Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->
Liebe Mitglieder des ADFD-Forums, liebe Interessierte,

Update: wir sind bisher noch nicht zu einer tragfähigen Lösung gekommen und müssen unseren Aufnahmestopp daher leider länger als geplant aufrecht erhalten.

wir mussten uns heute, am 31.03.2019, zu einem gleichermaßen ungewöhnlichen wie einschneidenden Schritt entscheiden.
Wir werden das Forum für ca. 4 Wochen für Neuanmeldungen schließen und damit einen Anmeldestopp verhängen.
Bislang freigeschaltete Mitglieder können das Forum natürlich wie gewohnt nutzen und dort schreiben.

Es tut uns leid für diejenigen, die sich nun gerne anmelden möchten und nicht können, aber aufgrund einer völligen Überlastungssituation sind wir nicht mehr in der Lage noch mehr Mitglieder zu betreuen.
Wir müssen uns in den kommenden Wochen auch überlegen, wie das Forum künftig organisiert werden kann, so dass es fortbestehen kann.
Das Forum wurde in den letzten Wochen geradezu mit Neuanmeldungen geflutet und es ist uns nicht mehr möglich, diese Massen an Anfragen auf Basis unseres ehrenamtlichen Engagements zu bewältigen.

Trotzdem wollen wir keinen von Euch hängen lassen.
Zum einen steht in diesem Forum wirklich alles Relevante, was Ihr wissen müsst, wenn Ihr Eure Psychopharmaka verantwortungsvoll, schonend und nachhaltig absetzen wollt und zum anderen haben wir auch extra noch mal die allerwichtigsten Artikel und Tipps für Euch zusammengestellt.
Nehmt Euren Wunsch, Eure Medikamente auszuschleichen aktiv in die Hand, lest die Infoartikel, wühlt Euch durch die Threads der anderen Betroffenen und erlebt, dass alle im gleichen Boot sitzen, benutzt gerne auch die Suchfunktion... Ihr werdet sehen, so gut wie keine Frage wird unbeantwortet bleiben.

=> Hier sind nochmal häufige Fragen von Neuankömmlingen für Euch beantwortet. <=

Für unsere Bestandsmitglieder und natürlich auch für diejenigen, die an den tiefer gehenden Gründen interessiert sind, weswegen wir den Anmeldestopp verhängt haben, haben wir eine genauere Erklärung verfasst.

Wir danken für Euer Verständnis und erbitten zahlreiches und konstruktives Mitwirken
Das Team des ADFD

Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
Jamie
Moderatorenteam
Beiträge: 17900
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 22839 Mal
Danksagung erhalten: 29389 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Jamie » Mittwoch, 12.06.19, 9:56

Hallo Rachael, :)

diese Abhängigkeit ist nicht nur körperlich ein Problem, sondern vor allem psychisch.
Du kontrollierst nicht mehr das Benzo, das Benzo kontrolliert dich.

Gleichzeitig merkst du alle negativen Effekte, die Benzokonsum mit sich bringt: Entzügigkeit, Gefühlsverflachung etc.

Kannst du liebe Menschen, denen du vertraust, mit ins Boot nehmen?
Sie sollten dir die Tabletten rationieren und dir jeweils für eine Woche eine feste Menge und konstante Dosis aushändigen. Das würde voraussetzen, dass du bereit wärst, alle (wirklich alle) Tabletten abzugeben und dich wirklich mit den zu arrangieren, was du hast.
Dann wären zumindest mal die Schwankungen weg.

Ich habe sonst wirklich keine Ahnung, wie du von dem Zeug loskommen würdest; und eins ist sicher: je länger du es weiternimmst, und je chaotischer, desto schlimmer wird es - und es ist bereits schlimm. :(

Ein Benzo mit längerer HWZ wie angeregt könnte eine Möglichkeit sein; aber auch nur, wenn du nicht die Kontrolle über die Einnahme verlierst und das ist aktuell noch der Fall.
In einem solchen Fall ist das den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Hast du eigentlich psychologische Begleitung? Ich habe das Gefühl, es wäre wichtig.

Wenn es dir möglich ist, sage dir immer wieder "Nicht das Benzo kontrolliert mich, ich kontrolliere das Benzo!" Wie ein Mantra. Immer wieder. Sodass es in dein Unterbewusstsein sickert.
Weil ich habe ein wenig das Gefühl, dass du dem wie ausgeliefert bist und das kaum noch reflektieren kannst.
Das Benzo kann nichts, aber auch gar nichts für dich regeln oder lösen, auch wenn es dir das suggeriert.
Es ist der Wolf im Schafspelz, der hilfreich erscheinend daherkommt, aber gleichzeitig ein Messer in den Rücken rammt.

Du schreibst immer wieder von "Notfällen". Was meinst du denn damit?
Sind Notfälle schon Situationen, die dich einfach überfordern oder dir fremd / unheimlich sind oder von denen du meinst es könnte schwierig werden? Reden wir da schon von so Sachen wie einkaufen gehen oder sprechen wir von wirklichen Notfällen wie Panikattacken und Flashbacks?

Viele Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 6):
Rafa13lunettaClarissaSmillaKatharinaRachael
...........SIGNATUR...............


Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dies ist kein medizinischer Rat. Besprich Entscheidungen über Deine medizinische Versorgung mit einem sachkundigen Arzt / Therapeuten.



:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Katharina
Beiträge: 4766
Registriert: Samstag, 28.08.04, 22:24
Hat sich bedankt: 7047 Mal
Danksagung erhalten: 6603 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Katharina » Mittwoch, 12.06.19, 11:48

Lieber Rachael !

Schau doch einmal nach, im www
wie bei Dir die Suchtstationen funktionieren.

Ich hatte mir eine bei uns ausgesucht wieder ich selbst nicht zurecht kommen.

Vor vielen Jahren habe ich mehrere Psychofarmaka stationär kalt entzogen, 9 Wochen, normale Psychiatrie kein besonderes Krankenhaus;
im Anschluss Selbsthilfegruppen Suchtambulanz Suchtberatung.

ich bekam sie eine Zeit reduziert dort verabreicht
und ein Medikament gegen Krampfanfälle da ich viele PP nahm sehr viele Jahre lang und sehr hochdosiert.

Im Anschluss war ich vier Wochen krankgeschrieben und begann mein Leben ohne.
Es gab keine Info kein Internet.
Ich habe meinen neuen Beruf begonnen, niemand wusste davon.
Es ging gut, sonst wäre ich 'auffällig' gewesen.


Sicher war ich ein Jahr 'irgendwie' entzügig'
aber das Erleben aus eigener Kraft wieder dabei zu sein war enorm motivierend.

10 Jahre keine Medikamente.
Keinen einzigen Rückfall, kein Alkohol.


Ich blieb gesund,
keine Antibiotika, keine Kopfschmerztabletten,
Zwei Schmerz-Tabletten in die Hand nach dem Zahnziehen.

Das Gefühl ohne Medikamente zu leben
nach 18 Jahren Psychofarmaka
in allen Taschen
in allen Schubladen
überall
ist überwältigend.

( In Anschluss kam ein anderes medizinisches Thema )

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.

Der Suchtberater sagte heute würde bei weitem nicht mehr so krass entzogen wie damals.

Alles Gute,
Katharina
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Katharina für den Beitrag:
Rachael
► Text zeigen

Rachael
Beiträge: 45
Registriert: Donnerstag, 06.10.16, 21:26
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 55 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 12.06.19, 14:39

Hallo,

danke für eure Antworten und eure Zeit die ihr euch dafür nehmt.

Ja, mir ist bewusst dass ich keine Kontrolle mehr habe.

Ich kenne nur eine Person, die ich fragen könnte, weiß aber nicht ob sie einverstanden wäre.ein Versuch wäre es wert.

Valium/Diazepam wirkt stärker sedierend als Lorazepam - dies ist für mich bei meinen aktuellen Symptomen wahrscheinlich eher ungünstig. Zumal mein Arzt es nicht verschreibt.
Habe mich mal informiert, Bromazepam wirkt ähnlich wie Lorazepam, wirkt aber länger - vielleicht wäre das eine Möglichkeit?
Ich habe morgen einen Termin bei meinem Arzt, könnte ihn dann direkt fragen.

Die Entgiftung hier würde mir nur 10- 14 Tage geben, die würden schnell runter gehen meinten sie.

Ich schwanke nach wie vor zwischen den beiden Möglichkeiten:

1. Versuchen schnell runter zu kommen, dann in die Klinik, die es hier gibt, einfach um dann aufgefangen zu werden und mich dran zu gewöhnen nichts mehr zu nehmen und um zu üben alleine klar zu kommen ( zB mit Menschen reden, etc)
2. Mit einer höheren Startdosis anfangen, diese so lange gleichbleibend zu nehmen bis ich alle Situationen mit der gleichen Menge schaffe - und dann ganz langsam reduzieren. Dabei ggf. Umstellung auf Bromazepam oder mehrere Einzeldosen Lorazepam über den Tag verteilt.

Notfälle sind alle Situationen wo ich nicht direkt wegkomme, zB Bekannte oder so treffen sowie einige Situationen im Studium wie Präsentationen oder lange Seminare in denen ich viel mit anderen reden muss.
Auch Familie treffen oder Freunde treffen sind Notfälle.
Teilweise hilft da aber auch erstmal 1,5 mg nichts, habe da grundsätzlich erstmal Panik vor, die geht aber nach einer Zeit weg. Denke das ist psychisch, habe Angst vor der Angst. Ansonsten sind fremde Umgebungen und Situationen die ich vorher nicht genau überblicken kann Notfälle.

Wichtig ist jetzt erstmal, einen ernsthaften Plan zu überlegen der auch bleibt. Denn mein Plan ändert sich ja immer wieder! Vllt weil ich noch keinen realistischen gefunden habe. Ich weiß es nicht.
Ich brauche auch eine vernünftige Startdosis.
Mit 0,3 komme ich eigentlich gut aus, aber nur wenn keine Notfälle anstehen. Ich glaube, nur wenn ich 1mg nehmen würde, würde ich damit in jeder Situation zurecht kommen, aber was ist, wenn sich dann ne Toleranz bildet? Nicht dass es mir dann mit 1mg genauso geht wie jetzt und ich in Notfällen drauflegen muss!

Gestern Abend dachte ich, ich nehme jetzt einfach 1mg und mach das dann gaaanz langsam. Heute morgen dachte ich dann, ich bleib bei 0,3 und mache es so schnell wie möglich.

Einen Arzt der sich auskennt oder mich gut kennt habe ich nicht, ich könnte vielleicht mal meinen alten Arzt aus der Heimat fragen, was er denkt?

Ich weiß nicht ob der jetzige Arzt mir noch lange hilft, stellt sich morgen heraus, er war jedenfalls nicht begeistert beim letzten Mal.

LG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Rachael für den Beitrag:
Katharina
► Text zeigen

Smilla
Beiträge: 623
Registriert: Freitag, 11.01.19, 16:10
Hat sich bedankt: 769 Mal
Danksagung erhalten: 945 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Smilla » Mittwoch, 12.06.19, 15:19

Hallo Rachel,

Notfälle sind aus meiner Sicht eher Todes- und Unfälle oder schwere Krankheit; für andere schwierige Untersuchungen und Flugreisen... Es gibt da aber eigentlich keine Bewertungen, also kein "Gut und richtig", sondern eben das persönliche Empfinden.

So zeigt das Einnehmen immer eine Panik auf, die laut nach Hilfe ruft. Sozialen Ängsten mit der Extraeinnahme eines Benzos begegnen zu müssen, wie Du es schilderst, ist natürlich sehr schwierig, da Du dann ja wirklich dauernd etwas zusätzlich brauchst. Hast Du jemals mit einer Therapie versucht, diese Situationen in den Griff zu bekommen? Sie werden Dir im ganzen Leben fortlaufend wieder begegnen ...

Nr. 2 Deiner Lösungswege halte ich vor allem daher für kaum praktikabel. Mit der Gewöhnung an die höhere Dosis wird das Verlangen nach mehr in bestimmten, für Dich angsterzeugenden Lagen vermutlich wieder wachsen. Eine neue Umgebung, die Dich davon abhält, könnte ich mir eher vorstellen. Du brauchst auch eine neue Einstellung und Training in sozialer Hinsicht, so dass Du Gespräche mit anderen Menschen als normal empfunden und ohne Benzo überstehen kannst. Das ist natürlich wie immer nur meine persönliche Meinung.

Ich sehe aber ernsthaften Handlungsbedarf: Bei Dir liegt einmal die starke Gewöhnung an das Medi an sich vor und zum anderen die an den schnellen Griff zur Tablette bei Angstgefühlen. Da wird aus meiner Sicht kaum eine einfache Entwöhnung ohne Hilfe von außen möglich sein.

LG Smilla
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Smilla für den Beitrag:
Rachael
► Text zeigen

Rachael
Beiträge: 45
Registriert: Donnerstag, 06.10.16, 21:26

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 12.06.19, 15:25

Hey,

Okay, ja sozialphobisch war ich schon immer leicht, aber niemals in diesem Ausmaß!!! Da hatte ich nie solche Einschränkungen!
Ich denke halt auch irgendwie jetzt wo ich noch so wenig nehme, sollte ich nicht extra wieder mehr nehmen und die Chance verspielen.
Ich weiß ja halt nicht von wie viel ich nun abhängig bin.
Mit 0,3 ist alles ok, vielleicht bin ich von 0,3 wirklich abhängig, und die Panikattacken bei den Notfällen sind psychisch bedingt...sonst würde das ja auch sonst auftreten.
Ich weiß es wirklich nicht, bin völlig ratlos ehrlich gesagt.
► Text zeigen

Smilla
Beiträge: 623
Registriert: Freitag, 11.01.19, 16:10
Hat sich bedankt: 769 Mal
Danksagung erhalten: 945 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Smilla » Mittwoch, 12.06.19, 15:53

Hi,

was Du vor allem brauchst, ist eine feste Einstellung, von der Du nicht mehr abweichst, meine ich.

Wie siehst Du denn eine psychosomatische Einrichtung mit vorheriger, schneller Entwöhnung, wie sie Dir, glaube ich, ja angeboten wurde? Da wäre ja alles drin ... ein Quasi-Kaltentzug, den Du Dir von Anfang an vorstellen konntest, andere Menschen in anderer Umgebung und ein Schutz vor dem erneuten Griff zur Tablette.

Gruß, Smila
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Smilla für den Beitrag:
Rachael
► Text zeigen

Rachael
Beiträge: 45
Registriert: Donnerstag, 06.10.16, 21:26

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 12.06.19, 16:52

Hey,

ja, ich habe nur Angst vor den protahierten (heißt das so? also lange anhaltenden) Entzugserscheinungen bei zu schnellem Absetzen.
Außerdem ändere ich ja meinen Plan jeden Tag, manchmal sogar mehrmals am Tag. Man müsste mir die Tabletten alle wegnehmen außer die die ich brauche.
Aber ob das sinnvoll ist weiß ich nicht. Dann würde ich vielleicht heimlich welche einsparen und wann anders mehr nehmen, wie gesagt, ich kann das leider nicht kontrollieren, das ist ja das Problem. Würde dann auch kaum noch was machen können, ich weiß nicht, ob das normal ist, dass man dermaßen eingeschränkt ist oder ob das nicht ein Zeichen ist, dass man mehr nehmen sollte weil man entzügig ist.
Ich kann ja mal meinen Arzt fragen ob er mir was mit einer längeren Wirkdauer verschreibt und dass ich die Tabletten immer einmal die Woche abhole oder so.
Keine Ahnung ob das klappt.

Liebe Grüße
► Text zeigen

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 1569
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23
Hat sich bedankt: 1281 Mal
Danksagung erhalten: 2522 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 12.06.19, 16:59

Rachael hat geschrieben:
Mittwoch, 12.06.19, 15:25

Mit 0,3 ist alles ok, vielleicht bin ich von 0,3 wirklich abhängig, und die Panikattacken bei den Notfällen sind psychisch bedingt...sonst würde das ja auch sonst auftreten.
Hallo Rachael,

wenn man sich deine Grafik in der Signatur anschaut und aus den Einnahmen den Durchschnitt pro Tag berechnet, bist Du schon lange nicht mehr bei 0,3 - das solltest Du bei Deinen Überlegungen berücksichtigen.

LG Towanda
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Towanda für den Beitrag:
Rachael
► Text zeigen

09.05.19 - 4,20 mg Mirtazapin
05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Rachael
Beiträge: 45
Registriert: Donnerstag, 06.10.16, 21:26

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 12.06.19, 17:14

Hey,

ja, aber vereinzelte Tage gehen damit.

Deswegen dachte ich ja erst, ich fange nochmal bei 1mg an. Aber das könnte ja dazu führen dass ich in Notfällen zB 2 odef 3 mg nehme oder so.

:cry:
► Text zeigen

Smilla
Beiträge: 623
Registriert: Freitag, 11.01.19, 16:10
Hat sich bedankt: 769 Mal
Danksagung erhalten: 945 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Smilla » Mittwoch, 12.06.19, 17:58

Hi,

ich glaube, dass das bei Dir mehr eine psychische Sache ist und weniger von der Menge abhängt. Obwohl Du natürlich eine ausreichende Dosis zum Stabilisieren brauchst, Dein rascher Griff zum "Notfall"-Benzo ist von der Psyche initiiert.

Und das müsste auch von dort her angegangen werden, um Deine Aussicht auf Erfolg zu steigern; dass Du Deine Pläne dauernd änderst, hat auch damit zu tun.

Wie ist das mit Therapie? Falls Du das schon irgendwo geschrieben hast, sorry.

LG Smilla
Zuletzt geändert von Smilla am Mittwoch, 12.06.19, 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Smilla für den Beitrag:
Rachael
► Text zeigen

lunetta
Teamunterstützung
Beiträge: 2600
Registriert: Montag, 17.08.15, 18:09
Hat sich bedankt: 1699 Mal
Danksagung erhalten: 5775 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von lunetta » Mittwoch, 12.06.19, 17:58

Hallo!

Beim Absetzen darf es dann keine Notfälle mehr geben.

Genau darauf zielt doch der Entzug ab, dass man seine Abhängigkeit erkennt und vom Medikament weg will - das heißt dann aber leider auch, dass man den Alltag OHNE Benzo durchsteht.

Wenn es immer Notfallsrationen geben würde, dann würden sich die Notfälle häufen, denn der Körper will ja das geliebte Benzo haben, und würde das mit allen möglichen Symptomen auch zeigen.

Wenn man sich immer eine HIntertür offen läßt, also ein Notfallsbenzo zur Verfügung steht, dann sind es zuerst die Notfälle und dann braucht man es wieder täglich in höherer Dosis.

Ich glaube mit 0,3 könntest du keine stabile Ausgangsdosis finden, denn dein Durchschnitt liegt höher, und du darfst nicht von den paar Tagen ausgehen, die du mit 0,3 mg ausgekommen bist, sondern du mußt eine Dosis finden, bei der du auch an schwierigen Tagen durch alle Situationen durch kommst.

Es bringt ja nichts wenn du mit 0,3 mg anfängst abzusetzen und dann bist du so dauerentzügig, dass du ständig ein Notfallsbenzo brauchen würdest, was im Entzug tabu ist.

Notfall würde nur ein wirklicher Notfall sein, wie z.B. Todesfall oder OP oder Unfall oder so in der Art, und das wäre ja eigentlich fast nie.


Entzug ist wahnsinnig hart, weil man sich durchbeißen muß, und alle die es schon durchgemacht haben, wissen wieviel Leid und Schmerz damit verbunden ist.

Natürlich ist es im Entzug auch möglich mal Pausen einzulegen, oder mal hochzudosieren, wenn der letzte Schritt zu groß war - aber bei den Benzos ist auch das schwierig, weil ja immer auch die Toleranz und der Rebound Effekt mit reinspielen, weshalb bei Benzos eine Pause und ein Höherdosieren fraglich ist.

Ich persönlich würde dir raten dass du andenkst dass du auf ein langwirkendes Benzo umstellst, da du schon jetzt quasi dauerentzügig bist, und das beim Reduzieren ja schlimmer wird.

Mit einem langswirkenden Benzo (z.B. Diazepam) wird das abgefedert, man ist nicht ständig entzügig, die Symptome werden besser, und nach der Umstellungsphase und der Anpassungsphase kann man es gut ganz langsam absetzen.

Du bist ja im Niedrigdosisbereich, das sollte gut funktionieren, dass du es dann nur 1x täglich nehmen müßtest und es dann tropfenweise ausschleichst.

GLG
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor lunetta für den Beitrag (Insgesamt 4):
TowandaClarissaKaenguruRachael
► Text zeigen
.

Smilla
Beiträge: 623
Registriert: Freitag, 11.01.19, 16:10
Hat sich bedankt: 769 Mal
Danksagung erhalten: 945 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Smilla » Mittwoch, 12.06.19, 18:02

Hallo,

und WEIL der Entzug so knochenhart ist, schafft man es tief in der Sucht auch oft nicht alleine. Dafür stehen Langzeit-Therapien und vor allem anschließend noch Suchttherapeuten und -gruppen zur Verfügung. Auch wenn sie hier nicht unbedingt empfohlen werden: Sie haben ihre Berechtigung.

Es ist vergleichbar mit einer Drogen- oder Alkoholsucht. Die wenigsten kommen von sich aus davon weg. Das sind die harten Fakten. Du hast ja schon feststellen müssen, dass Dir Deine Pläne nichts genutzt haben, deshalb ist die Aussicht, es wieder auf die gleiche Weise zu machen und diesmal ein anderes Ergebnis zu erreichen, nicht rosig.

Ich kann Dir nur dazu raten, Dir wirklich grundlegende Hilfe zu besorgen.

So wie ein Alkoholiker einsehen muss, dass er es nicht mehr allein schafft, auszusteigen, so ist es mit dem Benzo-Abhängigen im Härtefall auch. Das bedeutet nicht weniger, als zu kapitulieren: Ich bin süchtig und brauche Hilfe von anderen.

Gruß
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Smilla für den Beitrag:
Rachael
► Text zeigen

Clarissa
Beiträge: 2587
Registriert: Sonntag, 24.08.14, 18:37
Hat sich bedankt: 2525 Mal
Danksagung erhalten: 5293 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Clarissa » Mittwoch, 12.06.19, 18:51

Hallo.

Bitte bedenke auch, Du mußt unbedingt eine Motivation haben, WOFÜR Du absetzt. Mir hat das sehr geholfen.

Kannst Du Dir vorstellen, Dein Leben soweit zu entschleunigen, daß es nicht mehr gehäuft zu diesen sogenannten Notfällen kommt?
Auch das war und ist noch immer wichtig für mich.
Ich habe inzwischen keinen Bedarf nach Benzos mehr und komme gut in meinem Alltag klar.

VG von Clarissa.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Clarissa für den Beitrag:
Rachael
früher als sleepless2014 im Forum unterwegs gewesen, aber nicht mehr schlaflos :party2:

seit Mai 2015 EU-berentet letztlich wegen der Entzugs/PP-Problematik, auch wenn die offiziellen Diagnosen anders lauteten :wink:

los ging alles mit lebenslangen Schlafproblemen, die sich in Lebenskrisen mit depressiven Episoden verstärkten

leidvolle Erfahrungen mit Elektro"heil"krampftherapie und ziemlich allen AD, zahlreichen NL und anderen Psychopharmaka wie z.B. Pregabalin, Carbamazepin, Valproat, Johanniskraut, leider auch Diazepam und Zolpidem (von letzteren beiden abhängig geworden) und dem Kaltabsetzen; reichlich Erfahrungen auch mit Psychotherapien

Diazepam-frei seit November 2013, Zolpidem-frei seit Mitte April 2014, ohne jegliche Psychopharmaka seit September 2014 (zuletzt das "deckelnde" NL Dominal forte abgesetzt nach raschem Abdosieren)

Inzwischen über 4 Jahre frei von Medikamenten.
NR, keinerlei Alkohol und kaum Koffein, weil alles triggert.
"Reizarmes" Leben einschließlich Ernährung, soweit sich das machen lässt. Streßvermeidung!

Leider nicht symptomfrei :( .

FineFinchen
Teamunterstützung
Beiträge: 1041
Registriert: Mittwoch, 08.04.15, 17:34
Hat sich bedankt: 1417 Mal
Danksagung erhalten: 1678 Mal

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von FineFinchen » Mittwoch, 12.06.19, 20:52

Liebe Rachael, :)

aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Du Kontrolle über Deine Benzoeinnahme haben musst, um abzusetzen.

Bitte überlege Dir jetzt, wie Du es schaffen kannst,

- einen kooperierenden Arzt an der Hand zu haben, der Dir weiter Rezepte ausstellt. (Bevorzugt für ein längerwirkendes Benzo)
- die "Notfälle" zu minimieren, am besten fast auf 0
- absolute Kontrolle über Deine Benzos zu haben.

Weißt Du, ich für mich persönlich finde überhaupt nichts daran, wenn man sich eingesteht, dass das jetzt alles für einen zu viel ist.
Als ich angefangen habe, meine Benzos zu reduzieren, war ich gestärkt durch die Therapie, hatte selbst für mich den Eindruck, dass ich die Dinger nicht mehr brauche, hatte Rückhalt von meinem privaten Umfeld und hatte Ärzte, die mich unterstützten. Und auch mit alldem war der Benzoentzug Schwerstarbeit und er hat mir einiges abverlangt.

Guck doch mal bei Albertine vorbei (oben rechts kannst Du sie mit der Suchfunktion suchen) - sie hat ihr Benzo in einer Klinik abgesetzt und alle Beiträge, die ich bislang von ihr zu dem Thema gelesen habe, hören sich gut an. Ich finde, Du solltest Dir auch ihre Geschichte durchlesen, um zu einer Entscheidung zu kommen.

Bitte nimm Dir jetzt ein wenig Zeit und überlege in Ruhe, anstatt Berechnungen anzustellen. Hör auf Dein Gefühl und lote aus, was Du Dir selbst zutraust. Wir versuchen Dich hier so gut es geht zu unterstützen, egal welche Entscheidung Du für Dich treffen wirst :hug:

Viele Grüße
Finchen
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor FineFinchen für den Beitrag:
Rachael
28.05.2019: Ursprünglicher Benutzernamen (Finchen015) aufgrund von Namensähnlichkeiten und zur Vermeidung von Verwechslungen geändert zu FineFinchen.
► Text zeigen

Rachael
Beiträge: 45
Registriert: Donnerstag, 06.10.16, 21:26

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 12.06.19, 21:28

Hallo ihr,

vorerst nochmal vielen Dank, dass ihr mir mit so vielen Ratschlägen zur Seite steht, das hilft mir wirklich ungemein!

Es gibt ja nun mehrere mögliche Wege. Ich fände es gut, wenn ich mich damit ausreichend befasse, damit ich nicht wieder dazu komme, den Plan zu ändern. Deswegen wollte ich hier nochmal eine Übersicht erstellen.

Vorab noch zwei Sachen: Kann es sein, dass Antriebslosigkeit/Depression nicht nur von Tavor kommt, sondern vor allem wenn man auf Entzug ist?
Ich befinde mich momentan übrigens in psychologischer Beratung, da kann ich einige Themen gut besprechen, eine Therapie wäre für mich erst sinnvoll wenn ich wieder klar im Kopf bin.

1) Plan A) --> schnell engiften. Etgiftung in Klinik: Wäre sehr schnell. Oder innerhalb einem Monat selber runterdosieren: wäre immerhin etwas langsamer. Danach direkt in psychosomatische Klinik oder ähnliches (gibt hier eine die in Frage kommt und schnell Plätze hat)

Risiken:
- protahiertes Entzugssyndrom durch zu schnelles Absetzen -> schwerwiegend!!
- schaffe es alleine ggf. doch nicht mit dem runterdosieren, dann doch Klinik, oder bis dahin erhöht und noch schwieriger zu reduzieren, verzögert sich alles und ich muss das nächste Semester pausieren
- müsste in dieser Zeit komplett auf Notfälle verzichten --> Isolation, Depression, Alltag erschwert, Studium kippelt
- Hätte durch den schwereren Entzug lange starke Symptome, könnte vielleicht trotz Klinik dann nicht mehr meinen Alltag bewältigen und Freunde treffen, ggf. Rückfallgefahr

Chancen:
- das ganze würde sich nicht ewig in die Länge ziehen, habe keine Geduld mehr und keine Kraft
- Risiko, dass es schlimmer wird, wird umgangen
- Leidensdruck durch das Hin und Her wird verringert
- könnte das alles in den Ferien machen und wäre danach vllt wieder fit für das Semester, könnte dann ambulant ne Therapie machen.

2) Plan B) --> beginnen mit 1mg, dann erstmal so lange halten, bis ich komplett stabil darauf bin. In der Zeit so viele Notfälle wie möglich durchmachen, um mich an diese zu gewöhnen und zu spüren, dass sie nicht schlimm sind. Dann etwa alle 2 Wochen Reduktion um 0,1mg. Außerdem Umstellung auf zb Bromazepam. Wenn Arzt nicht mitmacht: dann 1mg verteilt auf 3 Einzeldosen (also 3x 0,33mg am Tag), wöchentliche Tablettenabgabe

Risiken:
- Gewöhne mich daran, brauche in Notfällen mehr
- bin frustriert, weil ich es so lange nehmen muss und reduziere dann doch an manchen Tag mehr als geplant
- muss die Nebenwirkungen noch länger aushalten
- wenn meine chaotische Einnahme dann genauso ist wie vorher, nur mimt höheren Dosen, wird ein Entzug, vor allem Kaltentzug, noch viel schwieriger (schwerwiegend) -( bei einer wöchentlichen Ausgabe der Tabletten besteht das Risiko, an manchen Tagen zu sparen und an manchen mehr zu nehmen = wieder chaotische Einnahme. Aber: Immerhin wäre das limitiert, mehr als 10mg Tavor pro Woche würden nicht gehen, das wäre immer noch besser als so wie bisher. Oder man vereinbart eine Abholung der Tabletten 2mal pro Woche, ggf. könnte man das auch mit der Apotheke vereinbaren, weiß das jemand?)
- wenn ich in Notfällen doch mehr bräuchte und nicht mehr habe, hätte ich Todesängste bei Notfällen oder würde mich isolieren
- wenn das nicht klappt und ich nach den Semesterferien wieder rücfällig werde weil ich zu große Angst habe, müsste ich sofort in eine Klinik und ein Urlaubssemester einlegen

Chancen:
- protahiertes Entzugssyndrom wird vermieden
- ggf. viel geringere Entzugserscheinungen
- durch Umgehung der Minientzüge kommen vielleicht gar nicht erst so große Panikattacken und Gedankenspiralen auf, die zu Notfällen führen
- in der Zeit in der ich noch mehr nehme, lerne ich zB die Bekannten besser kennen und habe dann Vertrauen aufgebaut, so dass ich bei niedrigeren Dosen nicht so große Angst vor Treffen mit Ihnen habe
- ich kann durch gleichbleibende und ausreichend hohe Einnahme erstmal wieder ein halbwegs geregeltes Leben führen, mir wieder etwas aufbauen wie Hobbys etc, dadurch vielleicht Stimmungssteigerung und mehr Stärke für den Entzug
- ggf. stabilere Stimmung, ausgeglichenerer Zustand durch regelmäsßige Einnahme und dadurch weniger Angst bei Reduktionsschritten.

Hat jemand Einwände gegen meine Pro und Contra Liste?
Oder noch weitere Aspekte?

Ich tendiere zu Plan B.
Voraussetzung wäre eine limierte Tablettenabgabe. Man müsste einen Zeitraum festlegen, wenn es in diesem Zeitraum nicht geklappt hat, dann müsste man zu Plan A wechseln.
Was meint ihr?

Danke fürs lesen und liebe Grüße =)

Ach und Finchen, habe deinen Beitrag erst jetzt gelesen, danke dir.
Ich werde mir den Beitrag von ihr mal durchlesen.
Ja, ich hoffe, mein Arzt macht mit, vllt. suche ich sonst noch einen anderen.
Kontrolle über meine Tabletten könnte ich gewinnen indem ich nicht so viel daheim habe, wenn ich rausgehe, könte ich nicht mehr zusätzlich etwas mitnehmen.

Liebe Grüße
► Text zeigen

Towanda
Teamunterstützung
Beiträge: 1569
Registriert: Dienstag, 16.01.18, 18:23

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Towanda » Mittwoch, 12.06.19, 21:52

Hallo Rachael,

noch einen Aspekt hätte ich:

Ist es denn gesichert, daß Du immer ausreichend Rezepte bekommst? Spielen Deine Ärzte da mit? Das solltest Du zumindest bedenken.

LG Towanda
► Text zeigen

09.05.19 - 4,20 mg Mirtazapin
05.06.19 - 3,75 mg Mirtazapin

Weitere Medikamente:
Wegen Fluorchinolone-Schädigung jede Menge NEMs
1 x wöchentlich Ciprofloxacin C30 5 Globuli
1 x wöchentlich Mirtazapin C30 5 Globuli
3 x tgl. Thyreoidea comp. 3 Globuli


Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen

Smilla
Beiträge: 623
Registriert: Freitag, 11.01.19, 16:10

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Smilla » Mittwoch, 12.06.19, 22:09

Hallo.

Plan B enthält mir zu viele "Wenn, dann". Er baut mehr als Plan A darauf auf, dass alle Teile passend ineinander greifen, und beruht darauf, das Du aus Dir heraus voll bei der Stange bleibst, sonst funktioniert er nicht. Mir wäre das von vornherein zu risikoreich, vor allem, nach dem ähnliche Pläne bisher schief gingen.

Im übrigen ist das sog. protrahierte Syndrom kein Selbstläufer, der automatisch nur bei schneller Abdosierung entstehen wird.

... da Du nach Einwänden fragtest.

Gruß
Zuletzt geändert von Smilla am Mittwoch, 12.06.19, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
► Text zeigen

Rachael
Beiträge: 45
Registriert: Donnerstag, 06.10.16, 21:26

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 12.06.19, 22:43

Huhu,

das mit den Rezepten werde ich morgen klären, zu Not suche ich einen anderen Arzt auf.

Noch eine Frage: Smilla, hattest du nicht gesagt, dass du Bromazepam nimmst und das länger wirkt? Habe in der Ashton Tabelle nachgeschaut und dort steht eine Halbwertzeit von 10-20 Stunden, genau wie bei Lorazepam. Gibt es da Quellen wo drin steht, dass die Wirkung an sich, die ja bei Tavor nur so 6 Stunden beträgt, länger anhält?

Danke auch für deine Einwände.
Ich werde über alles noch in Ruhe nachdenken.


Liebe Grüße

=)
► Text zeigen

Smilla
Beiträge: 623
Registriert: Freitag, 11.01.19, 16:10

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Smilla » Mittwoch, 12.06.19, 22:46

Hi,

Schau Dir die Wikipedia-Halbwertzeit-Tabelle einmal an, dort ist es anders angegeben. Ich selbst merke die Wirkung des Bromazepams über ca. 20 bis 24 Stunden.

Liebe Grüße
► Text zeigen

Rachael
Beiträge: 45
Registriert: Donnerstag, 06.10.16, 21:26

Re: Rachael: Tavor entzogen, jetzt Rückfall

Beitrag von Rachael » Mittwoch, 12.06.19, 23:07

Super, danke für den Tipp.
Habe jetzt so einiges ausgedruckt für morgen und hoffe der Arzt lässt sich auf meinen Plan ein. Hauptsache ich bekomme erstmal meine Medikamente ausreichend weiter und am besten etwas das länger wirkt.
Wie ich jetzt genau vorgehe werde ich aber nochmal in Ruhe bedenken, also ob Plan A oder B.

Liebe Grüße
► Text zeigen

Antworten