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Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Samstag, 13.04.19, 11:27

Liebe Beate, guten Morgen!

Ja, sie sind aus Sand, wie am Strand.
Sie schauen als seien sie Wirklichkeit und könnten jeden Moment aufspringen und davon rennen !

Sie sind auf einem roten Tuch in der Fußgängerzone mit unterschiedlichen Werkzeugen hin 'gezaubert' worden.

Eine schöne Idee, nicht wahr?
Ich habe so etwas hier noch nicht gesehen.

Ich wünsche Dir, dass Du gut durch den Tag kommst;
Ich überlege ob sie gefrohren sind, hier ist es ❄️ig.
Vielleicht Konzern die rechtzeitig davon schwimmen⛈💦

🐚 🐶🐕😸🐾🐾 🌬🌞🌞🌞🌈

Liebe Grüße,
Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Samstag, 13.04.19, 11:49

Liebe Reddie,

Ganz lieben Dank, dass Du mir das schreibst. Mir scheint das einleuchtend. Ich lag ja über 4 Stunden in stark überstreckter Haltung auf dem OP Tisch, und alle Strukturen, Muskeln, Haut, Bindegewebe, Sehnen, Gefäße, Nerven, wurden auseinander gezogen, damit die Bandscheiben entnommen und Prothese und die Cages eingesetzt werden konnten. Das kann der Körper nur als martialisch einordnen.

Und das im Entzug...
Ein halbes Jahr ist die OP jetzt her. Und keine Verbesserung zu vorher. Uff....

Wie geht es Dir?

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von reddie » Samstag, 13.04.19, 14:11

Danke liebe Beate,

heute geht es. Das liegt aber daran, dass ich gestern Lyrica genommen habe. Habe seit langer Zeit mal mehrere Stunden am Stück geschlafen und mich morgens richtig gewundert. Ich darf es nur nicht zu oft nehmen, sonst wirkt es nicht mehr. :roll:

Ich hoffe, dass sich dein Befinden bald bessert. Das sagt einem kein Arzt, könnte einen ja verunsichern. Die Frau, von der ich das gelesen hatte, war vor der OP nach eigenen Aussagen kerngesund. Und dann hatte halt einer geantwortet, dass es gut so lange dauern kann. Vor allem der Schwindel, der nach Bewegung schlimmer wird, und aufgrund dessen man sich dann ja intuitiv noch weniger bewegt. Sanfte Übungen soll man machen, auf Dauer helfen sie. Du kennst dich ja selbst aus.

Der Schmerz in meiner Brustwirbelsäule ist immer da, wird aber über die Jahre zum Glück nicht schlimmer. Als ich noch gearbeitet habe, hat die Belastung die Schmerzen verstärkt, jetzt schone ich mich ja viel. Ich hab immer das Bedürfnis mich in den Schmerz rein zu dehnen, also nach rechts und links, wenn ich fest auf das Brustbein drücke, wird er geringer. Fühlt sich neuralgisch an, deshalb probiere ich im Moment Keltican.

Jetzt mache ich eine Pause, hänge auch immer viel zu lange vor dem Läppi in eigenartiger Haltung, vor allem wenn ich mich konzentriere.

Alles Liebe
Deine reddie :hug:
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 14.04.19, 8:20

Guten Morgen, liebe Reddie,

Lieben Dank für Dene Zeilen gestern.

Ja , die Haltung vor dem Laptop ist ein Problem. Ich hab gar keinen mehr, ich könnte überhaupt nicht mehr davor sitzen, ich packe auch den Bildschirm nicht, kann nur den kleinen vom Handy aushalten.

Aber ich kann ja nicht einmal zum Essen am Tisch sitzen.

Das mit der BWS ist auch fies, das kenne ich auch. Ich drücke dann auch oft vorne, versuche überhaupt, mich vorne weiter zu machen, damit die ständig gestaltenden Muskein hinten Entlastung finden. Wenn ich mich so starr und gruselig fühle, dass ich mich gar nicht bewegen kann, dann liege ich da und versuche mir vorzustellen, wie ich mich länge und weite und die Muskeln alle bewege. Es gibt wohl Untersuchungen, sie belegen, dass die Muskeln auch darauf reagieren, als würde man sie ein wenig trainieren. Ich hab das aber selbst nicht gelesen, es wurde mir erzählt.

Ich stelle mir zum Beispiel vor, dass meine sich Schulterblätter Richtung Wirbelsäule bewegen, tu es aber nicht aktiv. Das entspannt tatsächlich, voraussetzt, ich bin nicht zu unruhig, dann geht sowas erstmal gar nicht.

Das mache ich jetzt auch, denn ich bin sehr schlecht aufgewacht und die Morgenroutine war sehr mühsam und frustrierend. Ich lag wohl auch wieder blöd.

Und jetzt muss ich wieder wie gestern den ganzen Tag allein durchstehen. Ich gewöhne mich einfach nicht daran. Gestern gings einigermaßen. Mittags hatte ich zwar einen schrecklichen Unerträglichkeits- und Einsamkeitskoller, aber ich hab dann den Fernseher eingeschaltet und der blieb an bis nachts um 1. Ich hab nicht viel hingesehen, aber ich hörte halt die Stimmen. Ein bisschen gestrickt hab ich auch, aber mit niemandem gesprochen außer kurz hallo und tschüß mit dem Hundemann und natürlich auch mit den Hunden.

Das wird heute auch nicht anders sein. Ich hasse Wochenenden und Ferien. Da ist das alles besonders schwer für mich.
Ich habe im Moment auch eine sehr wütende Phase.
Es macht mich so wütend, wenn ich einfach mal reden möchte, mein Herz ausschütten, aber ständig nur gesagt bekomme,was ich tun oder lassen soll, man mich aber allein in meinem Saft schmoren lässt und selbst zum Wandern oder sonstwo hin geht.

Ich bin wütend auf diesen Entzug, das jahrelang aushalten zu müssen, und dass so viele andere das auch aushalten müssen. Und dass mir gesagt wird, das sei bei mir gar kein Entzug mehr, sogar von Leuten, die selbst im Entzug stecken. Was ist da los?

Zum Glück sind meine Nachbarn nicht so. Sie sagen nie, was ich tun oder nicht tun soll. Sie reden ganz normal mit mir, auch wenn sie mich praktisch nur liegend sehen. Sie haben sich eingelesen und sagen mir immer wieder, dass es Geduld braucht zur Heilung.

Naja. Die Wut gehört eben auch zum Prozess. Ich äußere sie in meinem realen Umfeld nicht. Aber ich fühle sie in mir. Manchmal sehr heftig. Schlägt dann aber meist irgendwann in Heulen um, damit der Druck nachlässt. Es hilft auch, meine Hunde zu streicheln.

Jetzt werde ich eine geführte Meditation machen. Ich hoffe auf etwas Sonne nachher, im Moment ist es noch grau.

Alles Liebe und Dir einen friedlichen Sonntag, ich hoffe, die Symptome halten sich bei Dir auch heute in Grenzen.

Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Katharina » Sonntag, 14.04.19, 13:08

Liebe Beate,

Eh die Fotos gelöscht werden
so waren die gestern unterwegs nach Regen Schnee.

Liebe Grüße
Katharina
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Sonntag, 14.04.19, 13:11

Liebe Katharina,

Danke Dir, auch auf dieser Seite? Ich such mal

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Montag, 15.04.19, 8:13

Guten Morgen, Ihr Lieben,

Hatte leider wieder eine schlimme kurze Nacht mit so viel Grauen an den üblichen Stellen. Und das hält unvermindert an. Ich werde so schwer damit fertig. Immerzu nur atmen, Black Roll, Yantra-Matte, Heulen.

Mir graut vor jedem neuen Tag. Kann mir nie was vornehmen außer meine Mini Routinen und auf Hilfe und Ansprache zu warten.
Nur hoffen, heute duschen zu können.
Nachmittags kommt die Alexander Technik Lehrerin.

Vorhin hab ich einen kleinen Text ins Deutsche übersetzt, am Handy, für eine Freundin in Island, die für ein Busunternehmen arbeitet, das Tagestouren für Touristen anbietet.

Es war einfach und nicht viel. Aber mein Kopf geriet in diesen austickenden Modus, der mir zeigt, wie unbelastbar ich bin. Ich bin immer wieder entsetzt, dass das nach 2 1/4 Jahren nach Null immer noch so ist. Fühle mich verdammt zu diesem inaktiven, einsamen Leben auf dem Sofa auf unbestimmte Zeit.
Ich bin sowas von verzweifelt! Mein einziges Ziel, jeden Tag irgendwie zu überstehen. Das ist einfach nur zum Heulen. Nach wie vor kann ich nicht lesen. Auf Filme und Hörbücher kann ich mich nicht konzentrieren. Das plätschert an mir vorbei. Musik kann ich auch nicht hören. Nichts, was mir immer solche Freude macht und was mir so viel Ausgleich in meinem Leben gebracht hat, kann ich noch tun.

Ich bin so entsetzlich unglücklich darüber.

Ich sehe meine wunderbaren Hunde an und mir laufen nur die Tränen.

So viel Tag vor mir. Zum Glück mit Hilfe und Therapie. Und dennoch dieses Grauen im Körper, das ich so schwer beschreiben kann und das mich schon so lange peinigt. Warum kommen keine Fenster? In denen ich mal ausruhen kann, Boden unter den Füßen spüren kann, meine Erdung? Pläne machen kann, wie ich mein Leben gestalte?
Es ist so hart. So hart.

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Jofab » Montag, 15.04.19, 10:44

Liebe Beate,

ich hin foh, dass du hier eine Möglichkeit hast, deinen Druck loszuwerden !
Ein bischen Trost und liebe mitfühlende Worte zu gekommen.

Mehr kann ich dir leider auch nicht anbieten - so gern ich dir helfen würde.
Ich finde es bewundernswert, wie du durchhälst und immer wieder etwas versuchst, um Hilfe zu bekommen !

Wenn die Alexandertechnik dir etwas Erleichterung verschafft, ist das doch gut !
Den ganzen Tag - und jeden Tag nur allein zuhause und kaum Ablenkung zu ertragen - das ist sehr schwer auszuhalten.
Das kann man kaum nachvollziehen !

Ich wünsche dir, dass du gut durch diesen Tag kommst und auch schöne, hoffnungsvolle Momente erlebst !
Auch bei dir werden die Symptome verschwinden ! Ist nur eine Frage der Zeit !

Drück dich ganz fest und halte durch - wir alle zusammen schaffen das ! :D

Herzlichst :hug:
Ilse
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Montag, 15.04.19, 10:57

Danke, liebe Ilse!

Ja, zusammen schaffen wir das!

Ich drück Dich und wünsche Dir auch einen guten Tag und dass Dein Sohn sich anständig benimmt.

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Anna61 » Dienstag, 16.04.19, 0:22

Liebe Beate,

ich lese viel im Forum hier und habe auch Teile Deines threads gelesen.

Ich bin erschüttert was Du alles durchmachen musst und es tut mir so sehr leid, dass Du fast gar keine Erleichterung finden kannst.

Verzeih mir, und lass es mich wissen wenn ich Dir zu nahe trete, aber ich glaube Deinem Thread zu entnehmen, dass Du viel zu lange über Deine Kräfte gelebt hast und in einer traumatischen Ehe. Aus den Zeilen ganz am Anfang Deines Threads, die ich über Deinen Ex-Mann gelesen habe, überfällt mich ganz stark das Gefühl, dass er narzisstische Züge aufweist, und ziehe Parallelen zu meiner eigenen letzten Beziehung. Wenn ich falsch liege, korrigier mich bitte.

Ich war mit einem Narzissten 3 Jahre liiert, und ich wäre fast daran zerbrochen. Er hat mich in seinen Bann gezogen, und wir hatten so eine schöne Zeit zu Anfang, dass ich oft dachte, das ist zu schön, um wahr zu sein. Irgendwann fingen ganz subtil Bosheiten, Demütigungen und Lügereien an, und Eiseskälte anstelle von Zuwendung wenn ich am Boden lag ...
Ich habe ewig gebraucht, das alles zu verarbeiten und vor allem zu verstehen.

Du hattest unter diesen furchtbaren körperlichen Symptomen zu leiden, die Dich immer noch begleiten, einen zu schnellen Entzug des Citaloprams, Dein Mann wollte die Scheidung anstatt Dir beizustehen, Du hast Dein zu Hause verloren, Du konntest Deinen Beruf nicht mehr ausüben, und hast seitens Deiner Herkunftsfamilie wenig Unterstützung und Verständnis.

Und vor diesem Hintergrund soll man bitte ganz schnell wieder funktionieren und wieder mitten im Leben stehen ?

Wie soll das bitte funktionieren ???

Das war und ist doch alles viel zu viel, das kann man doch gar nicht stemmen.

Auch wenn Du es zur Zeit nicht siehst, Du bist so stark, ich finde es bewundernswert wie Du Deine Tage durchstehst.

Denk nicht, dass zu einem Leben auf dem Sofa verdammt bist. Das wird nicht eintreten !!!

Es hat lange gedauert bis zu Deinem Zusammenbruch und es wird Zeit brauchen bist Du da wieder rauskommst.
Verzweifle nicht.

Du schaffst das. Du bist so stark. Und so tapfer.

Liebe Nachtgrüße von Anna
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2007: extreme familiäre Belastung dch. schwerst krebskranken Vater, der noch im selben Jahr verstorben ist. Ich kümmerte mich (bin Einzelkind) um meine Mutter, die 250 km entfernt lebte. Zu dieser Zeit nahm ich keine Medikamente. Beruflich hatte ich einen anstrengenden oft 10-Stunden Arbeitstag, am Wochenende fuhr ich zu meiner Mutter, die immer hilfloser wurde, diese Belastung hielt ich noch 3 Jahre, bis 2010, durch.
2010: Entwicklung massiver Angstzustände und Panikattacken, die es mir letztlich unmöglich machten weiter zur Arbeit zu gehen.

2010/2011- 4 Aufenthalte in Psychosomatischen Kliniken, ich wurde arbeitsunfähig entlassen, mir wurde nahe gelegt die EU-Rente zu beantragen, was ich auch getan habe, diese erhalte ich inzwischen unbefristet.

2011: Beginn der Einnahme von Tavor 0,5 mg morgens und Mirtazapin 15 mg abends, damit ich überhaupt noch fähig war die Wohnung zu verlassen.

2013: Dosissteigerung auf 1,0 mg Tavor.
2014: Dosissteigerung auf 2,0 mg Tavor, bis heute.

2014: Versuch auf einer Entgiftungsstation das Tavor zu entziehen. Ich wurde in der zweiten Woche auf Rivotril (hoch dosiert) umgestellt. Das hat mich so umgehauen, dass ich fast nicht mehr fähig war die Treppe hoch- bzw. runter zu gehen. Das Rivotril wurde dann rapide runter dosiert, es war die Hölle ... ich bat um Entlassung. Ich kam kränker aus dieser Klinik als ich reinkam. Zu Hause begann ich dann wieder mit der Tavoreinnahme.

Aktuelle Medikation:
Morgens: 0,5 mg Tavor
Mittags: 0,5 mg Tavor
Abends: 0,5 mg Tavor
Bisoprolol bei Bedarf

O7/2018 - 11/2018
Mirtazapin ausgeschlichen (wegen extremer Wassereinlagerungen im Bein)
Von 15 mg auf 7,5 mg
Von 7,5 mg auf 0

Petunia
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Dienstag, 16.04.19, 9:21

Liebe Anna,

Vielen lieben Dank, dass Du mir geschrieben hast.

Du hast ja auch viel durchmachen müssen, meine Güte!
Ja, das mit den narzisstischen Zügen meines Ex ist wohl schon so. Das habe ich auch erst im nachhinein begriffen.

Es braucht noch viel Zeit bis zur Heilung, leider. Es macht mir Angst, weil ich schon 60 bin und es dann schwieriger ist, neu durchzustarten. Eine neue Praxis aufbauen werde ich nicht mehr können, dazu hab ich keine Kraft mehr. Die finanziellen Verpflichtungen wären viel zu groß. Das würde mich völlig aufreiben.

Ich darf nicht so viel an das existentielle denken, aber das sagt sich so leicht. Es ist ein permanenter Trigger.

Gestern Nachmittag hatte ich Alexander Technik, das hat mein System wieder so gut beruhigt.
Ich hatte noch körperliche Symptome, das Würgen am Kehlkopf, aber das Grauen war weg, der austickende Kopf. Ich konnte noch im Garten sein, ohne zu explodieren.

Die Nacht war auch ok und ich bin auch einigermaßen aufgewacht. Aber seit einer halben Stunde gehts doch wieder los mit Herzrasen, Unruhe, Durchfall, Grusel. Ich atme und versuche mir vorzustellen, dass ich über die Wiese gehe. Ich hoffe, ich kann zumindest die Ruhe wiederfinden, dass der Tag nicht zu quälend wird.

Ich wünsche Dir alles Liebe und einen friedlichen Tag.

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 17.04.19, 2:32

Hallo Ihr Lieben,

Schon wieder hänge ich am Handy und muss schreiben, weil ich es sonst nicht aushalte

Ich hatte mich zum Einschlafen auf die linke Seite gelegt. Nach ein paar Minuten hatte ich so einen Aussetzer im Kopf und dann ging so ein Schauer durch meine linke Kopfseite, als wäre gleich alles zu Ende, ganz unbeschreiblich und schlimm
Hatte ich schon öfter mal Die OP hat das nicht beseitigt. Es fühlt sich an, als würde der Kopf nicht richtig durchblutet, aber nur links

Starke Angstgefühle hab ich jetzt. Ich habe den Oberkörper aufrecht und kann mich nicht hinlegen vor Angst und Grusel . Es ist im Sitzen schon schlimm genug.

Ich sage mir, das ist Entzug, das hab ich immer wieder. Und trotzdem denke ich auch immer wieder, das muss was anderes sein, das gibts doch nicht.
Aber ich hatte das eben schon vor der OP. Es begann in der Zeit, als das Citalopram nicht mehr wirkte.

Wie viele, viele Nächte hab ich seitdem schon so verbracht, das kann ich nicht mehr zählen. Mich dran gewöhnen aber auch nicht, weil es sich so gefährlich anfühlt und stundenlang nachwirkt und mir die Hölle bereitet.

Tagsüber war viel. Ich hatte mittags spontan Besuch von einer Schwester und meiner Mutter. Sie brachten Essen mit. Nach dem Essen saßen wir noch draußen in der Sonne, ich hatte aber meinen Kopf im Schatten. Trotzdem tobte mein Kopf, das tat er ja eh schon seit morgens um neun etwa. Ich hab mir aber nichts anmerken lassen. Ich hab mich ja gefreut, dass sie da waren.

Später kam die Frau mit den zwei Kindern, sie sind mit den Hunden gegangen. Dann kam der Rewe-Lieferant und ich musste alles einräumen. Ich war da schon sehr platt und hatte ziemlich "Schlagseite".

Und am späten Nachmittag waren meine Nachbarn wieder vollzählig da und die Kinder kamen gleich zu mir und wir haben noch einen Film angesehen.

Als sie wieder oben waren, hat noch meine Freundin aus Island angerufen und wir haben fast eine halbe Stunde gequatscht.

Wahrscheinlich war das alles viel zu viel. Sonst ist den ganzen Tag nichts los und dann plötzlich so viel
Aber ich habe es auch genossen, die ersehnte Normalität zu erleben. Es ist schon sehr fies. So weit weg von Heilung.
Nun hänge ich hier und darf es ausbaden, so kommt es mir vor.

Habe versucht eine Meditation zu hören, aber das ging jetzt gar nicht, also tippe ich ins Handy.
Ich hab Angst vor morgen. Und immer wieder diese typische Angst, dass das nie mehr weggeht, dass ich mich für immer so irre im Kopf fühlen muss, mit diesen Ausfällen und dem Grauen.

Ich bete, dass es vorbeigeht. Nichts bleibt, wie es ist, heißt es doch immer.

Jetzt warte ich einfach, bis die Nacht rum ist.

Alles Liebe, ich hoffe Ihr schlaft alle

Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 17.04.19, 7:58

Guten Morgen, Ihr Lieben,

Leider überhaupt nicht geschlafen. Zombie. Angst ganz schlimm, wie immer, wenn ich nur noch halb bewusstlos durch die Wohnung taumele und nicht sitzen/stehen/liegen kann. Dieses wie von Sinnen sein.
Wie mag es da nur denen von Euch gehen, die fast keine Nacht nicht schlafen können, oh jeh.

Möge dieser Tag schnell vorbeigehen, ich finde heute überhaupt nicht statt. Mich dreht es nur weg und ich hoffe, dass die Nachbarn nachher auch alle weg sind wenn die Hunde unterwegs sind, damit ich laut heulen und vielleicht auch schreien kann. Obwohl es für den Kopf wahrscheinlich besser wäre, ruhig zu sein. Er platzt schier, so ein starker Druck ist das.

Ich versuche wieder alle meine Helferlein, aber es klappt natürlich nichts, so lange es so extrem ist. Hab ein bisschen Katzenwäsche gemacht. Es war so schwer, die Bewegungen zu koordinieren. Mein Spiegelbild fürchterlich - naja, das ist eher das kleinste Problem, aber ich fühle mich nicht wie ich und wenn ich mich dann sehe, bin ich noch mehr schockiert. Aber wenigstens muffele ich jetzt nicht mehr, war ja schweißgebadet in der Nacht.
Sonnenbrille auf, atmen, durchhalten.

Traumwetter draußen. Es ist alles so absurd.

Alles Liebe für Euch

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von reddie » Mittwoch, 17.04.19, 9:29

Hallo liebe Beate,

ja nicht? Als ob man in einem anderen Paralleluniversum lebt. Ich bin oft neidisch, wenn ich draußen oder im TV Menschen sehe, die noch so viel machen können. Ich denke mir dann immer: WIE unterschiedlich sich der Mensch doch fühlen kann.

Zum Schreien ist mir auch fast immer... ich fluche aber nur leise vor mich hin. Mehrfamilienhaus. Einmal habe ich - auch wütend - um kurz nach 22 Uhr laut ein Lied gehört und da klopf die Nachbarin wie verrückt an meine Tür. Wenn es mir einigermaßen geht, ist Musik eine Methode mich etwas zu stärken.

Ich muss heute draußen was erledigen. Das Herz schlägt mir bis zum Hals. Bin ich froh, wenn ich wieder daheim bin.

Alles Liebe
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 17.04.19, 10:10

Liebe Baeate,

ich wünsche dir, dass du einigermaßen durch den Tag kommst.

Hilft es dir, wenn du - vielleicht auch ohne Ton - den Fernseher laufen lässt? Damit so ein paar andere Eindrücke kommen. Ich finde das oft ganz angenehm.

Sei vorsichtig gedrückt! :hug:

LG Rosenrot
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Mittwoch, 17.04.19, 11:21

Liebe Reddie, liebe Rosenrot,

Vielen lieben Dank Euch.

Liebe Reddie,
Ich wünsche Dir, dass Du Deine Erledigungen gut hinter Dich bringst, Du tapfere!
Mir geht es auch oft so, dass ich neidisch bin auf alle, die alles machen können. Und ich hoffe, das können wir auch irgendwann wieder.

Liebe Rosenrot,

Vielleicht mache ich das später mit dem TV ohne Ton. Im Moment hab ich so heftige Benommenheit und richtige Gleichgewichtsstörungen und es ist eine Qual, die Augen offen zu haben.

Ich war nochmal ein Stündchen eingenickt, bis die Hunde vom Spaziergang zurück waren. Da hatte ich nun noch mehr Schlagseite, als ich auf der Toilette war.
Ich versuche es jetzt nochmal, denn Wachsein in diesem Zustand ist nur eine einzige Qual.

Wie geht es Dir heute? Kommst Du klar?

Ich umarme Euch und denke an Euch

Alles Liebe Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Rosenrot » Mittwoch, 17.04.19, 20:58

Liebe Beate,

ich hoffe, du konntest noch ein bisschen schlummern und wenigstens auf diese Weise Erleichterung verspüren.

Heute war für mich auch kein so guter Tag. Die üblichen Probleme mit der linken Seite waren verstärkt, dazu Druck im Kopf. Ich habe viele Impulse etwas zu tun, aber der Körper schafft es nicht. Na gut, ich habe festgestellt, dass ich vor Ostern nicht mehr einkaufen muss. Und nächste Woche ist sowieso wieder Lieferservice dran.

Ich wünsche dir von Herzen etwas Entspannung.

Hab' einen kuscheligen Abend mit deinen Hunden! :hug:

LG Rosenrot
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Petunia
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 19.04.19, 9:53

Liebe Rosenrot,

Lieben Dank für Deine Zeilen.

Ich hoffe, Dir geht es wieder besser. Es ist fies, wenn man diese Impulse hat, etwas tun zu wollen, aber der Körper lässt es nicht zu. Das kenne ich auch, zwar ist die körperliche Symptomatik anders, aber das Ergebnis das selbe.

Naja, auch mein Kühlschrank ist gefüllt. Meine Hilfe hat gestern Tomatensuppe und Kartoffeln mit Hühnchen und Karotten gekocht , das reicht bis Sonntag, danach gibts Tiefkühlkost.

Ich atme und gebe mir Direktiven nach der Alexander Technik und versuche so, die Angstzustände zu wuppen, die mich seit der schlaflosen Nacht peinigen.
Eben war die Alexander-Technik-Lehrerin bei mir und konnte mich ein wenig beruhigen. Allerdings ist nun so ein starker Kummer in mir, dass ich in dieser Situation stecke und nichts unternehmen kann, ja, nicht einmal friedlich liegen geschweige denn sitzen. Immerzu nur atmen und versuchen, an schöne Dinge zu denken, z.B. dass ich mit klarem Kopf und kräftigem Körper mit den Hunden gehen kann.

Ich wünsche Dir und Euch einen friedlichen Tag

Alles Liebe
Beate
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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Bittchen » Freitag, 19.04.19, 11:08

Liebe Beate,

wieder möchte ich dir von ganzem Herzen gute Besserung wünschen.
Auch ein erträgliches Osterfest schließe ich mit ein.
Liebe Grüße
Bittchen
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Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .

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Re: Petunia: Escitalopram zu schnell ausgeschlichen

Beitrag von Petunia » Freitag, 19.04.19, 11:16

Oh, ganz lieben Dank, liebe Bittchen!

Dir wünsche ich auch schöne Osterfeiertage. Bei diesem herrlichen Wetter !

Alles Liebe
Beate
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