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Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Benzodiazepine können schon nach wenigen Wochen abhängig machen. Der Entzug dieser Medikamente sollte dann langsam und vorsichtig stattfinden.
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Stressabbau Bewusst Gesund Woche ORF Heute

Beitrag von Rafa13 » Mittwoch, 26.09.18, 18:20

Schwerpunktreihe ORF heute Bewusst gesund zum Thema Stressabbau - eine Livesendung, falls es jemand interessiert.

20.15 Uhr ORF 2 - kann man ab morgen auch in der TV-Thek nachsehen.

Wie gesagt ein Angebot, ich weiß allerdings selber nicht, ob ich es schauen werde, weil vermutlich wird ähnlich wie beim Thema Schlaf auch darüber berichtet, was Stress, sprich psychischer Stress alles anrichten kann und ob ich das hören will, ich weiß es nicht.

ABER es werden vorwiegend auch Lösungen bzw. Methoden gezeigt bzw. eben Betroffene interviewt.

Wie gesagt ein Angebot, nicht mehr und nicht weniger.

LG Kevin

Hier der Link zur Sendung:
https://tv.orf.at/highlights/orf2/18092 ... ve100.html
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Vorsicht Düster

Beitrag von Rafa13 » Donnerstag, 27.09.18, 20:56

Hallo,

nun, nachdem ich davon ausgehe, dass kaum jemand sich den Link oben angesehen hat werde ich kurz berichten, meine subjektive Sicht halt.

Es war eine sehr oberflächliche Betrachtung des Themas, eben für den Mainstream gedacht, also muss man nicht unbedingt sehen.

Was für mich faszinierend ist, ist die Tatsache, dass immer neue Therapieformen entwickelt werden bzw. Diagnostik, die allesamt eines gemeinsam hat, nämlich hochtechnologisch. Also bei manchen Therapien denke ich mir, die würden mich noch kränker machen, wenn ich an Elektroden angeschlossen bin und auf einen Bildschirm schauen muss wie sich bestimmte Parameter meines Körpers darstellen auf gewisse Reize oder was auch immer.

Das Geschäft mit allen möglichen Therapien, Strategien gegen den Stress unserer Zeit, der ja laut Studien bzw. dem alltäglichen Wahnsinn, der mir persönlich begegnet boomt.

Es werden auch immer neue Reha-Einrichtungen ins Leben gerufen und die Menschen werden immer kränker und kränker, ich habe es ja schon geschrieben, für mich, der sich im realen Leben sehr stark "noch" bewegt, stellt sich mehr und mehr die Frage, wie krank sind denn die Anderen.

Trinken bis zur Bewusstlosigkeit ist in meiner Umgebung keine Seltenheit, auch nicht gerade ein Zeichen für Glück und Zufriedenheit. Andere "Droge" aber sonst sehe ich wenig Unterschied.

Anstatt den Menschen alle möglichen Angebote zu geben in unserer heutigen Gesellschaft irgendwie zu überleben, sollte vielleicht irgendwer mal so intelligent sein und einen anderen Versuch starten, nämlich nicht die Menschen an die Therapien und die heutige kalte Zeit anzupassen sondern strukturell an der Gesellschaft was zu ändern, aber das will ja niemand, weil es ist ein Milliardengeschäft geworden, und damit meine ich nicht mal die Pharmaindustrie, da verdienen sich sehr, sehr viele Berufsgruppen bzw. Menschen eine goldene Nase. Also wozu etwas ändern.

Wovon ich trotz allem überzeugt bin ist, dass die Pharmablase in den nächsten 10 Jahren platzen wird, in Bezug auf die Psychopharmaka, weil da werden die Bestätigungen tausendfach kommen, was hier im Forum eine "Randgruppe" berichtet. So wie man früher bis vor kurzem Antibiotika so richtig gepusht hat und jetzt fast davor warnt, wird es vielleicht auch mal da so sein. Die Pharmaindustrie wird nichts bahnbrechendes bringen auf den Markt, was die Katastrophe, die sie schon angerichtet haben abwendet.

Irgendwann wird es kippen bei vielen Betroffenen die jetzt noch brav ihre Medizin schlucken, die Wirkung wird weg sein oder paradox und spätestens wenn viele, viele Menschen Probleme haben wie Betroffene hier, werden auch die Dümmsten verstehen, dass es da ein ziemlich großes Problem gibt. Ob ich das noch erlebe weiß ich nicht, aber ich sage es wird kommen.

Ich kenne auch immer mehr junge Menschen, die mit der Gesellschaft gar nicht zurecht kommen und das ist für mich auch ein Alarmzeichen, nicht nur ich "Alter" habe Probleme sondern die auch, die verstehen auch vieles nicht mehr, auch wenn es noch eine Minderheit ist.

Die Digitalisierung, der Fortschritt, die hochgepriesenen Errungenschaften der letzten 150 Jahre wird letztendlich das Ende dieser Welt sein. Und nein, ich bin nicht unter die Propheten gegangen. Wir werden überall angelogen und die Leute sind so dumm und glauben es, dabei kann man selbst zusehen, wie sich alles verändert und das nicht zum Positiven.

Die größte Herausforderung für mich bzw. aus meiner Sicht wird es sein, die Welt zu retten vor einem eigendynamischen Prozess, die nicht mehr stopp bar ist. Die Erderwärmung und die Folgen daraus kommen mit einem Tempo auf uns zu, dass Angst macht und sie brauchen keine Prognosen machen wie hoch der Temperaturanstieg in 50 oder 100 Jahren sein wird, weil ich bin mir mehr als unsicher, ob es da noch Leben geben wird.

Düster oder? Und ja sehr subjektiv wie all meine Beiträge, aber halt wie ich es empfinde und nein, nicht jeder kann was dazu beitragen um das abzufangen, das wird uns eingeredet, es ist schlichtweg zu spät.

Nun, ich höre lieber auf, dass ich mal über den Weltuntergang hier schreibe, überrascht mich nun selbst, wobei ich ja kein Guru bin, der das Ende vorhersagt sondern ein normaler Mensch mit "normalem" Verstand und Gefühl.

Schauen wir mal, wie gesagt, die die sagen, ich mache mir keine Gedanken darüber, die haben sogar recht, schade um die Energie, weil wie gesagt, ist nicht aufzuhalten, Kevin
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Guglhupf » Samstag, 29.09.18, 2:41

Hallo Kevin :)

Ich empfinde die negativen Berichte Betroffener hier nicht wie Berichte einer Randgruppe. Das Forum ist voll mit negativen Erfahrungen, jeder der sich hier anmeldet leidet und meldet sich deshalb hier an. Ich bin auch davon überzeugt, dass man die negativen Auswirkungen der Einnahme nicht mehr lange wird relativieren können. Zu viele sind inzwischen lange genug davon betroffen und können daher berichten, wie PP wirklich wirken und wie massiv die negativen Konsequenzen sind. Bin auch gespannt, wann der große Knall kommt.

Zur modernen Zeit: die Technologiesierung hat positive und negative Seiten. Der Mensch ist sicher nicht dafür gemacht, 24/7 online zu sein. Das ist ja mit ein Grund, warum PP so boomen, weil alle vollkommen überfordert sind. Und ja man ist selbst schuld, wenn man das Hamsterrad nicht anhält und aussteigt. Konsumzwang und gesellschaftliche Standards erzwingen ein Leben, das weder glücklich noch gesund macht. Nur wer bei sich selbst Zufriedenheit und Ruhe findet, kann dauerhaft glücklich sein.

Ich glaube aber nicht, dass die Welt untergehen wird. Seit der ersten Welle der Industrialisierung hat sich der Mensch rasant und stetig weiterentwickelt. Berufe die es damals gab (zB Laternenanzünder) gibt es heute lange nicht mehr und trotzdem gibt es neue, die man sich damals nicht vorstellen konnte.

Auch die Klimaerwärmung ist nicht so heiß wie sie gekocht wird. Das Weltklima ist Zyklen unterworfen. So ist die Pasterze bei uns in Österreich zB eine Gletscherregion, in der es lange gar kein Eis gab. Auch das Thema kurbelt ganze Branchen an und ist ein riesiges Geschäft mit der Angst. Trotzdem wird man sich überlegen müssen, wie man Umweltsünden in den Griff bekommt aber das interessiert die größten Sünder nicht die Bohne. Leider.

Die Erde bzw der Weltraum sind so ein empfindliches System, dass es genau genommen schon morgen mit uns allen vorbei sein kann. Sonnenstürme, Meteoriten, Erdbeben, Vulkanausbrüche.. das Leben ist eben lebensgefährlich, deshalb sollten wir jeden Tag das Beste daraus machen.

Viele Grüße
Anna
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Clarissa » Montag, 12.11.18, 7:33

Hallo, Kevin.

Ich bedaure, den Kontakt zu Dir nicht mehr aufrecht erhalten zu können.

VG von Clarissa

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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Rafa13 » Montag, 12.11.18, 8:17

Hi, ich hab die PN aufgemacht, LG Kevin
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Es ist wie es ist... - never ever Kevin wurde mir mal gesagt. (2003)

Beitrag von Rafa13 » Mittwoch, 05.12.18, 17:05

Hallo,

ich verfolge das Foren Geschehen am Rande, auch deshalb weil es wenig zu sagen gäbe, selbst, wenn da Beiträge wären, die aber aus meiner Sicht kaum da sind. Wobei einschränkend sei erwähnt, dass gilt für den Benzodiazepin Bereich, im AD-Bereich ist denke ich mehr "los".

Nun, ich habe mir grad einen ordentlichen Infekt eingefangen, der mir meine Einschränkungen noch mehr vor Augen führt. Die Beiträge vieler, die ich gelesen habe, schreiben ja über Einschränkungen, dass sie ganz wenig machen können von dem was für "gesunde" Menschen möglich ist.

Da will ich nicht klagen und sagen wie schlimm das ist, sondern nur bestätigen, dass es so ist auch für mich und mein Leben, wenn ich es rückblickend verfolge auch so war, dass ich kaum Sachen machen konnte, die für andere normal waren. Je älter ich wurde, desto weniger wurde es. Das mag zwar bitter sein, aber den Schalter gibt es leider nicht, denn man umlegen kann und sagen so ab morgen ist alles anders, weil es ist nicht so. Es mag Betroffene geben, die da Fortschritte machen, manche mehr, manche weniger.

Man kann es auch nicht auf dem festmachen, was jemand bereit ist dafür an Energie zu investieren. Klar, derjenige der versucht wird eher Erfolg haben als der, der nur wartet, weil da verändert sich genau nichts zum Guten.

Ich beobachte im normalen Gesellschaftsleben, dass sich die Gesunden auch kaum noch für andere interessieren, für die, denen es nicht so gut geht, wird es noch enger, so mein Gefühl, weil wie soll da eine Empathie sein? Wenn sich jeder nur noch für sich interessiert, was man jetzt nicht pauschal so sehen kann.

Die Einsamkeit der Menschen, die nicht so im System funktionieren wird stärker, so viel traue ich mich zu sagen. Wege zu einer Verbesserung fallen mir wenige ein, weil das ist einfach ein Trend, der so weiter gehen wird.

Nun, das ist nicht sehr lösungsorientiert zugegeben, hätte ich Lösungen würde ich sie ja schreiben. Auch das Forum ist anders, viele, viele von denen die lange da waren sind weg bzw. auf Pause, keine Ahnung, ob sie je wieder kommen wer weiß das schon.

Es trifft auch mich ein wenig, habe ich doch viel Zeit hier verbracht über all die Jahre und jetzt ist auch das weggefallen, weil es einfach nichts oder wenig mehr zu sagen gibt. Wobei ich mir ja vorgenommen habe, meine Zeit mehr den positiven Dingen zu widmen, nur wie, weil die müssen ja auch erst gefunden werden oder da sein, die kann man nicht herzaubern. Die Dinge sind auch in meinem Leben nicht besser geworden.

In einigen Beiträgen lese ich immer wieder was alles nicht geht, da kann ich nur sagen, ja, das ist ein Kennzeichen dieser Erkrankungen, also da geht es vielen ähnlich. Leider schließen sich diese Leute im realen Leben nicht mehr zusammen sondern ziehen auch sich auch allesamt zurück. Das ist sehr schade, weil das alles besondere Menschen eigentlich wären, weil sie eben mehr Gespür haben als andere.

Ich versuche immer wieder das zum Thema zu machen, aber mit genau Null Erfolg, weil es niemand wirklich interessiert. Ja, ich kenne natürlich ein paar wenige, die auch einsam sind oder alleine, aber die Mehrzahl ist in realen sozialen Netzwerken drinnen, ob glücklich sei dahingestellt, aber immerhin.

Was die Perspektiven angeht sehe ich es auch anders als früher, ja, war früher auch nicht sehr optimistisch, aber um da wieder hoch zu kommen braucht es wirklich einen Gewaltakt und viele Komponenten die zusammenpassen müssen, vielleicht auch Glück, wer weiß.

Was nachdenklich macht, auch nicht neu von mir erfunden ist, dass einige hier wirklich viel gemacht haben und sich auch im Kreis gedreht haben, die eine oder andere hat eine gewisse Form von Zufriedenheit gefunden, bei vielen weiß man es nicht, weil sie schlicht weg sind.

Aus meiner Sicht kämpft jeder für sich alleine, sich Unterstützung zu erwarten ist wohl wirklich zu viel verlangt, woher soll die bloß kommen, wenn jeder nur an sich denkt? Ja, man unterstützt sich in virtueller Form, aber das ist auch nicht jedem genug. Mir persönlich nicht, andererseits komme auch ich aus meiner Haut nicht raus, heißt den Schalter umzulegen funktioniert einfach nicht.

Ich wünsche allen Betroffenen auf jeden Fall, dass sie für sich Wege finden, dass es besser wird, wie auch immer das aussehen mag, wüsste ich es würde ich es ja schreiben. Theorie und Praxis klaffen oft weit auseinander, das gilt auch für mich. Natürlich weiß ich was gut wäre und ist, aber man muss es halt auch machen können, das ist der Punkt bei vielen denke ich.

Auf jeden Fall glaube ich nicht an Zufall, dass es ruhiger geworden ist allgemein hier. Für mich ein Zeichen, dass die eine oder andere, oder der oder die eine oder andere verstanden hat, dass es nicht den Weg schlichtweg gibt.

Wobei positiv erwähnt sei ja auch, dass einige, die kaum mehr hier sind, dass die Wege gefunden haben, um ihr Leben in Bahnen zu bringen, dass es für sie passt. Das ist auch Erfolg und hat auch ein Stück mit ihrer Zeit im Forum zu tun denke ich, weil wer länger hier war und behauptet gar nichts mitgenommen zu haben, das wäre auch falsch. Wir alle haben was gelernt.

So gesehen natürlich ein Erfolgsprojekt und vielleicht kommt ja auch wieder eine ganz neue Generation von Menschen, das Problem wird ja nicht kleiner sondern eher größer, was sich vielleicht auch ein Stück verändert hat ist, dass auch die virtuelle Gemeinschaft nicht mehr das Ziel Nr. 1 bei vielen ist.

Alles Gute!
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Anikke » Mittwoch, 05.12.18, 19:18

hallo rafa,
vielleicht vollzieht sich im forum bzw. im benzobereich gerade ein Generationswechsel?
umso wichtiger, dass einige alte Hasen noch da bleiben und ihr wissen teilen..
wenn du dein leben auf positives ausrichtest, bzw. es versucht, was heißt das für dich konkret, was macht dir Spaß?
ich muss mich auch damit abfinden dass ich nie das soziale level meiner mainstream-mitmenschen erreichen werde.. ich mag weder Partys noch feiern noch Weihnachtsmärkte noch Kneipen noch Alkohol... ufff
es fällt mir immer noch schwer dazu zu stehen und einfach das zu tun, woran ich Spass habe.
Danke für die PN letzten :)
Liebe grüße anikke
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Rafa13 » Mittwoch, 05.12.18, 20:17

Hallo Anikke,

ja, das war ja immer so, ein Kommen und Gehen, wobei früher die Betroffenen "gefühlt" länger blieben und berichteten und sich austauschten, aber vielleicht ist das auch nur ein Eindruck. Die "Alten" gehen ja nicht zwangsläufig sondern sind weniger präsent, vielleicht kommen sie ja auch eines Tages wieder, wer weiß. Mir würden viele Dinge Spaß machen, aber ich bin eben eingeschränkt, das ist keine negative Sicht, das ist ein Faktum. Heißt, ich wie viele andere kann vieles nicht tun, was ich gerne tun würde.

Ich würde gern wie andere mal Essen gehen oder in ein Café mit jemand und gemütlich plaudern, all diese scheinbar einfachen Sachen gehen bei mir nicht. Auch keine Familienfeiern, wobei habe ich eh keine mehr, aber theoretisch. Den Mainstream der Gesellschaft zu erreichen ist nicht mein Ziel, aber ich will auch nicht Angst haben beim Einkaufengehen oder was auch immer.

Es ist ja erwiesen, dass Menschen soziale Wesen sind und so gesehen hätte ich gerne mehr Kontakte, aber ich kann es nicht erzwingen und ich bin auch nicht so gefragt, das ist so. Weihnachtsmarkt für ein Getränk mit Bekannten kann mal schön sein, aber auch das geht nicht. Alkohol trinke ich keinen, ein Laster reicht...

Mir fallen sehr viele Sachen ein, die ich unglaublich gerne machen würde, aber die einfach nicht gehen. Weihnachtsfeier mit den Kollegen - keine Chance, wäre ich gerne hingegangen, trotzdem es wenig Gemeinsames gibt bei der Arbeit.

Da fallen mir so viele Dinge ein, wenn ich auf mein Leben zurücksehe, ich habe eine Sozial Phobie, einen Reiz Darm - alleine die zwei Dinge katapultieren einem aus einem normalen sozialen Leben, aber wie schon oben geschrieben, ich habe das akzeptiert und es ist so und wird immer so sein. Da brauch ich nicht negativ denken. Ich sehe trotz aller Widernisse auf ein zufriedenes Leben zurück, egal was war oder noch kommt! LG Kevin
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Kaenguru70 » Mittwoch, 05.12.18, 22:52

Hallo Kevin,

Ich nehme Bezug auf Lebenswilles Thread und deinen Kommentar, dass du niemanden kennst, der es von einer Substanz mit kurzer Halbwertszeit so lange auf Null (38 Tage) geschafft hat.

https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... 60#p281550

Verstehe ich es richtig, dass du dies auf das Forum beziehst?
Dann könnte ich dir nämlich einige aufzählen, die das geschafft haben.
Auf Null sind sowieso Einige und sogar von Lorazepam, Alprazolam oder Stilnox aus.
Da wären Lina und ihre Mutter, Angusta, weg, Jamie (hat glaube ich nicht alles substituiert) und ich.
Semmerl befindet sich noch im Absetzprozess.

Vielleicht meinst du aber auch das Real Life, das weiß ich nicht zu beurteilen.
Da könnte ich jetzt sagen, dass in meinrm Real Life ich mich selber kenne :wink: .

Aber für den Fall, dass hier User oder Außenstehende mitlesen, ist es mir wichtig, die Fakten zu korrigieren, falls das Forum gemeint ist.

Da ich bei Lebenswille kein off topic Thema anfangen möchte, schreibe ich es bei dir.

Es ist im Forum sicherlich schwer die Übersicht zu behalten, viele entziehen über Clonazepam oder Diazepam.
Auch da gibt es viele auf Null, auswendig habe ich Courage, Mobu und Sigli.

Es ist toll, dass du Lebenswille versuchst zu ermutigen und ich möchte das nicht durch meinen Beitrag schmälern.
Vielleicht habe ich ja auch deine Zeilen falsch interpretiert.

Viele Grüße
Sarah
Zuletzt geändert von Kaenguru70 am Donnerstag, 06.12.18, 7:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Katharina » Donnerstag, 06.12.18, 1:01

Lieber Kevin!

Du erinnerst ich war nach 18 dauerhaft
hohen Benzodosierungen, Diazepam Alprazolam Lorazepam Halcium Flunitrazepam uvm
10 Jahre ohne nach 9 Wochen Kaltentzug stationär.

Während dieser 10 Jahren keinen Rückfall.

( Dann Interferon/Riba
dazu gehörig AD PPden Rest erinnerst Du,

vergiss mich nicht ;-))

Herzlich, Katharina
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Rafa13 » Donnerstag, 06.12.18, 10:16

Hallo Sarah,

ich will niemandem Leistung hier schmälern, klar sind mir die Erfolgsgeschichten bekannt. Wobei wenn ich schreibe, schreibe ich eher über meine Erfahrungen und Gedanken, daher kann das durchaus so missverständlich rüber kommen. Das wäre nicht in meiner Absicht irgendjemand seine Erfolge abzuerkennen oder anzuzweifeln.

Ich habe mir angewöhnt, wenn ich schreibe eben bei meiner Geschichte zu bleiben und daher verzerrt sich das Bild. Ich denke nicht, dass ich so wichtig bin, dass Betroffene sich an meinen Beiträgen orientieren sondern, wenn ich hier frisch reinkomme, würde ich den Beitrag Erfolgsgeschichten lesen und da habe ich ja hoffentlich nie geschrieben.

Nochmal es tut mir leid, wenn sich hier irgendwer angegriffen fühlt, der erfolgreich welche Substanz auch immer entzogen hat, und mir ist bewusst, es waren Einige ohne jetzt Namen zu nennen. Das wären doch sehr viele.

Leider stifte ich eher Unruhe mit meinem Beiträgen, das ist nicht meine Absicht, daher werde ich versuchen zu schweigen.

@Katharina:
Natürlich habe ich dich nicht vergessen, ich hab dir eine E-Mailadresse da gelassen wo du hinschreiben kannst, wann immer du magst, life1966@gmx.at - zur Wiederholung falls du es überlesen hast. Hoffe es geht dir gut.

Alles Gute allen und nochmal ich rudere gerne zurück, war wohl ein Fehler, was immer ich da geschrieben habe, schlecht recherchiert einfach.

LG Kevin
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Marko92 » Donnerstag, 06.12.18, 11:10

Hallo Kevin :) ,

was sagt es denn aus, ob du jemanden kennst, der erfolgreich abgesetzt hat?

Wer spricht denn schon offen darüber, das er PP nimmt, speziell noch welche, die auch zum Berauschen genommen und illegal gehandelt werden?

Wer spricht von Erfolgen jemandem gegenüber, der am kämpfen ist wie du, den man vielleicht nicht noch ein schlechtes Gefühl geben will, weil man selber es geschafft hat?

Geht es beiden Gespächspartnern so gut, dass das Thema kein Tritt in den Fettnapf werden kann, spricht man schon mal lieber darüber. :wink:

Und dann gibt es genug Leute, die Selbsthilfeforen gar nicht oder nur zur Information nutzen.

Eine meiner Nachbarinnen hat wegen Rückenbeschwerden ein paar Jahre Musaril (Tetrazepam) genommen, bevor sie sich dann entschlossen hat, sich operieren zu lassen.

Wir sind durch Zufall auf das Thema gekommen, sie hat das Musaril reduziert und war es dann nach eingen Monate los, ohne Internet oder Selbsthilfe. Damals war sie Ende 60. Wenn sie sich unausgeglichen gefühlt hat, hat sie in ihrem Garten gearbeitet oder sich abgelenkt, sie ist hier in einigen Gruppen aktiv.

Dazu muss ich noch sagen, sie hatte nie psychische Probleme, ist sehr aktiv und was sie sich in den Kopf setzt, macht sie. -
Wenn sie mal einen schlechten Tag hat, macht sie etwas weniger und kümmert sich nicht so sehr um sich, sondern um die Dinge, die ihr wichtig sind.

Ein Beispiel von jemandem den ich kenne und sehr schätze, das du natürlich nicht nachprüfen kannst.

LG Markus :)
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seit Anfang 2011 20 mg Paroxetin wegen Angststörung
Mitte April 2014 auf 4mg, alle 3 Wochen 2 mg reduziert mit leichtem Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen für einige Tage, seit 20. Juni 2014 NULL - leichte Symptome wie bei den anderen Schritten

Fehldiagnose Psychose auf AU - Was tun?? https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=15&t=14791
Links zu nützlichen Arbeits- und Sozialrechtsseiten https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=8&t=14591
Naturbilder: https://adfd.org/austausch/viewtopic.ph ... &start=300

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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Rafa13 » Donnerstag, 06.12.18, 12:38

Hallo Marco,

Es gibt ja diesen Spruch, je mehr man verstanden hat, desto weniger hat man zu sagen. Ich denke für mich, ich habe verstanden und im Vergleich zu früher habe ich kaum noch etwas zu sagen, egal zu welchem Thema, weil ich sehe den Sinn einfach nicht mehr.

Ich will niemand überzeugen von etwas und das was für mich wichtig ist habe ich verstanden. Somit ist meine Kommunikation allgemein in den letzten Monaten sehr eingeschränkt geworden, einerseits, dass ich kaum noch etwas frage und noch weniger spreche.

Alles Gute für Dich und alle anderen, LG Kevin
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Katharina » Freitag, 07.12.18, 13:28

Lieber Kevin !

Danke; ich hab Deine E-Mail - vergessen 🙈🧠🙈, jetzt gescreenshottet, ich weiß dass Du nicht vergisst
wir sind zu 'alte 🐰' hier + verstehen uns.

Es geht mir um Klassen besser
ich kann mich im Leben bewegen
( z Zeit eine längere normale Einschränkung
die auch das Leben ist und zum Glück nicht bösartig ).

Alles Gute danke für Dein Vertrauen
Katharina
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Beitrag von Rafa13 » Freitag, 07.12.18, 13:56

Liebe Katharina, freu mich dass es dir gut geht. Bin gespannt, ob du dich mal meldest. Alles Gute und bis bald Kevin
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Katharina » Freitag, 07.12.18, 17:17

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Rafa13
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Vom Aufstehen

Beitrag von Rafa13 » Samstag, 08.12.18, 21:10

Hallo,

Der allgemeine und soziale Intellekt ist bei den normalen Menschen da draußen kaum vorhanden. Das ist von ganz oben auch so gewollt. Die Menschen sollen dumm und emotional abgestumpft bleiben, damit dieses kranke Sklaven-System weiterhin existieren kann.

Die sozialen Unruhen in Frankreich, die sich wie ein Flächenbrand ausbreiten, sind ein Resultat, dass die Menschen endlich aufstehen und aufbegehren, weil sie einfach nicht mehr genug zum (Über)Leben haben. Die Organisatoren sind so weit mir bekannt unpolitisch und auch nicht gewaltbereit, klar mischen sich auch solche Leute drunter, aber da stehen die sozial schwächeren Menschen endlich mal auf und ich "denke" das wird sich weder beruhigen noch auf Frankreich beschränkt bleiben.

Weil es ist sehr kalt geworden in der Gesellschaft, die ganze Politik und unser System fördert eine Zweiklassengesellschaft und eine Zweiklassenmedizin natürlich auch.

Keine Ahnung wie die Situation in Deutschland ist, aber in meinem Land läuft es mehr und mehr darauf hinaus, die Reichen und die Unternehmen zu stärken und die sozial ohnedies Schwachen noch mehr ins Abseits zu drängen. Noch ist es nicht so weit, dass die Menschen das so verstanden haben, aber wenn es sie betreffen wird und das wird es viele aufgrund der weitgreifenden Maßnahmen, dann wird es auch in meinem Land "Aufstände" geben.

Sorry, das soll kein politischer Beitrag werden sondern eher ein sozial-gesellschaftskritischer Beitrag. Weil es interessieren sich die Menschen nicht mehr für einander, die Gesunden nicht für die Gesunden und für die Kranken ist gar kein Platz mehr.

Ich hoffe sehr, dass es hier ein Umdenken gibt, hoffentlich ohne Gewalt, aber irgendwas wird sich verändern müssen, so wird "Gesellschaft" auf Dauer nicht mehr funktionieren.

Ich arbeite ja in einem großen Unternehmen und auch dort hat es sich befremdlich verändert gegen die Menschen, die dort arbeiten, wer nicht funktioniert fliegt aus dem System und ich arbeite in einem "sozialen" Unternehmen noch.

Ich bin kein Prophet, aber ich möchte schon aufzeigen, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass das so weiter dahin plätschert.

Irgendwas wird sich da wohl gravierend ändern müssen und ja die Welt wird nie gerecht sein, das ist mir auch klar.

Kevin
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sigli
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von sigli » Samstag, 08.12.18, 21:38

Hallo Kevin,

bei wieviel mg Diazepam bist du denn augenblicklich? Es ist aus deiner Signatur nichts zu erkennen.

Gruß Sigli
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2.4.2018: Diazepam: 0 mg
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von sigli » Sonntag, 09.12.18, 9:55

Hallo Kevin,

mensch Kevin, ich bin völlig platt. Seit wann bist du denn auf Null? Warum schreibst du nichts davon? Das ist doch toll... megatoll?

Wie geht es dir damit? Schreib doch mal darüber. Deswegen sind wir doch alle diesem Forum!

lg von Sigli
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Re: Rafa13 (vormals Kevin05): Es ist... / Diazepam

Beitrag von Rafa13 » Dienstag, 11.12.18, 7:34

Hallo,

wie ich schon schrieb, eigentlich kann man über die Erkrankung nicht berichten. Sie ist so facettenreich, dass sämtliche Erfahrungsberichte von Ashton bzw. auch Forenberichte ein Auszug von dem sind, was sein kann bzw. was auch stattfindet.

So alt der Leitfaden von Asthon auch sein mag, er trifft vor allem in seinen Aussagen wie sich das Leben von Betroffenen verändert, auch abseits von Symptomen ziemlich ins Schwarze.

Eine Aufzählung meiner persönlichen Symptome sehe ich als entbehrlich, wozu? Jeder hat andere. Welche Wahl hat man sich dem zu entziehen? Eine sehr Bescheidene würde ich sagen, auch darüber steht in den zahlreichen Forenberichten wie Ashton alles was zu sagen ist.
Was ich klarer Weise bestätigen muss ist, dass es in den letzten Jahren keine Verbesserungen gegeben hat. Wobei welchen Einfluss meine soziale Isolation dabei spielt, mein Funktionieren müssen im Alltagsleben, im Arbeitsleben ist eine spannende Frage. Daher ausschließlich die Medikamente für diesen Niedergang verantwortlich zu machen wäre unseriös.

Obwohl ich in einem relativ geschützten Bereich arbeite hat sich der Druck vervielfacht in den letzten Jahren. Wer nicht funktioniert fliegt raus. Die Alternativen sehe ich nach wie vor nicht, man müsste mich von meinem Arbeitsplatz raustragen freiwillig würde ich nicht gehen.

Egal mit wem ich spreche, es sind ja nicht die Veränderungen am Arbeitsmarkt sondern in der Gesellschaft, es zieht sich durch alle Bereiche, durch alle sozialen Schichten. Neid, Missgunst, bewusste Bösartigkeiten, Mobbing stehen überall auf der Tagesordnung.

Die Zweiklassengesellschaft ist schon lange auch in Westeuropa angekommen. Dass die Dinge so sind wie sie sind hat mit dem zu tun, dass die meisten Menschen, die ich kenne sehr narzisstische Züge haben. Auch wird bewusst Angst geschürt und soziale Ungerechtigkeiten werden gefördert.
Das was ich hier schreibe sind nicht meine Eindrücke, es sind zumindest Bestätigungen von Menschen, die vielleicht auch ein wenig über den Tellerrand hinaus sehen. Es sind Aussagen von „gesunden Menschen“.

Aber zum eigentlichen Thema. Ich bleibe dabei ein Psychopharmaka Absetzen ist ein auf Jahre unberechenbares Projekt mit ungewissem Ausgang. Erfolg definiere ich nach wie vor in Jahren und nicht in Wochen oder Monaten.

Heilung definiere ich mit einer vollen Belastbarkeit sowohl im sozialen Leben wie im Arbeitsleben, alles andere mag zwar auch ein Erfolg sein, aber hat für mich mit Gesundheit nichts zu tun. Man bleibt schlichtweg beeinträchtigt.

Prognosen abzugeben in welcher Richtung auch immer sehe ich als nicht sinnvoll. Das Leben ist so unberechenbar, alleine für normale Menschen, wie dann für Menschen, die gewisse Probleme haben?

Ich lasse es für mich offen, wohin die Reise gehen wird, dazu bin ich zu sehr Realist, als hier zu schreiben, alles wird gut oder nichts wird gut. Das weiß ich nicht.

Und wenn jemand all diese Aussagen von mir sehr bekannt vorkommen mögen, dann ist das korrekt.

Ich kann das Thema auch auf das verkürzen, dass ich schreibe Asthon intensiv zu studieren macht mehr Sinn als tausende Erfahrungsberichte zu lesen oder sonstige Forschungen anzustellen.

Sie lässt ja wie auch ich den Ausgang offen, sie schreibt weder dass alles wieder toll wird noch dass es nicht so ist, ich denke auch sie wusste es nicht, wobei ich mich nicht mit einer Wissenschaftlerin vergleichen will.

Kevin
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