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Razia: Mirtazapin kalt abgesetzt

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Razia: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Razia » Donnerstag, 13.07.17, 21:59

Hallo ihr Lieben,

ich bin Ramona, 46 Jahre alt und nehme seit September 15mg Mirtazapin. Grund hierfuer war eine Angststoerung, die aufgrund einer starken Bronchitis mit gleichzeitiger damals unerkannter Schlafapnoe und stillem Reflux einherging. Bin im Schlaf hochgeschreckt mit Angst, Schluckstoerungen und Atemnot. Es wuerde eine Angststoerung, ich hatte ja auch tatsaechlich Angst, diagnostiziert. Und alles auf die Psyche geschoben. Mein Lungenartzt hat zum Glueck dann leider erst Monate spaeter diagnostiziert, dass die Schluckbeschwerden vom Reflux kamen und eben die Schlafapnoe. Aber egal. Ich hab damals im Juli, August 2016 fuer nur 3 Wochen Mirtazapin in Dosis 30 bis 45mg genommen und konnte direkt wieder absetzen.

Da der stille Reflux wieder, noch vor der Lungenarzt Diagnose wieder kam, nehme ich seit Sept. 2016 am Abend 15mg Mirtazapin. Da es mir besser ging, hab ich einfach abgesetzt, vor ca. 8 oder 9 Wochen, ich wusste es nicht besser. An Pfingsten fing es fuer eine Woche mit MOrgenuebelkeit an und ging dann weiter ueber naechtliches aufwachen mit Zittern, Unruhe, Herzklopfen, Schwitzen. Aertztlich ist alles abgeklaert, also ist mir Anfang der Woche ein Licht aufgegangen, dass es Absetzszmptome sind.

Fakten sind, ich nehme seit ca. 8 bis 9 Wochen kein Mirtazapin mehr, vorher 15mg. Letzte Woche Donnerstag und Freitag hab ich je abends wieder 15mg genommen und am darauffolgenden Tag ging es mir besser, die Nacht war auch besser. Ich kannte nur den Zusammenhang nicht. Seit gestern nehm ich wieder 15 mg, hatte super geschlafen, einen guten Tag aber vorhin so ab 20 Uhr Unruhe, Zittern usw.

Und dann hab ich euch erst gefunden, also quasi eben. Ich weiss, dass ihr nicht gleich antworten koennt, ich hab mich eingelesen und habe gerade sehr viel Angst, da es ja mit 9 Wochen schon zu lange abgesetzt ist. DA es ist mir aber letzte Woche und gestern wieder mit 15mg gut ging, wuerde ich heute Abend einfach mal eine halbe mit 7,5 mg nehmen. Was meint ihr?

Mir macht das, was hier gelesen habe, gerade ziemlich Angst, ich dachte gestern noch, naja Absetzszmptome, nimmst du halt den Kram wieder, anscheinend ist das aber nach so vielen Wochen nicht machbar?

Gruesse Ramona
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von LinLina » Donnerstag, 13.07.17, 22:08

Hallo Ramona :-)

willkommen im Forum :-)

Was du erlebst, hört sich sehr nach Absetzsymptomen/Entzug an.

Ich möchte dir ein wenig die Angst nehmen. Die extreme Vorsicht beim wiedereindosieren gilt vor allem für SSRI/SNRI-Antidepressiva. Mirtazapin wirkt gerade im unteren Dosisbereich eher sedierend und die Gefahr von unverträglichkeiten/paradoxen Reaktionen nach längerer Zeit auf null ist meiner Meinung nach geringer.

Außerdem hast du es ja bereits getestet und gut vertragen.

Ich würde dir empfehlen, sogar mit nur 3,75 mg wieder einzusteigen, vielleicht reicht das schon. Bei mirtazapin ist es auch so, dass wenn du es regelmäßig nimmst der Blutspiegel ca. 2-3 mal so hoch ist wie bei einmaliger einnahme, deswegen kann es gut sein dass du gar nicht mehr brauchst, wenn du es jetzt erstmal wieder täglich nimmst.

Sollte sich nach einer Woche der Wiedereinnahme mit 3,75 mg noch keine Ausreichende Besserung zeigen, kannst du die Dosis immer noch erhöhen.

Wenn du dich dann wieder stabilisiert hast, könntest du ganz langsam absetzen, dabei unterstützen wir dich gerne.

Liebe Grüße
Lina
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Ululu 69 » Donnerstag, 13.07.17, 22:18

Hallo Ramona,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Das was du beschreibst, klingt in der Tat sehr nach Absetzerscheinungen.
Leider kommt es immer wieder mal vor, dass diese auch noch einige Wochen später auftreten, sodass man den Zusammenhang evtl. nicht gleich erkennt.
Es wird sich auch noch jemand vom Team bei dir melden.
Nur schon so viel, dein Gehirn hat das Medikament nach der längeren Einnahme fest in seinen Stoffwechsel eingebaut und muss sich jetzt langsam wieder umstellen.

Das schlimmste was du deinem gereizten Nervensystem antun kannst, sind wechselnde Einnahmedosen.
Das soll jetzt kein Vorwurf sein, du konntest es ja nicht besser wissen.
Selbst die meisten Ärzte kennen sich damit nicht aus oder leugnen sogar, dass diese Mittel Absetzerscheinungen machen.
Deswegen ist es schon mal gut, dass du hier her gefunden hast.
Du solltest jetzt versuchen, eine geringe Menge des Mirtazapins wieder einzudosieren. Ich denke, dass nach acht Wochen 7,5 mg schon zu viel waren.
Dir würde vielleicht schon eine geringere Menge helfen, um dich wieder zu stabilisieren.
Erst wenn du wieder stabil bist, solltest du wieder reduzieren aber dann ganz langsam.
Hier im Forum werden Absetzschritte von 5-10 Prozent alle vier bis sechs Wochen empfohlen.

Ich wünsche dir alles Gute
Ute
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Razia » Donnerstag, 13.07.17, 22:23

Danke euch beiden fuer die schnelle Antwort. Ich habe nur 15mg Tabletten, die teilbar sind auf 7,5mg. Ich hab bisher aber immer 15mg genommen, gestern und letzt Woche 2 x ohne paradoxe Beschwerden. Deshalb meine Idee, heute nur 7,5mg zu nehmen. Ich hab auf die schnelle keine Moeglichkeit genau auf 3,5 zu dosieren, Hilfe...

Gruesse Ramona
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von padma » Donnerstag, 13.07.17, 22:33

hallo Ramona, :)

auch von mir willkommen.

Du kannst die Wasserlösemethode benutzen, bei Mirtazapin funktioniert die sehr gut
viewtopic.php?f=16&t=10923

Hier sind unsere grundlegende Infos, da ist alles wichtige verlinkt
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liebe Grüsse,
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Razia » Donnerstag, 13.07.17, 22:43

Danke, hab ich gesehen, aber das mit der Spritze kann ich ja auch erst Morgen umsetzen. Hab jetzt eine halbe mit 7,5mg genommen. Ich hab aber das Gefuehl, dass mir die 15mg von letzter Woche und gestern besser getan haben.
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Medlem » Freitag, 14.07.17, 7:26

Hallo Razia,

Mirtazapin macht vor allem am Anfang sehr müde. Das verpufft irgendwann.

Langfristig schadet das Medikament nur. Absetzen ist möglich, wenn man langsam genug vorgeht.

Ich sehe es wie LinLina und würde es auch erst mal mit 3,75 mg probieren und einige Tage abwarten. Höher gehen kanst Du dann immer noch. 3,75 mg kannst Du gut herstellen, indem Du eine 15mg Tablette an der Bruchkerbe halbierst und diese Hälfte dann noch mal mit einem scharfen Messer oder einem Tablettenteiler halbierst.

Ich bin jetzt seit fast einem Jahr auf 0 und mir geht es mittlerweile wieder richtig gut. Ich bin so froh, nicht mehr von diesen Tabletten abhängig zu sein.

Eine Bitte: kannst Du noch eine Signatur erstellen? Oben rechts auf persönlicher Bereich klicken.

Viele Grüße

Medlem
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Razia » Freitag, 14.07.17, 8:33

Danke, ich hab einen Tablettenteiler und werde das versuchen. Wie unterscheide ich aber Absetzsymptome von paradoxen Symptomen? Also wenn ich jetzt 3,75mg nehme, wie merke ich, ob es zu wenig ist. Ich hab gestern dann doch die 15mg genommen, da die mir die ganze Zeit (letzte Woche Di. und Do. und jetzt am Di.) gutgetan haben? Leider ging es mir gestern extrem schlecht, nachdem ich mir das hier alles durchgelesen hatte und ich Angst bekam, da ich ja eh eine Angststörung im Hinblick auf meine Gesundheit habe, da ist es dann nochmal schwieriger die Symptome zuzuordnen.
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von SeventhWave » Freitag, 14.07.17, 10:07

Hi Razia!

Ging mir auch so. Erst kommen diese "seltsamen Symptome", dann landet man durch Dr. Google auf dieser Seite. Man wühlt sich durch Berge von Gruselgeschichten und merkt, dass man selbst ein Kapitel dazu betragen kann.

Deine Angst ist verständlich. Hatte ich auch. Nachdem ich mich einige Tage mit der Thematik differenziert auseinander gesetzt habe, sortierte sich das aber von alleine.

Chill mal, heißt das jetzt :-)

Gib dir ein paar Tage Zeit, die werden jetzt sicherlich etwas wackelig, aber daran kannst du selber ein bißchen drehen. Überleg dir, auf was du dich heute freust. Entspannung, Sport, Genuß, KONTATK zu lieben Menschen sollte die Fokussierung auf das Stoffwechsel-Verkehrschaos möglichst häufig abwenden. Dann passierst du diese unangenehme Phase relativ gut. Wenn du nicht schlafen kannst: Nicht im Bett liegen und rumlungern. Lieber Trash-TV spät in der Nacht oder Staubsaugen. Alles besser, als in sich auf die innere Suche gehen. Bringt nix.

Du kriegst das hin. Stabilisieren, Zeit lassen (!!!), dann ganz langsam mit System abbauen, da freut sich das Hirn.

Viele Grüße

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28.09.17 30,4 mg (-7,317 %)
07.11.17 28,8 mg (-4,605 %)
05.12.17 28 mg (-2,778 %)
27.01.18 26 mg (-7,143 %)
18.03.18 24 mg (- 7,692 %)
26.04.18 23,5 mg (- 2 %)
10.06.18 22,24 mg (- 5,362 %)
18.07.18 21,92 mg (- 1,439 %)
13.08.18 21,6 mg (- 1,457 %)

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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Murmeline » Freitag, 14.07.17, 10:15

Hallo Razia!
da ich ja eh eine Angststörung im Hinblick auf meine Gesundheit habe, da ist es dann nochmal schwieriger die Symptome zuzuordnen.
Ich merke das im Forum immer wieder, dass es diese Betroffenen wirklich ganz besonders schwer haben. Oft ist es ja auch ein Mischmach - es treten die Symptome auf, die zur Ausgangsproblematik gehören, und man hat noch keine andere Bewältigungs- oder Umgangsstrategien, vielleicht sogar Heilungswege damit gefunden, dazu können diese bekannte Symptome absetzbedingt vorübergehend verstärkt auftreten (das nennt man Rebound), und es treten möglicherweise zusätzlich neue typische Absetzsymptome auf.

Du solltest hier soviel lesen, dass Du ausreichend informiert bist, um Entscheidungen fällen zu können, aber natürlich nur soviel, dass Du nicht zusätzlich starke Ängste und Sorgen bekommst. Vielleicht kannst Du dann hier lesen, wenn Du das Gefühl hast, dass Du Dich in diesem Moment gut abgrenzen kannst?

Murmeline
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Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Lisamarie » Freitag, 14.07.17, 10:16

Hallo Razia, ich denke das die 15 mg zuviel für dich sind, auch aufdosieren ist Stress fürs ZNS und wir wollen keine Angst schüren sondern aufklären. Ich würde ein paar Tage mit 3,75 mg einsteigen und dann schauen wie es dir damit geht, dann kann man eine Bilanz ziehen und sehen ob die 3,75 mg ausreichen um dich zu stabilisieren , und wenn du ganz langsam dann abdosierst, wir empfehlen alle vier bis sechs Wochen höchstens 10% sollten sich die Absetzprobleme im Rahmen halten.
lg Petra
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2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Medlem » Freitag, 14.07.17, 10:35

Hallo Ramona,

eine paradoxe Reaktion wäre gewesen, wenn es Dir nach der Einnahme schlechter gegangen wäre. Das war bei Dir nicht der Fall, es ging Dir besser.

Jetzt geht es bei Dir darum, die richtige Dosis zu finden auf der Du Dich stabilisieren kannst und dann langsam abzusetzen.

Dein Absetzverlauf ist übrigens total typisch. 3 Wochen nach 0 plötzlich starke Absetzsymptome. Das hängt mit der Halbwärtszeit von Mirta zusammen. Nach 3 Wochen ist der Spiegel auf 0. Übelkeit und Unruhe sind auch die typischsten Absetzsymptome.

Hast Du denn therapeutische Unterstützung bzgl Deiner Angsterkrankung?

Liebe Grüße

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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Razia » Freitag, 14.07.17, 10:39

Danke, ihr seid lieb.

Ich werde heute Abend konsequent sein und nur die 3,25mg nehmen.

Meine Angsterkrankung ist eigentlich Geschichte, ich habe eine Psychologin, die mir schon mehrfach bestätigt hat, dass jeder andere Mensch auch in meiner Situation Angst bekommen hätte. Wenn man eh schon krank ist (starke Bronchitis) und dann nachts mit Herzrasen im Bett steht und massive Schluckbeschwerden hat und einem die Ärzte sagen, da iss nix, da verliert man schon mal das Vertrauen in die Ärzte und den eigenen Körper. Natürlich war da was, nämlich Schlafapnoe und Rachen verätzt durch den stillen Reflux. Ich denke, wenn man was im Hals hat, hat man automatisch mehr Angst, als wenn z. B. der Fuß weh tut :-)

Die Absetzsymptome hab ich von Anfang an als körperlich und nicht im Rahmen meiner Angsterkrankung empfunden. Nur gestern war ich dann echt ängstlich als ich gelesen habe, dass man nach so vielen Wochen nur schwer wieder eindosieren kann und evtl. noch paradoxe Symptome bekommt.

Da ich arbeiten muss und will, ist nachts rumwandern nicht wirklich auf Dauer eine Lösung. Ich werde jetzt am Wochenende eben mal mit 3,25mg probieren und die mit dem Tablettenteiler aus den 15ern rausschneiden.

LG
Ramona
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Medlem » Freitag, 14.07.17, 11:23

Hallo Ramona,

also dann hast Du eigentlich gar keine Angsterkrankung, sondern es war eine berechtigte normale Reaktion auf die Symptome. Das ist eine gute Ausgangsvoraussetzung.

Leider passiert es oft, dass jemand zuerst eine psychiatrische Diagnose erhält und das Körperliche erst danach richtig abgeklärt wird.

Bitte sei Dir bewusst, dass Psychopharmaka auch Depressionen oder psychische Symptome auslösen können. Ich hatte beim Absetzen von Mirta auch immer wieder eine komische gedrückte pessimistische Stimmung. Das bist nicht Du, falls es Dir auch so gehen sollte!

Liebe Grüße

Medlem
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von padma » Freitag, 14.07.17, 13:34

hallo Ramona, :)

nochmal zum Teilen der Tablette. Erfahrungsgemäss ist das Teilen ausserhalb der Bruchkerbe mit Tablettenteiler oder Messer ungenau. Das haben ADFD´ler die die Teile nachgewogen haben, von denen sie glaubten, dass sie gleich seien, immer wieder festgestellt. :?

Ich rate dir daher, sobald es dir möglich ist, Spritzen zu besorgen und die Wasserlösemethode anzuwenden.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Razia » Freitag, 14.07.17, 13:37

Hallo Medlem

also die Angsterkrankung war schon da, weil normalerweise reagiert man ja auf sowas mit Angst und beruhigt sich dann wieder. Ich bin leider nicht wieder runtergekommen, vermutlich auch dadurch, dass jeder sagte, es wär nix. Das hatte sich dann schon festgesetzt und ich konnte nicht mehr einschlafen, ohne nach ein paar Minuten aufzuschrecken. Ich hatte dann in der Klinik 7,5mg Zopiclon und eben damals 30 mg Mirtazapin. Den Kram hatte ich nur für 4Wochen und dann erfolgreich abgesetzt, aber dann kam der stille Reflux wieder (ich wusste damals nicht, was es ist, nur dass es was im Hals ist) und hab dann zum beruhigen und schlafen können wieder 15mg Mirtazapin verordnet bekommen.

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mir das Mirtazapin damals auch wirklich das Leben leichter gemacht hat. Nur nach den ganzen Monaten hat es ja dann keine sedierende Wirkung mehr und da ich "nur" 15mg nahm, dachte ich, ich könne einfach absetzen. In den Monaten, in denen ich es konstant mit 15mg genommen habe (seit September 2016 bis Mai 2017) hatte ich keine Nebenwirkungen und auch keine psych. Symptome.
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Razia » Freitag, 14.07.17, 13:39

padma hat geschrieben:hallo Ramona, :)

nochmal zum Teilen der Tablette. Erfahrungsgemäss ist das Teilen ausserhalb der Bruchkerbe mit Tablettenteiler oder Messer ungenau. Das haben ADFD´ler die die Teile nachgewogen haben, von denen sie glaubten, dass sie gleich seien, immer wieder festgestellt. :?

Ich rate dir daher, sobald es dir möglich ist, Spritzen zu besorgen und die Wasserlösemethode anzuwenden.

liebe Grüsse,
padma

Hallo Padma

danke für den Hinweis. Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich wie folgt vorgehen:

15mg Tablette in 50ml Wasser lösen
Davon 25ml mit der Spritze abziehen ergibt 7,5mg und davon nochmal 12,5ml abziehen wäre dann 3,25mg, richtig? Das dann mit zusätzlichem Wasser trinken?

LG
Ramona
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von padma » Freitag, 14.07.17, 13:55

liebe Ramona, :)

ja, das passt.
Deutlich einfacher ist allerdings 12,5 ml aufzuziehen und diese 12,5 ml direkt einzunehmen.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Razia » Freitag, 14.07.17, 15:41

Danke, meine bessere Hälfte besorgt mir gerade Einwegspritzen, da ich noch auf Arbeit bin und ich werde dann heute Abend mit 3,25mg Mirtazapin anfangen.
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Jamie
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Re: Mirtazapin kalt abgesetzt

Beitrag von Jamie » Freitag, 14.07.17, 16:01

Hallo Ramona, :)

sehr schön.
Gutes Gelingen!
Bitte halte uns auf dem Laufenden, wie es dir ergeht.

Grüße,
Jamie
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