Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Bartschi: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / schlechte Blutwerte. Schwanger!

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Bartschi
Beiträge: 127
Registriert: Freitag, 22.07.16, 12:43

Bartschi: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / schlechte Blutwerte. Schwanger!

Beitrag von Bartschi » Freitag, 22.07.16, 13:08

Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und bin gerade an einem Punkt, wo ich nicht weiß, welches weiteres Vorgehen jetzt richtig ist für mich und meinen Körper.
Aufgrund einer Fehlbehandlung mit Pantoprazol (Säureblocker) bin ich Anfang des Jahres in extreme Schlafstörungen gerutscht und das Auschleichen von dem Mittel hat zudem zu Herzrasen und Unruhe geführt und ich war kaum arbeitsfähig und lange krank. Bin aktuell noch dabei die letzten 10 mg von dem Säureblocker abzusetzen, was sehr schwierig ist, da der Körper mit ganz viel Magensäure reagiert und man heftiges Sodbrennen hat.

Naja, damit ich endlich mal wieder schlafen konnte, hat man mich letztendlich auf Doxepin (die 25 mg Tabletten) eingestellt. Vorher wurde erst Amitryptylin, Opipramol und Mirtazapin probiert, die ich nicht vertragen hatte. Zuerst hatte ich 50 mg Doxepin (Seit März 2016), dann bin ich runter auf 43,75 mg, dann auf 37,5 mg, was problemlos funktionierte. (also immer 1/4 Tablette weniger). Jetzt vor zwei Wochen habe ich versucht, die nächste viertel Tablette wegzulassen und nach paar Tagen hatte ich plötzlich Herzrasen, Magenoprobleme, Unruhe, Schwindel...wahrscheinlich also Absetzsymptome??? Bin dann wieder zurück auf 1 1/2 Tabletten (37,5mg) gegangen, die ich ja bis dahin soweit vertragen hatte. Da aber mein Wunsch, endlich frei von Chemie zu sein, so groß ist und das Doxepin zudem auch mein Sodbrennen verstärkt (denke mittlerweile fast, dass ich zu wenig Magensäure habe, da der Säureblöcker ja die Magensäure hemmt und ich gelesen habe, dass Doxepin auch in dieser Richtung wirkt), habe ich nun meine Psychologin gefragt (mache begleitend eine Psychotherapie), ob ich auf die Tropfenform umstellen kann, da man damit feiner runterdosieren kann.

Vor drei Tage habe ich nun auf die Tropfen umgestellt und nehme umgerechnet die Dosis, die ich bis dahin vertragen hatte, also 37,5 mg. Nun habe ich seit gestern wieder Symptome in Form von Unruhe, Druck auf den Augen, total kaputt und müde tagsüber, kribbeln im Kopf, Rücken und Brust. Kann es sein, dass die Umstellung von Tabletten auf Tropfen Schwierigkeiten macht. Hätte ich erst weiter Tabletten nehmen sollen und die Tropfen langsam einschleichen? So nach dem Motto 1 1/4 Tabletten und den Rest in Tropfenform und dann langsam immer mehr weg von der Tablettenform und mehr in Richtung Tropfen gehen?

Weiß nicht so recht, wie ich nun weitermachen soll? Doch lieber wieder Tabletten nehmen (da ich die ja soweit vertragen hatte) und mit einem Tablettenteiler versuchen krümelweise abzusetzen? Oder die Symptome jetzt aussitzen, bis sich der Körper an die Tropfen gewöhnt hat? (macht es was aus, ob man die Tropfen verdünnt oder pur einnimmt?) Oder eben wie oben geschildert zum Übergang erst einmal ein Teil Tablette und ein Teil Tropfen einnehmen, um auf die Gesamtdosis zu kommen und nach dem Übergang erst weiter ausschleichen?

Fragen über Fragen, aber weder mein Hausarzt noch die Psychologin nehmen die Absetzproblematik wirklich für voll...und auf Dauer solche Symptome zu ertragen geht einfach nicht, da ich alleinerziehend bin und mich doch um meine Tochter kümmern muss. Ich weiß, dass ich das AD ganz langsam ausschleichen muss, aber dass mir jetzt dieser Übergang von Tabletten auf Tropfen schon Probleme macht, damit hätte ich nicht gerechnet. :evil:

Deswegen bin ich für Euren Rat dankbar, da ich jetzt einfach auf die richtige Art und Weise weiter machen will....
Zuletzt geändert von Gwen am Freitag, 22.06.18, 15:28, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Name im Titel ergänzt zur besseren Übersichtlichkeit im Forum

padma
Team
Beiträge: 15637
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 38836 Mal
Danksagung erhalten: 20627 Mal

Re: Neu hier und Probleme mit Doxepinumstellung auf Tropfen

Beitrag von padma » Freitag, 22.07.16, 13:58

hallo Bartschi, :)

willkommen im ADFD. Gut, dass du zu uns gefunden hast.

Du hast nun leider 2 medikamenteninduzierte Probleme am Hals, die Abhängigkeit von Pantoprazol und die von Doxepin. Beide müssen ganz langsam ausgeschlichen werden. Wir empfehlen jeweils Reduktionen von höchstens 10 % alle 4 - 6 Wochen. Es darf immer nur ein Medikament zu einer Zeit reduziert werden.

Zu den PPIs haben wir hier einen thread, lies dich da bitte mal ein. viewtopic.php?f=57&t=9393
Vorher wurde erst Amitryptylin, Opipramol und Mirtazapin probiert, die ich nicht vertragen hatte. Zuerst hatte ich 50 mg Doxepin (Seit März 2016)
Durch die vielen Medikamentenwechsel ist dein Nervensystem jetzt vermutlich sehr sensibilisiert, dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Absetzschwierigkeiten. Es ist dann besonders wichtig sehr langsam und behutsam vorzugehen.
Jetzt vor zwei Wochen habe ich versucht, die nächste viertel Tablette wegzulassen und nach paar Tagen hatte ich plötzlich Herzrasen, Magenoprobleme, Unruhe, Schwindel...wahrscheinlich also Absetzsymptome???
Ja, das sind typische Absetzsymptome. Es ist oft so, dass es im unteren Bereich schwieriger wird und man nur noch kleinere Schritte verträgt.
Kann es sein, dass die Umstellung von Tabletten auf Tropfen Schwierigkeiten macht.
Ja, manche Betroffene vertragen die Tropfen nicht so gut. Wir empfehlen daher schrittweises Umstellen.

Ich denke am günstigsten wäre es, wieder auf die Tabletten zurückzugehen und dann warten bis die Symptome abgeklungen sind, mindestens jedoch 4 Wochen.

Dann kannst du mithilfe der Wasserlösemethode oder mit einer Feinwaage in 10 % Schritten, jeweis von der letzten Dosis an gemessen, abdosieren.

Zunächst sollten wir jedoch noch überlegen, welches der beiden Medikamente du am besten zuerst absetzt, oder ob es erforderlich ist, schrittweise mal das eine und mal das andere zu reduzieren.

Hier noch zum Einlesen:
FAQs AD absetzen
Was passiert bei der AD Einnahme und im Entzug
AD Absetzinformationen

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 3):
SunnyroseLinLinaJamie
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Jamie
Beiträge: 15883
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 19861 Mal
Danksagung erhalten: 26223 Mal

Re: Neu hier und Probleme mit Doxepinumstellung auf Tropfen

Beitrag von Jamie » Freitag, 22.07.16, 16:09

Hallo Bartschi,

auch von mir willkommen im ADFD :)

padma :) hat bereits alles Wichtige gesagt.
Die Idee mit der Umstellung auf Tropfen war richtig, aber dann muss man schauen, ob und wie man sie verträgt, denn es kommt schon immer mal wieder vor, dass ein Wechsel der Darreichungsform leider dann doch nicht klappt.
Kann es sein, dass die Umstellung von Tabletten auf Tropfen Schwierigkeiten macht. Hätte ich erst weiter Tabletten nehmen sollen und die Tropfen langsam einschleichen? So nach dem Motto 1 1/4 Tabletten und den Rest in Tropfenform und dann langsam immer mehr weg von der Tablettenform und mehr in Richtung Tropfen gehen?
Das finde ich ein gutes Vorgehen. Da könntest du auch schauen, was die Symptome machen.
Ansonsten kommt für Doxepin auch noch die Wasserlösemethode bzw. das Arbeiten mit der Feinwaage infrage (padma :) hat dir alles verlinkt); du hast also noch Optionen.

Zum Pantoprazol. Unser PPI-Thread wird förmlich gestürmt in den letzten Tagen; also ich komme kaum noch hinterher. :o
Ich finde es aber ganz wichtig, dass du jetzt keine übereilten Entscheidungen triffst, sondern dich in Ruhe einliest und dann schaust, ob ein Wechsel von Pantoprazol auf (Es-)omeprazol für dich infrage kommt. Danach könntest du per Kügelchenmethode ausschleichen.

Leider gibt es enge Wechselwirkungen zwischen Magen-Darm-Problemen, PPI und Nebenwirkungen / Absetzerscheinungen von Psychopharmaka, sodass man jedes Schräubchen, an dem man dreht, gut beobachten muss. Es wird nicht einfach werden da Ursache, Wirkung, Kausalität und Korrelation herauszufinden, aber mit Geduld und gut geplantem Vorgehen sollte es klappen. :group:

PS. noch ein Tipp: "Retterspitz innerlich" wirkt sowohl bei zu viel als auch bei zu wenig Säure. Es wird im PPi Thread erörtert mit all seinen Vor- und Nachteilen.

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
SunnyroseMurmelinepadma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Kimeta
Beiträge: 736
Registriert: Freitag, 07.09.12, 17:07
Danksagung erhalten: 1353 Mal

Re: Neu hier und Probleme mit Doxepinumstellung auf Tropfen

Beitrag von Kimeta » Freitag, 22.07.16, 17:13

Hallo Bartschi,

ich hatte anfangs eine Abneigung gegen Tropfen und höre normalerweise auf solche Bauchgefühle. Da es bei mir mit dem Teilen der Dragees (!) aber nicht klappte und ich die Wasserlösemethode noch nicht kannte, bin ich bei Tropfen geblieben und komme inzwischen sehr gut damit klar. Ich stelle allerdings sicherheitshalber auch immer nur einen Teil der Dosis von den Tropfen mit 2 mg auf Tropfen mit 0,5 mg um, um völlig sicher zu gehen. So ähnlich also, wie Du Dir das mit der Umstellung von Tabletten auf Tropfen überlegt hast. Ich möchte Dich wie Jamie und padma ermutigen, auf die Tabletten zurückzugehen, Dich zu stabilisieren und dann portionsweise auf Tropfen umzustellen. In meiner Signatur habe ich unter "Mein Plan" verlinkt, wie ich mir das bei mir optimalerweise vorstelle.

Außerdem denke ich auch, dass Dir in wenigen Monaten ziemlich viel Hin und Her zugemutet wurde und deshalb die Bitte: nicht nur das Präparat langsam umstellen, sondern vor dem weiteren absetzen unbedingt stabilisieren und dann sehr vorsichtig und aufmerksam sein.

Viele Grüße,
Kimeta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kimeta für den Beitrag (Insgesamt 4):
JamieMurmelinepadmaSunnyrose
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 22.10.2018: 2,25 mg.

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Bartschi
Beiträge: 127
Registriert: Freitag, 22.07.16, 12:43

Re: Neu hier und Probleme mit Doxepinumstellung auf Tropfen

Beitrag von Bartschi » Samstag, 23.07.16, 11:17

Hallo und ganz vielen lieben Dank an Padma, Jamie und Kimeta,

ganz lieb, dass Ihr so schnell reagiert habt. Da ich Eure Antworten erst heute früh gesehen habe, habe ich gestern nochmal die Tropfen genommen, aber das gleiche Spiel, seit dem Aufwachen wieder Herzrasen, unruhig, Magenschmerzen, hundemüde und geschlaucht. Hab mit den Tabletten besser schlafen können. Ja, momentan weiß ich nicht genau, woher die Magenschmerzen und das Sodbrennen nun genau kommen, vom Auscchleichen des Doxepins bzw. vom Doxepin selbst, oder von dem miesen Säureblocker.

Ich muss mich berichtigen, ich nehme schon seit längerer Zeit das Esomeprazol 20 mg und hab mich Kügelchenweise eben auf die aktuell noch knapp 10 mg vorgekämpft. Angefangen hatte alles mit Pantoprazol

Angefangen hat alles letztes Jahr mit vermehrten Magenschleimhautentzündungen (heute weiß ich,es war einfach Stress). Irgendwann hatte ich die Nase voll und bin zu einer FRau Prof. Dr. für Magen-Darmprobleme. Die hat gespiegelt und gemeint, sie würde mich gern drei Monate mit Pantoprazol 40 mg jeweils morgens und abends behandeln, damit die Schleimhäute abheilen können. Heute weiß ich, dass die Dosis viel zu hoch war und der Zeitraum viel zu lang. Würde die Ärtzin am liebsten verklagen, sie hat mich krank gemacht. Erst ging es mit dem Pantoprazol ganz gut, dann habe ich Nebenwirkungen bemerkt, wusste aber noch nicht woher es kam: Schlafstörungen, Unruhe, Abgeschlagenheit...dann hatte ich einen schlimmen Infekt und es wurde wieder gespiegelt. Es hieß, der Magen sieht gut aus, ich sollte mich der Ärztin sprechen wegen dem Pantoprazol. Sie meinte nur, ist ja gut, dann nehmen sie das Pantoprazol nicht mehr. Tja, heute weiß ich, dass das nicht geht und man ausschleichen muss. Ihr könnt euch denken, wozu das geführt hat. Nach drei Tagen ist mein Körper vor Sodbrennen fast kolabiert. Nix ging mehr, habe extrem abgenommen und mein Darm hat nicht mehr richtig gearbeitet. Habe dann mit meinem Hausarzt die 20 mg wieder eingeführt und mit der Dosis war der Körper auch lange nicht zufrieden. Dann Umstellung auf Esomeprazol und schrittweise runter auf 10 mg. Seitdem versuche ich mit kostspieligen Darm und Magenaufbaumittel sas ganze System wieder in den Griff zu bekommen. (Heilrede, Probiotikum, Curcumin mit Piperin, Vitamin B12, Iberogast). Habe aber nach wie vor täglich mit Sodbrennen, oft Magendruck und Bähbauch zu kämpfen. Bis Pantoprazol und Esomeprazol kannte ich kein Sodbrennen, nicht mal in der Schwankerschaft.

Aufgrund der schlimmen Schalfproblematik kam dann eben das AD ins Spiel. Da es von Seiten des Arztes heiss, dass man nicht abhängig wird und man es gut auch wieder absetzen kann, habe ich mir da keine Gedanken gemacht, ich wollte einfach wieder Schlafen. Wie gesagt, seit einigen Versuchen mit anderen AD's , nun seit Mitte März das Doxepin. Erst 50 mg, dann Stückchenweise runter auf jetzt 37,5mg.

Da ich so schlimme Erfahrungen mit dem Säureblocker gemacht habe und am eigenen Leib erfahren durfte, was Medikamente anrichten, ich der Wunsch sehr groß, meinen Körper von sämtlichen Sch :censored: zu entgiften. Außerdem bin ich nach zwei Jahren hartem Alltag als Alleinerziehende nun endlich wieder in einer liebevollen Beziehung und wir wollen gern auch Ende nächsten Jahres mal probieren noch ein gemeinsames Kind zu bekommen. Ich würde nie versuchen schwanger zu werden, so lange ich das Zeug noch im Körper wäre.

Da der Säureblocker ja all die Symptome bei mir hervorgrufen hat (war nie depressiv oder hatte auch keine Ängste / die Therapie mache ich gerade, weil es mich so runtergerissen hat, als mein Körper Anfang des Jahres so gestreikt hat), wäre der Gedanke da, erst zu versuchen, diesen nun endgültig loszuwerden. Meine Hausärztin meinte, dass 10mg ja keine Dosis sind und ich sollte versuchen, es ganz weg zu lassen. Ist zweimal in schlimmer Magenschleimhautentzündung geendet...obwohl ich extrem auf die Ernährung achte (kein ZUcker, kein gluten, nix fettiges etc...)

Ich würde denken, dass ich jetzt bei Doxepin, wie von Euch geraten, auf die Tabletten zurück gehe und da stabil bleibe und mich zunächste dem Säureblocker widme und jetzt kügelchenweise runter gehe. Ich hab bei euch im Forum nämlich schon gelesen, dass Darmsanierung und Homöopathie beim Absetzen kontarproduktiv sind. Deswegen vielleicht auch gerade dieser frustrierende Zustand, da ich versucht hatte, mit dem Doxepin runter zu gehen, gliechzeitig das Esomeprazol wegzulassen und die Darmsanierung mache. Erst als ihr mir das jetzt geschrieben habt, verstehe ich die Zusammenhänge.

Wie seht ihr das, ist das ein guter Plan mich wieder stabil auf Doxepin Tabletten zu machen und erst das Esomeprazol loszuwerden? Zumal ich auch gelesen habe, dass das Doxepin ja auch die Magensäure beeinflusst durch seinen Wirkmechanismus. Ich also gerade sozusagen doppelt meine Magensäure runterfahre. Alles ein riesen großer Mist, ich wünschte, ich hätte den Säureblocker nie genommen.

Darf ich Euch mal eine ehrliche Frage stellen? Da ich das Doxepin ja "erst" seit März nehme, meint ihr, das Ausschleichen wird schwer werden? Oder ist es egal, wie lange man das Zeug schon nimmt und das Runtersetzen ist immer risikoreich?

War Anfang des Jahres 10 Wochen krank geschrieben, als der Zusammenbruch durch den Säureblocker kam. Kann jetzt nicht schon wieder ausfallen, muss doch arbeiten, aber viele Tage sind echt hart, da das ständige Sodbrennen und die Magenschmerzen echt schlauchen und natürlich auch der gewisse Überhang durch das Doxepin.


Bin so froh, dass ich Euch gefunden habe. Lieben Dank für Eure Ratschläge. :D :D :D
Zuletzt geändert von Jamie am Samstag, 23.07.16, 14:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Kraftausdruck mit smiley versehen
Wegen wiederkehrenden Magenschleimhautentzündungen, seit Nov. 2015 80 mg Pantoprazol (Fehlbehandlung vom Arzt)
Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, Unruhe, Herzrasen, Abgeschlagenheit
Anfang 2016 ZUsammenbruch, da Arzt meinte, das Pantoprazol solle sofort abgesetzt werden->schlimmer Rebound
Wieder einschleichen von 20 mg Pantoprazol Februar 2016
Durch massive Schlafstörungen und Unruhe schießlich seit März 2016 50 mg Doxeopin
April Umstellung auf Esomeprazol und kügelschenweise runter auf 10 mg, anhaltendes Sodbrennen und Magendruck
Seit Mai 2016 langsam runter gegangen mit Doxepin auf 37,5 mg
Erneuter Versuch Doxepin auf knapp 30 mg runter zu bringen fehgeschlagen, sofort Absetzsymptome
Versuch Esomperazol ganz weg zu lassen, endete zweimal in heftiger Magenschleimhautentzündung
Versuch Doxepin auf Tropfen umzustellen, bekommt mir nicht.

Aktuell 23.07. zurück auf 37,5 mg Doxepin in Tablettenform und erstmal wieder stabil werden
Versuch 10 mg Esomeprazol ganz langsam kügelchenweise runter zu kriegen

Seit august 2016 esomeprazol auf 0
Seit Dezember 2017 doxepin nun schrittweise auf 25 mg reduziert
März 2017 Versuch auf 20mg zu gehen mißglückt wegen absetzsyptomen und Infekt
Zurück auf 25 mg
April 2017 Versuch auf 22,5 mg zu gehen, auch missglückt, weil doch noch nicht stabil und wieder Infekt
27.04. wieder zurück auf 25mg und hoffen auf Stabilisierung
15.05.Reduktion um 10% mit feinwaage auf 22,5mg ( ersten zwei Tage kaum Probleme, nun erkältungsähnliche Symptome)-Symptome durchgehalten, nach vier Tagen Besserung
Ende Mai 2017 Blutbild sehr schlecht, Leukozyten und granulozyten viel zu niedrig und dürfen nicht weiter sinken - doxepin der Auslöser dafür- Ärzte raten dringend zum absetzen von doxepin (5mg aller zwei Wochen).
01.06. 2017 erst nochmal kleiner Schritt auf 20mg, um wieder geraden Wert zu haben ( bis auf paar schlechte Nächte gut vertragen)
15.06.2017 runter auf 15mg (bisher ganz okay)
30.06. runter auf 10mg (Kopfschmerzen, leichtes kribbeln im Kopf)
16.07. runter auf 5mg ( bisher nur wieder schlechter Schlaf, ansonsten ganz okay)
Ende Juli auf 2,5mg (kaum absetzsymptome, außer weiterhin so gut wie kein Schlaf)
Anfang August auf 1,25 mg (schritt ganz gut verkraftet)
Anfang Sept. Positiver Schwangerschaftstest (wegen schwangerschaftsübelkeit erst einmal auf der Dosis geblieben)
Mitte Oktober 2017 schritt auf null( nach drei Tagen schlimme Kopfschmerzen und nackenverspannung)
26.10. Nach einer Woche wieder 0,75 mg eindosiert
30.10.2017 nach wie vor Kopfschmerzen trotz wieder eindosierung vor vier Tagen
25.11.2017 auf 0,65 mg ( weiter mit feinwaage, da Probleme mit Wasserlösemethode
Mitte Dezember 2017 auf 0,55 mg (auf doxepin Tropfen umgestiegen und diesen mit der Wasserlösemethode gestreckt)
Ende Dezember 2017 auf 0,45 mg
Anfang/Mitte Januar 2018 auf 0 mg ( ab und an Bissl Kopfweh, wieder schlechter Schlaf, sonst keine absetzerscheinungen)
März2018 weiterhin auf null (seit eiseninfusionen, Eisen war durch die Schwangerschaft total im Keller, Schlaf wieder besser/ ansonsten weiterhin keine absetzerscheinungen
Ende

padma
Team
Beiträge: 15637
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 38836 Mal
Danksagung erhalten: 20627 Mal

Re: Neu hier und Probleme mit Doxepinumstellung auf Tropfen

Beitrag von padma » Samstag, 23.07.16, 18:27

hallo Bartschi, :)

da ist bei dir ärtzlicherseits wirklich sehr viel schiefgelaufen :frust: und du hast jetzt den Schlamassel. :(
Wie seht ihr das, ist das ein guter Plan mich wieder stabil auf Doxepin Tabletten zu machen und erst das Esomeprazol loszuwerden?
Da dir das Esomeprazol solche Probleme macht, scheint mir das ein guter Plan zu sein. Der Nachteil daran ist, dass du je länger du Doxepin nimmst, es umso fester in den Hirnstoffwechsel eingebaut wird.
Darf ich Euch mal eine ehrliche Frage stellen? Da ich das Doxepin ja "erst" seit März nehme, meint ihr, das Ausschleichen wird schwer werden? Oder ist es egal, wie lange man das Zeug schon nimmt und das Runtersetzen ist immer risikoreich?
Man kann da keine definitiven Voraussagen machen, da viel von der individuellen Empfindlichkeit abhängt. Ein Faktor ist jedoch schon, wie lange man das AD genommen hat. Wenn man es nur kurz genommen hat ist es erfahrungsgemäss eher einfacher es wieder los zu werden als nach einer Langzeiteinnahme.

Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass man wirklich langsam ausschleicht. Das reduziert das Risiko von schweren Entzugssymptomen deutlich. Ich denke, wenn du langsam vorgehst und gut auf deinen Körper hörst, brauchst du dir keine allzu grosse Sorgen zu machen.
Außerdem bin ich nach zwei Jahren hartem Alltag als Alleinerziehende nun endlich wieder in einer liebevollen Beziehung und wir wollen gern auch Ende nächsten Jahres mal probieren noch ein gemeinsames Kind zu bekommen. Ich würde nie versuchen schwanger zu werden, so lange ich das Zeug noch im Körper wäre.
Das freut mich, dass du in einer liebevollen Beziehung lebst. Ich finde es sehr verantwortlich von dir, dass du mit der Schwangerschaft warten wirst, bis du medkamentenfrei bist.

Hier haben wir ein thread zu AD Einnahme und Schwangerschaft

Könntest du bitte noch eine Signatur erstellen? Das ist sehr wichtig für uns um den Überblick zu behalten
http://www.adfd.org/austausch/app.php/rules Punkt 2c

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag:
Jamie
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Bartschi
Beiträge: 127
Registriert: Freitag, 22.07.16, 12:43

Re: Neu hier und Probleme mit Doxepinumstellung auf Tropfen

Beitrag von Bartschi » Samstag, 23.07.16, 19:42

Hallo noch einmal liebe Padma,

es ist so toll, dass Du so schnell antwortest. Mein größtes Problem ist gerade, nicht zu ungeduldig zu werden. Will am liebsten so schnell wie möglich wieder Medikamentenfrei sein. Aber das kennt ihr ja bestimmt.

Ich habe auch echt Respekt davor, das Doxepin noch weiter nehmen zu müssen, bis ich mit dem Esomeprazol durch bin. Aber ihr meintet ja auch, dass beides zusammen runterzufahren keine gute Idee ist. Würde natürlich gern Beides angehen, aber wie denn wohl am Schlauesten?

Hab auch bissl Sorge, dass all die Sachen, die ich gerade für die Darmsanierung tue, negative Auswirkungen auf Absetzversuche vom Doxepin haben könnten.

Also ich nehme heute Abend wieder die Doxepin Tabletten und wenn sich der Körper wieder stabilisiert hat, dann schleiche ich langsam die Tropfen ein. Mit dem Esomeprazol werde ich jetzt jede Woche ein paar wenige Kügelchen runter gehen. Ich hab ja schon die volle Wucht des Reboundes erlebt und mit den 10 mg habe ich nach wie vor Sodbrennen. Als ich vor vier Wochen das Zeug mal ganz weggelassen habe, war das Sodbrennen nur geringfügig schlimmer, aber dafür hatte ich dann ne fette Magenschleimhautentzündung. Allerdings hatte ich da noch gesündigt in Richtung Zucker und Fett, weil ich wieder zunehmen wollte. Das finde ich auch so schlimm, dass ich ruckzuck an Gewicht verliere, wenn die Tage schlimmer sind.

Da ich jetzt ganz arg auf die Ernährung schaue, geht das Runtersetzen jetzt vielleicht besser.

Was meinst Du denn, wann ich mich an das Doxepin rantrauen kann? Immer dann wenn ein Schritt runter vom Esomperazol vertragen wurde?

Schlimm, dass man von den Ärzten nicht für voll genommen wird. Da heißt es nur, dass das doch alles kein Problem ist und wer Symptome haben will, der kriegt auch welche . Meine Ärtzin will noch nicht mal den Atemtest auf Heliobacter bei mir machen, weil das ja unter Esomeprazol nicht sein könnte. Dabei habe ich schon gelesen, dass der sich da gerade so richtig wohl fühlt.

Für alles muss man kämpfen, das ist frustrierend. Umso schöner, dass es Euch gibt.

Signatur hab ich eingerichtet, hoffe es hat geklappt... ;-)
Wegen wiederkehrenden Magenschleimhautentzündungen, seit Nov. 2015 80 mg Pantoprazol (Fehlbehandlung vom Arzt)
Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, Unruhe, Herzrasen, Abgeschlagenheit
Anfang 2016 ZUsammenbruch, da Arzt meinte, das Pantoprazol solle sofort abgesetzt werden->schlimmer Rebound
Wieder einschleichen von 20 mg Pantoprazol Februar 2016
Durch massive Schlafstörungen und Unruhe schießlich seit März 2016 50 mg Doxeopin
April Umstellung auf Esomeprazol und kügelschenweise runter auf 10 mg, anhaltendes Sodbrennen und Magendruck
Seit Mai 2016 langsam runter gegangen mit Doxepin auf 37,5 mg
Erneuter Versuch Doxepin auf knapp 30 mg runter zu bringen fehgeschlagen, sofort Absetzsymptome
Versuch Esomperazol ganz weg zu lassen, endete zweimal in heftiger Magenschleimhautentzündung
Versuch Doxepin auf Tropfen umzustellen, bekommt mir nicht.

Aktuell 23.07. zurück auf 37,5 mg Doxepin in Tablettenform und erstmal wieder stabil werden
Versuch 10 mg Esomeprazol ganz langsam kügelchenweise runter zu kriegen

Seit august 2016 esomeprazol auf 0
Seit Dezember 2017 doxepin nun schrittweise auf 25 mg reduziert
März 2017 Versuch auf 20mg zu gehen mißglückt wegen absetzsyptomen und Infekt
Zurück auf 25 mg
April 2017 Versuch auf 22,5 mg zu gehen, auch missglückt, weil doch noch nicht stabil und wieder Infekt
27.04. wieder zurück auf 25mg und hoffen auf Stabilisierung
15.05.Reduktion um 10% mit feinwaage auf 22,5mg ( ersten zwei Tage kaum Probleme, nun erkältungsähnliche Symptome)-Symptome durchgehalten, nach vier Tagen Besserung
Ende Mai 2017 Blutbild sehr schlecht, Leukozyten und granulozyten viel zu niedrig und dürfen nicht weiter sinken - doxepin der Auslöser dafür- Ärzte raten dringend zum absetzen von doxepin (5mg aller zwei Wochen).
01.06. 2017 erst nochmal kleiner Schritt auf 20mg, um wieder geraden Wert zu haben ( bis auf paar schlechte Nächte gut vertragen)
15.06.2017 runter auf 15mg (bisher ganz okay)
30.06. runter auf 10mg (Kopfschmerzen, leichtes kribbeln im Kopf)
16.07. runter auf 5mg ( bisher nur wieder schlechter Schlaf, ansonsten ganz okay)
Ende Juli auf 2,5mg (kaum absetzsymptome, außer weiterhin so gut wie kein Schlaf)
Anfang August auf 1,25 mg (schritt ganz gut verkraftet)
Anfang Sept. Positiver Schwangerschaftstest (wegen schwangerschaftsübelkeit erst einmal auf der Dosis geblieben)
Mitte Oktober 2017 schritt auf null( nach drei Tagen schlimme Kopfschmerzen und nackenverspannung)
26.10. Nach einer Woche wieder 0,75 mg eindosiert
30.10.2017 nach wie vor Kopfschmerzen trotz wieder eindosierung vor vier Tagen
25.11.2017 auf 0,65 mg ( weiter mit feinwaage, da Probleme mit Wasserlösemethode
Mitte Dezember 2017 auf 0,55 mg (auf doxepin Tropfen umgestiegen und diesen mit der Wasserlösemethode gestreckt)
Ende Dezember 2017 auf 0,45 mg
Anfang/Mitte Januar 2018 auf 0 mg ( ab und an Bissl Kopfweh, wieder schlechter Schlaf, sonst keine absetzerscheinungen)
März2018 weiterhin auf null (seit eiseninfusionen, Eisen war durch die Schwangerschaft total im Keller, Schlaf wieder besser/ ansonsten weiterhin keine absetzerscheinungen
Ende

Lisamarie
Beiträge: 9443
Registriert: Freitag, 14.03.14, 19:16
Hat sich bedankt: 3537 Mal
Danksagung erhalten: 9383 Mal

Re: Neu hier und Probleme mit Doxepinumstellung auf Tropfen

Beitrag von Lisamarie » Samstag, 23.07.16, 19:49

Hallo Bartschi, du kannst auch mit den Tabletten abdosieren, das geht so. http://www.adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=16&t=7936

Vielleicht kannst du umschichtig absetzen ? Einen Schritt Doxepin , dann vier Wochen warten und das PPI einen Schritt runtersetzen. Hast du schon in dem von Jamie verlinkten PPI Tread reingelesen ? Da gibt es auch viele Tipps.

Lg Petra
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lisamarie für den Beitrag (Insgesamt 2):
Jamiepadma
2012 noch 5 Monate Mirtzapin,Pipamperon,Levomepromaxin
Bis auf die Praxiten von heute auf morgen kalt abgesetzt, erste Absetzbeschwerden nach sechs Wochen, aber dann
6 Monate heftigste Absetzproblematik.Magendarm 30 Kilo in vier Monaten abgenommen.Halbes Jahr bettlägerig.Schwer suzidal zum stabilisieren fast ein Jahr gebraucht.
Oxazepam reduzieren von umgerechnet 50 mg Diazepam:
► Text zeigen
Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.
.

Jamie
Beiträge: 15883
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 19861 Mal
Danksagung erhalten: 26223 Mal

Re: Neu hier und Probleme mit Doxepinumstellung auf Tropfen

Beitrag von Jamie » Samstag, 23.07.16, 22:39

Hallo Bartschi,

damit jetzt nicht das vollkommene Chaos ausbricht, wenn du in zwei Threads gleichzeitig postest, würde ich dich bitten diesen Doxepin-Thread auch für dein PPI zu nutzen und ich verspreche regelmäßig reinzuschauen.
Ich hege die Befürchtung, dass alles kreuz und quer geht, wenn du mal hier und mal wieder im PPI Thread postest.
Es bleibt dir dennoch unbenommen dort natürlich mitzulesen und ggf. Nachfragen zu stellen; vielleicht kannst du dann immer einen Link auf diesen Thread hier setzen, dann können auch andere Mitleser aus dem PPI-Bereich hier in deinem Thread antworten (?)
Wäre das in Ordnung für dich?

Mein Vorschlag geht in Lisamaries Richtung. Wechselseitiges Absetzen.
Zuerst ist das A und O aber sowohl eine PPi Dosis zu finden, bei der die Magenschmerzen verschwinden als auch die Rückumstellung auf (überwiegend) Tabletten statt Tropfen (Doxepin).
Ich bin nicht so pessimistisch, dass immer nur eins nach dem anderen gehen kann. Vielleicht kannst du nach einer Eingewöhnungszeit und wenn du kennengelernt hast, wie dein Körper auf Reduktionsschritte reagiert, auch AD und PPI parallel absetzen - es kann sich in die Quere kommen, muss aber nicht.
Also jetzt erst mal schön langsam machen und dann lotest du mit unserer Hilfe aus, was machbar ist und was eher ungünstig ist.

PS. Ich glaube ich würde an deiner Stelle erst mal sämtliche Darmsanierungsmaßnahmen ad acta legen. Mir scheint dein Organismus sehr überreizt.

Grüße und willkommen im ADFD :)
Jamie


PS2. erlaube mir deinen Titel griffiger zu formulieren :)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
padma
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

TeaTime
Beiträge: 1739
Registriert: Mittwoch, 20.07.16, 13:07
Hat sich bedankt: 1908 Mal
Danksagung erhalten: 2367 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von TeaTime » Samstag, 23.07.16, 23:13

Hallo Bartschi,

klinke mich mal wegen des PPIs hier ein, hoffe das ist ok für Dich ?
Bin natürlich kein Experte, nur ein langjähriger PPI Nutzer und möchte nun langsam ausschleichen, soweit ich eben komme.
Da ich zumindest 3 PPIs getestet habe, sowie Tabletten und Kapseln, und auch verschiedene unterschiedliche Mengen (40mg/20mg/2x20mg/einen Tag mit einen ohne bei 20mg) kann ich zumindest aus meinen Erfahrungen berichten.

Das erste, was wichtig ist, ist Stabilität. Also Menge und Medikament müssen passen. Dass Du einen gewissen Zeitraum 2x40 genommen hast ist schon eine Menge, aber nichts was Deine Gesundheit ruiniert hat. Mein Vater hat das länger als Du gemacht ist inzwischen 80 und nimmt nur noch 20mg am Tag. Das nur als Hinweis, weil ich das Gefühl habe, dass Du total verunsichert und ärgerlich bist.

Jamie hat es ja auch schon geschrieben, erst mal die passende Dosierung finden, dann geht es weiter und wird auch besser.
Du musst schmerzfrei sein, grade weil Du auch noch soviele andere "Baustellen" hast.

Kann sein dass Du auf 20mg vielleicht auch mal eine Weile auf 40mg gehen musst, bzw. solltest. Denn es ist ja Deine Entscheidung. Ich war selber ja mal auf 20mg alle 2 Tage, über 2 Jahre lang und dann doch wieder über einen monatelangen Zeitraum auf 40mg. Konnte dann aber, weil alles ruhig war und schmerzfrei, ohne Probleme auf 20mg zurück.
Eine vorübergehende Erhöhung dient ja nur dazu, eine Stabilität zu erreichen.
Da Du ja nun, wenn ich das richtig gelesen habe, Esomeprazol nimmst, und 10mg, gehe ich von Kapseln aus ? Denn die 20mg Tablette darf man nicht teilen, wenn Du das machst, ist es kein Wunder, dass sie nicht helfen.
Zuerst also auf 20mg gehen. Dann jeden Tag eine davon nehmen, möglichst zur selben Zeit.
Das würde ich mal eine Woche machen, sonst auf 40mg gehen. Sobald Du schmerzfrei bist, kannst Du dann Stück für Stück reduzieren.
Solange Du mehrere andere Medikamente nimmst, ist ein gewisser Magenschutz nicht verkehrt.

Will jetzt hier nicht zuviel schreiben, weiß auch gar nicht ob das so gewünscht ist, gab aber einen Hinweis im PPI Thread, deshalb habe ich mich hier nun auch verewigt.

Ich warte mal ab, ob Du im Moment dafür überhaupt einen Kopf hast. Wünsche Dir alles Gute !!!!! Du wirst das schaffen, denn Du bist hier in diesem Forum in sehr guten Händen, wirst jede Menge Hilfe und Verständnis finden.
Bin zwar noch neu hier, lese aber schon lange mit.

Liebe Grüße

TeaTime
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor TeaTime für den Beitrag (Insgesamt 2):
Murmelinepadma
Bild
► Text zeigen
"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

TeaTime
Beiträge: 1739
Registriert: Mittwoch, 20.07.16, 13:07

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von TeaTime » Samstag, 23.07.16, 23:21

... Ah lese grade, Kügelchen, also Kapseln. Dann passt ja alles.

Gruß
TeaTime
Bild
► Text zeigen
"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

Bartschi
Beiträge: 127
Registriert: Freitag, 22.07.16, 12:43
Danksagung erhalten: 64 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von Bartschi » Montag, 25.07.16, 9:07

hallo liebe Petra, Jamie und Teatime,

danke für Eure Tipps und Unterstützung, das ist so viel wert. Hab nun seit zwei Tagen wieder die alte Dosis mit den Doxepin Tabletten. Geht schon bissl besser, nur, dass man sich den ganzen Tag so müde bzw. Schlapp mit den Dingern fühlt. Nehme sie schon recht bald am Abend so gegen acht und schaue auch, dass ich mindestens acht bis neun stunden Schlaf habe. Trotzdem dieser blöde Überhang. Habt ihr da einen Tipp, um besser in die Gänge zu kommen?

Muss da gerade jetzt auch wegen der Schwüle extrem auf den Kreislauf achten, weil das Mittel ja eyh den Blutdruck runter setzt. Also, falls ihr da Tipps habt, das wäre super.

Ich weiß, beim Esomeprazol wäre es wahrscheinlich klüger, in der Dosis wieder etwas hoch zu gehen. Aber jetzt halte ich seit Februar die Dosis von 10mg aus mit all den Problemen und kämpfe mich voran, da wäre es total bitter, wenn ich jetzt wieder mehr davon nehmen müsste.

Weil all meine Probleme ja mit dem Säureblocker anfingen, hab ich dagegen so eine richtige abneigung. Will nochmal eine magenspiegelung machen lassen. Wenn keine Entzündung vorliegt, werde ich bei den 10mg bleiben und von da aus weiter runter gehen...

Ist es denn so, dass das Doxepin auch Sodbrennen machen kann? Hab so bissl das Gefühl.

@Jamie, danke für deinen Hinweis, werde in einem Thread bleiben, damit es kein Durcheinander gibt.

Bin froh, bei euch zu lesen, dass es besser werden wird, Schritt für Schritt, denn manche Tage hat man einfach die Nase voll.

Meint ihr denn, dass ich gerade nix mehr für den Darm tun sollte in Richtung Probiotika und Heilerde, weil das beim absetzen vom doxepin hinderlich sein könnte? Wieso ist das denn so? Bin froh, dass der Darm nicht mehr ganz so schlimm bläht und krampft wie am Anfang....

vielen lieben dank an euch alle.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Bartschi für den Beitrag:
TeaTime
Wegen wiederkehrenden Magenschleimhautentzündungen, seit Nov. 2015 80 mg Pantoprazol (Fehlbehandlung vom Arzt)
Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, Unruhe, Herzrasen, Abgeschlagenheit
Anfang 2016 ZUsammenbruch, da Arzt meinte, das Pantoprazol solle sofort abgesetzt werden->schlimmer Rebound
Wieder einschleichen von 20 mg Pantoprazol Februar 2016
Durch massive Schlafstörungen und Unruhe schießlich seit März 2016 50 mg Doxeopin
April Umstellung auf Esomeprazol und kügelschenweise runter auf 10 mg, anhaltendes Sodbrennen und Magendruck
Seit Mai 2016 langsam runter gegangen mit Doxepin auf 37,5 mg
Erneuter Versuch Doxepin auf knapp 30 mg runter zu bringen fehgeschlagen, sofort Absetzsymptome
Versuch Esomperazol ganz weg zu lassen, endete zweimal in heftiger Magenschleimhautentzündung
Versuch Doxepin auf Tropfen umzustellen, bekommt mir nicht.

Aktuell 23.07. zurück auf 37,5 mg Doxepin in Tablettenform und erstmal wieder stabil werden
Versuch 10 mg Esomeprazol ganz langsam kügelchenweise runter zu kriegen

Seit august 2016 esomeprazol auf 0
Seit Dezember 2017 doxepin nun schrittweise auf 25 mg reduziert
März 2017 Versuch auf 20mg zu gehen mißglückt wegen absetzsyptomen und Infekt
Zurück auf 25 mg
April 2017 Versuch auf 22,5 mg zu gehen, auch missglückt, weil doch noch nicht stabil und wieder Infekt
27.04. wieder zurück auf 25mg und hoffen auf Stabilisierung
15.05.Reduktion um 10% mit feinwaage auf 22,5mg ( ersten zwei Tage kaum Probleme, nun erkältungsähnliche Symptome)-Symptome durchgehalten, nach vier Tagen Besserung
Ende Mai 2017 Blutbild sehr schlecht, Leukozyten und granulozyten viel zu niedrig und dürfen nicht weiter sinken - doxepin der Auslöser dafür- Ärzte raten dringend zum absetzen von doxepin (5mg aller zwei Wochen).
01.06. 2017 erst nochmal kleiner Schritt auf 20mg, um wieder geraden Wert zu haben ( bis auf paar schlechte Nächte gut vertragen)
15.06.2017 runter auf 15mg (bisher ganz okay)
30.06. runter auf 10mg (Kopfschmerzen, leichtes kribbeln im Kopf)
16.07. runter auf 5mg ( bisher nur wieder schlechter Schlaf, ansonsten ganz okay)
Ende Juli auf 2,5mg (kaum absetzsymptome, außer weiterhin so gut wie kein Schlaf)
Anfang August auf 1,25 mg (schritt ganz gut verkraftet)
Anfang Sept. Positiver Schwangerschaftstest (wegen schwangerschaftsübelkeit erst einmal auf der Dosis geblieben)
Mitte Oktober 2017 schritt auf null( nach drei Tagen schlimme Kopfschmerzen und nackenverspannung)
26.10. Nach einer Woche wieder 0,75 mg eindosiert
30.10.2017 nach wie vor Kopfschmerzen trotz wieder eindosierung vor vier Tagen
25.11.2017 auf 0,65 mg ( weiter mit feinwaage, da Probleme mit Wasserlösemethode
Mitte Dezember 2017 auf 0,55 mg (auf doxepin Tropfen umgestiegen und diesen mit der Wasserlösemethode gestreckt)
Ende Dezember 2017 auf 0,45 mg
Anfang/Mitte Januar 2018 auf 0 mg ( ab und an Bissl Kopfweh, wieder schlechter Schlaf, sonst keine absetzerscheinungen)
März2018 weiterhin auf null (seit eiseninfusionen, Eisen war durch die Schwangerschaft total im Keller, Schlaf wieder besser/ ansonsten weiterhin keine absetzerscheinungen
Ende

Jamie
Beiträge: 15883
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 19861 Mal
Danksagung erhalten: 26223 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von Jamie » Montag, 25.07.16, 10:37

Hallo Bartschi,

also wenn du das Gefühl hast, dass dir die NEM (Nahrungsergänzungsmittel) bzw. Heilerde / Probiotika gut tun, dann behalte sie bei.
Nur wenn dir Zweifel kommen, dann versuche es mit Weglassen und schaue, was passiert.
Wir raten dazu, weil Entzug für den Organismus einen Ausnahmezustand darstellt und unserer Erfahrung nach viele Dinge nicht vertragen werden, die man sonst problemlos tolerieren würde; manche vertragen nicht mal mehr eine simple Kopfschmerztablette oder eine Vitaminpille.
Hier ist eine Liste mit Symptomverstärkern / Triggern: viewtopic.php?f=19&t=6442

Gegen den Überhang ist nichts zu machen, da musst du wirklich einen Haken drunter setzen und dir die Vision aufrecht erhalten, dass es besser wird, wenn die Dosis geringer wird. Jegliche Form von aktivierenden Substanzen (ob du Kaffee verträgst, musst du austesten) kann das ZNS weiter reizen, deswegen kann zumindest ich dir da nichts empfehlen. Manche Menschen sagen, ihr Kreislauf würde sich nach und nach durch Wechselduschen oder Beingüsse stabilisieren, aber auch da muss man gucken, ob es einem bekommt. Ich hätte das mit den Wechselduschen gerne getestet, aber ich konnte nicht - die Kaltphase hat fast mein Herz zum Stehen gebracht und sorry, ich bin nicht lebensmüde.. :roll:

Tipps bei Hitze / Schwüle:
viel trinken, vor allem (Mineral-) Wasser und lauwarme Kräutertees. Keine eiskalten Getränke. Hitze meiden, sich einen feuchten Lappen in den Nacken legen, coolpads (nicht aus der Tiefkühltruhe, sondern Kühlschrank) auf die Handgelenke (wo der Puls sitzt) auflegen.
Bei rossmann, dm und anderen Drogerien oder in der Apotheke gibt es (Thermal-) Wassersprays mit feinem Nebel. Auf das Gesicht aufsprühen und verdunsten lassen. Befeuchtende Kaugummis kauen, Fußbäder machen (kein kaltes Wasser, lauwarm), sich lauwarm abduschen (nicht kalt); evtl. an einem Minzölfläschchen oder Zitronenölfläschchen schnuppern oder in einem Duftlämpchen verdampfen lassen (Achtung! Nur 100% natürliche Qualität, keine synthetischen Duftstoffe). Leichte Fuß- und Zehengymnastik betreiben, das regt den Kreislauf sanft an.

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
LisamariepadmaTeaTime
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

TeaTime
Beiträge: 1739
Registriert: Mittwoch, 20.07.16, 13:07
Hat sich bedankt: 1908 Mal
Danksagung erhalten: 2367 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von TeaTime » Montag, 25.07.16, 14:31

Hallo Bartschi,

kann Dich gut verstehen, dass man ein erreichtes Ziel nicht wieder aufgeben möchte.
Habe ja selber jahrelang Schlafmittel genommen, und irgendwann entschieden, es geht zwar nicht ohne, aber mit auch nicht. Das einzige was sie mir gegeben haben, und was ich immer sehr genossen habe, war dieses Gefühl der Schwere, kurz nach der Einnahme, aber dafür war mir das dann doch zuwenig Nutzen. Und selbst heute, wo ich immer noch keine einzige Stunde am Stück schlafen kann, und das nun seit über 10 Jahren, ich käme nicht auf die Idee wieder ein Schlafmittel zu nehmen, obwohl ich sie problemlos absetzen konnte. Aber wer weiß, ob das nochmal so sein würde.

Deshalb klar, Du bist auf 10mg Esomeprazol, es geht Dir nicht gut, selbst eine Erhöhung gibt Dir keine Garantie. Wenn Du es für Dich so entschieden hast, dann ist es gut und richtig.
Irgendwann wird das wahrscheinlich alles besser und nach einer Magenspiegelung weißt Du auch mehr.

Ob das vom Doxepin kommt kann ich Dir nicht sagen, ein Bekannter von mir nimmt seit Jahren Doxepin und hat keine Probleme, aber das kann man wohl nicht verallgemeinern, der eine hat Probleme, der andere eben nicht.
Meine Pobleme fingen auch erst nach der Mirtazapin + Zopiclon/Zolpidem Einnahme an, vorher hatte ich nie was, obwohl bei mir der Reflux ja organisch bedingt ist.

Mach Dir einfach immer klar, dass Du Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehst. Du bist dabei etwas zu ändern und irgendwann wirst Du am Ziel ankommen.

Tipps bei Hitze hat Jamie ja jede Menge gegeben, da ich auch unter niedrigem Blutdruck leide, versuche ich, wann immer es möglich ist, die Beine hoch zu lagern.

Viele liebe Grüße
TeaTime
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor TeaTime für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamiepadmaLisamarie
Bild
► Text zeigen
"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

Bartschi
Beiträge: 127
Registriert: Freitag, 22.07.16, 12:43

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von Bartschi » Montag, 25.07.16, 20:42

Hallo jamie und teatime,

wie geht es euch denn? Das hab ich bei all der Unterhaltung noch gar nicht gefragt! Tut mir leid.

bei mir war heute seit dem vormittag wieder ein blöder tag. Druck auf dem Magen ohne ende und übelkeit. Und vom doxepin und der extremen schwülen hitze hier ganz schön schlapp und müde den ganzen Tag. Hab vom doxepin, obwohl ich es ja am,abend nehme, am nächsten Tag echt so nen tunnelblick. Man nimmt zwar alles wahr, aber eben oft so, als wäre man nicht ganz bei der Sache. Das macht mir oft echt sorgen. Eben total unkonzentriert.

hab jetzt für den 09.08. einen Termin zum Magenspiegeln. Obwohl ich echt sämtliche naturmethoden ausprobiert habe (mandeln kauen, apfelessig, retterspitz etc...) geht dieser Schmerz im Magen (brennt und ist verkrampft) einfach nicht weg. Auch nicht in der Zeit, als ich noch auf 20mg esomeprazol war. Für mich ist es nach wie vor bitter, dass ich vor dem zeug nie solche Probleme hatte. Und jetzt ist jeder Tag ein Kampf.

@ jamie, weisst du, was mir ehrlicherweise etwas Angst macht, dass so viele von euch schon so lange versuchen von dem ad wegzukommen...und dabei wird von den ärzten immer gesagt, dass das absetzen kein Problem ist. Konntest du denn in der Zeit des runterdosierens immer arbeiten gehen? Manchmal weiss ich grad nicht, wie ich den Tag schaffen soll. War vor fünf Wochen zwar erst auf mutter-kind-kur, aber das hat für die Probleme mit den medikamenten nix gebracht. Meine Therapeutin sagt immer, ich muss annehmen, dass das eben meine Situation ist und nicht immer dagegen ankämpfen. Aber das sagt sich so leicht, wenn man jedem Tag mit Schmerzen und abgeschlagenheit zu tun hat...

wünsche euch noch einen schönen abend!
Wegen wiederkehrenden Magenschleimhautentzündungen, seit Nov. 2015 80 mg Pantoprazol (Fehlbehandlung vom Arzt)
Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, Unruhe, Herzrasen, Abgeschlagenheit
Anfang 2016 ZUsammenbruch, da Arzt meinte, das Pantoprazol solle sofort abgesetzt werden->schlimmer Rebound
Wieder einschleichen von 20 mg Pantoprazol Februar 2016
Durch massive Schlafstörungen und Unruhe schießlich seit März 2016 50 mg Doxeopin
April Umstellung auf Esomeprazol und kügelschenweise runter auf 10 mg, anhaltendes Sodbrennen und Magendruck
Seit Mai 2016 langsam runter gegangen mit Doxepin auf 37,5 mg
Erneuter Versuch Doxepin auf knapp 30 mg runter zu bringen fehgeschlagen, sofort Absetzsymptome
Versuch Esomperazol ganz weg zu lassen, endete zweimal in heftiger Magenschleimhautentzündung
Versuch Doxepin auf Tropfen umzustellen, bekommt mir nicht.

Aktuell 23.07. zurück auf 37,5 mg Doxepin in Tablettenform und erstmal wieder stabil werden
Versuch 10 mg Esomeprazol ganz langsam kügelchenweise runter zu kriegen

Seit august 2016 esomeprazol auf 0
Seit Dezember 2017 doxepin nun schrittweise auf 25 mg reduziert
März 2017 Versuch auf 20mg zu gehen mißglückt wegen absetzsyptomen und Infekt
Zurück auf 25 mg
April 2017 Versuch auf 22,5 mg zu gehen, auch missglückt, weil doch noch nicht stabil und wieder Infekt
27.04. wieder zurück auf 25mg und hoffen auf Stabilisierung
15.05.Reduktion um 10% mit feinwaage auf 22,5mg ( ersten zwei Tage kaum Probleme, nun erkältungsähnliche Symptome)-Symptome durchgehalten, nach vier Tagen Besserung
Ende Mai 2017 Blutbild sehr schlecht, Leukozyten und granulozyten viel zu niedrig und dürfen nicht weiter sinken - doxepin der Auslöser dafür- Ärzte raten dringend zum absetzen von doxepin (5mg aller zwei Wochen).
01.06. 2017 erst nochmal kleiner Schritt auf 20mg, um wieder geraden Wert zu haben ( bis auf paar schlechte Nächte gut vertragen)
15.06.2017 runter auf 15mg (bisher ganz okay)
30.06. runter auf 10mg (Kopfschmerzen, leichtes kribbeln im Kopf)
16.07. runter auf 5mg ( bisher nur wieder schlechter Schlaf, ansonsten ganz okay)
Ende Juli auf 2,5mg (kaum absetzsymptome, außer weiterhin so gut wie kein Schlaf)
Anfang August auf 1,25 mg (schritt ganz gut verkraftet)
Anfang Sept. Positiver Schwangerschaftstest (wegen schwangerschaftsübelkeit erst einmal auf der Dosis geblieben)
Mitte Oktober 2017 schritt auf null( nach drei Tagen schlimme Kopfschmerzen und nackenverspannung)
26.10. Nach einer Woche wieder 0,75 mg eindosiert
30.10.2017 nach wie vor Kopfschmerzen trotz wieder eindosierung vor vier Tagen
25.11.2017 auf 0,65 mg ( weiter mit feinwaage, da Probleme mit Wasserlösemethode
Mitte Dezember 2017 auf 0,55 mg (auf doxepin Tropfen umgestiegen und diesen mit der Wasserlösemethode gestreckt)
Ende Dezember 2017 auf 0,45 mg
Anfang/Mitte Januar 2018 auf 0 mg ( ab und an Bissl Kopfweh, wieder schlechter Schlaf, sonst keine absetzerscheinungen)
März2018 weiterhin auf null (seit eiseninfusionen, Eisen war durch die Schwangerschaft total im Keller, Schlaf wieder besser/ ansonsten weiterhin keine absetzerscheinungen
Ende

TeaTime
Beiträge: 1739
Registriert: Mittwoch, 20.07.16, 13:07
Hat sich bedankt: 1908 Mal
Danksagung erhalten: 2367 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von TeaTime » Montag, 25.07.16, 21:37

Hallo Bartschi,

nur mal eine Frage, ich hoffe nicht, dass ich evtl was überlesen habe. Deine Bauchspeicheldrüse ist aber in Ordnung ??
Also wurdest Du mal komplett durchgecheckt ? Das fällt mir nur grade so ein, weil manchmal Schmerzen durch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse für Magenschmerzen gehalten werden können.
Will Dich nicht verunsichern, einfach mal so in den Raum stellen, weil die Möglichkeit besteht.
Du könntest auch mal Tepilta testen, das bei solch akuten Schmerzen sehr gut hilft, aber das ist kein Dauermedikament. Da du jetzt so leidest, und die Magenspiegelung zwar Antworten bringt, aber ja deshalb die Schmerzen nicht gleich weg sind, wäre es vielleicht auch eine Option.

Und setze Dich nicht immer so unter Druck, kenne das selber, man WILL einfach funktionieren, alles soll sein wie es war, aber das funktioniert nicht und damit wird es Dir auch nicht besser gehen.
Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch reagiert auch anders.
Und in Dich hineinversetzen kann sich nur jemand, der die gleichen Erfahrungen gemacht hat. Deine Therapeutin hat schon Recht, Du musst im Moment einfach akzeptieren, dass Du eben nicht mehr so funktionierst wie Du es kennst. Aber dass es so ist, dafür kannst Du ja nichts, es ist eben passiert. Im Moment musst Du versuchen mit den Nebenwirkungen und Problemen der Medikamente klar zu kommen, immer mit dem Ziel vor Augen, dass Du davon weg kommen willst und wegkommen wirst. Und dann geht es Dir auch wieder besser. Zeit und Geduld sind die Lösung.

Jahrelang habe ich versucht zu ergründen "Warum kann ich nicht schlafen, alle können es, der Körper kann das, warum ich nicht"." Warum habe ich einen Tinnitus der mich auf beiden Ohren 24 Stunden am Tag mit 7 verschiedenen Tönen quält ?? Woher kommt es, warum habe ich das, wo kommt das her" ???

Aber weißt Du Bartschi, diese Fragen bringen einen nicht weiter, denn es gibt keine Antworten. Warum der eine unter einem Medikament extrem leidet, und dem anderen hilft es.
Je mehr man Antworten auf Fragen sucht, für die es keine gibt, umso mehr setzt man sich unter Druck, und umso schlechter geht es einem.
Du hast den ersten und wichtigsten Schritt getan, Du stellst Dich der Problematik und willst etwas ändern. Und genau deshalb wirst Du auch Dein Ziel erreichen !!!!

Liebe Grüße
TeaTime
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor TeaTime für den Beitrag (Insgesamt 3):
JamieMurmelinepadma
Bild
► Text zeigen
"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

Jamie
Beiträge: 15883
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 19861 Mal
Danksagung erhalten: 26223 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von Jamie » Montag, 25.07.16, 21:53

Hallo Bartschi,

ich tauge wirklich nicht als gutes Beispiel, wie man Psychopharmaka-Absetzen und Alltag unter den Hut bekommt.
2006 zwangen mich die Ärzte nach einjähriger Einnahme von 100mg Sertrakin innerhalb von 6 Tagen zum Kaltentzug (auf 0mg) und damals kannte ich das Forum nicht. Ich war in dieser Zeit 12 Wochen in einer psychosomatischen Klinik und bin durch die Hölle meines Lebens gegangen, ohne dass ich oder die Ärzte begriffen hätten, dass ich an einem schweren Absetzsyndrom leide. :cry:
6 Monate war ich völlig aus der Bahn geworfen, komplett lebensunfähig, und es hat zwei weitere Jahre gebraucht, in denen ich nur auf der Couch vegetierte (arbeitsunfähig), ehe ich mir selbst in den Hintern treten konnte und dann noch einmal eine Ausbildung beginnen konnte (Studium musste ich auf Eis legen).

2013-2014 habe ich dann über ca. 16 Monate 3 Sorten Benzodiazepine (Niedrigdosisabhängigkeit, Gott sei Dank) entzogen und mich für dieses Projekt in die Langzeitkrankschreibung begeben.
Ich kann nur von mir sprechen, aber Entzug und Beruf waren unvereinbar.
Aber mein Gesundheitszustand war so desaströs - ich habe (erst unter großer Seelenpein und dann machte es "klick" und ich erkannte, dass ich dabei bin langsam aber sicher zu `verrecken´, wenn ich jetzt nichts ändere) die Arbeitslosigkeit, den sozialen Abstieg etc. lieber in Kauf genommen als mich noch einen Tag im Leben derart zugedröhnt zu quälen, um in dieser eiskalten Ellenbogen - und Leistungsgesellschaft zu funktionieren.
Es ging nicht mehr.

Hier im Forum würde ich sagen, ist ein Drittel arbeits /- berufs /- studien- und ausbildungsunfähig aufgrund massiver Absetzsymptome, ein weiteres Drittel versucht sich durch den Job zu quälen und ein anderes Drittel packt es irgendwie, Absetzen und Entzug zu vereinbaren, wobei diejenigen begünstigt sind, die etwas flexibler arbeiten und sich Zeiten einteilen können als die, die diese Option nicht haben.

So hart das ist und wirklich - ich weiß, dass es an die Existenz geht in Punkto Arbeit - du musst ganz genau schauen, ob du das miteinander vereinbaren kannst.
Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn es nicht klappt! Diese Medikamente sind teilweise ein Grauen und hinterlassen eine Schneise der Verwüstung, wenn man versucht, sie wieder loszubekommen... :oops:

Grüße und ich lasse mal einen Drücker da :hug:
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelineSunnyrosepadmaTeaTime
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Bartschi
Beiträge: 127
Registriert: Freitag, 22.07.16, 12:43
Danksagung erhalten: 64 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von Bartschi » Dienstag, 26.07.16, 11:10

Hallöchen Jamie und Teatime,

es ist momentan echt nervig, dass man jeden Tag mit anderen Symptomen zu kämpfen hat, bzw. nicht weiß, wie der Körper am nächsten Tag drauf ist. :-(

Nachdem ich gestern wieder massiv mit Magendruck und Übelkeit zu kämpfen hatte, habe ich nun doch (auch auf den Rat meiner Ärztin hin), mal die Dosis vom Esomeprazol erhöht und 20 mg am späten Nachmittag genommen. (die wirken ja immer erst zeitversetzt). Und heute habe ich zwar keine Übelkeit und Magenschmerzen mehr, aber die Nebenwirkungen schlagen voll zu. Sau trockener Hals, müde, abgeschlagen, Schwindel, aufgeblähter Bauch...Das ist ja das Problem an den Dingern, durch die Nebenwirkungen fingen ja erst all meine Probleme an. Steht ja auch im Beipackzettel: Schlaflosigkeit, Unruhe, Schwindel, Bauchprobleme, Herzrasen, Depression...ganz toll. Ohne das Zeug hätte ich ja auch keine AD zum Schlafen gebraucht.
Tja, wenn ich das Mittel runter dosiere, dann hab ich gleich ne Magenschleimhautentzündung und Übelkeit. Und nehme ich das Zeug in ner höheren Dosis, dann hab ich sofort mit Nebenwirkungen zu kämpfen.

@ Teatime: Das ist ja echt schlimm mit der Schlaflosigkeit. Bei mir ging das "nur" mehrere Wochen, bis ich dauf das Doxepin eingestellt wurde und ich fand die Schlaflosigkeit ganz schlimm. Wie machst du das denn tagsüber, da bist du doch dann total fertig, oder? Ich finde es ja schon schlimm, auf Arbeit mit dem Überhang vom Doxepin durchzuhalten, weil ich mich so zerschlagen fühle. Sag mal, hast du denn Erfahrungen mit Ranitidin, wäre das eine Alternative, um das Esomeprazol weg zu bekommen. Oder macht Ranitidin auch so schlimme Nebenwirkungen und darf man das denn zusammen mit einem AD nehmen, weil doch beide an die Histaminrezeptoren ran gehen? Bauchspeicheldrüse wurde vor ein paar Monaten mal gecheckt, da war es angeblich okay...werde das nochmal ansprechen und auf die Galle sollen die auch mal schauen...

@ Jamie: Mensch, das ist aber ein schlimmer Leidensweg bei Dir. Wahnsinn, wie du dich durchgekämpft hast. Wie geht es Dir denn mittlerweile?
Wie kommt das eigentlich, dass so viele erst zeitverzögert (mehrere Wochen) auf das Absetzen des AD's mit schlimmen Symptomen reagieren? Ab welchen Zeitrahmen kann man sich denn dann sicher sein, dass man es geschafft hat? Ich hab so kein Gefühl von Dosierungen, sind denn meine 37 mg vom Doxepin schon ne höhere Dosis? Hast Du Erfahrungen mit Doxepin, ist das auch eher ein Mittel, dass ganz schwierig ist zum Ausschleichen, oder sind da andere Mittel weitaus schlimmer? Kann mann denn dann im unteren Bereich des Ausschleichens mit irgendetwas die Symptome abfedern, wie zum Beispiel Johanneskraut oder so???

Wünsche Euch noch eine hoffentlich gute Restwoche...liebe Grüße
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Bartschi für den Beitrag:
TeaTime
Wegen wiederkehrenden Magenschleimhautentzündungen, seit Nov. 2015 80 mg Pantoprazol (Fehlbehandlung vom Arzt)
Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, Unruhe, Herzrasen, Abgeschlagenheit
Anfang 2016 ZUsammenbruch, da Arzt meinte, das Pantoprazol solle sofort abgesetzt werden->schlimmer Rebound
Wieder einschleichen von 20 mg Pantoprazol Februar 2016
Durch massive Schlafstörungen und Unruhe schießlich seit März 2016 50 mg Doxeopin
April Umstellung auf Esomeprazol und kügelschenweise runter auf 10 mg, anhaltendes Sodbrennen und Magendruck
Seit Mai 2016 langsam runter gegangen mit Doxepin auf 37,5 mg
Erneuter Versuch Doxepin auf knapp 30 mg runter zu bringen fehgeschlagen, sofort Absetzsymptome
Versuch Esomperazol ganz weg zu lassen, endete zweimal in heftiger Magenschleimhautentzündung
Versuch Doxepin auf Tropfen umzustellen, bekommt mir nicht.

Aktuell 23.07. zurück auf 37,5 mg Doxepin in Tablettenform und erstmal wieder stabil werden
Versuch 10 mg Esomeprazol ganz langsam kügelchenweise runter zu kriegen

Seit august 2016 esomeprazol auf 0
Seit Dezember 2017 doxepin nun schrittweise auf 25 mg reduziert
März 2017 Versuch auf 20mg zu gehen mißglückt wegen absetzsyptomen und Infekt
Zurück auf 25 mg
April 2017 Versuch auf 22,5 mg zu gehen, auch missglückt, weil doch noch nicht stabil und wieder Infekt
27.04. wieder zurück auf 25mg und hoffen auf Stabilisierung
15.05.Reduktion um 10% mit feinwaage auf 22,5mg ( ersten zwei Tage kaum Probleme, nun erkältungsähnliche Symptome)-Symptome durchgehalten, nach vier Tagen Besserung
Ende Mai 2017 Blutbild sehr schlecht, Leukozyten und granulozyten viel zu niedrig und dürfen nicht weiter sinken - doxepin der Auslöser dafür- Ärzte raten dringend zum absetzen von doxepin (5mg aller zwei Wochen).
01.06. 2017 erst nochmal kleiner Schritt auf 20mg, um wieder geraden Wert zu haben ( bis auf paar schlechte Nächte gut vertragen)
15.06.2017 runter auf 15mg (bisher ganz okay)
30.06. runter auf 10mg (Kopfschmerzen, leichtes kribbeln im Kopf)
16.07. runter auf 5mg ( bisher nur wieder schlechter Schlaf, ansonsten ganz okay)
Ende Juli auf 2,5mg (kaum absetzsymptome, außer weiterhin so gut wie kein Schlaf)
Anfang August auf 1,25 mg (schritt ganz gut verkraftet)
Anfang Sept. Positiver Schwangerschaftstest (wegen schwangerschaftsübelkeit erst einmal auf der Dosis geblieben)
Mitte Oktober 2017 schritt auf null( nach drei Tagen schlimme Kopfschmerzen und nackenverspannung)
26.10. Nach einer Woche wieder 0,75 mg eindosiert
30.10.2017 nach wie vor Kopfschmerzen trotz wieder eindosierung vor vier Tagen
25.11.2017 auf 0,65 mg ( weiter mit feinwaage, da Probleme mit Wasserlösemethode
Mitte Dezember 2017 auf 0,55 mg (auf doxepin Tropfen umgestiegen und diesen mit der Wasserlösemethode gestreckt)
Ende Dezember 2017 auf 0,45 mg
Anfang/Mitte Januar 2018 auf 0 mg ( ab und an Bissl Kopfweh, wieder schlechter Schlaf, sonst keine absetzerscheinungen)
März2018 weiterhin auf null (seit eiseninfusionen, Eisen war durch die Schwangerschaft total im Keller, Schlaf wieder besser/ ansonsten weiterhin keine absetzerscheinungen
Ende

TeaTime
Beiträge: 1739
Registriert: Mittwoch, 20.07.16, 13:07
Hat sich bedankt: 1908 Mal
Danksagung erhalten: 2367 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von TeaTime » Dienstag, 26.07.16, 11:40

Hallo Bartschi,

Erfahrungen mit Ranitidin habe ich noch nicht, habe es aber hier. Als ich mit dem Reduzieren begann, habe ich mir neben einigen Hausmittelchen (die Dir leider nichts gebracht haben, wie zB. Mandeln), auch ein paar Chemie Helferchen zugelegt.
Ranitidin ist ein sogenannter H2 Blocker, hilft laut Angaben bis zu 8 Stunden (andere sagen 4-6 Stunden). Neben Alginaten, wie zB Gaviscon, die bis zu 4 Std helfen, gibt es noch Antazida, die allerdings nur 20-60 Minuten wirken.(z.B. Maaloxan)
Ranitidin muss auch in ziemlich hohen Mengen eingenommen werden, haben also auch ihre Nebenwirkungen.
Manche stellen wohl beim Ausschleichen darauf um, wobei das für mich nur als Notfallmedikament in Frage käme. Die Nebenwirkungen laut Beipackzettel sind : Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwindel, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit. Die meisten möglichen Nebenwirkungen sollen sich im Verlauf der Behandlung bessern. (Wie bei den PPIs auch)
Das Ranitidin wirkt anders als ein PPI aber blockiert auch die Bildung von Magensäure.
Das Problem ist eben, und das müsste man mal unter den Wechselwirkungen checken, dass man manche Medikamente dann angepasst an das Ranitidin nehmen muss, damit die Medikamente noch wirken. (Genau, das mit den Histaminrezeptoren stimmt)

Gegen Mundtrockenheim kann ich Dir 2 gute Helfer nennen, die man rezeptfrei in der Apotheke bekommt, einmal sind das Emser Pastillen Halstabletten, die die Mundschleimhaut anfeuchten und gut verträglich sind. Dann noch GeloRevoice Halstabletten, die sind etwas gewöhnungsbedürftig, nicht vom Geschmack, sondern weil man wirklich plötzlich den Mundraum richtig "nass" hat. Beides sind Lutschtabletten, und haben mir immer sehr gut geholfen.

Meine Schlaflosigkeit kommt nicht durch den PPI, die hatte ich vorher schon. (Endete dann in einem Burn Out, oder der Burn Out begann damit, das werde ich wohl nie wirklich wissen)
Anfangs ist es schlimm, man kann sich weniger konzentrieren, ist tagesmüde, schnell gereizt und überfordert. Man wird fahrig, nervös und ungerecht. Man will funktionieren, immer mehr muss man sich anstrengen, und trotz all dieser Anstrengungen schafft man seinen normalen Arbeitsalltag/Alltag nicht mehr. Wie ein Hamster im Hamsterrad will man seinen Weg finden, aber leider gibt es DEN Weg nicht. Naja.... Irgendwann musste ich eben damit leben lernen, oder ich wäre daran kaputt gegangen.
Da man Schlaf nicht erzwingen kann, muss man andere Lösungen suchen und den Alltag anpassen. In meinem Fall war das Teilzeit zu arbeiten, was allerdings auch nicht immer toll war.

Da ich es aber hinnehmen muss, akzeptiere ich es so wie es ist, so lebe ich also mit diesen Schlafstörungen und meinem Tinnitus, weil es einfacher ist, als immer zu ergründen warum es so ist. Aber an den wenigen Schlaf gewöhnt man sich irgendwann, der Körper holt sich zwischendurch eine kleine Portion Ruhe, indem er mir von Jetzt auf Eben Müdigkeit sendet, die mir nachts ja fehlt, und dann kann ich zumindest "dösen" für 20-30 Minuten. Und da ich weiß, dass das meist zwischen 14-16 Uhr passiert, versuche ich mir in dieser Zeit Freiraum zu lassen. Denn wenn ich dem nicht ziemlich schnell nachgebe, dann ist es vorbei.
Und DAS merke ich dann den Rest des Tages.

Liebe Grüße,
TeaTime
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor TeaTime für den Beitrag (Insgesamt 2):
padmaJamie
Bild
► Text zeigen
"Anfangs wollt' ich fast verzagen,
Und ich glaubt', ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?"
(Heinrich Heine)

padma
Team
Beiträge: 15637
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 38836 Mal
Danksagung erhalten: 20627 Mal

Re: Problem Doxepinumstellung auf Tropfen / starke Probleme durch PPI

Beitrag von padma » Dienstag, 26.07.16, 13:51

hallo Bartschi, :)
Wie kommt das eigentlich, dass so viele erst zeitverzögert (mehrere Wochen) auf das Absetzen des AD's mit schlimmen Symptomen reagieren?
Die Zeitverzögerung kann zum einen davon kommen, dass im Körpergewbe noch Wirkstoff gespeichert ist, der zunächst noch freigesetzt wird.
Eine weitere Erklärung ist, dass AD über Kaskadeneffekte auf zahlreiche Körpersysteme wirken. D.h. auch bein Absetzen kann es dauern, bis die Systeme auf das Fehlen der Substanz reagieren.
Ab welchen Zeitrahmen kann man sich denn dann sicher sein, dass man es geschafft hat?
Pi mal Daumen sind 3 Monate ein Richtwert. Wobei auch danach noch Symptome auftreten können, v.a. wenn der Organismus durch etwas belastet wird, z.B. eine OP.
Hast Du Erfahrungen mit Doxepin, ist das auch eher ein Mittel, dass ganz schwierig ist zum Ausschleichen, oder sind da andere Mittel weitaus schlimmer?
Die TZA zu denen Doxepin gehört machen tendeziell beim Ausschleichen weniger Probleme als die SSRI/SNRI. Allerdings haben wir auch Betroffene hier, die Doxepin nur sehr, sehr langsam ausschleichen können.
Kann mann denn dann im unteren Bereich des Ausschleichens mit irgendetwas die Symptome abfedern, wie zum Beispiel Johanneskraut oder so???
Bitte auf keinen Fall Johanniskraut! Es darf nicht zusammen mit einem AD genommen werden (Gefahr eines Serotoninsyndroms) und kann zudem Entzugssymptome verstärken.
Hilfreich sein kann Passionsblume, Baldrian, Hopfen, Schlaf/Nerventee, Neurexan oder Calmvalera.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
JamieLisamarie
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
25.10.2018: 0,15 mg :schnecke:



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Antworten