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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: Die Wiedereröffnung für neue Teilnehmer verzögert sich noch ein wenig. Geplanter Termin ist der 1.8. Das neue Konzept steht aber mittlerweile und wir arbeiten im Hintergrund an der Umsetzung.

Erste Veränderungen in Form zweier neuen Rubriken sind nun eingestellt, Erläuterungen siehe den Artikel über die geplanten Änderungen.


Seit dem 31.03.2019 Ist das Forum für Neuanmeldungen geschlossen. Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen. Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann. Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
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Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 22.10.18, 15:00

Hallo liebe Anna :)

es ist für mich auch sehr traurig zu sehen, wie sich jemand selbst aufgibt. Mein Mann zb ist ein Mensch dem nie langweilig wird, der weiß sich immer zu beschäftigen. Trübsal kommt bei ihm gar nicht erst auf. Dagegen hängt meine Oma in ihrer Negativität fest, dass einem Angst und Bange wird. Aber jetzt seit sie weiß, dass sie Uroma wird hat auch sie wieder Lebensfreude ;-) und meint sie könne noch auf keinen Fall sterben jetzt wo sie Uroma wird. Verstehe ich ja auch, nur sollte man sein Glück denke ich nicht so sehr von anderen Faktoren abhängig machen. Dazu neige ich aber auch sehr und ich denke dass mir ihre Negativität deshalb so zu schaffen macht, weil sie mir damit einen Spiegel vorhält.

Was ich noch ergänzen wollte zum Gedankenkreisen - ich hatte ja immer wieder gefragt, was man dagegen tun kann und habe vor allem von dir, liebe Lena :) immer tolle Tipps bekommen. Es war für mich nur so plastisch, ich wusste zwar, dass ich daran arbeiten muss aber ich konnte mir nicht vorstellen, wie das je besser werden sollte, da es im Moment so stark präsent war.

Jetzt habe ich auf YouTube ein Video gesehen, darin hat ein Mann erklärt, dass wir Westlichen uns im Gegensatz zu den Chinesen und der buddhistischen Lehre von unseren Gedanken leiten lassen und glauben, dass das wir wären. In China sagt man aber "Die Gedanken sind ein guter Diener, aber ein schlechter Herrscher". Er meinte es ist für uns völlig normal, dass das Herz seine Arbeit erledigt und wir würden nicht auf die Idee kommen, diese Arbeit mit uns in Verbindung zu bringen, also "Die Schläge meines Herzens bin ich" (klingt jetzt komisch). Genau das machen wir aber mit dem Hirn. Denken ist aber auch nur ein Dienst des Hirns, wie eben das Schlagen der Dienst des Herzens ist. Das ist eine distanzierte Betrachtungsweise, die mir sehr weiterhilft, die Gedanken nicht mehr als "gegeben" hinzunehmen, sondern eher als etwas, das zwar angeboten wird, man aber nicht annehmen muss. Auch Herzrasen wird in bestimmten Situationen "angeboten", ich muss das aber nicht als gegeben hinnehmen, sondern kann mit Übungen dagegenwirken und durch diese Betrachtungsweise wird für mich endlich greifbar, dass es mit den Gedanken genau gleich ist.

Vielleicht hilft das auch anderen :)

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von padma » Montag, 22.10.18, 19:20

liebe Anna, :)

danke für deinen "philosophischen Beitrag" und den Tipp zum Gedankenkreisen.

Klasse, wie klar reflektiert du den fürheren Auslöser sehen kannst. :D
Deinen Tipp habe ich in den Grübelzwang thread kopiert https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 41#p275041

liebe Grüsse,
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Shonah » Montag, 22.10.18, 19:23

Liebe Anna,

Das finde ich total interessant mit dem buddhistischen Denken oder Nichtdenken.

Wie muss man sich das vorstellen?



LG Shonah
2008 Diagnosen: schwere depressive Episode
Generalisierte Angststörung mit PA

300mg Venlafaxin

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75mg V.
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2011 : 75mg V.
2013 : 37,5mg V.
2014 : 37,5mg V. unret.
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12.11.15 : abgesetzt
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7mg V. unret. Abend
11.02.16 : 9 mg V. unret. Früh
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2 mg V. (u) spät
11.04.16 : 9 mg V.(u) früh
11.05.16 : 8 mg V.(u) früh
12.05.16 : betablocker halbiert da RR zu niedrig
auf ärztlichen Rat
Symptome : - Schwindel, Kreislaufbeschwerden,
Muskelzuckungen am ganzen Körper,
hin und wieder PA,
sehr oft starkes Frieren, Herzrasen,
körperliche Schwäche, laute
rumpelnde Darmgeräusche, Konzen-
trationsprobleme

01.07.16 8 mg V. ret.
04.07.16 8 mg V. unret.
06.07.16 9 mg V. u.
19.11.16 8,5 mg V. u.
06.01.17 8,0 mg V. u.
Symptome: Herzstolpern (auch in Salven), Schwindel,
Rückenschmerzen, extrem trockene Haut,
Kopfschmerzen, Schlafprobleme, geringe
Belastbarkeit, Augen brennen...
12.01.17 ProBioCult 3x1
Hepatodoron 0-0-0-2
8mg V. u.
9.2.17 alle NEM abgesetzt
Derzeitige Symptome: Pulsschwankungen (mal hoch, mal tief), tränende Augen, Bauchschmerzen (Blähungen), Rückenschmerzen (BWS, LWS), Gelenkschmerzen, Leistungsschwach

27.2.17 7,5 mg V. u.
08.04.17 7,0 mg V.u.
18.05.17 6,7mg V.u.
10.6.17 6,3 mg V. u.
30.6.17 5,7 mg V. u.
11.8.17 5,2 mg V. u.
19.9.17 4,5 mg V. u.
22.10.17 4,0 mg V. u.
25.11.17 3,7mg V. u.
20.12.17 3,4mg V. u.
20.1.18 3,2mg V. u.
20.2.18 3,0mg V. u.
20.3.18 2,8mg V. u.
20.5.18. 2,5mg V.u.
20.6.18 2,2mg V.u.
20.7.18 1,9 mg V.u.
5.9.18 1,7mg V.u.
14.10.18 1,7mg V. ret.

Psychiatrie, nix geht mehr

10.11.18 37,5 mg ret

Aktuelle Medikation:
Morgens: Venlafaxin ret. 37,5
Metoprolol ret. 25mg
Abends: Metoprolol ret. 25mg

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 22.10.18, 19:32

Liebe Shonah :)

Hier der Link zu dem Video, ich glaube er kann es auf jeden Fall besser erklären :D

https://youtu.be/xDcNjOD5lpg

Ganz liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Shonah » Montag, 22.10.18, 20:25

Vielen Dank Anna :)
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von LenaLena » Montag, 22.10.18, 23:57

Hey Anna :)

Ich mag philosophische Beiträge :)
Guglhupf hat geschrieben:
Montag, 22.10.18, 15:00
Jetzt habe ich auf YouTube ein Video gesehen, darin hat ein Mann erklärt, dass wir Westlichen uns im Gegensatz zu den Chinesen und der buddhistischen Lehre von unseren Gedanken leiten lassen und glauben, dass das wir wären.
Ich hänge schon lange diesem (buddhistischen) Gedanken an. Ich denke, es ist eigentlich eine Lebensweisheit, die wir in der reichen, westlichen Welt einfach "vergessen" haben. Die aber das Leben so viel leichter macht. Und dieses Loslösen von den Gedanken ist - tadaaa - im Prinzip Achtsamkeit. Es ist also alles eigentlich dasselbe Ziel.
Die Achtsamkeit, auch Präsenz genannt, ist genau das, was du oben beschreibst.
Diese kleinen Achtsamkeitsübungen, die ich schon manchmal beschrieben habe - raus aus dem Gedankenstrudel, der unbewusst immer in uns ist, und rein ins Jetzt - sind genau dafür da (alles in der Umgebung sehr genau ansehen, aufzählen was man sieht, hören und fühlen...)!

Und mit denen kann ich meine Panik mittlerweile jedes Mal eindämmen.
Beim Arzt, vor der roten Ampel, zu Hause.
Ich bin immer noch total erstaunt, dass so etwas Einfaches so ein starkes Werkzeug ist!
Aber es ist eben ein eigentlich natürlicher Prozess. Wir sind dazu da, um im Jetzt zu leben.

In letzter Zeit habe ich mich mit Eckart Tolle beschäftigt, der ja ein großer Achtsamkeitslehrer ist. Zuerst dachte ich, das sei mir zu sehr auf der esoterischen Seite (zumindest ist es als das verschrien), aber ich muss sagen, ich als sehr verstandsbetonter Mensch kann das bisher nicht bestätigen.
(und wenn, höre ich einfach weg)
Er beschreibt, dass dieser Gedankenstrom, den wir ständig, 24/7 in uns haben, wie eine Stimme ist, die ständig in unserem Kopf spricht. Das sind die angewöhnten Denkprozesse, geprägt von unseren Erfahrungen, Prägungen etc. Die meisten davon sind aber äußerst negativ und können sogar richtig quälen.
Wir identifizieren uns mit diesen ständigen Gedanken, mit dieser Stimme, nehmen sie als unsere Identität wahr.
Wenn wir uns dessen bewusst werden, können wir uns fragen: Will ich das gerade wirklich denken und mich damit unglücklich machen?
Und man kommt da raus, indem man lernt, ins Jetzt zu kommen, also achtsam zu sein.
Dann lösen wir uns von diesen toxischen Denkprozessen und erleben den Augenblick voll und ganz. Und sind glücklicher. Nehmen Situationen hin, wie sie eben nun mal sind.

Ich hoffe, ich habe das jetzt halbwegs gut zusammengefasst.
(Achtet mal auf diese Selbstgespräche im Kopf, ihr werdet höchstwahrscheinlich erschrecken, wie negativ die sind!)
Er beschreibt auch praktische Dinge, wie man Achtsamkeit üben kann beim Hände waschen, wenn man im Stau steht, im Aufzug, beim Tee zubereiten ... immer schön auf die Sinneswahrnehmungen achten. Es ist so einfach :)

LG Lena
(und Gratulation zum Tante werden!)
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 23.10.18, 1:17

Hallo Lena :)

ja Achtsamkeit ist unser Werkzeug. Leider müssen wir erst durch einschneidende Erlebnisse wie eine Panikattacke aus der Bahn geworfen werden, um drauf zu kommen wie viel einzigartige Eindrücke, Momente unbeachtet an uns vorüberziehen im alltäglichen Wahnsinn.

Im Endeffekt hast du genau das immer beschrieben, wie ich oben geschrieben habe wurde es für mich aber erst durch diese bestimmte Formulierung greifbar. Dass diese Gedanken nicht wir sind, sondern nur eine Dienstleistung unseres Hirns.

Ich lese gerade "Wie wir unser Leben verwandeln" quasi ein Einstieg in das buddhistische Verständnis von Geist und Körper. Es steckt so viel Wahrheit da drin. Speziell die Ausführungen warum man sich so schwer tut glücklich zu sein treffen den Nagel auf den Kopf. Es beschreibt genau das Problem sein Glück außerhalb des eigenen Geistes zu suchen und bietet mir genau die Antwort auf meine Frage, die ich mir immer wieder Stelle - wie kann ich Panikattacken haben, wenn ich eigentlich vollstens zufrieden sein kann mit meinem Leben? Weil mein Geist noch zu verblendet ist von erlernten Denk- und Verhaltensmustern und anderen Einflüssen, die sich negativ auswirken, für das eigene Glück aber völlig bedeutungslos sind.

Den ersten Aha-Moment hatte ich als das Buch kostenlos zum Download stand :lol: in der westlichen Welt in der unser Glück in materiellen Dingen zu finden ist macht das keiner :D der Buddhist ist aber auch ohne mein Geld glücklich :roll:

Sehr sehr interessant <3

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 26.10.18, 23:08

Hallo ihr Lieben :)

Die Welle ist überstanden und ich bin die Alte :party2:

Das merke ich vor allem daran, dass ich es wieder so richtig genieße zu essen. Ich liebe es zu essen und wenn ich in einer Welle stecke ist mir latent übel, nach dem Essen habe ich oft Herzklopfen und ich vertrage nicht alles.

Jetzt bin ich aber wieder symptomfrei, wache morgens entspannt auf, bin tagsüber tiefenentspannt und merke einfach, dass mich psychisch nicht jede Kleinigkeit triggert.

Ein sehr schönes Gefühl. Ich hoffe ich kann jetzt bis Jahreswechsel Kraft daraus schöpfen für den weiteren Entzug. Ich übe jedenfalls Achtsamkeit und Akzeptanz, um dann hoffentlich etwas besser mit Symptomen umgehen zu können.

Alles Liebe auch euch und hoffentlich eine symptomfrei Zeit,
Anna :hug:
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 29.10.18, 11:30

Hallo Anna,

das hört sich doch sehr gut an bei dir.

Das freut mich sehr.
:hug:

LG Ute
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von suisse » Montag, 29.10.18, 11:37

Hallo Anna,

ich freue mich sehr dass zu hören!

Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart und lass dir das Essen wieder richtig schmecken :)

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 29.10.18, 19:23

Hallo ihr Zwei :)

Danke das ist lieb von euch <3

Ich bin so richtig gelöst und glücklich. Auch mein Mann sagt, dass er es so schön findet, wie gut es mir geht.

Oja ich esse und genieße es, wieder richtig Appetit zu haben. Ich kann auch locker drei Kaffee am Tag trinken ohne Probleme.

Wenn es so bleibt werde ich vielleicht doch schon im Dezember wieder reduzieren. Mein Kinderwunsch ist jetzt noch größer seit meine kleine Schwester schwanger ist. Und ich hab gesehen, dass ich 2018 mehr schlecht wie Recht mit der Reduktion weiterkam.

Am liebsten würde ich gleich auf 2mg runter gehen, Symptome hat man eh immer. Wenn man bloß wissen könnte ob sie viel heftiger wären.. ich werde schon wieder ungeduldig :roll:

Liebe Grüße
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von suisse » Montag, 29.10.18, 22:50

Hallo Anna,

auch ich muss mich immer wieder zügeln in meiner Ungeduld... vor allem wenn es einem gut geht.
Aber dann denke ich an die vielen schlechten Tage nach einem zu großen Schritt von 2,5mg :(
Auf der anderen Seite, denke ich dann aber auch wieder, dass die Symptome da nach 2 Monaten auch weg gewesen sind.

Ich denke wir werden wohl immer mit uns zu kämpfen haben, gerade auch weil wir neben dem Wunsch der Medikamentenfreiheit, den Kinderwunsch haben ;)

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 31.10.18, 2:33

Hallo :)

Heute hab ich mir mal wieder eine neue Frisur gegönnt, bevor am kommenden Wochenende dann die Hölle losbricht. Es steht wieder eine Veranstaltung an, die ich ausrichte. Ehrlich vor zwei Wochen hab ich noch zu meinem Mann gesagt, dass er im schlimmsten Fall übernehmen muss sollte es gar nicht gehen, weil ich sehr skeptisch war wie lange diese Welle noch dauert. Und dann plötzlich von einem auf den anderen Tag ist alles wieder gut.

Ich habe einen Trainer der für ca 50 Leute ein Seminar hält und muss deshalb das ganze Wochenende vor Ort sein und schauen, dass alles rund läuft. Und am Samstagabend gehen wir dann noch mit der ganzen Familie essen weil mein Dad Geburtstag hat. Da sind dann auch Schwiegereltern dabei und der Schwiva ist leider derart anstrengend :roll: ohne Meditation vorher halt ich das nicht aus. Beim letzten Mal hat mein Mann sogar mitgemacht weil er ihn selbst nicht aushält.

Man stelle sich vor wir liegen eine Stunde vorm Essen beide wie tot am Bett und es läuft nur die Meditation, damit wir den Schwiegervater nachher aushalten :rofl:

Der hat den ständigen Drang zu erzählen wie reich er ist, um im nächsten Satz alles herunterzuspielen und zu sagen, dass Geld total unwichtig ist :vomit: und nach dem Essen im Lokal muss er dann immer auch meine Familie in seine Villa einladen, selbst wenn zB meine Mama Geburtstag hat und Zuhause eine Torte vorbereitet hat :frust: das ist so oberflächlich, dass er mir fast schon leid tut.

Morgen sollte dann auch die Mens kommen. Ich wünsche uns allen, dass ich nicht so aggressiv und zickig bin, sonst eskaliert es Samstag womöglich noch :whistle: oder er wird meine beste Übung für Akzeptanz.

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 31.10.18, 8:57

Moin :)
ohne Meditation vorher halt ich das nicht aus. Beim letzten Mal hat mein Mann sogar mitgemacht weil er ihn selbst nicht aushält.

Man stelle sich vor wir liegen eine Stunde vorm Essen beide wie tot am Bett und es läuft nur die Meditation, damit wir den Schwiegervater nachher aushalten :rofl:
Ha ha ha :D :rotfl:

Made my day.

Ich hab´s mir gerade bildlich vorgestellt. :P

Grüße
Jamie
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 06.11.18, 14:58

Hallo ihr Lieben :)

Das Wochenende ist überstanden, keine Entgleisungen bei der Familienfeier :rotfl:

Heute spüre ich trotz Absetzpause Ängstlichkeit, habe einen schmerzenden, steifen Nacken, grummeln im Darm und einen trockenen Mund. Kann das wahrscheinlich vermehrt verwässern je weiter runter man mit der Dosis kommt?

Und leider - mit den körperlichen Symptomen kommen die hypochondrisch Gedanken. Ich weiß dass es nur der Entzug ist, trotzdem kann ich die irrationalen Gedanken nicht so abstellen, dass sie in den Hintergrund treten.

Je nachdem wie ausgeprägt diese Welle ist/wird hätte ich eigentlich vor nächste Woche wieder zu reduzieren, anstatt bis Jahresende warten. Mal sehen..

GLG Anna :)
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Dienstag, 06.11.18, 17:35

Hallo ich nochmal

Seit den Veranstaltungen am Wochenende schlafe ich wieder sehr schlecht. Immer wenn ich am nächsten Tag einen wichtigen Termin zeitig habe, kann ich so gar nicht schlafen. Das waren dann vielleicht 2,3 Stunden pro Nacht :( entsprechend habe ich tagsüber zwar funktioniert, abends bin ich dann aber tot auf die Couch gefallen. Leider übernehme ich solche Rhythmen so schnell da ich eher in der Nacht munter bin als morgens und jetzt schlafe ich immer erst gegen 3,4 ein und muss vormittags aufholen.

Trotzdem ist das nicht annähernd so erholsam, wie eine durchgeschlafene Nacht.

Kann also auch davon kommen.

LG Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von padma » Dienstag, 06.11.18, 19:26

liebe Anna, :)

schön, dass du das Wochenende gut hinter dich gebracht hast.

Auch wenn es keine "Entgleisungen" gab, war es doch sicherlich stressig und das kann eben Symptome triggern. Dazu der schlechte Schlaf.

Ich würde jetzt nächste Woche noch nicht reduzieren, sondern noch etwas Zeit geben.

liebe Grüsse,
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Donnerstag, 08.11.18, 13:11

Hallo :)

Es hat sich keine richtige Welle entwickelt :) war bestimmt der Schlafmangel.

Ich hab jetzt die Nr. 7 der Schüssler Salze für mich entdeckt - Magnesiumphosphat. Das vertrage ich problemlos und hilft wunderbar gegen Krämpfe und nervöse Beschwerden.

Vorgestern Nacht hatte ich furchtbare Wadenkrämpfe. Habe mir morgens dann die "heiße 7" gemacht - 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen und langsam schluckweise trinken.

Leider könnte ich mich auch gleich wieder selbst ohrfeigen :evil: :frust: habe heut morgen gesehen, dass ich gestern das Cipralex mal wieder vergessen habe.

Liebe Grüße und einen angenehmen Tag euch :hug:
Anna
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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 14.11.18, 2:14

Hallo ihr Lieben :)

In den letzten Tagen gab es Erlebnisse, die mir deutlich gemacht haben, wie sehr der Entzug den Alltag bestimmt und wie schwer es für die Angehörigen trotz allem ist, das alles "richtig" zu verstehen.

Kürzlich war ich gemeinsam mit meiner Mama wieder zu Besuch bei meiner Oma die nun fix im Altenheim bleiben muss, weil mein Opa nach seiner Hüft OP eingeschränkt ist und sie null Verständnis dafür hat. Sollte sie also fallen, was sehr oft passiert, da sie nicht mehr gehen kann, ruft sie zB mitten in der Nacht meine Mama an die noch berufstätig ist oder Opa murkst herum und mit Pech hüpft ihm das Gelenk raus und er muss neuerlich operieren. Lange Rede kurzer Sinn: sie beschimpft uns wenn wir sie besuchen und sagt wir wollen sie nur abschieben usw. usf. Meine Mama ist deshalb schon total fertig und schafft es nicht, damit entsprechend umzugehen. Jeden Tag weint sie sich die Augen aus, weil Oma einfach ein Egoist ist.

Ich konnte mir diesen Zinnober nicht weiter anschauen, bin aufgestanden und wollte gehen. Als ich bei der Tür raus war, hab ich gehört, wie Mama entschuldigend zu Oma sagt, dass sie das nicht persönlich nehmen sollte, ich hab ja solche Probleme - natürlich hat sie ihr früher schon Mal erzählt, dass ich diese Tabletten genommen habe wegen Angstproblemen. Meine Oma nimmt selbst seit jungen Jahren PP, trotzdem will ich nicht, dass sie von mir weiß,weil sie alles absolut jedem erzählt. Der Punkt ist aber, dass ich so furchtbar verletzt darüber war, dass mich meine Mama als psychisch krank hinstellt nur um Oma nicht sagen zu müssen, dass ihr Verhalten eine Frechheit ist. Ja ich weine mich bei ihr am Telefon aus, wenn ich in einer Welle bin, sie weiß aber, dass ich ansonsten "normal" bin und nicht so krank, wie sie es darstellt. Dachte ich zumindest. Noch dazu würde sich dieses Verhalten von Oma niemand sonst gefallen lassen. Ich meine wir besuchen sie fast täglich, das Heim ist direkt neben dem Elternhaus und es wird sich so aufgeführt, das ist doch lächerlich. Selbstverständlich bin ich in einem "Ausnahmezustand" selbst wenn ich in einem Fenster bin, aber das hat unter uns zu bleiben.

Und dann musste ich vorhin einen extrem wichtigen Termin morgen früh absagen, die Teilnahme an der Generalversammlung einer großen Gesundheitskasse. Welch Ironie. Eine sehr wichtige Sache, doch Termine früh am Morgen schaffe ich nicht. Es macht mich Tage vorher fertig, da ich so schlecht einschlafe und wie ein Zombie herumlaufen mit nur 2, 3 Std Schlaf in den Knochen. Es setzt mir zu, Grenzen erkennen zu müssen. Ich bin selbstständig und arbeite viel, trotzdem gab es solche Grenzen sonst nicht. Stress in meiner Firma macht mir nichts, da muss ich mich nur vor mir verantworten. Aber sobald Druck von "Außen" zu spüren ist, habe ich ein Problem damit. Ich kann euch gar nicht sagen, wie erleichtert ich war, als ich vorhin abgesagt habe und gleichzeitig bleibt das schlechte Gewissen und das Gefühl zu versagen. Und der schlechte Eindruck, den man bei Außenstehenden damit erzeugt.

Einfach kacke :vomit:

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Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 14.11.18, 8:55

Liebe Anna,

ich kann gut verstehen, daß es Dich sehr verletzt, wenn Deine Mutter so über Dich spricht. Hast Du darüber schon mit ihr gesprochen? Reden ist wohl das einzige, was etwas verändern kann. Wahrscheinlich ist sie sich dessen gar nicht bewußt, Deinen Erzählungen nach ist sie ja sehr verstrickt in dem Verhältnis zu ihrer Mutter.

Bezüglich Deiner Oma tust Du genau das Richtige: Abgrenzung, Abgrenzung, Abgrenzung. Nachdem sie ja offensichtlich für vernünftige Argumente nicht zugänglich ist, kannst Du nur dafür sorgen, daß sie Dich da nicht mit hineinzieht.

Ich wünsche Dir viel Kraft und das ein klärendes Gespräch mit Deiner Mutter möglich ist.

LG Towanda
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09.05.19 - 4,20 mg Mirtazapin
05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin

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