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jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Jofab
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 03.01.19, 12:57

Liebe Beate,

um Gottes Willen - ich hatte absolut
nicht das Gefühl, daß du verglichen hast oder
gar gewertet !

Es war nur mein eigenes Gefühl - wahrscheinlich
auch durch Neuroemotionen so verstärkt !

Es tröstet mich so, wenn du schreibst ! Und du hast recht - manchmal ist man dazu in der Lage und manchmal geht gar nichts !

Ich glaube, daß ich manchmal so schlecht schreiben kann, liegt auch an dem verrückt spielenden Alarmsystem.
Diese Unfähigkeit, Freude zu empfinden sondern immer nur negative Panikgedanken.
Das ist so blöd und hat sich erst im Laufe der Zeit entwickelt - am Anfang war es nicht so.
Deshalb bin ich so irritiert darüber.

Ich freue mich, daß es im Moment gerade ein bischen erträglicher ist für dich.
Ich hoffe sehr, daß es so bleibt.
Es ist ja so auch schon schlimm genug.

Fühl dich herzlich umarmt.

Alles Liebe
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 03.01.19, 17:22

Liebe Clarissa,
Clarissa hat geschrieben:
Donnerstag, 03.01.19, 5:00
Garantiert würdest Du in einer Klinik "was bekommen", aber ich bezweifle aus eigener Erfahrung, daß es Dir Erleichterung bringen würde. Es werden ja neuerdings gern Neuroleptika anstelle von Benzos bei Angst gegeben. Glaub mir, das will man nicht haben! Und am Ende interessiert es keinen, wie man damit klarkommt. Eine zügige Entlassung wird angestrebt.
Du hast mit Sicherheit recht ! Ich habe dann immer Tavor im Kopf - hätte aber bestimmt kein Mitspracherecht ! :shock:
Und ob ich das vertragen würde, weiß ich sowieso nicht. Von allen anderen Problemen, die ich bekommen würde, mal
ganz abgesehen !
Wenn ich "bei Verstand" bin, ist das auch keine Option.

Aber wenn ich ganz verzweifelt bin, kommt mir immer wieder mal der Gedanke als letzter Strohhalm.
Ich war ja noch nie in einer Klinik - kenne nur die ( unguten ) Erfahrungen hier aus dem Forum.

Alles Liebe
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 06.01.19, 10:29

Guten Morgen ihr lieben Foris,

zum Glück werde ich nicht ganz so früh wach.

Allerdings sofort mit dem Aufwachen ist furchtbares Entsetzen da - der ganze Bauch tobt. Liegenbleiben ist unmöglich -
die Unruhe treibt mich durch die Wohnung.
Wie kann man das nur so körperlich spüren im Bauch - es sind doch nur Gefühle.

Ich weiß gar nicht, wie ich es gleich schaffen soll, mich zu waschen und anzuziehen - das fällt mir so schwer -
das kann doch niemand glauben... <3 und doch ist es so !

Es ist eben wie eine Panikattacke. Oder vielleicht ist es auch eine - nur das sie nicht aufhört.
Oder die Akathisie - ich weiß nur - es soll aufhören !
Da fällt es wirklich schwer, gelassen zu bleiben und sich damit zu trösten, daß es "nur" die PP sind.

Vielleicht stimmt es ja, dass der Körper gerade in dem Moment am Heilen ist, wo er am meisten tobt.
Ich hoffe auch so inständig, daß es so ist und das die schlimmste Zeit bald überstanden ist.

Wenn abends kein Meeting ist, was mich ablenkt, kann ich mich abends auch nur schwer lösen von traurigen
Gedanken. Dann ist die Angst vor dem nächsten Morgen schlimmer.

Gleich werde ich ins Meeting gehen. Leider ändert sich nichts an den Gefühlen im Bauch, aber es ist gut, nicht allein
zu sein.

Ich wünsche allen einen erträglichen Sonntag.

Alles Liebe
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Rosenrot » Sonntag, 06.01.19, 18:18

Liebe Ilse,

ich hoffe, du bist einigermaßen durch den Tag gekommen und findest jetzt während der Abendstunden etwas Erleichterung.

Schaff dir ein gemütliches Plätzchen und - wenn du magst - halte dir unser Mantra vor Augen: Symptome sind Zeichen der Heilung!

Ich umarme dich! :hug:

Rosenrot
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 06.01.19, 23:19

Liebe Rosenrot,

danke dir herzlich - der Tag war heftig - aber heute abend war meine Freundin da, das war schön.

Ich hoffe, daß die Symptome sich wieder legen und du hoffentlich heute etwas eher in den Schlaf findest.

Liebe Umarmung auch von mir. :hug:

Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Rosenrot » Dienstag, 08.01.19, 17:32

Liebe Ilse,

bist du einigermaßen durch den Tag gekommen?

Danke, dass du so lieb bei mir geschrieben hast. Ich kann gerade echt Beistand gebrauchen.

Am frühen Abend denke ich immer an dich und stelle mir vor, wie du etwas Entlastung findest.

Mach das, was dir gut tut und bleibe stark und positiv!

Herzlich :hug:
Rosenrot
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Dienstag, 08.01.19, 23:03

Liebe Rosenrot,

danke für deinen lieben Gruß.
Ich hoffe, du hast dich langsam ein wenig von
dem Schreck erholt und kannst dich auf deine
spirituellen Kräfte besinnen.

Mir geht es nicht besonders gut.
Es kostet mich meine ganze Kraft.

Alles Liebe :hug:
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 09.01.19, 17:05

Liebe Ilse,

es ist schon wieder dunkel.
Zeit zum Kuscheln. :hug:

Ja, es ist kräftezehrend. Dabei kann ich gar nichts machen. Allein das Ertragen nimmt alle Energie. Du verstehst das. Nachher kommt eine befreundete Nachbarin und bringt mir mein Brot vorbei. Es kostet mich so viel Überwindung um Hilfe zu bitten.

Die spirituellen Kraftquellen helfen immens. Die sind fest verankert.

Ich spiele stundenlang Mahjong. Das lenkt die Aufmerksamkeit ein wenig von der schlimmen Körperwahrnehmung ab.

Entspannung und Kraft für dich!

LG Rosenrot
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Mittwoch, 09.01.19, 19:10

Liebe Rosenrot,

ja, der Abend ist da. Und heute abend scheint es im Gegensatz zu gestern ein bischen Erleichterung zu geben.
Gestern waren die Neuroemotionen so heftig.

Neuerdings treten sie als Suizidgefühle auf – das ist völlig neu und sehr beängstigend ! Damit wach zu werden, ist
grausam.
Und ich meine nicht Gedanken, die einem immer mal wieder durch den Kopf gehen, wenn man sich
in einer verzweifelten Lage befindet – das halte ich nicht für außergewöhnlich, sondern nachvollziehbar.

Aber im Gegensatz zu den Verlassenheits – und Einsamkeitsgefühlen kann ich sie deutlich als Neuroemotionen – als
nicht zu mir gehörig – wahrnehmen.
Aber ich war völlig verstört – ich hatte das in der ganzen Zeit im Entzug noch nicht ! Und jetzt schon ein paarmal.
Ich habe mich gar nicht getraut, das hier zu schreiben, um niemanden zu verstören.

Nicht jeden Tag – heute z.B. nur das übliche „Elend“ – das reicht eigentlich ! :cry:

Aber ich kann mich davon distanzieren und erkennen – das bin nicht ich ! Wie gesagt – im Gegensatz zu Gedanken,
die sehr wohl meine sind – wenn auch nicht ernsthaft oder mit Vorsatz. Und nur, wenn die Verzweiflung gar wieder so
schlimm ist. Die Situation ist ja auch nicht gerade rosig.

Wenn das bloße Ertragen schon soviel Kraft kostet ! Eigentlich unglaublich – es gilt nur, Gefühle zu ertragen !
Sonst nichts !

Ich freue mich sehr für dich, daß du soviel Energie aus deinen spirituellen Kraftquellen schöpfen kannst !

Ich frage mich gerade, woher ich eigentlich meine Kraft beziehe.
Durchhaltevermögen habe ich entwickeln können durch einige schwere Situationen in meinem Leben.
Dies ist nicht die erste – aber bei weitem die heftigste !

Es tut mir leid, daß du deinen Körper so schlimm spürst ! Ich hoffe, daß die Aufdosierung dir schnell ein bischen
Erleichterung bringt.

Ich wünsche dir einen ruhigen Abend heute, an dem du ein wenig „auftanken“ kannst.

Alles Liebe :hug:
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Donnerstag, 10.01.19, 16:53

liebe Ilse, :)

ich möchte dir noch liebe Neujahrsgrüsse da lassen :hug: , ich wünsche dir so sehr, dass es in 2019 dir zunehmend besser geht. Und dass dein Heilungsprozess ein gutes Stück voran kommt.

Ich bin froh, dass du manchmal abends Linderung erfährst.
Es ist so hart, was du durchmachst, doch du stehst das durch, Tag für Tag. Das ist wirklich eine starke Leistung.

Gut, dass du die Suizidgefühle als Neuroemotionen erkennen und dich davon distanzieren kannst.

ganz liebe Grüsse und viel Kraft,
padma
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 10.01.19, 22:31

Liebe Padma,

ich danke dir herzlich und wünsche auch dir alles alles Gute für das kommende Jahr ! Auf alle Fälle wird es das Jahr
sein, in dem du die 0 erreichen wirst !

Hoffentlich spürst du nicht allzuviel von der aktuellen Reduzierung !
Vielleicht konntest du ein wenig Kraft tanken in deiner stillen Zeit.

Du hast einen so langen Weg hinter dir und ich bewundere deine Ausdauer und deine Stärke.
Ebenso dein unermüdliches Engagement hier im Forum.

Alles Gute für dich und für den Endspurt !
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Samstag, 12.01.19, 18:51

liebe Ilse, :)

danke dir für deine lieben Worte und gute Wünsche. :D

Du fragst in einem anderen thread, ob du nach 7 Wochen noch aufdosieren könntest.
Möglich wäre das, aber wenn nur sehr wenig.
Ich habe nicht im Kopf um wieviel du reduziert hattest, könntest du deine Signatur bitte noch aktualisieren?

Da du sehr sensibel auf jede Dosisveränderung reagierst, bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich hilfreich wäre, höher zu gehen.

Vielleicht kannst du nochmal genau schreiben, was sich wie viel verschlechtert hat.

liebe Grüsse, :hug:
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Sonntag, 13.01.19, 10:02

Liebe Padma,

es ist immer wieder die Verzweiflung, die mir solche Überlegungen eingibt, irgendetwas tun zu können, um diesen
Zustand zu ändern.
padma hat geschrieben:
Samstag, 12.01.19, 18:51
Velleicht kannst du nochmal genau schreiben, was sich wie viel verschlechtert hat.
Reduziert habe ich am 11. Nov. von 0,85 auf 0,82 mg.

Da es in erster Linie um Gefühle geht, kann nur sehr sehr schwer beschreiben, was sich verschlechtert hat.
Zumal es davor ja auch von Monat zu Monat schlimmer geworden ist.

Vor einem 3/4 Jahr blieb ich zumindest in Gesellschaft von schlimmen Verzweiflungsgefühlen verschont - wenn ich
im Meeting saß oder mit meiner Freundin zusammen war.

Das Gefühl, nicht zu wissen, was richtig ist - wie das Fluox. sich letztendlich auf mein ZNS auswirkt, ist so schwer
zu ertragen !

Ich muß damit rechnen, daß eine erneute Veränderung - zumindest erstmal wieder - eine Verschlechterung bewirkt !
Wie beurteile ich das dann ?

Man sieht, wie schwierig es ist, etwas zu entscheiden. Ich drehe mich immer nur im Kreis.

Dir und allen Foris wünsche ich einen erträglichen Sonntag mit guten Stunden.

Ganz liebe Grüße :group:
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Rosenrot » Sonntag, 13.01.19, 23:59

Danke, liebe Ilse, für deine Grüße zur Nacht! :)

Schlafe auch du gut und erhole dich vom Tag. :hug:

Du bist so stark und ausdauernd!

Hoffen wir, dass der nächste Tag uns ein wenig Erleichterung bringt.

Gute Nacht! :bettzeit:
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Rosenrot » Montag, 14.01.19, 11:00

Guten Morgen, liebe Ilse! :hug:

Mögen lichte Momente dir an diesem Tag Entspannung und Kraft spenden. :fly:

Wir haben heute Sturmböen-Warnung. Aber ich könnte sowieso nicht rausgehen. Werde versuchen, meinen Abwasch abzuarbeiten. Das wäre gut. :)

Alles Liebe für dich!

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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Bittchen » Montag, 14.01.19, 11:25

Liebe Ilse,

immer wieder schaue ich hier rein,vor allen Dingen bei meinen Weggefährten lese ich und wünsche so sehr,dass es bald besser wird.
Wie es mir auch sehr schlecht ging,konnte ich mir lange nicht vorstellen,dass es vorbei geht.
Die Unterstützung damals habe ich nicht vergessen.
Ich hatte großes Glück,auch wenn es mir nicht immer gut geht,so spüre ich lange nicht mehr die Verzweifelung wie damals.
Da kann ich dir nur ganz ehrlichen Herzens wünschen, auch bald Erleichterung zu haben.
Gebe die Hoffnung nicht auf,es wird besser,aber es ist für auch mich sehr gut nachvollziehbar wenn du Zweifel hast.
Sorge weiter gut für dich und konzentriere dich auf deine Gesundheit,denn du bist wichtig und dir soll es so gut wie möglich gehen.

Keinen Druck machen um zu funktionieren,nur ganz kleine Schritte,da halte ich immer noch so.
Lobe dich für jede Kleinigkeit,denn das ist in deinem Zustand nicht selbstverständlich.
Ich sehe dich als sehr stark an,denn du weißt was du willst und gibst die Hoffnung nicht auf.
Ich bewunder deine Kraft hier zu schreiben,das zeigt Anderen,sie sind nicht alleine wenn sie sich in einem schwierigen Prozess des Entzuges befinden.
Da reagiert jeder Körper anders und du hast auch noch viele Trigger durch die Kritik deines Sohnes,das macht zusätzlich das Herz schwer.

Alles Gute weiterhin,du wirst es auch schaffen,da bin ich fest von überzeugt.
Deine Brigitte(Bittchen)
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reddiePetuniaRosenrotpadmaSunshine71Jofab
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

padma
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von padma » Montag, 14.01.19, 14:02

liebe Ilse, :)
Reduziert habe ich am 11. Nov. von 0,85 auf 0,82 mg.
Du könntest auf 0,83 mg gehen. Rein intuitiv würde ich jedoch nichts verändern.

Mein Gefühl ist, dass du von der Richtung her, davon runter solltest, aber eben nur ganz langsam.

Diese Schwierigkeiten mit deinem Sohn, sind natürlich ein Stressfaktor, der auch triggen kann. Wobei ich sehe, dass du derzeit da kaum Möglichkeiten hast, was zu verändern. Es kommt mir wie ein Teufelskreislauf vor.
Das Gefühl, nicht zu wissen, was richtig ist - wie das Fluox. sich letztendlich auf mein ZNS auswirkt, ist so schwer
zu ertragen !
Vielleicht gibt es kein klares Richtig oder Falsch. Du hast ein klares Ziel, davon wegzukommen und zu heilen. Der Weg dahin ist ein Herantasten. Und du bist auf dem Weg!

liebe Grüsse,
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Montag, 14.01.19, 19:27

Liebe Rosenrot,

jetzt ist es schon Abend und ich lese jetzt erst, wie schlimm es dir ergangen ist heute morgen !
Das tut mir so leid ! Vor allem - die Angst davor wird schlimmer - das merke ich auch !

Bei mir war es heute war es den ganzen Tag auch sehr heftig. Ähnlich schlimm wie letzten Dienstag.
Seltsamerweise nicht so zittrig innerlich. Das ist eigenartig und mir schon oft aufgefallen.

Ich mußte mich sehr zusammenreißen, damit meine alte Dame es nicht merkt oder meine Freundin.
Und es will nicht richtig aufhören - es krampft immer noch sehr im "Magen" und hier allein bin ich richtig am Keuchen.
Kann nur ganz verkrampft atmen - das ist so anstrengend !

....ich fang doch immer wieder an zu jammern.... <3

Ver :censored: ter Entzug !

Wünsch dir einen entspannten Abend und vor allem ein angstfreies Aufwachen !

Ganz liebe Grüße :hug:
Ilse
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Montag, 14.01.19, 20:09

Liebe Brigitte,

es ist lieb, daß du immer wieder schreibst und ich freu mich sehr !
Und so tröstende und aufbauende Worte.
Bittchen hat geschrieben:
Montag, 14.01.19, 11:25
Wie es mir auch sehr schlecht ging,konnte ich mir lange nicht vorstellen,dass es vorbei geht.
Die Unterstützung damals habe ich nicht vergessen.
Ich hatte großes Glück,auch wenn es mir nicht immer gut geht,so spüre ich lange nicht mehr die Verzweifelung wie damals.
.....Gebe die Hoffnung nicht auf,es wird besser, aber es ist auch für mich sehr gut nachvollziehbar, wenn du Zweifel hast.
Ach Brigitte - das ist so schwer - ich hatte solche Angst, daß ich bettlägrig werde und nichts mehr kann - mit solch
psychischer Folter hab ich nicht gerechnet ! Hätte ich mir nicht einmal vorstellen können.
Bittchen hat geschrieben:
Montag, 14.01.19, 11:25
Keinen Druck machen um zu funktionieren,nur ganz kleine Schritte,da halte ich immer noch so.
Ich bin ja wie getrieben und irgendwie froh, daß ich raus kann - muß ! Auch, wenn es sehr anstrengend ist mittlerweile.
Hier zuhause würde ich verrückt werden - ich spüre keine Erschöpfung - nicht, bevor ich im Meeting im Sitzen einschlafe,
wenn ich zur Ruhe komme... :cry:
Aber dann ist es auch schon später - da geht es auch zuhause auf dem Sofa. Vorher kann ich mich nicht ausruhen.

Ich glaube, das ist bei dir etwas anders - auch, wenn du von kleinen Schritten sprichst, weil du dich sonst überforderst und
die Erschöpfung auch spürst.

Mein Sohn macht das Absetzen wirklich nicht leichter - aber er wird noch eine ganze Weile bei seiner Freundin sein.

Es tut mir leid - es hört heute noch nicht auf - es geht jetzt so seit heute morgen - verzeih bitte, wenn ich nicht so positiv
klinge im Moment. Es ist so furchbar anstrengend, wenn Gefühle wehtun. Richtig körperlich anstrengen.

Ich würde so gerne auch öfter bei dir schreiben - aber das Schreiben fällt mir oft so schwer.

Freu mich sehr, daß du glaubst, daß es sich auch bei mir ändern wird !

Ganz liebe Grüße an dich.
Deine Ilse

Bitte entschuldige das Gejammer !
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Jofab
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Re: jofab: Fluoxetin abrupt abgesetzt

Beitrag von Jofab » Montag, 14.01.19, 21:17

Liebe Padma,

vielen Dank, daß du nochmal draufgeschaut hast !

Ich verändere erstmal nichts mehr - ich denke, es ist jetzt zu lange her - 8 Wochen.
Es wird wahrscheinlich noch mehr Unruhe ins System bringen !

Kleiner konnte ich nicht reduzieren - ich hatte vorher 3,4 ml mit einer 5er Spritze - der Schritt auf 3,2 ml war mir zu groß -
deshalb bin ich auf 3,3 ml gegangen ( mit der 5er und einer 2er Spritze )

Und deshalb von 0,85 mg auf 0,82 mg.

Oder hätte ich in 50 ml ( statt in 40 ml ) auflösen müssen, um dann kleinere Schritte machen zu können ?
Ich hab das damals berechnet und es kamen bei 0,85 mg - 4,25 ml bzw. danach bei 0,82 - 4,10 ml heraus !

0,84 mg wären 4,20 statt voher 4,25 ml gewesen - da wußte ich wirklich nicht, wie ich das abmessen sollte !

Aber ich denke jetzt - grundsätzlich ist das der richtige Weg, um kleinschrittiger reduzieren zu können.

Ich frage mich, wie du das gemacht hast - von 0,15 mg auf 0,10 mg ? :o Das müßte ja unter 1 ml sein !

Es wäre schon schön zu wissen, ob es mir mit bei 5 mg besser gehen würde und ich mich stabilisieren könnte !
Aber das ist Wunschdenken ! Und wohl sehr unwahrscheinlich.

Liebe Grüße und alles Gute für dich - vor allem für die Reduzierung.
Ilse
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