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Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
carlotta
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von carlotta » Freitag, 30.11.18, 20:33

Hallo Anna,

man muss das Schicksal aber auch nicht herausfordern.

Abgesehen von dem, was Padma :) schreibt, ist eine Schwangerschaft auch eine Belastung für den Körper. Und Deinem gibst Du gerade die Chance, sich peu à peu an die neuen Gegebenheiten durch den reduzierten Medikamentenspiegel anzupassen und sich mal etwas von den Strapazen zu erholen. Da sollte man ihn vielleicht nicht gleich vor die nächste größere Aufgabe stellen.

Zudem bin ich mir alles andere als sicher, ob man von außen tatsächlich so gut beurteilen kann, was die Zufuhr von AD und deren Entzug für das entstehende Leben bedeuten, auch für dessen spätere Entwicklung. Man weiß aktuell noch so wenig über die Wirkweise und die Auswirkungen auf Konsumenten, noch viel diffiziler ist es, das für Kinder einzuschätzen, die den Mitteln unfreiwillig ausgesetzt sind, noch bevor sie geboren werden. So vieles wird in der Schwangerschaft kritisch gesehen, das geht bis zum Rohmilchkäse. Aber bei potenten Mitteln, die durchaus wie Nerven- und Zellgifte wirken können, ist man eher unkritisch. Hm.

Man fängt ja auch bspw. erst jetzt so langsam an zu begreifen, dass eine In-Vitro-Fertilisation sich durchaus auf die spätere gesundheitliche Entwicklung auswirken kann. Man weiß so vieles nicht (oder will es nicht wissen).

Sicher muss das jede/r für sich selbst entscheiden, aber man entscheidet eben auch für jemanden mit, der (noch) nicht die Chance hat, seine Ansicht zu äußern.

Liebe Grüße
Carlotta
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 30.11.18, 20:55

Hallo Carlotta :)

Wenn dann würde ich frühestens in einem Jahr eine Schwangerschaft in Betracht ziehen.

Ich möchte da jetzt ehrlich gesagt keine Endlosdiskussion um meine Lebensplanung. Ich bin mir der Risiken bewusst, werde nach bestem Wissen und Gewissen für mich und - sollte es klappen - mein Kind entscheiden.

Ich bin kein Fan von unterschwelligen Schuldzuweisungen a la ich bin für das ungeborene Leben mitverantwortlich. Denkst du das ist mir nicht bewusst?

Genau so wie es Befürchtungen über negative Folgen gibt, gibt es von Müttern Berichte, dass es keinerlei Auswirkungen hatte. Und wenn Mütter erzählen, dass ihre Kinder damals bei höherer Dosis völlig gesund zur Welt kamen und inzwischen mit besten Noten ihr Abi haben, darf man dem denke ich schon Glauben schenken.

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Melina 17 » Samstag, 01.12.18, 13:08

Hallo,

man darf, find ich, auch nicht vergessen, was denn im gegenteiligen Fall passiert. Was ist denn mit den Frauen, die eigentlich immer Kinder in ihrer Lebensplanung vorgesehen haben und bei denen es dann nicht geklappt hat? ich bin jetzt gerade in dem Alter, in dem manche Frauen das furchtbar bereuen.....

Sogar ich frage mich das manchmal, wie wohl mein Leben verlaufen wäre (ich hab als junger Mensch mal abgetrieben). Mein Kinderwunsch war nie ausgeprägt und ich hatte nie nen passenden Partner dafür, aber mein Freund hat zwei jetzt mittlerweile erwachsene Söhne mitgebracht und irgendwie hab ich echt das Gefühl, da was verpasst zu haben. Mit meinem jetzigen Freund wär es glaub ich total klasse gewesen Kinder aufzuziehen.

Ich würd`s nicht schön finden,wenn Anna sich in 10 Jahren die Augen aus dem Kopf heult, weil dieser Kelch an ihr vorüberzieht und sorry, manchmal find ich dieses "Bangemachen" in diesem Forum etwas kontraproduktiv.

Und selbst wenn das Kind schlimmstenfalls durch einen Kaltentzug müßte...wenn es dabei liebevoll von den Eltern aufgefangen wird...bei mir war es umgekehrt, Geburt und allererste zeit unproblematisch, danach bereitete mir mein Vater jahrelang die Hölle auf Erden, ich bin wie wohl jedes Lebewesen trotzdem dankbar, daß ich lebe. Das Leben macht so oder so Schwierigkeiten.

Ich an deiner Stelle würd es glaub ich einfach drauf ankommen lassen, dann kann auch am ehesten Schicksal entscheiden. Kinder lasen sich schlecht planen, in meinem Umfeld erleb ich oft, wie das schiefgeht. Meine jüngere Schwester wollte z.B. nach dem ersten Kind (ungeplant) gern ein zweites und wartete 2 Jahre vergeblich; just in dem Moment wo sie sich damit abfand, nur ein Kind zu haben, plupp, war sie schwanger. (und sie war da noch unter 30)

Aber das wichtigste ist, daß DU das entscheidest, ganz alleine...(zusammen mit deinem Mann natürlich).

liebe Grüße

Melina
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1996-1997 Doxepin 20mg, Absetzen problemlos, jedoch ein Jahr gedauert, bis ich mich wieder wie "ich selbst" fühlte
Herbst 2004 erneute Einnahme von Doxepin wegen schwerer depri, raufdosiert auf 100mg
Frühling 2005 Abdosieren von Doxepin, Einschleichen von Citalopram ca 30mg
Frühling 2006 abruptes Absetzen von Citalopram, nach 4 Wochen extreme Depri, wieder Einnnahme; paar Wochen später Ausschleichen über ca 4 Wochen, nach drei Monaten schwere Depri
immer mal wieder Reduktion versucht, kam auch mal bis ca 7,5 mg, aber immer wieder depri, im Lauf der jahre Einnahme zwischen 10 und 40 mg (auch zwischendurch escitalopram)
ca Mai 2018 nach wasserlösmethode in 10% über 4 Wochen von 15 auf 7 mg reduziert, dann instabil geworden, wieder auf 10 mg hochgegangen
09.09.18 auf 9 mg Citalopram reduziert
17.09. zusätzlich 6 bzw 12 mg Doxepin abends zum schlafen (brauch ich oft im Herbst)
ca Anfang Oktober 2018 gleichmäßige Einnahme Doxepin 12,5 mg
24.10.18 8mg Citalopram
24.11.18 ca 7,5 mg
22.12.18 7 mg Citalopram, Doxepin nur noch bei Bedarf

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 01.12.18, 13:44

Liebe Melina

Vielen Dank für deinen Beitrag, ich sehe es gleich :-)

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Rippatha39 » Sonntag, 02.12.18, 14:12

Mahlzeit am "Bratwürstelsonntag"

Hallo Guglhupf. Habe mir deinen Tread durchgelesen und ein paar Paralellen zu meiner Geschichte entdeckt. Bin auch Österreicher, Selbstständiger und schleiche Citalopram das 8x aus 😲.

Vielleicht darf ich hier ein wenig mitdiskutieren. Wenn es nicht gewünscht ist bitte meine Nachricht löschen lassen. Infos zu mir findet man ja schnell.

Ich möchte nochmals auf das Absetzen eingehen. Im Moment bin ich auf 5mg von Citalopram.  

Entgegen den (erfolglosen) Absetzversuchen der Vergangenheit reduziere ich seit Anfang Sommer diesen Jahres. Bisher geht es ganz gut. Ich möchte aber zuerst in die Vergangenheit blicken um euch Parallelen aufzuzeigen.  

Bei 7 Absetzversuchen in 11 Jahren gibt's durchaus Material und Erkenntnisse. Bis auf 2x habe ich das Cita immer im Frühling/Sommer abgesetzt.  

Meistens kam der Einbruch immer Ende Herbst  Anfang Winter. Dadurch lag es in der ersten Annahme nahe, das es sich vielleicht doch um eine Winterdepression handeln könnte. Besonders der Wechsel von Arbeit in den Urlaubsmodus ließ mich sehr oft in ein emotionales "Loch" fallen.  

Warum wußte ich nicht - bestenfalls konnte ich vermuten. Als Selbstständiger Stand und stehe ich mit meiner One Men Show beruflich stark unter Druck. Und in Ruhezeiten zu Weihnachten und Silvester kam emotional viel hoch bzw. schob sich viel erst in den Fokus.  

z.B. 

2009 Weihnachten Ehekrise
2010 Weihnachten Geburt des Kindes Stand an
2012 Weihnachten sehr schwierige berufliche Situation
2014 Weihnachten Mutter hat beginnende Demenz
2016 Weihnachten Elternhausverkauf/Resümee ziehen


Das schlimme rückwirkend betrachtet, war einfach für mich nicht zu wissen was mit mir los war. Was ist das, was ist die Ursache, ist es körperlich oder psychisch.  

Ich bin, glaub ich, der bestuntersuchteste Mensch meiner Gemeinde.  Keine Diagnose zu bekommen, sondern auf Verdacht und Vermutungen behandelt zu werden war und ist für mich das niederschmetternste.  

Das war auch der Grund warum ich letztes Jahr mich mit Händen und Füssen gegen die 8 Wiedereinnahme des Antidepressivas gewährt hatte. Diese 8 Wiedereinnahme hatte auch die meisten Nebenwirkungen, im Verhältnis zu den vorangegangenen Einnahmen und es dauerte auch fast 8 Wochen bis eine signifikante Besserung Eintrag. 


Da ich seit der 1 Einnahme von SSRI (2006) wußte, dass alle Symptome mit der Wiedereinnahme wieder  verschwinden, war der Griff zur Pille schnell entschieden. Aber glücklich war ich damit nie, obwohl die Pillen mir halfen, nahm ich dadurch immer sehr schnell zu, was mich erst wieder deprimierte.  

Mein Zyklus kurz erklärt

Schmerzen im Rücken/innere Unruhe/Unwohlsein/Konzentrationseinbußen/Krankheitsängste/ 
Tinnitus= Einnahmestart Citalopram = Befinden bessert sich = Gewicht geht nach oben = Absetzen wegen Gewichtszunahme von durchschnittlich 15kg binnen 12 Monate = Abgesetz von 20mg auf 0mg binnen 2-6 Monate. Und das ganze habe ich 7x hinter mir!

Wenn man alles zusammenfasst dann sind/waren es 
3 Hauptsymptome die mich vor/während und nach der Pilleneinnahme am meisten beeinflussten bzw. ängstigten.

Rückenschmerzen/Ver-und Anspannungszustände
Unbegründete Ängste um das eigene Wohlbefinden
Depersonalisationsgefühle/Derealisationsgefühle.

Jetzt im Zuge des Absetzen sind die Rückenschmerzen fallweise wieder stärker. Auch die Derealisierung merke ich wieder. 

Apropos Derealisierung - dazu möchte ich auch euch erklären wann und wo diese bei mir Auftritt.  

WO NICHT
Zuhause habe ich es nicht
Beim Autofahren
Wenn es ruhig ist
Bei arbeiten am PC
Bei Kundenterminen bei denen Zuhause
Wenn ich alleine große Wanderungen in der Natur mache

WO HABE ICH ES 
Unter vielen Menschen
Fallweise bei Außenterminen mit Kunden 
Wenn ich Ausflüge mit Familie mache
Bei Unternehmungen weit weg von Zuhause, egal was es ist


Ich kann kein Muster bzw. Sinn daraus erkennen. Das einzige was diese Symptome anscheinend triggert sind "viele visuelle Eindrücke, Lärm, verlassen der gewohnten Umgebung". Warum ist das so???

Ich habe jedenfalls bewußt keine Vorbehalte und Ängste vor den Situationen die bei mir DP/DR auslösen.

Gibt es eigentlich Betroffene, die Citalopram erfolgreich ausgeschlichen haben?

LG Rippatha
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Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg
Seit 02.01.19- Citalopram 4,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Sonntag, 02.12.18, 15:08

Hallo Rippatha :)

Danke für deinen ausführlichen Beitrag. Du hast ja auch schon einiges hinter dir.

Ich bin eben auch selbstständig mit einer One Man Show, die nach Außen aber als großer Betrieb wahrgenommen wird und entsprechend aufwendig ist das Spiel. Allein deshalb kann ich es mir im Moment nicht erlauben, ein weiteres Jahr auf der Couch grübelnd über Symptome zu verbringen.

Ich denke es ist sehr schwer nachhaltig erfolgreich abzusetzen und je nach Einnahmedauer und -dosis ein Prozess über viele Jahre.

Warum ich mich auch für die Pause entschieden habe - der Körper nimmt reellen Schaden. Wenn ich sehe wie viele hier von Gastritis und Co berichten wird mir Angst und Bange. Ich muss das nicht herausfordern, durch einen langen anhaltenden Absetzprozess. Ich nehme mir jetzt einfach eine bewusste Auszeit zur Erholung von Körper und Geist. Innerhalb dieser 1,5 Jahre hatte ich so viele Zustände und Symptome wie ich schon erwähnt hab, da bekomme ich allein davon ein Trauma.

Da nehme ich mir lieber eine Erholungsphase und wenn es das Umfeld und die Umstände erlauben gehe ich den nächsten Schritt.

Ich glaube das ist die einzige Möglichkeit langfristig davon wegzukommen. Wissen tu ich es nicht, ich hab in letzter Zeit aber so viele negative Berichte gelesen, dass ich vom Absetzen in einem Zug nicht mehr überzeugt bin. Unabhängig des Kinderwunsches.

8x scheitern ist auch eine Nummer. Ich denke wenn du gut auf deinen Körper hörst kannst du es schaffen.

Alles Gute weiterhin,
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Rippatha39 » Sonntag, 02.12.18, 18:30

Die ersten 7x Ausschleichen kann man auch nicht ernst nehmen. Leider bin ich erst letztes Jahr auf die Forumsseite adfd aufmerksam geworden. Da habe ich aber bereits das 7x zu rasch ausgeschlichen.

Prinzipiell funktionierte das Ausschleichen 6x ohne Beschwerden (20-15-10-5mg). Dannach war dann im Schnitt 6-24 Monate eine Ruhe.

Aufgrund meiner Selbstständigkeit ging ich auch kein Risiko ein und begann bei den ersten Anzeichen der Verschlechterung (Verspannungen, Anspannung, Unruhe usw.) wieder mit den Pillen.

Auch zusätzliche private und berufliche Ereignisse spielten da mit rein.

Ich bin auch der Überzeugung, dass es nicht die Tabletten bzw. das Absetzen allein ist, welche diverse Symptome hervorrufen. Auch die oben erwähnten privaten und beruflichen Situationen spielen da schon mit rein finde ich.

Wir haben 3 Kinder und ich würde dir einfach sagen, wenn ihr ein Kind gemeinsam wollt/wünscht, dann zieht das einfach durch. Das jetzt gerade AD so massiv beim heranwachsen des neuen Kindes da voll reinspielen sei einmal dahingestellt. Ich glaube, dass man sich im Laufe seines Lebens so vielen Dingen aussetzt, dass, wenn's nach dem geht überhaupt nichts mehr machen darf.

Das richtige Absetzen ist anscheinend eine Philosophie. Wenn ich mir die ersten 7 Absetzversuche hernehme, dann werde ich bis heute noch nicht schlau daraus. 2013 und 2014 habe ich kein Citalopram genommen ( davor von 20-0mg glaub ich binnen 6 Monate ausgeschlichen). Was war da anders im Gegensatz zu davor oder danach, wo ich nach 6 Monaten wieder begonnen habe?

Ich merke das bei mir selbst, das man sich im Laufe der Zeit beim Ausschleichen viel zu viel selbst beobachtet oder? Da werden so viele Symptome überbewertet und ängstlich wahrgenommen.

Na und die Foren sind auch nicht in jeder Hinsicht immer eine Hilfe.

Schönen Abend noch Rippatha
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Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

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Beginn 1.Absetzen
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Beginn Widereinnahme
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Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

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Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von suisse » Montag, 03.12.18, 13:07

Guglhupf hat geschrieben:
Mittwoch, 28.11.18, 14:40
Eben ich bin 33 und mein Mann ist 10 Jahre älter :o wenn wir noch länger warten, kommen Oma und Opa das Kind in den Kindergarten holen :?

Liebe Grüße
Anna
Hallo Anna,

ich kann dich so gut nach empfinden... auch ich kämpfe damit. Ich bin allerdings schon 36 Jahre ;)
Wenn ich bloß in die Zukunft schauen könnte :o

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 03.12.18, 14:55

Huhu Suisse :)

um ehrlich zu sein, fühlt es sich im Moment mit dem Wissen eine Pause von dem "Wahnsinn" einzulegen einfach nur gut an. Keine Angst mehr, keine Symptome, kein ununterbrochenes Denken daran, dass es die nächsten Wochen, Monate so weitergeht.

Ich bereue keine Sekunde mich für diese Pause entschieden zu haben. Wie ich schrieb - unabhängig des Kinderwunsches brauche ich für mich eine Pause davon. Wenn sich täglich alles nur um Krankheit und Symptome dreht, woher soll da dauerhaft die Kraft kommen, um das gut zu überstehen? Was ich jetzt besonders merke, dass das Vertrauen in den eigenen Körper und seine Leistungsfähigkeit und Gesundheit im Entzug so dermaßen verloren geht. Allein das ist ein großes Problem. Mit jedem Tag kommt dieses wichtige Vertrauen jetzt mehr und mehr zurück und der Körper ist endlich kein "Feindbild" mehr, der mich täglich quält (was ja Quatsch ist, aber so fühlt es sich in den Wellen an).

Morgens aufwachen und sich völlig unbelastet und normal fühlen - ein Luxus, den ich seit über eineinhalb Jahren so nicht mehr gespürt habe. Mit dem besseren Gefühl kommt mehr Leistungsfähigkeit und mit mehr Leistungsfähigkeit kommt auch wieder mehr Zufriedenheit, etwas zu schaffen. Allein die Tatsache, dass ich Monate morgens nur auf der Couch rumhänge um mich von der Angst zu befreien, weder Haushalt noch Firma auf die Reihe zu bekommen ist belastend gewesen.

Diese Zuversicht macht auch das Thema Kinderwunsch realistischer. Ich bin jetzt wie gesagt nicht seit dem Entschluss für die Pause drauf und dran schwanger zu werden. Ich bin sehr kopflastig und wäge immer alle möglichen Vor- und Nachteile sehr genau ab. Sollte es klappen und sollte ich mich in dieser Pause tatsächlich gut fühlen, dann ziehe ich es in Betracht. Sollte aber das Risiko zu groß sein, dann ist es eben anders.

Wie gesagt in erster Linie dient die Pause einzig und allein mir und meiner Erholung.

Liebe Grüße
Anna
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Beitrag von tigger123 » Montag, 03.12.18, 15:21

Hallo Anna,

ich finde dein Vorhaben gut und kann es voll und ganz nachvollziehen. Auch ich überlege eine längere Absetzpause einzulegen. Bitte halte uns auf dem Laufenden, wie es dir damit geht.

Ich wünsche die nur das Beste für diese Zeit.

Gruß
Tigger
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Tapira » Montag, 03.12.18, 16:51

Liebe Anna,
du liest dich gerade zu optimistisch. Ich kann deine Gründe für eine Pause gut nachvollziehen, einfach mal wieder Mensch sein und nicht dieses ständige in sich reinhorchen, ist das Entzug, was ist da los...?
Ich hangle mich ja aktuell von Woche zu Woche und kann mich nicht dazu durchringen weiter abzusetzen. Einfach mal stabil(er) sein, tut so unendlich gut. Ich setze ja auch schon eine Weile lang ab und bis auf eine Pause habe ich das ordentlich durchgezogen und vielleicht wollen unsere Körper einfach mal eine Pause...
Ich wünsche dir nur das beste für diese Auszeit vom Absetzen :)
Tapira
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 03.12.18, 18:07

Hallo Tigger :)

Das mache ich gerne.

Hallo Tapira :)

Ich beneide dich sehr darum, dass du dieses Zeug nur ein Jahr genommen hast. Schön, dass du es so kontinuierlich ausschleichen kannst, nicht mehr lange dann hast du es geschafft.

Leider sieht's bei mir nicht ganz so aus :-( langjährigeEinnahme, langjähriger Entzug. Aber mit Pausen dazwischen werde ich es auch irgendwann geschafft haben.

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Anikke » Dienstag, 04.12.18, 6:55

liebe Anna,
wenn ich dich lese, denke ich, es war whrl höchste zeit für eine absetzpause.
Gut dass du dir diese nun nimmst!
ich bin mir sicher, so wie ich dich bisher erlebte, dass du spüren wirst, dass der richtige Zeitpunkt, die kraft und der mut kommt um weiter in kleinen schritten abzusetzen.
und wegen einer schwangerschaft- mach dir keinen stress :)
ich kenne sooo viele Frauen in meiner Umgebung, die noch mit Ende 30 /Anfang 40 gesunde Kinder bekamen..
Es wird alles wie es wird :)
genieße die pausenzeit, Tu dir viel gutes und schöpfe kraft!
liebe Grüsse anikke
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 04.12.18, 14:54

Hallo Anikke :)

Also ich bin jetzt nicht depressiv oder völlig fertig mit der Welt. Es ist nur sehr anstrengend gerade als Hypochonder immer und immer wieder Symptome und Beschwerden zu haben.

Wenn ich nicht die vielen negativen Berichte hier gelesen hätte, die keine Hoffnung auf ein zügiges Reduzieren machen, zumindest nicht nach langjähriger Einnahme, würde ich vielleicht weiter wurschteln. Aber so erscheint mir das Risiko sehr groß, das ZNS unnötig zu reizen und womöglich meinen Erfolg bis hierher zu gefährden.

Denn wie schon an anderer Stelle erwähnt, fühlt es sich wie Wellen und Fenster an. Eine trügerische Stabilität, die aber bei der nächsten Reduktion schnell stark kippen kann. Und dann wieder hochzudosieren bringt nichts.

Und Abstand zu den Thema hat mir immer besser getan als täglich darin aufzugehen.

Danke für deinen lieben Beitrag.

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von lakeSonne1 » Dienstag, 04.12.18, 17:49

hi Anna,

mir gehts grad genauso. Ich bin auch ein wenig hypochondrisch veranlagt und das verträgt sich echt schlecht mit den ganzen Symptomen beim Reduzieren. Ich bin jetzt seit ca. 6 Wochen stabil auf 7,7mg cita und werde wohl bis Januar/Februar auch darauf bleiben.
Ich bin seit ca 2 Jahren am permanenten reduzieren gewesen. Puh, irgendwann reichts einem auch mal!
Ich mach jetzt Absetz-Urlaub.

Grüßle,
lake
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2016: ab 20.3.16: 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE auf 15mg: 3.9.2016 - 2.3.2017
2017: 15mg auf 10,3mg
2018: 10,0mg auf 7,6mg
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- längere Absetzpause -

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Rippatha39 » Dienstag, 04.12.18, 18:41

Ich bin von Juni 2018 20mg bis Mitte November auf 5mg und da überwintere ich jetzt auch. Die letzte Reduzierung hatte ich von 7,5 auf 5mg und das hat sich schon bemerkbar gemacht. LG an alle
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Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg
Seit 02.01.19- Citalopram 4,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 04.12.18, 21:51

Hallo Lake :)

Du hast aber auch schon einen breiten Weg hinter dir. Ich hatte echt Glück, dass ich zumindest aus dem Hochdosisbereich problemlos und verhältnismäßig rasch reduzieren konnte.

Ich wünsche dir eine gute Zeit in deiner Pause :-) dann in alter Frische weiter, irgendwann haben wir's!!

Hallo Rippatha :)

Super, dass du so rasch reduzieren konntest. Du scheinst das Medikament gut zu vertragen, da du ziemlich oft wiedereindosiert hast. Hattest du da nie Probleme beim prompten Absetzen?

Alles Gute weiterhin,
LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 06.12.18, 0:47

Hallo ihr Lieben :)

Ein Update: es ist tatsächlich ein auf und ab bei mir. Es hat sich ja schon im Frühjahr abgezeichnet, unter 3mg würde es hart und wenn, dauerte die Stabilität wenige Wochen.

Am Montag bin ich morgens aufgewacht und fühlte mich wie neugeboren. Keine Ängste, keine Sorgen, keine Symptome.

Gestern und heute sieht das wieder anders aus. Ich bin lustlos, liege viel, kann mich nur schwer aufraffen überhaupt aufzustehen, habe nicht wirklich Appetit. Entsprechend hat mich vorhin der Schlag getroffen als ich auf die Waage stand und 1kg weniger als gestern gezeigt wurde. So eine völlig irrationale Reaktion darauf, als wären es 5kg weniger.. hatte solche Panik, dass ich sofort zum Arzt hätte fahren können, wenn ich dem Impuls nachgegeben hätte. Wirklich unfassbar!
Auch habe ich eine Reizblase, einen trockenen Mund, verspannte Kiefermuskeln und diese typischen Kopfschmerzen, die ich nur beim Aufdosieren hatte. Und Konzentrationsschwierigkeiten habe ich, du lieber Scholli. Müsste dringend einige Texte schreiben, der heutige Output umfasst heiße 3 Zeilen.

Habe dann entdeckt, dass der letzte Reduktionsschritt, der bei 2,5mg so furchtbar gescheitert ist und mich in die Notaufnahme brachte, schon 6 Jahre her ist. Es ist furchtbar wie lange ich das Zeug schon nehme.

Ich bin wirklich davon überzeugt, dass diese Pause jetzt dringend notwendig war. Es dauert bestimmt noch eine ganze Zeit, bis sich alles an die niedrige Dosis gewöhnt hat. War in all der Zeit nie unter 5mg, hatte da dann immer die schlimmen Zustände und ging leider wieder hoch. Dadurch hat sich wohl eine Art Muster entwickelt.

Was mir aber richtig gut tut ist das Solarium. Ich denke, dass es demnach auch mit der ständigen Finsternis zu tun hat. Es wundert mich ja kaum dass es nicht rund läuft, da ich meist erst gegen 3, 4 oder gar 5 einschlafe und dann bis Mittag schlafe, um nicht völlig Gaga zu sein. Dh ich habe im Moment ganze 4 Std Tageslicht und keinerlei geregelten Tag/Nacht-Rhythmus.

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Rippatha39 » Donnerstag, 06.12.18, 10:03

Guten Morgen!

Du kennst schon das größte Folterinstrument der Frauen?

Richtig die Waage. Ich würde mich da an deiner Stelle überhaupt nicht drauf stellen und ein Kilo ist ganz normal das können auch bis zu eineinhalb bis 3kg Schwankung sein pro Tag ist unbedenklich.

Und das mit dem Solarium gehen da ist sicher etwas dran. Früher als ich und meine Frau in der Winterzeit regelmäßig ins Solarium giengen war eine Herbst oder Winter Depression überhaupt nicht am Bildschirm. Ich würde das auf jeden Fall vorziehen und an deiner Stelle ein zweimal in der Woche ins Solarium gehen das tut sicher sehr gut.

Wie, ich glaube schon einmal geschrieben zu haben, müssen Symptome die verschiedenen untertags auftreten können, nicht unbedingt immer mit der Grunderkrankung bzw. mit Absetzsymptomen zusammenhängen. Man fühlt sich nicht jeden Tag gleich und auch der Körper und die Seele reagiert. Nicht jeden Tag ist gleich, da spielen so viele Faktoren mit. Ich glaube, da bringt es einfach überhaupt nichts  sich über sowas den Kopf zu zerbrechen.
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Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

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05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

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04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 06.12.18, 14:48

Hallo Rippatha

Das Wiegen ist ja Teil der Symptome bzw Angst. Als ich ohne Medikamente lebte oder noch keinen Entzug machte, interessierte mich die Waage nicht die Bohne.

Die Angst ist im Entzug so viel stärker und dauerpräsent, wenn ich nicht in einem Fenster bin.

Ich versteh schon was du meinst, aber glaube mir, es ist ein großer Unterschied, ob man alltägliche Problemchen wie Unwohlsein oder so fühlt oder entzugsbedingte Symptome. Und die Wellen kündigen sich bei mir immer ca 1, 2 Tage vorher mit einer sehr steifen Schulterpartie an. Dass es vom Entzug ist, ist für mich immer dann klar, sobald sich alles typisch verkrampft - Nacken, Kiefer, Magen-Darm etc. Das war mir bis zum Entzug unbekannt, und als ich zu schnell abgesetzt habe, haben sich Hände und Füße teils ganz schlimm verkrampft.

Da meine Periode gerade zu Ende war, dachte ich nicht, dass sich eine Welle entwickelt aber im Entzug ist tatsächlich alles möglich. Dafür war diesmal die Zeit vor der Periode ganz gut.

Dein letzter Absatz in deiner Signatur beschreibt auch fast alle Symptome die ich aufgezählt habe. Es ist ein großer Anpassungsprozess der seine Zeit braucht und sich eben bemerkbar macht.

Heute geht es wieder besser.

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