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lakeSonne: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Wenn Antidepressiva abgesetzt werden, kann dies zu schweren und langwierigen Entzugserscheinungen führen. Viele Hersteller und Ärzte verharmlosen diese Problematik leider.
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von carlotta » Samstag, 05.08.17, 15:01

Hallo Lake,

ja, mit dem Fischöl bzw. der Dosis ist nicht so ganz einfach. Hier wurde das ja schon diskutiert:
http://www.adfd.org/austausch/viewtopic ... 3a7639d2dd

Im empfehlenswerten US-Forum survivingantidepressants.org werden ja recht hohe Werte empfohlen. Vermutlich bringen solche Dosen auch mehr, allerdings verträgt sie nicht jeder. Man könnte sich vorsichtig herantasten.

Wegen Vitamin E bin ich weniger besorgt, da man immer wieder hört, dass die in D empfohlenen Dosen sehr niedrig angesetzt sein sollen (erfahrene HP empfehlen oft mehr). International sehen die Empfehlungen oft anders aus.

Ich selbst halte es so, dass ich von meinem Präparat (hab die Werte gerade nicht im Kopf) zwar mehr nehme als auf der Packung angegeben (3 statt 2 Kapseln), aber noch lange nicht so viel wie bei surviving vorgeschlagen. Ich hatte ausprobiert, weniger zu nehmen, dann fühle ich mich schlapper. Ich hatte ausprobiert, mehr zu nehmen, dann werde ich unruhig (evtl. auch wegen des zugesetzten Vitamin E, kann ich nicht auseinanderhalten). So gehe ich den Mittelweg.

Gut aber, dass Du Fischöl und Magnesium verträgst. Es ist auf jeden Fall eine Hilfe.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Donnerstag, 24.08.17, 10:31

hi,

ich will mal kurz meine (Absetz)beobachtungen festhalten:

Ich reduziere 0,5-1mg Citalopram, Startdosis 20mg, aktuell bei 11,5mg, ich arbeite Vollzeit dabei.

Insgesamt benötige ich sechs Wochen für einen Absetzschritt:
- ich benötige ca. vier Wochen bis alle Symptome weg sind
- Zwei Wochen brauche ich dann noch hinterher um mich zu erholen ("Absetzurlaub" :D )

Die ersten vier Wochen gestalten sich folgendermaßen:

Erste Woche: Gar keine bis leichte körperliche Symptome
Zweite und dritte Woche: Starke körperliche Symptome (Migräne, Schwindel, Schwitzen, Koordinationsprobleme, heiße Extremitäten, Übelkeit, Herzstolpern/ES)
Vierte Woche: Fast nur psychische Symptome (z.B. Angst, Derealisation, Panik, Neuro-Emotionen)


Vielleicht kann ja jemand was da raus ziehen für sich oder sieht Gemeinsamkeiten.
Ich schreib das aber auch für mich auf, falls ich mal wieder in einer miesen Welle drinhänge, damit ich es besser beurteilen kann.
Aktuell bin ich grad in der vierten Woche und es geht mit psychisch schlecht :cry: . Ich hoffe natürlich, daß sich das, wie bisher immer, wieder stabilisiert. Machen kann man eh nix, man muss es einfach 'durch-leben', im wahrsten Sinne des Wortes...d.h. bei mir: ich geh ins Büro, hab Meetings, mache flache Jokes mit den Kollegen, spiele abends mit den Kids.... und innerlich fühle ich mich wie ein Mülleimer :vomit:

liebe Grüße,
lake.
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2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
2017:
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2018:
2.1.2018: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.2018: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von SeventhWave » Dienstag, 29.08.17, 10:12

lakeSonne1 hat geschrieben: Vielleicht kann ja jemand was da raus ziehen für sich oder sieht Gemeinsamkeiten.
Ich schreib das aber auch für mich auf, falls ich mal wieder in einer miesen Welle drinhänge, damit ich es besser beurteilen kann.
Aktuell bin ich grad in der vierten Woche und es geht mit psychisch schlecht :cry: . Ich hoffe natürlich, daß sich das, wie bisher immer, wieder stabilisiert. Machen kann man eh nix, man muss es einfach 'durch-leben', im wahrsten Sinne des Wortes...d.h. bei mir: ich geh ins Büro, hab Meetings, mache flache Jokes mit den Kollegen, spiele abends mit den Kids.... und innerlich fühle ich mich wie ein Mülleimer :vomit:
Huhu!

Viel Erfahrung mit planvollem Absetzen kann ich noch nicht vorweisen. Aber den Absatz unterschreibe ich so 100%, man kann es kaum besser ausdrücken.

Grüße

7
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Beginn Wasserlösmethode Citalopram Mylan Dura 40 mg
18.07.17 36 mg (-10 %)
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27.01.18 26 mg (-7,143 %)
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Dienstag, 05.09.17, 10:23

hallo :) ,

ich will euch von einem Versuch berichten.

Bisher: 1mg alle 6 Wochen runter
Versuch: 0,5mg alle 3 Wochen runter

Um es kurz zu machen: Es hat nicht funktioniert.

Das erste verkürzte Absetzintervall lief sehr gut (siehe Signatur 16.6.17 12,5mg)
Bei Zweiten zeigten sich wieder diverse Symptome (siehe Signatur 06.7.17 12,0 mg)
Und beim Dritten, oje - da steck ich jetzt immer noch drin und es will einfach nicht besser werden.
(Depris, PAs, üble Träume, Cortisol Ausschüttungen das es kracht mit den bekannten Symptomen etc.. :frust: )

Fazit:
Ein drei Wochen Intervall ist zu kurz, um eine vernünftige Basis für die nächste Reduktion zu schaffen.
Das funtioniert vielleicht einmal, aber nicht mehrmals hintereinander, da sich der Körper noch nicht vollständig erholt hat und sich dann die Absetzprobleme bei den nächsten Reduktionen kummulieren.

ok, wieder was gelernt :sports:
lg lake.
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von padma » Dienstag, 05.09.17, 22:56

hallo Lake, :)

danke für dein Fazit.
Das mit dem Kummulieren der Absetzsymptome ist genau das Problem, was Reduktionen in kurzen Abständen so riskant macht.

liebe Grüsse,
padma
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von Guglhupf » Mittwoch, 06.09.17, 1:45

Hallo lake

Ich reduziere Citalopram und stehe damit noch am Anfang. Durch deine Schilderung der unterschiedlichen Symptome je nach Reduktionswoche hast du mir aber sehr geholfen, da ich mir schon die Frage gestellt hab, ob das Auftreten unterschiedlichster NW normal ist. Bin ja erst mitten im ersten Reduktionsschritt ;)

Vielen Dank dafür, dann werd ich das bei mir auch ganz genau beobachten. Denke auch, dass 6 Wochen die beste Dauer sind, da man einfach auf Nummer Sicher geht. So sehr ich gern in 2 Wochen auf 0 wär, aber das ZNS gibt die Dauer des Entzugs vor. Und nachdem ich schon 2x erfolgreich gescheitert und danach durch die Hölle gegangen bin, lasse ich mir lieber Zeit. Dafür müssen wir nicht ganz so leiden :)

Alles Gute weiterhin

LG Anna
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Donnerstag, 07.09.17, 10:59

hallo :( ,

ich bin jetzt in der 6. Absetzwoche ( 0,5mg Reduktion von 12,0 auf 11,5mg Citalopram) und es geht mir immer noch nicht besser.
Ich bin heute jetzt das erste mal seit Jahren absetzbedingt zu Hause geblieben, weil ich mich so schlecht fühle und ich heute Nacht fast nicht geschlafen habe.
An körperlichen Symptomen habe ich heiße Hände (vorallem in Ruhe, z.B. vor dem Einschlafen, kommt oft wie ein Flush auf einmal, wenns ganz blöd läuft in den ganzen Körper)), Kribbeln an Armen und Beinen, nadelstichartige Empfindungen am ganzen Körper, Cortisolsauschüttungen (ich glaube das hat mich heute Nacht wachgehalten), Augendruck.
Psychisch hab ich PAs (ich nehme an wegen der körperlichen Symptome), depressive Stimmung, weinerlich.

Was ich vermute: Kummulierte Absetzbeschwerden, obwohl immer nur 0,5mg runter, da zu wenig Zeit zwischen den letzten Reduktionschritten.
Was soll ich tun: wieder aufdosieren? nach 6 Wochen? ich weiß nicht. oder auf der Dosis bleiben und es voll aussitzen?

Da es mir schlecht geht bin ich natürlich auf Ursachensuche:
1. kummulierte Absetzbeschwerden, das auf jeden Fall
2. ich nehme 20mg Pantoprazol schon sein bestimmt 8 Jahren. Ich könnte mir einen B12 Mangel vorstellen, da das häufig bei PPI Einsatz passiert. Das würde das Kribbeln und die Nadelstiche erklären. Ich hab mir heute morgen mal ein B12 NEM geholt,vielleicht bringts ja was (schaden solls ja nix, laut Internetrecherche)
3. Meine Schilddrüse, vieleicht stimmt meine Thyronajoddosis nicht mehr, die ich jeden morgen nehme

Grundsätzlich kommt es mir so vor als sei die Kombination aus PPI - Thyronajod - SSRI ne :censored: -Kombiation; vorallem beim Absetzen.
Irgendwie kommt mir da mein Körper weniger flexibel vor, was Dosisänderungen betrifft - wie in einem zu steifen Korsett.

wenn jemand was weiß...ich bin für jede Anregung dankbar und aufgeschlossen!
lg lake
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von carlotta » Donnerstag, 07.09.17, 13:56

Hallo Lake,

kumuliert hat sich da sicher was. 0,5 mg sind auch nicht sooo wenig, wie es scheint. Diese Mittel sind hochpotent.

Da es so krass ist und sich länger nicht beruhigt hat, könntest Du leicht aufdosieren. Allerdings hältst Du schon seit sechs Wochen eine Dosis, daher würde ich vielleicht erst mal nur um 0,25 mg hochgehen, um zu große Sprünge zu vermeiden, die in beide Richtungen das ZNS stressen können. Es kann so oder so aber etwas dauern, ehe es greift.

Kribbeln und Nadelstiche kenne ich als Entzugssymptom auch und nehme kein PPI.

Das mit dem B12 ist zwar richtig, aber Achtung: Selbst bei Mangel kann es nicht vertragen werden im Entzug. Ich kenne Fälle, wo die Einnahme (auch kurzzeitig) zu übelsten Zuständen über längere Zeiträume geführt hat.

Dass die SD-Medikation nicht mehr stimmt, kann gut sein; AD sowie ihr Entzug wirken sich enorm auf die SD aus.

Liebe Grüße :group:
Carlotta
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Dienstag, 12.09.17, 11:55

Hallo,

hier mal mein Absetzverlauf in graphischer Form:
Tapering_Progress2.png
Tapering_Progress1.png
Gruß,
lake.
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Sonntag, 17.09.17, 13:53

Hallo,
mir ging es letzte Woche richtig gut und ich hab die letzte Welle glaube ich überstanden und bin sicher auf 11,5mg angekommen. Leider ist mir Freitag Abend etwas passiert was ich nicht richtig einordnen kann. Wir waren mit Freunden in einem Lokal zum Essen. Als ich mich gerade auf den Stuhl setzen will spüre ich eine Extrassystole? im Herzbereich und mir wird leicht schwindlig und mein Bild vor den Augen pumpte Wie wenn ein Fotoapparat nicht richtig scharf stellen kann . Sekundenschwindel? Das ganze dauert es vielleicht zwei,drei Sekunden oder auch fünf. Das war extrem ekelhaft. Ich dachte ich sterbe. danach hatte ich eine Panikattacke.ich hab das Essen Abart trotzdem durchgezogen, die anderen haben nix gemerkt. Seitdem ist es nicht mehr passiert. Kennt das jemand von euch?

Ansonsten gehts mir gut, aber das Erlebte blockiert mich jetzt voll, ich kannn gar nicht mehr aufhören, daran zu denken. :cry:

Liebe Grüße,
Lake
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2.6.2018: 8,8mg Cita
9.6.2018: 8,7mg Cita
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 17.09.17, 14:54

Hallo lake,

So wie du das beschreibst war es wahrscheinlich in der Tat eine Extrasystole. Die kommen, nicht nur im Entzug, sehr häufig vor. Das fühlt sich super schlimm an und löst oft Panik aus, ist aber in der Regel absolut harmlos.

Ich lebe schon seit über 20 Jahren damit und bleibe inzwischen gelassen, wenn das Herz mal wieder dauernd stolpert. Meine Mutter hat das übrigens auch schon seit frühester Jugend. Sie ist heute 86 Jahre alt.

Bei vielen tritt das beim Absetzen auf und verschwindet dann auch wieder. Wenn du das jetzt öfter hast, solltest du zur Abklärung mal ein EKG machen lassen um andere Ursachen auszuschließen.

LG Ute
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Sonntag, 17.09.17, 15:34

Hallo Ute,
vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Die ES habe ich vor 2-3 Jahren durch LangzeitEKG (das letzte war 2016) und BelastungsEKG abklären lassen, war alles ok. Ich kann damit in der Zwischenzeit auch gut umgehen, vor allem da beim Abdosieren ich davon ausgehen kann, dass für ein/zwei Wochen diese vermehrt auftreten.
Dieses mal war es halt sehr heftig und vor allem mit diesem - wie soll ich es beschreiben? - Schwindel? Wahrnehmungsbeeingträchtigung? für 1-2 Sekunden.
Hui, das war neu. Kennst du das auch ?

liebe Grüße,
lake
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.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.2018: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
.....Tag 10-16: heiße, dicke und rote Hände beim einschlafen und aufwachen, Migräne, Übelkeit, Matschbirne, Bodyzaps, Übelkeit, Nadelstiche auf Haut, Sehstörungen
.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
.....Tag 22-23: Angstzustände, leichte Depri
2.6.2018: 8,8mg Cita
9.6.2018: 8,7mg Cita
15.6.2018: Medi-Plan Änderung: Thyronajod auf 25 (von ehemals 50)
20.6.2018: 8,6mg Cita
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von Ululu 69 » Sonntag, 17.09.17, 16:25

Hallo lake,

Ja das kenne ich auch. Ich denke, dass ist das Adrenalin, das der Körper in dem Moment freisetzt.
Ich denke, so lange das nur einen Moment dauert, ist das durchaus normal.

LG Ute
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Montag, 25.09.17, 14:04

hallo,

ich hatte die letzten paar Wochen doch üble Probleme beim Absetzten.
Ich konnte mir das auch nur teilweise erklären, was da los war.

Nun, ich habe eine weitere Möglichkeit gefunden, die die Probleme verursacht haben könnten:

Die Waage.

Gestern habe ich sie neu kalibriert, und dabei festgestellt, daß sie 0,006 zu viel misst.
D.h. ich habe, seit sie sich verstellt hat, unabsichtlich weiter runter reduziert.

So geht die Rechnung:
Ich feilte die ganze Zeit meine Dosis für 11,5mg citalopram, das wären 0,106 auf der Waage.
Dabei war das Gewicht in Wahrheit schon bei 0,100 (Entspricht 11,0 mg Citalopram).


Somit habe ich ab dem Zeitpunkt, an dem sich die Waage verstellte, unabsichtlich 11,0 statt 11,5mg Cita genommen.
Dies entspricht einem ganzen Absetzschritt bei mir!
Das würde locker erklären wieso das es mir so lange so schlecht ging: es war einfach Entzug.

Wann sich die Waage verstellt hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Ich nehme an auf einer Reise um den 8. August (viel Bewegung/Rütteln).


Fazit: Die Waage wird jetzt wöchentlich kallibriert. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.


lg
lake.
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Mittwoch, 11.10.17, 11:46

Hallo,

Mir geht es gerade ziemlich schlecht, allerdings nicht vom absetzen sondern ich habe Magen Darm Grippe und liege im Bett. Ich habe starken Durchfall und muss auch brechen. So meine Frage nun: ich nehme ja morgens noch mein Citalopram kann das da überhaupt noch aufgenommen werden? Muss ich da etwas beachten oder gibt es einen Trick?. Allgemeine Hilfestellungen bei Magen-Darm-Grippe Sind natürlich auch willkommen!

Danke Gruß Lake
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von padma » Donnerstag, 12.10.17, 23:08

hallo Lake, :)

das tut mir leid, dass dich eine Magen/Darmgrippe erwischt hat.
ich nehme ja morgens noch mein Citalopram kann das da überhaupt noch aufgenommen werden? Muss ich da etwas beachten oder gibt es einen Trick?.
Die Aufnahme ist vermutlich reduziert. Du kannst versuchen, Citalopram möglichst lange im Mund zu behalten, so dass ein Teil des Wirkstoffes schon über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Das steht irgendwo im Forum als Tipp. Ob und wie gut, das bei Citalopram funktioniert weiss ich leider nicht.
Allgemeine Hilfestellungen bei Magen-Darm-Grippe Sind natürlich auch willkommen!
Ich denke entscheidend sind Schonung und viel Trinken. Der Körper arbeitet ja selbst daran, die Verursacher los zu werden.
Sollte die Magen/Darmgrippe anhalten, ist es zudem wichtig auf genug Elektrolyte (Salz und Zucker) zu achten.

gute Besserung,
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Sonntag, 15.10.17, 19:48

Hallo :) ,

vielen Dank nochmal für die Tips.
Ich hab die MagenDarmGrippe überstanden. Seit 2 Tagen ist alles wieder ok und ich baue mich langsam wieder mit Schonkost auf.

was das Absetzen angeht: Der aktuelle Absetzschritt (11,5 -> 10.9mg Citalopram) läuft erstaunlich gut.
Ich bin jetzt bei ende der dritten Woche und habe nur wenige Beschwerden. Normalerweise sind meine übelsten körperlichen Beschwerden in der zweiten und dritten Woche, diesmal blieb ich zum Glück davon verschont.
Gut, ich hatte ab und zu leichten Schwankschwindel und am Anfang der zweiten Woche heiße Hände und nadelstichartige Empfindungsstörungen, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß wie früher! Ich trau mich ja fast nicht, es in die Sig. aufzunehmen, so wenig war das.

Vor ein paar Tagen gab es allerdings ein , nennen wir es mal so, einzelnes 'Ereignis', das mich doch beeindruckte:
Familie und ich saßen gerade bei Abendessen, war schon alles rum , nur noch lockere Gespräche über dies und das.
Plötzlich bemerkte ich ein innerliches kribbeln/summen im Oberkörper, das sich über den Nacken in den Kopf ausbreitete und an Intensität zunahm.
Es war irgendwie wie in den alten Hollywood Boris Karloff Frankenstein Filmen, wenn den verrückte Professor an einem riesigen Steuerpult den Spannungsregler langsam hochdreht. Mit mir als Versuchsobjekt! Ich spürte elektrische Ladung *überall* im Kopf ansteigen. wer mal seine Zunge an eine 9V Block batterie gehalten hat als Teenager weiß was ich meine...dieses elektrische kribbeln. Nur diesmal im Kopf drin ! Ich dachte: oh schei... das muß wohl ein Schlaganfall sein...Es war super ekelhaft.
und plötzlich, ein paar Augenblicke später, war es weg. Wie nie dagewesen! Ich saß kreidebleich am Tisch.
Das ist jetzt eine Woche her, seither ist es nicht wieder vorgekommen. Da das 'Ereignis' in den Zeitraum fiel (2+3 Woche), in dem ich normalerweise viele und heftige Absetzprobleme habe, denke ich das es wohl am ehesten sowas wie ein Brainzap war. Oder was denkt ihr? Kennt ihr das auch in der Form?

liebe Grüße :hug: ,
lake.
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von Ululu 69 » Montag, 16.10.17, 7:37

Hallo lake, :)

ja, das klingt nach einem Brainzap. :vomit:

Ich habe hier schon öfter Fälle gelesen, in denen diese nicht wie ein Stromstoß auftreten, sondern einige Sekunden andauern.
Du scheinst es ja glücklicherweise recht gut weg gesteckt zu haben und dich nicht in eine Panik hinein gesteigert zu haben, mein Respekt dafür.
:hug:
Schön, dass es dir Magen-Darm technisch wieder besser geht. So ein Infekt ist wirklich extrem ekelhaft und belastet den Organismus enorm.
Insgesamt klingt das doch alles wieder recht positiv bei dir, das freut mich. :)

Ich wünsche dir einen sonnigen Start in die Woche.

LG Ute
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von lakeSonne1 » Sonntag, 29.10.17, 0:21

hallo :),

ich hab so seltsame Empfindungen im Brustkorb (bin männlich) , hauptsächlich rechte Seite oben (so 5cm unterhalb des Halses, leicht rechtsseitig), auf eine Fläche von ca. 2-3cm .
Da kribbelt es, es fühlt sich wie entzündet(vielleicht eher "angefasst" an , schwer zu bescheiben) an und ab und zu meine ich ich kriege weniger Luft über die rechte Lungenseite. Husten, Fieber etc. hab ich alles nicht. Belasten geht auch, bin gestern extra mal im Büro 6 Stockwerke zu Fuß hoch.
Es ist nicht immer exakt an der selben Stelle, es wandert mal 2-3 rauf fast bis zum Hals.
Ich hatte das jetzt schon Montag/Dienstag. Dann war es plötzlich weg und wurde von einer heftigen Migräne Dienstag/Mittwoch abgelöst.
Am Freitag Abend gings dann wieder los, heute den ganzen Tag lang. Ab und zu ( 2,3 mal am Tag) kommen dann so Atemschnapper/stopper dazu, wie wenn die Lunge in sich zusammenfällt fühlt sich das an. In meinem Kopfkino gehen schon die wildesten Filme los, wie etwa Lunkenkarzinom/Embolie etc. :o
Kennt jemand sowas ? Möglicherweise ein Absetzsymptom? Bis jetzt verfalle ich noch nicht in eine PA, aber meine Grundanspannung hat sich dadurch doch ganz schön erhöht.

liebe Grüße,
lake
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Re: Schwindel nach Citalopram runter/Rauf - neuer Absetzversuch 2016

Beitrag von Jamie » Sonntag, 29.10.17, 9:04

Hallo lake, :)

also ganz ehrlich ich weiß nicht genau, woher das rührt und was es ist.
Im Zweifel würde ich es aufs Absetzen schieben und auf muskuläre Verspannungen oder Nervenirritationen tippen, die sich über die Haut auch in Form von Parästhesien / Kribbeln äußern.

Eine Lungenembolie ist es wohl nicht, da wärst du mausetot.
Und Lungenkrebs? Sehr unwahrscheinlich :o
Wenn du dich zu sehr sorgst als Hypochonder, musst du zum Arzt gehen und um eine Abklärung bitten.

Atemschnapper habe ich übrigens auch gelegentlich. Mich beunruhigt dies auch kurz, aber mittlerweile sage ich mir, dass der ganze Bronchien- und Lungenbereich vermutlich in so einem Moment extrem verkrampft ist und der Körper über diesen Schnapper versucht sich auszubalancieren oder gegenzuregulieren.
Ich lebe ja auch noch, also kann es nicht so krass sein :roll: .

Alles Gute
Jamie
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