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Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Li-la022 » Mittwoch, 13.03.19, 17:05

Jofab hat geschrieben:
Mittwoch, 13.03.19, 15:04
Liebes Entchen,

auch an dich ganz liebe Grüße ! Du hast Lila so wunderbar unterstützt und genau die richtigen Worte
gefunden !
Danke dafür 😚
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Quietscheentchen
Diagnose Schlafstörungen / Angststörung / Panikattacken

2016 5mg Escitalopram kurzzeitig 10mg - diese jedoch wieder auf 5mg reduziert wegen unruhiger Beine
März 2017 - Dezember 2017 100mg Opipramol

bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
ab 31.12.2017 = 0mg Opipramol
Absetzplan vom Arzt bekommen!


ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Seit 58 Wochen auf 0mg Opipramol :party2:
Seit 57 Wochen auf 0mg Escitalopram :party2:



Befinden aktuell ( 08.03.19)
- es hat sich vieles verbessert
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Mittwoch, 13.03.19, 17:38

Danke liebe Ilse.! Und gerne, liebe Lila! :group:

Ich weiß immer nicht, wie ich es ausdrücken soll.

Es geht in die richtige Richtung! Es fühlt sich manchmal fast normal an..? Oder zumindest normaler... Und das ist gut, wirklich!

Fertig gemacht hat mich das alles aber. Die letzten Monate... Dass ich emotional nicht mehr weiß, wie man sich wohlfühlt und nie weiß, wo ich stehe.

Das ist alles in der Starre drin... Und da hab ich dann Zweifel, dass ich merken werde, dass ich mich wieder daraus lösen kann.
Weiter warten.

Das ist so wirr alles. Ich weiß nie, wo ich stehe, und oft nicht wie ich mich fühle.

Aber ich habe ja Besserungen. Ich glaube, mein Gejammer bezieht sich oft nicht nur auf die Symptome. Sondern auf diese komplette Entwurzelung...

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Freitag, 15.03.19, 11:40

Hallo ihr Lieben,

vormittags und mittags ist es immer schlimm.
Aufwachen, sich dem Tag stellen müssen, nie wohlfühlen.

Ich darf das ja auch gar nicht erwarten, aber das gelingt mir abends besser. Da sag ich mir dann auch "du heilst von einer Hirnverletzung. Es ist alles ok und logisch so, es passiert nichts."

Aber jetzt weine ich schon wieder, aus Angst, dass dieser Zustand das neue Normal ist... Und auch, dass ich es alles nicht verarbeiten kann... Die Eindrücke des Entzugs kleben an mir.
Kann man das wirklich wieder loswerden?


Gestern war merkwürdig. Ich kenne es ja im Entzug, dass mir mal warm, mal kalt ist. Aber gestern Abend war heftig.
Ich war im Bett, mit Decke, und trotzdem war es eiskalt. Eisig! Dann zittern. Bin dann in den Nebenraum, um mir noch eine Pyjamahose zu holen. Da saß mein Mann und umarmte mich und war richtig geschockt, wie kalt ich bin. Hat mir gleich ne Wärmflasche gemacht und ich bin mit Wollsocken wieder ins Bett.

Heute kocht er für uns und meine Oma.

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Li-la022 » Freitag, 15.03.19, 12:02

Hallo entchen,

Weine nicht. Alles wird wieder gut.
Ich hatte am Anfang auch nur Schüttelfrost. Ist wohl ein absetzsymptom das man im Entzug die körperwärme nicht so gut regulieren kann bzw der körper es nicht kann.

Ich merke wie ich jetzt wieder unruhiger werde... die Massage tat gut und alles war ok.. aber jetzt geht es wieder los. Ich hoffe es wird nicht wieder schlimmer.

Lasst euch das eben schmecken ihr lieben.
Lila
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Freitag, 15.03.19, 12:48

Danke Lila!

Es gab frische Zwiebelsuppe französischer Art. Die war gut.

Ja, Schüttelfrost auch, aber da wird doch der ganze Körper nicht wie Eis? Naja, es war ja dann auch wieder weg.

Es tut mir so weh. Meine Oma redet immer vom Restaurant zu ihrem Geburtstag. Garten im Sommer.

Und ich kriege Angst. Ich weiß nicht, ob ihr das auch so kennt. Aber ich fühle mich deutlich abgeschnitten von jeder Normalität. Kann mir gar nicht vorstellen, Restaurant, Garten oder sonstwas zu schaffen. :(

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Li-la022 » Freitag, 15.03.19, 13:23

Du hast sicher noch etwas Zeit bis zum Geburtstag und der Sommer ist auch noch etwas hin. Du wirst es schaffen!
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Freitag, 15.03.19, 14:48

Na ja, der Geburtstag ist nächste Woche. Am Wochenende würde sie ins Restaurant wollen.

Und am liebsten zu Ostern im Garten.

Irgendwie... Das ist, weil ich mich nirgends sicher fühle. Plus die körperliche Anstrengung, irgendwo hin zu kommen.
Irgendwo hingehen, Pläne machen, das gehört zu vorher, zum alten Leben.

Immer diese Angst, dass mir das jetzt richtig kaputt gegangen ist. Dass ich daran nicht mehr anknüpfen kann.
Die Wahrnehmung ist noch nicht gut. Alle Orte und Tätigkeiten sind vom Entzug überlagert. Sie sehen anders aus und fühlen sich anders an.

Gerade bei der Oma gewesen und gekniffelt. Wenn ich dann an unsere Wohnung dachte, habe ich sie noch fast so schlimm im Kopf wie zu Beginn... :(

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Li-la022 » Freitag, 15.03.19, 16:18

Vielleicht tut es dir mal gut raus zu kommen .. um dich sind doch deine liebsten wo du dich sicher fühlen kannst.
Versuch es vielleicht wird es besser als du denkst
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Jofab » Freitag, 15.03.19, 19:10

Liebes Entchen, 🦆

es wird ganz sicher alles gut ! Wenn du mal ein richtiges Fenster hast, wirst du fesstellen, dass sich alles
wieder "normal" anfühlt. So wie bei mir manchmal abends.

Aber die Angst läßt sich eben nicht einfach wegreden !

Wie schön, das du deinen Mann und deine Familie hast.

Drück dich und liebe Grüße :hug:
Ilse
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Freitag, 15.03.19, 22:24

Liebe Lila,

ich konnte erstmal gar nicht antworten. Als du das vorgeschlagen hast, wurde mir heiß und kalt.
Aber rein logisch weiß ich, dass du recht hast und ich es versuchen sollte, wenn es mir an dem Tag nicht völlig schlimm geht. Vielleicht entscheide ich das spontan.

In mir ist was, das will Normalität und Entzug nicht vermischen. Was natürlich Unsinn ist. Aber auch das trägt zur Starre bei.


Liebe Ilse,

danke! Ich hoffe so sehr, dass du Recht hast.
Ein Teil von mir hat ja immer Angst, dass das hier schon wieder ich bin. Und alles jetzt so schlimm ist, weil ich mit den Erinnerungen an den Entzug nicht klarkomme...

Ich habe gerade meinen Mann länger küssen wollen. Da sprang mich wieder eine Erinnerung an. Da weiß ich sogar noch, was im TV lief, dabei ist das fast ein halbes Jahr her. :(

Ja, meine Familie! Ohne sie würde ich das alles nicht schaffen.

Ich drücke euch! :group:
Schlaft alle gut!
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Samstag, 16.03.19, 12:31

Hallo,

wisst ihr, was ich meine? Wenn das jetzt ich bin und nicht mehr der Entzug. Dann schaffe ich das nicht. Mich wieder aufzurappeln, anzuknüpfen. Das ist zu viel. Kein Sicherheitsgefühl mehr.

Lebensangst. Es ist Lebensangst geworden. Nur bin ich das oder der Entzug?

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Jofab » Samstag, 16.03.19, 13:13

Hallo liebe Entchen,

das bist nicht du - das macht der Entzug.
Trotzdem kann ich deine Angst verstehen, dass es gerade bei dir doch anders sein könnte als bei allen anderen.
Leider gehören Zweifel und Unsicherheit auch zum Entzug.

Da auch alle Verläufe so individuell sind, ist es schwer, die eigenen Symptome einzuordnen.

Ich drück dich und hoffe, dass du diese belastenden Gedanken ein wenig verdrängen kannst.

Liebe Grüße :hug:
Ilse
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Samstag, 16.03.19, 15:04

Danke, liebe Ilse! :hug:

Habe mich abgelenkt, mit Oma gekniffelt. Und ich schaffe es mehr, meine Gedanken etwas umzulenken.

Trotzdem hab ich Angst. Woher soll ich wirklich wissen, dass das nicht ich bin. Oder dass etwas bleibt...

Eventuell kommt wieder PMS. Ich hoffe, ich darf das wenn nötig hier rauslassen?
Obwohl es mir ja zuletzt schon besser gelungen ist, das Gedankenkreisen zu stoppen.

Wo ist eigentlich Smilla? Der Thread ist weg...

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Smilla » Samstag, 16.03.19, 16:16

Hallo Entchen,
hier bin ich - alles gut! :hug:

Ich freu mich, dass Du schon durch ganz schmale Fensterchen, wenigstens ab und an, sehen kannst. Das wird ab jetzt immer besser, so haben wir es hier oft beobachten können. Und das PMS kann ätzend sein, das gemischt mit dem Entzug - puh! Da ist man nicht sich selber (grammatikalisch klingt das zwar unmöglich, aber Du weißt, wie's gemeint ist.)

Alles Liebe,
Smilla
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Samstag, 16.03.19, 19:57

Danke, du Liebe!

Ja PMS! Bäh! Habe ich ja erst durch den Entzug bekommen.

Wenn ich nur mehr Vertrauen haben könnte. Mein Hirn sagt, ich bleibe für immer ohne Sicherheit, wegen diesem Horror...

Na ja, der Tag ist auch fast geschafft...

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Samstag, 16.03.19, 22:14

Ihr Lieben,

ich habe meinen Therapeuten heute erreicht und wir hören uns dann nächste Woche.

Kann ich noch was tun, was meint ihr? Ich lenke mich ab, wie es eben geht. Und es wird ja auch besser. Das Trauma, diese heftige Starre aber nicht.

Ich wüsste so gern, wie ihr das macht, wenn ihr euch auch vom Entzug traumatisiert fühlt. Wollt ihr mir davon erzählen? Oder ist das zu viel?

Es kommt immer wieder, ich habe wirklich viele einzelne Erinnerungen. Das bezieht sich immer darauf, wie ich alles um mich herum wahrgenommen habe.

Ich fühle mich in diesem Zustand nicht lebensfähig.

Habe aber auch den Eindruck, man kann daran gar nichts machen, während man noch in der traumatischen Situation steckt.

Denkt ihr wirklich, es besteht die Chance, dass ich das in einem richtigen, klaren Fenster gar nicht spüren würde?

Liebe Grüße
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Li-la022 » Samstag, 16.03.19, 22:21

Entchen... ruhig bleiben.

Der Entzug ist in Moment noch sehr präsent in deinem leben. Aber wenn die Symptome nachlassen und du Fenster hast wird es besser.

Schau bei mir... in Wellen bin ich nicht ich... fix und alle...am zweifeln ect. Wenn das vorbei ist ist das auch weg.

Drück dich. Lila
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Quietscheentchen
Diagnose Schlafstörungen / Angststörung / Panikattacken

2016 5mg Escitalopram kurzzeitig 10mg - diese jedoch wieder auf 5mg reduziert wegen unruhiger Beine
März 2017 - Dezember 2017 100mg Opipramol

bis 23.12.2017 = 100mg Opipramol
ab 24.12.2017 = 50mg Opipramol
ab 31.12.2017 = 0mg Opipramol
Absetzplan vom Arzt bekommen!


ab 02.01.2018 extreme Unruhe, Angstzuständige, Herrasen / Herzstolpern

ab 12.01.2018 50mg Opipramol ( Rücksprache Arzt)

30.01.2018 mein Hausarzt geht in Rente
12.02.2018 aufsuchen des neuen Hauarztes wegen inneren vibrieren
lt Hausarzt psychisch bedingt, sollte sofort Opipramol absetzen und 5mg Escitalopram beginnen

folgende Symptome : Unruhe, innerliches zittern/vibrieren, Muskelzucken, Schüttelfrost, Angst und Panik, Ohrenrauschen, starke Verspannungen

15.02.2018 lt neuen Arzt Aufdosierung auf 10mg Escitalopram da Symptome so schlimm waren
19.02.2018 lt Arzt vertrage ich Escitalopram nicht , da Symptome immer schlimmer werden, sofort Absetzen

Fazit :
12.02.2018 Kalt Opipramol entzogen
19.02.2018 sofort Absetzen von Esticalopram nach 1 Wöchiger Einnahme

Arzt erkannte Entzug nicht! Seine Kollegin und sein Chef allerdings schon. lt Aussage sollte der Entzug nach 6 Wochen vorbei sein

Im Entzug : 2 x Notaufnahme
Blutbild ohne Befund
EKG ohne Befund

Vom Arzt verordnet:
Kopf MRT ohne Befund
HWS und LWS MRT ohne Befund
Blutbild ohne Befund
Stulhprobe ohne Befund
Schilddrüsenwerden i.O, kein Eisenmangel, kein Vitaminmangel

Symptome im Entzug
- Schüttelfrost
- inneres Zittern /Vibrieren
- extreme Angst / Panik
- Angst verrückt zu werden oder Psychose zu bekommen
- Angst vor der Angst
- starkes Muskelzucken
- starke Verspannungen
- Appettitlosigkeit
- Abnahme Gewicht 10kg in 14 Tagen
- Durchfall
- Unruhe im Kopf / Stromgefühl im Kopf
- Herzrasen / Herzstolpern
- Ohrenrauschen
- anfällig für Infekte
- Neuroemotionen - Neuroangst
- Unruhe
- extreme Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit

Seit 58 Wochen auf 0mg Opipramol :party2:
Seit 57 Wochen auf 0mg Escitalopram :party2:



Befinden aktuell ( 08.03.19)
- es hat sich vieles verbessert
- Angst vor der Angst, manchmal noch Angst vor psychose und verrückt zu werden
- immer noch wellen / Fenster

Smilla
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Smilla » Samstag, 16.03.19, 22:57

Hi Entchen,

genau das ist ja das Tueckische an Gefuehlen: dass sie sich im Moment ihrer Praesenz so dauerhaft darstellen. Menschen mit einer Angststoerung haben eigentlich ich nur eine einzige Angst, nämlich die vor dem Fuehlen. Sie fürchten sich, zu fuehlen, was sie nicht fuehlen wollen.

Bei Dir ist es die Angst, Dich immer weiter in dieser Starre zu befinden, was ja schon verständlich ist. Aber vielleicht will Dich die Starre ja auch schuetzen. Oder sie will Dir etwas mitteilen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Gefuehle überflüssig werden, wenn ich sie "verstanden" habe. Das geschieht aber praktisch als Beigabe, nicht willentlich. Der Wille, etwas Bestimmtes nicht zu spueren, die reine Ablehnung, bringt es nach meiner Erfahrung nicht weg.

Ich weiss nicht, ob ich mich verständlich ausdruecke. Ich glaube, dass es zwar mit dem Entzug zu tun hat und bestimmt nicht schoen ist, dass es Dir aber durchaus auch helfen will. Weil unser Unbewusstes auf unserer Seite ist, bloss ist das nicht immer gleich zu erkennen.

Aus meiner Erfahrung hat es immer dann etwas gebracht, wenn ich auf den Prozess, der da im Gange ist, vertrauen konnte, also dieses viel beschworene Loslassen. - Das sind nun einfach meine Gedanken dazu; ich hoffe, Du kannst damit ein wenig anfangen, falls nicht, ist es fuer mich auch okay.

Hab eine gute Nacht.
LG Smilla

P.S. Meine Tablet-Tastatur ist scheusslich, ein paar Buchstaben sind gar nicht vorhanden, so dass ich, wenn ich damit schreibe, immer improvisieren muss ...
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Quietscheentchen
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Quietscheentchen » Sonntag, 17.03.19, 11:46

Liebe Lila, liebe Smilla,

danke!

Wenn ich zurück gucke, ist es deutlich besser geworden. Deutlich! Ich bin nur so merkwürdig, dass mir das Angst macht. Weil die vielen emotionalen und kognitiven Symptome noch da sind.

Wahrscheinlich sagt mein Hirn immer gleich "siehst du, das ist nicht weggegangen, also bleibt es."

Richtige, komplette Fenster hatte ich die gesamte Zeit über nicht. Dann könnte ich vielleicht wenigstens etwas Vertrauen fassen.

Und meine Lebensumstände spielen eine große Rolle. Was zuvor in Ordnung war, ist es jetzt nicht mehr.
Ich wusste mich zu beschäftigen.

Jetzt ist da nichts außer dem großen Schock, Interessenlosigkeit und Leere.

Smilla, darüber musste ich nachdenken.
Die Starre als Schutz... So wie Derealisation auch ein Schutz ist?
Am ehesten sagt mir die Starre dann vielleicht, dass ich jetzt tatsächlich nichts tun muss, um den Entzug zu schaffen?

Ich fühle, dass ich das meiste zu Hause schaffen muss, durch meine Einschränkungen.
Das fühlt sich schlimm an. Keine Interessen, nur wenig Ablenkung und Angst. Wie soll so das Vertrauen wiederkommen?

Ich habe immer die Vorstellung, dass ein Trauma bedeutet, dass die Stimmung genauso schlimm bleibt wie jetzt. Dann könnte ich mich einfach nie wiedererkennen.

Liebe Grüße :group:
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"Es ist kein Maßstab von Gesundheit, gut angepasst an eine von Grund auf kranke Gesellschaft zu leben" -Jiddu Krishnamurti
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Smilla
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Re: Quietscheentchen: Escitalopram abgesetzt - Absturz

Beitrag von Smilla » Sonntag, 17.03.19, 12:16

Hallo Entchen,

ja, die Starre lässt Dich verharren - genau so, wie mich meine eingetretene Immobilität und das Auf und Ab in der Intensität der Beschwerden.

Ich kann mich stündlich und minütlich fragen (oder auch Euch): "Geht das wieder weg?" Ihr würdet mir sagen: "Aller Erfahrung nach, wenn es mit dem Entzug zu tun hat, ja." Weiter: "Akzeptiere, dass es momentan so ist, hab Geduld", vielleicht auch: "Kann es sein, dass diese Einschränkung für Dich Sinn macht, dass sie Dir gar nichts Böses, sondern Gutes will?"

Meine Antwort wäre wohl, dass ich innehalten sollte und meine Rennerei nicht als Fluchtpunkt festzimmern kann und soll. Im Endeffekt, wenn der Lernfaktor greift, finde ich noch andere Möglichkeiten, ohne immer gleich - auch seelisch - auf die Flucht zu gehen. Meine Benzoeinnahme war ja nichts anderes ... Flüchten und Vermeiden waren DIE Schutzmechanismen meiner Seele, lebenslang. Habe ich mich mal überwunden, zu akzeptieren bzw. zu kämpfen, war es meist eine tolle Sache!

Wie schrieb Finchen so treffend: "Der Entzug packt uns genau an unserer Schwachstelle". Sic!

Liebe Sonntagsgrüße
von Smilla
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