe, die ich monatelang fast pausenlos gespürt habe (eines der folterndsten Gefühle, die es gibt!!), ist mit kleinen Ausnahmen verschwunden und hat einer inneren Gelassenheit Platz gemacht.

Viel raus kann ich noch immer nicht, weil mein Nervensystem noch sehr angegriffen ist (auch in Fenstern) und nicht viel wegsteckt. An manchen Tagen geht es, an anderen kämpfe ich stark oder es ist gar nicht möglich.

In den Fenstern geht es mir wirklich schon zufriedenstellend und so viel besser als die meiste Zeit im Entzug. Wenn ich auch noch lange nicht dieselbe bin wie vorher. Ich bin oft noch schwach, habe einen wackligen Kreislauf und einen etwas wirren Kopf, neben anderen kleinen wechselnden Symptomen. Aber meine Energie reicht wieder, um den Haushalt recht locker zu bewältigen und zeitweise auch mehr (aussortieren, langsam auch Kisten packen für den Umzug).
In den Wellen geht es mir immer noch sehr übel. Dafür, dass schon ein ganzes Jahr vorbei ist, frustriert mich das oft noch ziemlich.

Da ich öfter erwähnt habe, dass ich definitiv Traumen aus dem Entzug davongetragen habe (allem voran aus Situationen, wo diese starke und lange Panik mich überschwemmt hat, bis ich dachte, ich drehe komplett durch, z.B. ganz zu Beginn des Entzugs mitten beim Auto fahren…), arbeite ich nun mit dem Buch von Klaus Bernhardt daran, dass sich das nicht im Denken festsetzt. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht wieder hinkriege, nachdem ich vorher schon in der Therapie meine Ängste so toll überwunden hatte! :sports:

Eigentlich war ich immer sehr positiv eingestellt, aber in letzter Zeit war ich, je näher die Jahresmarke rückte, zunehmend frustriert über meinen immer noch schlechten Zustand, besonders in Wellen. Sorry dafür… :?
Ich musste mich eine Zeitlang damit auseinandersetzen und an den Gedanken gewöhnen, dass es noch bedeutend länger dauern wird, bis ich wieder gesund bin. Realistisch betrachtet ist es ein jahrelanger langsamer Prozess, bis diese "Verletzung" im Gehirn geheilt ist, da bin ich wohl keine Ausnahme. Leider :D

Zum Glück haben mich viele sehr ermutigt und mich wieder sehen lassen, dass ich auf einem guten Weg bin, der Fortschritte zeigt. Danke dafür <3
Ein Jahr liegt hinter mir, und ich werde diesen Weg genauso weitergehen und auch weiterhin heilen, bis ich wieder gesund bin!
Ich glaube an die Selbstheilungskräfte des Körper und an die Neuroplastizität des Gehirns :sports:

LG Lena
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 09.08.18, 15:16

Liebe Lena,

ich feiere mit Dir das eine Jahr nach Null! :party2:

Auch wenn alles noch nicht so ist, wie man sich wünscht: Dein Bericht macht mir Mut!

Ich freue mich riesig mit Dir und drücke Dich ganz fest. :hug:

Liebe Grüße

Muryell
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 09.08.18, 15:17

Liebe Lena,
ich gratuliere dir, dass du jetzt 1 Jahr geschafft hast und freue mich sehr mit dir. :party2:
Ich glaube, das Schlimmste hast du hinter dir und es wird jetzt langsam immer besser !
Auch wenn noch Wellen kommen, weisst du, dass sie immer seltener werden.

Das muss ein schönes Gefühl sein.
Entschuldige, wenn ich im Moment nicht mehr schreibe.

Ganz liebe Grüsse :hug:
Ilse
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 09.08.18, 15:23

Danke :hug:
für eure lieben Glückwünsche! Nur ihr wisst und könnt nachvollziehen, wie wertvoll so ein Jahrestag ist, wie wertvoll so eine lange Zeit ist, die schon HINTER einem liegt. Und sowohl ich als auch ihr, wir alle werden zu unserer persönlich gegebenen Zeit erleben, dass wir wieder GESUND sind!!

LG Lena
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von gioia » Donnerstag, 09.08.18, 16:01

Liebe Lena :)

auch ich freue mich mit dir :D

Kann so vieles nachvollziehen was du geschrieben hast! All das Unfassbare, nicht in Worte Fassbare.
LenaLena hat geschrieben:
Donnerstag, 09.08.18, 15:03
Mein Nervenkostüm war so dünn, dass es bei jedem Benachrichtigungston des Handys riss. Es war richtig "nackt"
Ja das war bei mir genau so. So was KANN man nicht beschreiben :o
Mir geht's ähnlich im Moment, auch schwach und noch sehr dünne Nerven bei allem, aber kein Vergleich zu dem was hinter mir liegt.

Alles Gute weiterhin :)
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2 Monate Einnahme Escitalopram und MIrtazapin: bettlägrig, stromempfindungen, zittern, extreme Schwäche, Hitze im Körper, Ängste wie nie zuvor im Leben
Auch nach absetzen, über Monate zittrig und schwach
Im Herbst Pregabalin, nach 3 Monaten Einnahme: wieder bettlägrig, massives inneres und äußeres Zittern, extreme Schwäche, Gangstörungen, kaum mehr Morgenharn, Wasseransammlung im Gewebe, Krampfanfall, Atemnot , massiv verstärkte Ängste, massive Anspannung
Schnelles absetzen, massive Symptome über Monate, stromartige Spannung jeden Tag, Ängste, die ich vorher nie hatte, zittern wie bei Parkinson
2018: Auswirkung bis heute, war in meinem ganzen Leben noch nie so krank wie durch dieses Dreckszeug, Psychopharmaka

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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Raptorius » Donnerstag, 09.08.18, 16:54

Hallo LenaLena :)

Freut mich sehr für dich, dass das erste Entzugsjahr nun deiner Vergangenheit angehört. Auch wenn vielleicht noch ein paar Wellen kommen, kannst du bereits stolz an die kleinen positiven Veränderungen denken die du erreicht hast.

Die Neuroplastizität des Gehirns und die Selbstheilungskräfte des Körpers sind nichts, woran man glauben kann. Das Gehirn IST neuroplastisch und der Körper HEILT sich selber. Nur die Zeit und der Weg sind eben sehr unterschiedlich, aber ans Ziel kommen wir alle irgendwie.

Kämpfe tapfer weiter und alles Gute :wink:
Gruß Dominic
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Seit Februar 2018: Wirbelsäulenschmerzen, Muskelschmerzen, verspannte Muskeln, ständiges Knacken bei der Wirbelsäule, Bewegungseinschränkungen, Zuckungen, unwillkürliche Bewegungen, mir fallen Sachen aus den Händen, Gelenksschmerzen, kalte Hände, Nahrungsmittelunverträglichkeiten

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"Andy Dufresne, der durch einen Fluss aus Schei*e gekrochen war, um am anderen Ende wieder sauber rauszukommen."- Die Verurteilten

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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Donnerstag, 09.08.18, 17:14

Hallo Dominic :)
Danke!
Raptorius hat geschrieben:
Donnerstag, 09.08.18, 16:54
Die Neuroplastizität des Gehirns und die Selbstheilungskräfte des Körpers sind nichts, woran man glauben kann. Das Gehirn IST neuroplastisch und der Körper HEILT sich selber. Nur die Zeit und der Weg sind eben sehr unterschiedlich, aber ans Ziel kommen wir alle irgendwie.
Ja, das weiß ich schon, ich wollte damit eher ausdrücken, dass ich mir das auch im Kopf vergegenwärtige, im Sinne von Positiv denken. Es ist ja wissenschaftlich erwiesen, dass positives Denken die Heilung ankurbelt :)
Und umgekehrt, dass man durch Schwarzsehen und Hoffnungslosigkeit dem Körper Steine in den Weg legt.
Die Art des Denkens schüttet allein schon ganz unterschiedliche Botenstoffe aus. Ein magisches Werkzeug also ;)

Liebe Gioia, auch dir danke! :)
Diese geschädigten Nerven, wie es ist, damit zu leben, kann wirklich keiner nachvollziehen...

LG Lena
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Raptorius » Donnerstag, 09.08.18, 18:25

Hallo Lena :)

Ich weiß, wie es von dir gemeint war. Aber es gibt Momente im Entzug, da ist man nicht Herr über sein positives Denken und da ist es ein Balsam für die Seele, wenn man liest, dass das Hirn neuroplastisch IST und der Körper sich selbst HEILT, egal was man denkt. Ist eine Tatsache ;) So war das meinerseits gemeint.

Gruß Dominic
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Kaenguru70 » Dienstag, 14.08.18, 9:59

Liebe Lena :hug:

Könntest du mir etwas verlinken, wo ich mich über Glutamat besser informieren kann?
Das wäre total nett, recherchieren fällt mir gerade so schwer. :?

Liebe Grüße und dir alles Gute🍀
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Dienstag, 14.08.18, 16:40

Hey Sarah,

schau mal, hier hab ich mich damals eingelesen: https://www.vitaminexpress.org/de/gaba
Das ist zwar die Beschreibung und Wirkweise von Gaba, aber weiter unten findest du eine Überschrift "Gaba und Glutamat", wo du liest, wie die zusammenhängen und wirken (Glutamat ist ja auch was Körpereigenes, was normalerweise kein Problem ist bei einem gesunden Menschen). Beachte den letzten Satz mit dem unausgeglichenen System, das ist das, was meiner Meinung nach auf uns im Entzug zutrifft!

Ansonsten vermeide ich alles, wo Glutamat zugesetzt wurde, meist heißt es "Hefeextrakt" (Geschmacksverstärker). Die Lebensmittelhersteller dürfen dann sogar schreiben, dass es ohne künstliche Geschmacksverstärker hergestellt wurde, weil Hefeextrakt als natürlich gilt. Das betrifft das meiste Fertigessen, chinesisches Essen, Chips ... muss man einfach auf die Zutatenliste achten.

Und fülle eben das Ungleichgewicht bei Bedarf mit Gaba auf.

LG Lena
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Kaenguru70 » Mittwoch, 15.08.18, 12:16

LenaLena hat geschrieben:
Mittwoch, 15.08.18, 12:12
Hey Tigger,

Benzos wirken auf dieselben bzw ähnliche Systeme, werden aber zu AD wie Bonbons dazuverschrieben, auch für tägliche Einnahme ... ich persönlich sehe da ....

LG Lena
Hallo Lena,

Im Ernst? Ich dachte sie verschreiben die wenn überhaupt nur zum Einschleichen. :o :shock: :cry:

Gruß
Sarah
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 15.08.18, 12:25

Hey Sarah,

nein, ich kenne viele Menschen, die beides nehmen.
Meist waren die Benzos nur als "Bedarfsmedikation" gedacht gewesen, ob zum Einschleichen oder weil das AD eben nicht wirkt, aber wir wissen ja alle, wie das meist endet, Benzos haben ja ein sehr starkes Suchtpotenzial.
Bei anderen wurden die Benzos als Schlafmittel verschrieben, und das "antriebssteigernde" AD als Mittel zum Tag... was ich mittlerweile schon alles gelesen und gehört habe, füllt Bände.

Ob das so "gedacht" war, weiß ich nicht ... aber laut Handbuch der Psychiatrie sind ja auch Antidepressiva nur für den Gebrauch von einigen Wochen bis maximal 3 oder 6 Monate (hab es nicht mehr genau im Kopf) gedacht und empfohlen, das steht da heute noch so drin, und schau was daraus wurde ... schon seltsam, wenn die Dinger doch angeblich so gaar nicht abhängig machen. Aber wenn man sie absetzt, gehts einem schlecht. Also jahrelange und dann lebenslange Einnahme. Hm, tja. Soviel dazu.

LG Lena
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von padma » Mittwoch, 15.08.18, 13:56

liebe Lena, :)

ich würde die Beiträge zu GABA gerne abtrennen und dafür einen extra thread erstellen. Ist das für dich in Ordnung?

liebe Grüsse,
padma
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seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
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1.07.2018: 0,2 mg :schnecke:


Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.


Ich bin vorübergehend nicht im Forum aktiv und habe daher meine PN Funktion abgeschaltet. Bitte wendet euch aktuell bei Moderationsangelegenheiten an Murmeline oder Ululu 69

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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Mittwoch, 15.08.18, 16:16

Gerne, Padma :)

LG Lena
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von padma » Mittwoch, 15.08.18, 17:45

 ! Nachricht von: padma
die Beiträge zu GABA wurden abgetrennt und in einen eigenen thread verschoben:
https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 96#p264596

liebe Grüsse,
padma
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von Charlotte044 » Montag, 27.08.18, 15:17

Hallo Lena,
danke für deinen tollen Bericht! Ich hoffe es geht dir inzwischen besser. Ich bin selbst aus dem medizinischen Bereich, so dass die Leute sich nicht trauen, mich für komplett verrückt zu erklären, wenn ich meine Geschichte erzähle. Die Skepsis dahinter ist allerdings deutlich zu spüren, gerade Kollegen vermitteln mir das Gefühl, ich sei einfach etwas überlastet mit Kind und Job. Wie dem auch sei, ich finde deine Idee gut, mit diesen Themen mehr an die Öffentlichkeit zu gehen. Hier im Forum sind doch Menschen aus verschiedensten Berufen, vielleicht könnte man sich zusammen tun und mal über Ideen nachdenken, wie man an die Öffentlichkeit gehen kann.

Und eine weitere Frage habe ich noch: Welches Passionsblumen-Produkt hast du genommen? Ich leide nun seit einem halben Jahr an Entzugssymptomen und würde es gerne mal ausprobieren.

Alles Liebe!

Charlotte
März 2017: 150mg Opipramol wegen psychischer Krise mit Angst und Depressionen, gut vertragen und einigermaßen Linderung erfahren, zu leichtfertig abgesetzt
April 2017: 100mg Sertralin 1-0-0-0, bei Eindosierung starke Angst, Schlafstörungen, Missempfindungen und Herzklopfen dann zwei Monate euphorische Stimmung, allerdings immer wieder Zustände von Übererregtheit, Flush und Schwitzen am Morgen, Verwirrtheit, Zittern. Zuspitzung Juni 2017.
Juni 2017: Zusätzlich 100mg Quetiapin prolong 0-0-0-1, deutliche Linderung, allerdings ist Unruhe immer wieder durchgekommen, so dass aufdosiert wurde.
Juli 2017: 150mg Quetiapin prolong.
August 2017: 200mg Quetiapin prolong.
September 2017: Unruhe schlägt immer wieder durch, ich erkenne, dass dies Nebenwirkungen sind und setze Sertralin ab in 12,5mg Schritten. Nun starke Nebenwirkungen durch Quetiapin (Sedierung, Desorientiertheit, Depersonalisierung).
November 2017: Absetzen von Quetiapin innerhalb von 14 Tagen. Etwas Unruhe und brennende Wirbelsäule.
Dezember 2017: Sertralin auf 0mg.
Januar 2018: Schwindel, Desorientierheit, Gedächtnisstörungen, Kreislaufbeschwerden, erhöhter Puls.
Februar 2018: Zusätzlich ab nachmittags Muskelzuckungen, Schreckhaftigkeit, häufiges frühes Erwachsen mit Schwitzen, Flushs, Missemfindungen.
März 2018: Zusammenbruch mit ständigem Herzrasen, Angst, Depersonalisation, paradoxen Medikamentenreaktionen, Schlaflosigkeit. Wiedereindosieren von Quetiapin untretardiert 75mg 0-0-0-1, Schlaf wieder möglich, Linderung weiterer Symptome nach einigen Tagen. Umstieg auf 50mg Quetiapin prolong 18Uhr, 25mg Quetiapin unretardiert 21h
April 2018: Zurück auf 67,5mg unretardiert abends wegen Sedierung, 12,5mg morgens.
Juni-August 2018 In 3 Wochen-Schritten auf 25mg abends reduziert. Seitdem im Wechsel mit Unruhephasen auch verstärkt depressive und müde Stimmung, starke Konzentrationsprobleme.

LenaLena
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Re: LenaLena: Paroxetin, dann Escitalopram abgesetzt und Entzug

Beitrag von LenaLena » Montag, 27.08.18, 17:01

Hallo Charlotte :)

Mir gehts immer noch wechselhaft, mal gut, mal weniger .... die Wellen kommen leider immer noch, auch noch nach einem Jahr. Die Heilung wird wohl noch dauern. Ich bin längst noch nicht wieder die Alte, nicht annähernd ... aber es ist große Verbesserung da.

Ja, das merkt man schon, dass Leute aus dem medizinischen Bereich ernster genommen werden. Daher habe ich auch schon öfter gesagt, dass ich zB betroffenen Ärzten super dankbar bin, wenn sie an die Öffentlichkeit gehen und mal Tacheles reden. Sie werden einfach ernster genommen, wenn nicht von Kollegen, dann wenigstens von allen anderen.
(Wobei ich es doppelt verletztend finde, dass dir die Kollegen den Eindruck vermitteln, dass du ja nur überlastet mit deinem Leben seist...)

Oh, man könnte medial so viel tun! Aber man stößt immer wieder an verschiedene Grenzen, wie ich weiß. Oder man wird nicht ernst genommen und wird den Kampf müde, immer wieder betonen zu müssen, dass es eben NICHT wieder irgendeine Ursprungserkrankung ist ... als könnte man seinen eigenen Erfahrungen nicht trauen! Oder den Millionen Erfahrungen von anderen Nutzern dieser Medikamente ... Jeder von uns muss einfach den Mund aufmachen, abgesehen von der Öffentlichkeit dem Umfeld die Geschichte erzählen. Oder man tut sich eben für gewisse Dinge zusammen.
Es ist erschreckend, wie so ein Thema über so viele Jahrzehnte so komplett totgeschwiegen werden konnte! Nicht nur bei uns, sondern weltweit!


Passionsblume: Da ich in Österreich wohne, habe ich "Passedan" genommen. Das gibts aber glaube ich nur hier. Das Gute daran ist, dass auch andere Kräuterauszüge drin sind, so dass der Geschmack ganz gut ist.
Das Ähnlichste dazu in Deutschland ist Passiflora Curarina, das sind auch Tropfen!
Es gibt auch Dragees, aber die sind eher für die regelmäßige Einnahme gedacht - meine Tropfen habe ich ja als Bedarfsmittel benutzt (über die Mundschleimhaut einwirken lassen). Dann kommt die Wirkung ganz fix :)
Hoffe, ich konnte weiterhelfen :) Sonst frag gerne nach!

LG Lena
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JofabCharlotte044padma
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Zu rasches Reduzieren (5 Monate), Entzug auf Null seit August 2017

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