Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

die Organisation des Forums durch das Team ist weiterhin eingeschränkt.

Danke an alle die sich im Rahmen der gegenseitige Selbshilfe einbringen. Bitte schaut weiter gut auf euch und unterstützt euch aktiv untereinander mit euren Erfahrungen oder Hinweisen auf lesenswerte Threads. Wenn ihr mögt und könnt, begrüßt gerne Neuankömmlinge, verlinkt die Grundlageninfos oder lasst einfach ein gutes Wort da.

Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Da wir hier viel zu tun haben, kann das eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
Rippatha39
Beiträge: 100
Registriert: Mittwoch, 24.05.17, 18:35
Hat sich bedankt: 39 Mal
Danksagung erhalten: 53 Mal

Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Rippatha39 » Donnerstag, 06.12.18, 22:51

Also ich werde es mir mit fünf Milligramm über den Winter gemütlich machen und auch nicht mehr weiter absetzen.

Wie man meiner Signatur unschwer entnehmen kann hatte ich ja schon sieben mal das Vergnügen abzusetzen.

Beim Pulvern verschreiben sind unsere Ärzte in Österreich sehr schnell. Wenn es aber ums absetzen geht, schaut die Sache schon anders aus.

Im Dezember haben wir auch die kürzesten Tage und der längsten Nächte kommen ja auch schon dann die Rauhnächte.

Ein weiteres absetzen halte ich in der Winterzeit sowieso nicht für sinnvoll.

Ich finde du machst das ganz richtig dass du jetzt deinen absetzt stop Bein legst und vielleicht beginnst du auch erst wieder im Frühling weiter zu reduzieren.

Ich bin mittlerweile aber auch davon überzeugt, dass nicht nur das richtige und langsame Absetzen mit der vorgestellten Wassermethode ein wichtiger Bestandteil ist, sondern man auch Geist und Körper aufbauen muss wie zum Beispiel ein regelmäßiger Sport, hochwertige biologische gesunde Ernährung, regelmäßige Auszeiten, erlernen eine Entspannungsmethode.

Ich z. B. Mache fast täglich MBSR
mindfulness based stress reduction von Jon Kabat-Zinn.

Auch ich bin dem Forum überaus dankbar, da ich erst hier letzten Jahres erfahren habe, dass meine zeitversetzten (Absetz)Symptome dem Medikamente geschuldet sind und nicht die Rückkehr meiner ursprünglichen Erkrankung bzw Problematik ist oder war.

Wünsche euch allen noch einen schönen Nikolaustag
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Rippatha39 für den Beitrag (Insgesamt 7):
tigger123Kaenguru70GuglhupfJamiepadmaKatharinasuisse
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

Guglhupf
Beiträge: 463
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 14:26
Hat sich bedankt: 469 Mal
Danksagung erhalten: 1137 Mal

Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Freitag, 07.12.18, 0:33

Hallo Rippatha :)

Genau so machen wir's und wenn wir uns bereit fühlen, geht die wilde Fahrt weiter.

Gestern war ich abends nach sehr langer Zeit mal wieder richtig gelähmt vor Angst und dachte nichts geht mehr. Heute war ich beim Pilates, fühle mich ausgepowert und gut und bin auch richtig gut gelaunt durch die körperliche Anstrengung.

Wie du sagst - auch Erholungsphasen gehören dazu. Ich denke dann hat man gute Chancen, wirklich dauerhaft wegzukommen.

Alles Gute auch dir für deinen Weg und halte mich am Laufenden :)

GLG Anna
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Guglhupf für den Beitrag (Insgesamt 5):
Jamiehouelle1feenarmpadmaKatharina
Meine Signatur
► Text zeigen
- bei Bedarf Magnesium
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- Mönchspfeffer
- reines Lavendelöl

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

Rippatha39
Beiträge: 100
Registriert: Mittwoch, 24.05.17, 18:35
Hat sich bedankt: 39 Mal
Danksagung erhalten: 53 Mal

Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Rippatha39 » Freitag, 07.12.18, 11:01

Was lähmt dich so an deiner Angst?

Hast du das Gefühl, dass es vom Absetzen kommt?

Oder reagierst du auf gewisse körperliche bzw. psychische Symptome mit Angst darauf?

Hast du Angst zu sterben?
Hast du Angst verrückt zu werden?
Hast du Angst dass du umfällst und bewusstlos wirst? Oder ist es eine Angst, die du eigentlich gar nicht benennen kannst?

Ich schreibe dir das, weil ich vom Gefühl her und was ich bereits gelesen habe sagen kann, dass wir sehr viele ähnliche Komponenten in unserer Geschichte haben.

Ich für meinen Teil habe Anfang November von 7,5 mg auf 5 mg reduziert.

In der Phase von 7,5 mg hatte ich keine sonderlichen Absetzsymptome bzw. waren diese zu vernachlässigen.

Jetzt bei 5 mg muss ich sagen sieht die Sache schon anders aus.

Angst habe ich zwar keine, was mir aber in der jetzigen Phase doch sehr auffällt, ist wie stark einem diese Antidepressiva doch benebeln.  Also die Konzentration bzw. Die im Forum bzw. auch im Internet oft beschriebene Depersonalisation und Derealisation kenne ich sehr gut ind ist im Moment fallweise doch wieder stärker vorhanden.  Jetzt kommt aber auch eines dazu, dass wir in der dunkelsten Jahreszeit sind und speziell der November auch bei uns sehr sehr wenig Sonnenschein hatte. Auch spüre ich schon eine gewisse ausgelaugtheit bzw. Müdigkeit aufgrund eines relativ starken beruflichen Jahres.

Und da bin ich auch ich schon auch wieder ein wenig bei dem Thema  Ängstlichkeit.

Ich weiß das Gefühle von Depersonalisation und Derealisation bzw Konzentrationsstörungen, brainfog oder Gehirnnebel, wie man das alles auch ein wenig bezeichnen kann,  nicht Anzeichen einer Psychose oder Schizophrenie sind.

Aber in solchen Phasen fühlt man sich auch nicht  sonderlich wohl in seiner Haut. Man fühlt sich so abgespalten und nicht involviert. Man hat es auch mal als eine wie durch eine Scheibe sehen bezeichnet.

Ich habe eines gemerkt, dass mir wie gesagt Ruhe, Stille,  besonders die Abende wo es auch finster ist sehr gut tun und Sport.  Das hatte ich aber letztes Jahr zur gleichen Zeit auch, wo ich noch keine Tabletten eingenommen habe.

Ganz ehrlich  ist meine, wenn man so sagen möchte größte Angst bzw. aber gleichzeitig auch steckt ein Wunsch dahinter folgende, dass ich immer wieder diese Schleifen habe. Ich hoffe, dass auch ich es jetzt mit der richtigen Methode nachhaltig schaffe ohne Tabletten mein Leben bestreiten zu können.

Die vergangenen sieben Absetzversuche waren natürlich unter ganz anderen Gesichtspunkten getriggert.  Ich bzw. auch fachärztliche Begutachtung gingen immer wieder von Rückfällen aus (Herbstdepression Depression Ängste usw.).

Eigentlich konnte keiner der Ärzte, ob das der Hausarzt war oder meine Psychiaterin war, eine Diagnose stellen die mich restlos zufrieden stellte.

Eigentlich erst durch das entdeckte Forum letzten Jahres, wo ich aber bereits das siebte Mal relativ rasch ausgeschlichen habe, tauchte ein neuer Aspekt meiner Symptome auf.

Im Gegensatz zu anderen Betroffenen, hatte ich ja nicht gleich nach dem Absetzen Absetzsymptome und Reaktionen, sondern dauerte es bei mir meistens 6 bis 24 Monate bis ich wieder in die Spirale kam. Das machte es mir dann auch so schwer zu erkennen, sind das jetzt wirklich Absetzreaktionen vom Medikament oder doch die ursprünglichen Probleme.

Na ja fürs erste ist das mal sicherlich genug, wir fahren heute in den Urlaub und sind ab Dienstag dann wieder da.

LG und schönes Wochenende
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Rippatha39 für den Beitrag (Insgesamt 2):
houelle1padma
Erste Symptome 2002

Erschöpfung, körperliche Schwäche, Angst aus heiterem Himmel, Panikattacken. Daraus resultierende Agoraphobie. Rückenverspannungen, körperliche Missempfindungen, ständig angespannt und unter Stress. In dem Jahr haben wir geheiratet, wollte eigentlich nicht. Keine richtige Diagnose. Arzt verabreicht mir einen Beta-Blocker für 2 Wochen, dann abgesetzt. Erste Panikattacke nach Absetzen des Beta-Blockers bei Freunden im Ausland.
Bis Sommer 2006 Beschwerdefrei.

August 2006 wieder Panikattacken

Diagnose Psychiater: Erschöpfungsdepression mit Angststörung. Beginn Einnahme von Antidepressiva Tresleen 50mg

08/06-05/07 Tresleen 50mg

Beginn 1.Absetzen
01/2007-05/2007 Tresleen 25mg
05/07-09/07 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
09/2007-04/2008 Citalopram 20mg
(Gehirnhautentzündung Frau und Tochter)

Beginn 2.Absetzen
05/2008-07/2008 Citalopram 10mg
08/2008-12/2008 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2009-10/2009 Citalopram 20mg

Beginn 3.Absetzen
10/2009-12/2009 Citalopram 10mg
(Ehekrise)
12/2009-01/2011 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2011-02/2013 Citalopram 20mg
(Geburt 3 Kind)

Beginn 4.Absetzen
02/2013-07/2013 Citalopram 10mg
07/2013-12/2014 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
01/2015-05/2015 Citalopram 20mg
(Meine Mutter hat Demenz)

Beginn 5.Absetzen
05/2015-07/2015 Citalopram 10mg
07/2015-04/2016 keine Einnahme

Beginn Widereinnahme
04/2016-06/2016 Citalopram 20mg
(Elternumzug Wohnung Verkauf Elternhaus)

Beginn 6.Absetzen
06/2016-07/2016 Citalopram 10mg
07/2016-01/2017 keine Einnahme
(War Ende Nov. für 3 Wochen auf Kur)

Beginn Widereinnahme
01/2017-04/2017 Citalopram 20mg

Beginn 7.Absetzen
04/2017-12.05.17 Citalopram 10mg
(Auszug älteste Tochter, viel Stress auf Arbeit und finanzielle Umsatzeinbrüche, Sorgen
1 Panikattacke im Urlaub und nach Rausch im Oktober)

Beginn Widereinnahme
Seit 11/2017- Citalopram 20mg
Seit 04/2018- Citalopram 15mg
Seit 24.06.18- Citalopram 10mg
Seit 24.07.18- Citalopram 7,5mg
Seit 06.11.18- Citalopram 5,0mg


Entzugssymptome: meistens nach 5-7 Monate stellen sich folgende körperliche und psychischen Symptome:
Erstes Anzeichen sind immer Schulter Nackenverspannungen
unbegründete Nervosität, Stress, vermehrtes Schwitzen auf den Fussohlen, kalte Füsse, aufgewühlt sein, Magenbeschwerden, innere Getriebenheit, es fällt mir dann immer schwerer mich zu entspannen. In weiterer Folge können auch leichte Angst, Konzentrationsschwierigkeiten und allgemeine Niedergeschlagenheit auftreten. Der Höhepunkt ist dann eine Panikattacke.

Guglhupf
Beiträge: 463
Registriert: Sonntag, 23.07.17, 14:26
Hat sich bedankt: 469 Mal
Danksagung erhalten: 1137 Mal

Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 08.12.18, 0:52

Hallo Rippatha

Ich habe weder Angst verrückt zu werden, noch zu sterben. Es ist nicht wie bei einer Panikattacke.

Die Angst im Entzug ist eine andere. Ich bin Hypochonder, habe also Angst vor schlimmen Krankheiten und da eher davor, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren. Daher wohl auch die besondere Angst vor Krebs, die Ungewissheit die diese Krankheit mit sich bringt. Und gleichzeitig meine Dummheit, nächtelang in Krebsforen gelesen zu haben um ja jedes Anzeichen aufzusaugen. :frust: Es gibt bestimmt viele andere Krankheiten, die einen ähnlichen Verlauf nehmen, da ich darüber aber nichts weiß, habe ich keine Angst davor - was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Wenn ich von lähmender Angst schreibe, meine ich damit dass ich wie im konkreten Fall eben zB auf die Waage steige und auf das angezeigte Gewicht mit einem irrationalen Panikausbruch reagiere. Das ist aber nicht wie eine Panikattacke, sondern eine übersteigerte Angstreaktion auf diesen Trigger. Ich habe dann rasende Gedanken, die mir schlimmste Szenarien ausmalen, kann mich kaum beruhigen und es ist mir nicht möglich, einen einzigen vernünftigen Gedanken zu fassen.

Ich muss dann abwarten, nach ca 1, 2 Stunden beruhigt es sich etwas, dann kann ich logische Begründungen für den Trigger finden zB dass ich weniger gegessen habe und es deshalb ganz normal ist, dass ich weniger wiege. Und dann verflüchtigt sich der Zirkus immer mehr.

Die Tendenz war immer schon da, doch im Entzug finde ich sind diese Panikphasen viel intensiver. Wie eine Explosion im Kopf.

DP und DR habe ich wie oft beschrieben bisher glücklicherweise noch nicht erlebt, das muss auch sehr anstrengend sein.

Sport tut mir sehr gut. Das Wissen über die Leistungsfähigkeit des Körpers hilft mir, nicht auf jedes Zucken zu reagieren.

Ich hab zu meinem Mann gesagt, dass ich selbst wohl nie so einen an der Klatsche entwickeln hätte können wie jetzt durch die Tabletten und den Entzug. Nicht nur welche Symptome das überhaupt auslöst, ist auch die Reaktion oft eine Aufgabe für sich.

Ich habe über die Jahre von 20 auf 15mg und vor zwei Jahren von 15 auf 10 und 5mg je ohne Probleme reduziert. Erst unter 5mg wurde es immer hart und unter 3mg sowieso.

LG Anna
Zuletzt geändert von Guglhupf am Samstag, 08.12.18, 1:24, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Guglhupf für den Beitrag:
feenarm
Meine Signatur
► Text zeigen
- bei Bedarf Magnesium
- Passionsblumentee zur Milderung entzugsbedingter NW
- Mönchspfeffer
- reines Lavendelöl

"Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher."

Jofab
Beiträge: 1316
Registriert: Mittwoch, 16.08.17, 19:51
Hat sich bedankt: 4283 Mal
Danksagung erhalten: 3256 Mal

Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von Jofab » Samstag, 08.12.18, 1:16

Liebe Anna,

entschuldige, wenn ich so in deinen Thread platze.
Guglhupf hat geschrieben:
Samstag, 08.12.18, 0:52
Ich habe weder Angst verrückt zu werden, noch zu sterben. Die Angst im Entzug ist eine andere. Ich bin Hypochonder,
habe also Angst vor schlimmen Krankheiten.
Gerade heute habe ich versucht, etwas ähnliches zu beschreiben. Bei mir ist es nicht die Angst vor Krankheiten, die
diese irrationale Panik verursacht, sondern die Angst, verlassen zu sein oder verlassen zu werden.
Guglhupf hat geschrieben:
Samstag, 08.12.18, 0:52
Ich habe dann rasende Gedanken, die mir schlimmste Szenarien ausmalen, kann mich kaum beruhigen und es ist mir nicht möglich, einen einzigen vernünftigen Gedanken zu fassen.
Genauso ist es auch bei mir. Es ist keine Panikattacke im üblichen Sinne.
Guglhupf hat geschrieben:
Samstag, 08.12.18, 0:52
Die Tendenz war immer schon da, doch im Entzug finde ich sind diese Panikphasen viel intensiver.
Es scheint wirklich so zu sein, daß diese Angststörungen ganz individuell ausgelöst werden.

LG Ilse
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jofab für den Beitrag (Insgesamt 2):
Guglhupffeenarm
► Text zeigen

feenarm
Beiträge: 46
Registriert: Mittwoch, 28.03.18, 19:58
Hat sich bedankt: 112 Mal
Danksagung erhalten: 42 Mal

Re: Guglhupf: Cipralex (Escitalopram) absetzen

Beitrag von feenarm » Sonntag, 09.12.18, 7:38

moin,

das mit der angst erlebe ich auch so.
alle strategin die ich erlernt habe gegen ängste und panik sind nicht anwendbar. und die angst fühlt sich anders an.

schon beruhigend das es andere auch so erleben. naja auch erschreckend.

lg fee
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor feenarm für den Beitrag (Insgesamt 2):
GuglhupfUlulu 69
26.03.2003 40mg citralopram
01.04.2003 30mg citralopram
07.04.2003 20mg citralopram
01.01.2006 10mg citralopram
16.03.2016 15mg citralopram 25mg Atosil zur Nacht -über die Notaufnahme ins KK
23.03.2016 20mg citralopram 10mg Atosil zur Nacht
15.09.2016 20mg citralopram

11.11.2017 19mg Citralopram
11.12.2017 18mg Citralopram
03.01.2018 17mg Citralopram
17.01.2018 16mg Citralopram
01.02.2018 15mg Citralopram
14.02.2018 14mg Citralopram
13.03.2018 13 mg Citralopram
19.05.2018 12mg Citralopram
17.06.2018 11mg Citralopram
30.06.2018 10 mg Citralopram
26.07.2018 9 mg Citralopram
01.08.2018 9 mg Citralopram Wasserlösemethode umgestellt
24.08.2018 8,5 mg Citralopram
19.09.2018 8 mg Citralopram
03.10.2018 7,5 mg Citralopram
23.10.2018 7.5 mg Citralopram und 10 Atosi
28.10.2018 8.0 mg Citralopram und 10 Atosil
15.11.2018 8,5 mg Cita -
04.12.2018 9,0 mg Cita- Atosil / Atosil 5/5/10 mg
07.12.2018 10 mg Cita

Antworten