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Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Montag, 13.08.18, 18:03

Hallo, Ihr Lieben!

Ich habe diesen Bericht gelesen und kann nur heulen.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 87#p264487

Dieser Zustand ist so schwer auszuhalten und es tut so gut zu lesen, dass dieser Albtraum tatsächlich zu Ende geht.

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Mittwoch, 15.08.18, 20:30

Hallo, Ihr Lieben!

Ich bin jetzt knapp zwei Stunden spazieren gegangen, nicht weil es mir gut geht, sondern aus lauter Verzweiflung.

Ich wiederhole mich, ich weiß: Es geht mir viel besser als während der Einnahme von Paroxetin, es geht mir viel besser als vor einigen Monaten, aber es geht mir immer noch schlecht.

Neuro-Erinnerungen und -Emotionen, Hoffnungslosigkeit, ach, das ganze Programm!

Aber wenn ich ehrlich bin, alles etwas geschwächt, nicht so schlimm wie früher.

Ach, ich weiß nicht, was ich schreiben soll.

Ich wünsche uns allen eine gute Nacht. :bettzeit:

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Jofab » Donnerstag, 16.08.18, 8:29

Guten Morgen liebe Muryell,

liebe Grüße von mir und einen festen Drücker ! :hug:

Das Auf und Ab nervt - ich weiß wie schlimm Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit sind -
aber es ist doch gut, daß es nicht mehr so schlimm ist !

Du erkennst wenigstens eine Entwicklung ! Und dank Bienes Bericht kannst du große Hoffnung haben,
daß es vielleicht bald vorbei ist !

Wünsch dir heute einen besseren Tag. :)

Ganz liebe Grüße
Ilse

Übrigens - deine Zeichnungen sind einfach toll !
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 16.08.18, 8:49

Guten Morgen, liebe Ilse!

Vielen Dank für Deine lieben Worte und für das Kompliment.

Oft möchte ich etwas schreiben und ich weiß nicht was! Ich kann auch nicht mehr mit den Menschen sprechen. Was soll ich sagen? Was soll ich schreiben? Es geht mir schlecht, ich habe Angst davor, wie der Tag wird. Das kennen wir alle hier.

Ich habe kurze Krisen am Tag, während denen ich nichts machen kann, ich liege nur da und lasse die Welle über mich rollen. Ich sage nicht mal meinem Mann, wie es mir tatsächlich geht.

Am schlimmsten ist dieses stetige Leiden in der Brust, ich weiß gar nicht, wie ich das sonst beschreiben soll. Das ist immer da, auch wenn es mir besser geht.

Bienes Bericht hat mir sehr gut getan, ich habe bestimmt eine Stunde geheult, nachdem ich ihn gelesen habe. Da wurde es mir bewusst, wie sehr ich unter diesem Zustand leide.

Ich mache einfach weiter, von Minute zu Minute. Abends, wenn ich ins Bett gehe, denke ich: „Noch einen Tag geschafft!“

Aber das kennen alle hier. Es ist mir auch unangenehm zu jammern. Das kennen wir alle auch hier. Es geht uns schlecht, und uns ist es unangenehm, weil wir uns beschweren.

Ich wünsche Dir auch einen besseren Tag, liebe Ilse. Wir müssen einfach weitermachen.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Donnerstag, 16.08.18, 16:03

Hallo, Ihr Lieben!

Meine eine Schwester hat mich angerufen und ich konnte ganz ehrlich mit ihr sprechen und ihr sagen, wie schlecht es mir tatsächlich geht.

Sie hat mir Mut gemacht und auch von sich erzählt, wie sie auch übermedikamentiert war und es ihr immer schlechter ging, keine PP, sondern Cholesterinsenker, Schmerzmittel und Ähnliches. Seit Monaten ist sie bei einer Ärztin für Naturheilkunde, nimmt keine Medikamente mehr und es geht ihr viel besser. Ich wusste das alles, es hat mir aber jetzt gut getan, zu sehen, dass sie meine Beschwerden ernst nimmt, keine Vorwürfe macht und mir Mut gemacht hat.

Ich wünsche uns allen noch einen schönen Tag.

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Petunia » Donnerstag, 16.08.18, 16:18

Liebe Muryell,

Das freut mich sehr, dass Du mit Deiner Schwester so offen reden kannst und sie Dich versteht. Wie wohl so etwas tut!

Ich wünsche Dir so sehr, dass es Dir bald besser geht und auch dieses Leid in der Brust weggeht. Ich glaube, ich verstehe, was Du damit meinst. Ich fühle das zwar mehr im Rücken, aber es ist wahrscheinlich ähnlich. Und wirklich immer da.

Dicke Umarmung
Beate
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von LenaLena » Freitag, 17.08.18, 12:49

Liebe Muryell,

das ist toll, dass du da solchen Beistand und Verständnis bekommst!
Ich weiß, wie sich das anfühlt (nämlich sehr tröstend), bei mir wars ähnlich, als ich langsam meinem engeren Umfeld begonnen habe zu erzählen, was ich gerade durchmache. Und alle mit Verständis reagiert und mir Mut gemacht haben.

Ja, man hört immer öfter von Medikamentenschäden, da heute ja schon beinahe jeder Mensch dauermedikamentiert ist. Ich persönlich bin der sicheren Überzeugung, dass das alles (nicht nur PP) auf Dauer nicht gut ist, genau wie deine Schwester sagt. Weg davon zu kommen ist der Weg zur Gesundheit.
Es wird ja im Grunde auch deutlich gesagt, dass jedes Medikament Nebenwirkungen hat.

Aber nicht nur das ... mich hat das vor einiger Zeit mal interessiert, warum viele Medikationen so schaden. Wenn man zB Blutdruck- oder Cholesterinsenker nehmen soll, weil der Wert zu hoch ist: der Körper hat den Wert absichtlich hochgeschraubt, um uns auf einen Missstand aufmerksam zu machen. Um uns zum Handeln zu zwingen. Gesündere Ernährung, Lebensweise, mehr Bewegung, weniger Stress etc.
Nun gehen wir hin und senken die Werte künstlich mit einem Medikament. Der Körper denkt sich: Nein, so merkt der Mensch das nie, dass etwas nicht stimmt, dass etwas in seinem Leben toxisch für ihn ist! - und gleicht das wieder aus, indem er den Wert nach oben anpasst (der Körper ist immer auf ein gesundes Gleichgewicht aus, eine Selbstregulation des Systems, Homöostase nennt man das). Wir bekommen also noch höhere Dosen an Senkern verordnet... und immer so weiter, bis der Körper sich verausgabt hat. Und wir krank werden. Mit Schmerzmitteln dasselbe.
Die toxischen Lebensumstände sind natürlich zudem immer noch da.

Wir sind so durch unser Gesundheitssystem oder vielleicht auch durch die schnelllebige Gesellschaft, in der man zu funktionieren hat, erzogen worden - passt was nicht, schnell ein Pillchen hier und eins da für schnelle Hilfe. Keine langwierigen Änderungen, schnelles Funktionieren. Traurig!

Ich würde nur noch im absoluten Notfall Medikamente nehmen, wenn es keine andere Lösung mehr gibt. Das hat mich diese Erfahrung gelehrt.

Alles Gute und viel Kraft dir, Muryell! Bist eine sehr tapfere Kämpferin!
Du wirst sehen, es wird alles besser und wieder gut! :)

LG Lena
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Freitag, 17.08.18, 16:26

Danke, liebe Lena.

Ich kann im Moment nicht viel schreiben.

Es ist einfach furchtbar!

Wellen rollen über mich, nicht eine einzige, nein, mehrere, gleichzeitig, Riesenwellen, von allen Seiten!

Letzten Sommer musste ich hier in meinem Zimmer kriechen, weil meine Beine gelähmt waren.

Wie bin ich in diesem Albtraum geraten?

Und vor allen Dingen, wie komme ich hier raus?

Verzweifelte Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Petunia » Freitag, 17.08.18, 16:32

Liebe Muryell,

ich drück Dich! Wir lassen uns nicht runterdrücken von den Wellen! Niemals! Auch wenn wir zwischendurch verzweifeln.

Alles Liebe Beate
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Freitag, 17.08.18, 16:39

Danke, liebe Beate, es tut sehr gut das zu lesen.

Ich bin so erledigt, dass ich gerade so Kraft habe, um zu tippen.
Vielleicht geht es mir später besser und ich kann ein bisschen spazieren gehen.

Liebe Beate, lass uns Wellen reiten.


https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 92#p265392

Alles Gute

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von gioia » Freitag, 17.08.18, 16:49

Liebe Muryell

:hug:

Bin betroffen dass es dich wieder so schlimm erwischt!
Ach diese sch :censored: Wellen sollen sich endlich verziehen!!

Alles Gute
Gioia
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von weg » Freitag, 17.08.18, 16:57

hi muryell,

ich sende dir eine :hug: und :fly: :fly: :fly:

danke für das wellen- und surfbild. :sports:

herzlich
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Freitag, 17.08.18, 17:06

Danke, Ihr Lieben, für Eure Worte.

Liebe Gioia, im Moment glaube ich nicht, dass diese Wellen sich verziehen werden.
Das Gute ist, ich schaffe die Tage zu überstehen, ohne irgendein Mittel zu nehmen. Im Mai habe ich noch versucht, die Beschwerden mit Atosil und Neurexan zu lindern. Jetzt schaffe ich es, ohne irgendetwas zu nehmen.

Aber ich liege nur da, ich weine und bin nur erledigt. Morgens kann ich noch ein bisschen malen. Jetzt kann ich nur die Wellen auf mich prallen lassen.

Ich weiß nicht, was ich noch schreiben kann.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Kaenguru70 » Freitag, 17.08.18, 18:06

Hallo liebe Muryell,

Es hört sich schrecklich an, was du und die anderen ertragen müssen.
Kurz nach dem Absetzen ging es dir noch so gut und jetzt das.
Die hast mein ganzes Mitgefühl.

Deine Bilder sind ganz toll und es ist schön, dass du sie mit uns teilst.
Ich bin immer noch dafür, dass du sie ausstellst.

Ich drücke dir die Daumen für ein Fenster.

Liebe Grüsse
Sarah
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Petunia » Freitag, 17.08.18, 19:04

Liebe Muryell,

ich weine und surfe mit Dir! tolles Bild!

nochmal dicke Umarmung

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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Jofab » Freitag, 17.08.18, 20:45

Liebe Muryell,

ich weiß auch nicht, was ich dir schreiben soll. Nur - das ich in Gedanken oft bei dir bin.
Mir geht es auch nicht gut. Was sagst du immer - weitermachen - irgendwie....was bleibt uns sonst....
irgendwann soll es besser werden. Sagen alle, die mehr wissen als wir.

Alles Liebe
Ilse
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Samstag, 18.08.18, 9:54

Guten Morgen, Ihr Lieben!

Vielen Dank für Eure Teilnahme.
Es hilft mir sehr, Eure Nachrichten zu lesen.

Heute geht es mir ein bisschen besser, die Beschwerden sind nicht so stark wie sonst.

Vielleicht schaffe ich später, mehr zu schreiben.

Ich wünsche uns allen ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße

Muryell
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von houelle1 » Samstag, 18.08.18, 17:59

Liebe Muryell :)
(jetzt hoffentlich richtig geschrieben...)

Danke Dir sehr für Deine so berührenden Zeilen in meinem Thread.
Wollte mich für Deine tollen Zeichnungen bedanken - ich bin diesbezüglich völlig talentfrei :)

Und noch was: ich habe Dich so bewundert, dass Du zum Frisör gehen konntest. Ich war dort angstgedingt vier Jahre nicht mehr :shock:

OMG - das darf man wohl auch nur in diesem Forum schreiben :)

Fühl Dich gedrückt und hoffentlich findest du Courage und Kraft um weiter durchzuhalten! Wir helfen uns dabei, ja!?!

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Diagnosen: Angst und Depression gemischt, generalisierte Angststörung, Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung

2008: erstmals Deanxit (1-0-0) für ca. 4 Monate, keine Absetzproblematik

Dezember 2014-Juni 2015: neuerlich Deanxit, Absetzversuch nach Auslassmethode
fehlgeschlgen, massive Verschlechterung der Symptomatik

Juli 15-September 15: Versuche mit Opipramol, Amitryptilin, Abilify, Mirtazapin, alles nicht vertragen. Über vier Wochen regelmäßig (2-3 Mal/Woche Tavor, 1 mg)

14.September 2015-29.September 2015, freiwilliger Psychiatrieaufenthalt: Buspiron (20 mg?) und Olanzapin (5mg), dann Lyrica (mg?) und Olanzapin. Lyrica nicht vertragen, massive Entfremdungsgefühle. Entlassungsmedikation: Olanzapin 10 mg, Cipralex 10 mg. (habe ich aber nie genommen)

Oktober 2015-Dezember 2015, ein Mal IMAP-Spritze (Fluspi): Dosierung?

Dezember 2015-Juli 2016: Deanxit selbstmächtig eindosiert, 3 Wochen super gefühlt, dann wegen massivem Schwindel und Derealisierung auf 3/4 reduziert, dann langsam auf die Hälfte. Hälfte wohl zu abrupt abgesetzt. Symptome: ständig wechselnd: zuerst große Erschöpfung, dann Aggression, Weinkrämpfe, dann Depressivität und Angst, permanente Reizüberflutung, ertrage Leute schwer. Seit 2 Monaten nicht arbeitsfähig

August 2016: 2 Tage Seroquel retard 50 mg (nur noch müde), 10 Tage Opipramol 50 mg, wegen aufkommender starker Zwangsgedanken Reduktion auf 25 mg, wegen Unruhe: auch Opi abgesetzt

Ende August: 1/2 Deanxit wieder eindosiert. Fühle mich etwas stabiler

seit 3.10.2016: 5 mg Cipralex. Fühle mich abgetötet und verzweifelt, massive Schlafstörungen, trotzdem auf 10 mg hochdosiert, Stabilisierung, allerdings alles 'verlangsamt', sehr starke Tagesmüdigkeit (um 17..00 zu Bett), was mit meine Beruf schwer vereinbar ist

ca. Februar 2017: Reduktion auf 5 mg (zu schnell, ich weiß), nichts gespürt, außer 2 Wochen Übelkeit

Februar 2017-Juni 2017: immer weiter 'runtergebröselt' (nicht nachmachen, da ungenau!!) bis 0.

Böses Erwachen Ende Juli 2017: Heulkrämpfe, starke Depressivität. Wiedereindosierung von 1,5 mg, Stabilisierung

25.10.2017: letzte Dosis genommmen seitdem auf 0: vier Wochen wunderbar, als wäre ich nie 'krank' gewesen. Dann schleichen sich Symptome ein, starke Stimmungsschwankungen, Alltagsbewältigung eher schwierig, aber auch Fenster. Ich war wohl zu schnell mit Absetzen, v.a. mit dem letzten Schritt, ca. 1 mg auf 0.

ca. seit Dez 2017: Verstärkung der Symptome.

seit Feb 2018: v.a. morgendliche Unruhe, verstärkte Ängste. Alltag wird schwieriger.

26. Februar 2018: Symptome zu stark; kaum Alltag möglich; dosiere 0,1 mg Escitalopram wieder ein

14.03. 2018: Lasse Esci wieder weg. Bluthochdruck und Panikattacken. Seitdem wieder auf 0. Fühle mich gerade gut.

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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von LenaLena » Sonntag, 19.08.18, 11:28

Liebe Muryell,

nach dem, was ich jetzt nach diesem Jahr Entzug weiß und von anderen erzählt bekommen und gesehen habe, habe ich mir schon gedacht, dass es bei dir noch mal ordentlich rund gehen wird. Ich sage das nicht, um dich zu entmutigen, sondern um dir zu sagen, dass es nach Null, v.a. bei etwas rasanterem Absetzen (was ich ja auch gemacht habe), häufig dieses Muster zu geben scheint. Erstmal sind leichte Symptome da, in Wellen schwerere... dazwischen immer recht gut. Und dann, und bei vielen spielt sich das um Monat 5-7 ab, warum auch immer... gibt es diesen Höhepunkt.
Bei mir war das im Jänner und Februar der Fall. Da krachte es erstmal, ich hatte 6 Wochen kein Fenster und lag nur bewegungslos und von Angst gebeutelt herum. Gleichzeitig zeigte mir mein Körper enorm stark, dass ich einiges an Essen nicht mehr vertrage, was ich dann natürlich auch geändert habe.
Und als ich diesen Punkt überwunden hatte, ausgehalten hatte, diese schlimmste und längste aller Horrorshows, ging es aufwärts! :)
Zwar nicht linear, ihr wisst ja, wie das ist ... immer wieder holen einen Wellen ein, zwei Schritte vorwärts, einer zurück... aber dazwischen ging es mir jeweils deutlich besser. Und im Juni hörten dann die Wellen auf, so intensiv zu sein. Das ist bis jetzt auch so geblieben.
Ich leide manchmal noch sehr, aber ich bin so gut wie gar nicht mehr in solche Zustände geraten wie vorher, wo ich einfach nur dachte: Hilfe!!! :shock:

Daher surf weiter Wellen, ich bin sicher, dass du zur Zeit ein großes Wellental durchsurfst, hinter dem es irgendwann ruhigere Gewässer geben wird! :sports: Es WIRD besser werden, ich sehs an mir!

Zudem gehst du es meiner Meinung nach genau richtig an, das ist der Weg zur Heilung: Aushalten, Wellen über einen drüber rauschen lassen, keine Medikamente einnehmen (also keine psychoaktiven!), einfach ERTRAGEN.
Und das Wichtigste, auch wenn man das in dem Moment nicht so fühlen kann: Die Hoffnung hochhalten. Das ist der Zauberschlüssel, um das durchzustehen (meine Empfehlung immer: Baylissa-Texte lesen :D ).
Ich sehe, wie gut und tapfer du das machst, daher zweifle ich nicht, dass du das super meistern wirst! :hug: Du schaffst es, da durchzugehen und wieder ganz gesund zu werden! :fly:

LG Lena

P.S.: Deine Zeichnungen sind soo ausdrucksstark, du bist wirklich begabt!
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Re: Muryell: Lyrica (Pregabalin) und Paroxetin absetzen

Beitrag von Muryell » Sonntag, 19.08.18, 12:13

Ihr Lieben!

Vielen Dank für Eure Nachrichten!

Liebe Lena, ich bin auch davon ausgegangen, dass nach 0 noch die dicken Wellen kommen, deshalb wollte ich mich
(noch :D ) nicht im Thread „AD erfolgreich abgesetzt“ eintragen. Trotzdem habe ich gehofft, dass sie gar nicht kommen. :whistle:

Ich wiederhole mich, es geht mir viel besser, nachdem ich das Paroxetin abgesetzt habe. Es ist trotzdem extrem hart und vor allen Dingen lang!

Es hilft mir sehr, wenn ich hier lese, dass dieser Zustand tatsächlich irgendwann zu Ende geht.

Vielen Dank an alle, die das immer wieder schreiben.

Liebe Grüße

Muryell

P.S.: Gestern Abend war ich wieder mit meinem Mann in einem Lokal in der Fußgängerzone und die Frau „Dokta „ war wieder da. Ich glaube, sie wohnt bei mir in der Nähe. :sports:
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