Klick auf das Kreuzchen um das hier auszublenden ->

Liebe ADFDler,

Ein verspätetes frohes neues Jahr wünschen wir euch allen und eine Neuigkeit haben wir auch:

Im Laufe der Zeit haben sich einige Mitglieder gefunden, die Interesse haben, eine lokale Selbsthilfegruppe aufzubauen. Gleichzeitig wird immer häufiger nachgefragt, ob solche Angebote bereits existieren. In unserer neuen Rubrik "Selbsthilfegruppen" wollen wir Angebot und Nachfrage zusammenführen und unser virtuelles Anliegen in Form von persönlichen Treffen und Austausch auf "lebendige Füße" stellen.


Bist Du neu und weißt nicht, wie du anfangen sollst?

Registriere Dich zunächst und wähle einen Benutzernamen, der mit Deinem echten Namen möglichst wenig zu tun hat, wenn Du anonym bleiben möchtest. Du darfst als Benutzernamen keine Marken- oder Medikamentennamen verwenden. Wenn Du ganz auf Nummer sicher gehen willst, verwende am Besten auch eine Wegwerf-Emailadresse. Wenn Du genaueres wissen möchtest, lies bitte auch unsere Regeln.

Stelle Dich und Dein Anliegen dann in einem neuen Thema vor. Du kannst als neu registrierter erstmal nur im Bereich "Hier bist Du richtig" schreiben. Beachte bitte, dass der Beitrag solange unsichtbar bis jemand aus dem Team ihn freigeschaltet hat. Das kann eine Weile dauern.

Hier klicken, um Dich zu registrieren.

Hier klicken, um neues Thema im Bereich "Hier bist Du richtig" zu erstellen".

Bitte lest euch auch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Ausführlicher Artikel zu Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Das ADFD Team

Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Jamie
Team
Beiträge: 16463
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 20996 Mal
Danksagung erhalten: 27466 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 15.11.18, 14:40

Heute auf Zeit online

Ein ganz wundervoller Bericht über chronische Schmerzen, Ärzterennerei, wirkungslose Therapien, überforderte Angehörige, nicht-verstanden-werden, Kampf, Isolation und Rückzug, Aggression, Verzweiflung und Sprachlosigkeit.
Passt sehr gut auch zur Problematik des AD absetzens.

Auch sehr empathische Kommentare

Die Autorin schreibt unter Klarnamen, echt toll

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitge ... ungeklaert
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69Towanda1Arianrhod

Arianrhod
Beiträge: 1667
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3765 Mal
Danksagung erhalten: 4185 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod » Montag, 19.11.18, 17:57

Krise der Psychiatrie
Diagnosendämmerung

Inzwischen wachsen Zweifel an der Aussagekraft der Diagnosen. Experten fordern ein neues wissenschaftliches Fundament.
RDoC-Initiative mit verblüffenden Ergebnissen
Statt eine Depression oder eine Schizophrenie zu attestieren, splitten Psychiater die Psyche des Patienten detailliert auf und sagen ihm: „Sie haben ein Problem, wenn sie sprechen, Sie können ihre Gefühle nicht kontrollieren oder bewerten Dinge nicht korrekt. Und das hat mit einzelnen defekten Hirnsystemen oder Genen zu tun“. Vergleichs-Studien an Patienten, die zuvor eine klassische Diagnosen erhalten hatten, laufen und in der Tat hat die RDoC-Initiative einige verblüffende Ergebnisse geliefert
https://www.deutschlandfunk.de/krise-de ... lvY41G-E5Y
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag (Insgesamt 3):
DaneUlulu 69Oliver
► Text zeigen

Murmeline
Team
Beiträge: 13674
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14967 Mal
Danksagung erhalten: 13933 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Murmeline » Mittwoch, 05.12.18, 21:19

Viele Formen von Depressionen lassen sich mit Antidepressiva behandeln. Doch gerade in Deutschland haben viele Patienten Angst davor, Antidepressiva einzunehmen. "In Deutschland muss man Patienten mit Engelszungen dazu überreden, dass sie ein solches Medikament ausprobieren", erklärt Ulrich Hegerl. "Und viele stellen dann fest, dass ihre oft seit Monaten bestehende Depression endlich abklingt. Viele haben auch Angst, dass Antidepressiva süchtig machen könnten. Hätte er selbst eine schwerere Depression, sagt Hegerl, würde er ohne Zögern Antidepressiva einnehmen, genauso wie Insulin bei einem schweren Diabetes.
:shock: :? :roll:

https://www.dw.com/de/depression-knapp- ... a-46485725
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 3):
OliverArianrhodJamie

Arianrhod
Beiträge: 1667
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3765 Mal
Danksagung erhalten: 4185 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 06.12.18, 15:17

Murmeline hat geschrieben:
Mittwoch, 05.12.18, 21:19
Hätte er selbst eine schwerere Depression, sagt Hegerl, würde er ohne Zögern Antidepressiva einnehmen, genauso wie Insulin bei einem schweren Diabetes.
Mein Lieblingsvergleich - der mit Diabetes.
Nur dass ein Insulinmangel ja wohl feststellbar ist.

Dagegen ein Serotoninmangel im Gehirn - nun ja.....Kein Psychiater misst den Serotoninwert im Gehirn seiner Patienten - weder vor, noch während der Behandlung mit Antidepressiva. Es gibt keinen Normwert für eine "normale" Serotoninkonzentration im Gehirn. Ohne Normwert (Referenzwert) gibt es keinen " zu niedrigen Wert"
- beim Insulin aber sehr wohl.

Heute in der Neuen Apothekenillustrierten Gewinnspiel November 2018:(auch zu finden unter aponet) :
Die Preisfrage für diese Ausgabe:
Welche Medikamente helfen bei Depressionen?

O Antidepressiva
O Antibiotika
Was soll ich da antworten? Beide nicht .... bei bestimmten Infektionen, die fr Depressionen verantwortlich sein sollen, eventuell Antibiotika? ... :roll: )


Gruß Arian
-
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag:
Jamie
► Text zeigen

Jamie
Team
Beiträge: 16463
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 20996 Mal
Danksagung erhalten: 27466 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Jamie » Donnerstag, 06.12.18, 15:52

Unfassbar, dass das der gute Herr Hegerl immer noch sagt / schreibt.
Ich könnt da ausrasten. :evil:

Dieser Insulinvergleich impliziert den Mangel, von dem nachgewiesen weiß, dass er klinisch nicht bestätigt werden konnte.
Damit umschifft er die Serotoninmangelhypothese geschickt und suggeriert, es handele sich eben doch um einen Mangel wie einem Mangel an Insulin bei Diabetes.
Das ist manipulativ und frech.

Da könnt ich wirklich :frust: :evil:

Grüße
Jamie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag:
inandout
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

-----------------------------

Infos über mich:
► Text zeigen

Kimeta
Beiträge: 750
Registriert: Freitag, 07.09.12, 17:07
Danksagung erhalten: 1376 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Kimeta » Freitag, 07.12.18, 12:41

Ein Bericht über Depressionen, übrigens ohne Erwähnung von Medikamenten:

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/de ... -1.4242729

Viele Grüße
Kimeta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kimeta für den Beitrag:
Jamie
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 28.12.2018: 2,0 mg.

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Jamie
Team
Beiträge: 16463
Registriert: Montag, 04.02.13, 22:37
Hat sich bedankt: 20996 Mal
Danksagung erhalten: 27466 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Jamie » Samstag, 08.12.18, 19:57

Fluoxetin kann doch keine Neuroplastizität / -Regeneration bei Schlaganfallpatienten beschleunigen:

https://beta.doccheck.com/de/detail/art ... lock=35100
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Jamie für den Beitrag (Insgesamt 3):
Ululu 69Arianrhodpadma

Arianrhod
Beiträge: 1667
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3765 Mal
Danksagung erhalten: 4185 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod » Montag, 10.12.18, 19:54

Pregabalin wird zu oft verordnet?
Auch bei uns kommt es immer häufiger zu medizinischen Notfällen durch Pregabalin
http://news.doccheck.com/de/newsletter/ ... ment-78268
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag:
padma
► Text zeigen

Arianrhod
Beiträge: 1667
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16
Hat sich bedankt: 3765 Mal
Danksagung erhalten: 4185 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod » Mittwoch, 19.12.18, 11:19

Quasi in einem Nebensatz erwähnt:
Ja, Antidepressiva können Manien auslösen - und Ärzte wissen das durchaus ,
obwohl es hier um einen anderen Fall geht:
Als nächstes spekulieren die Ärzte, dass sein Verhalten möglicherweise durch Medikamente ausgelöst wurde. Das ist bei bestimmten Psychopharmaka wie dem selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) Duloxetin nicht ungewöhnlich. Dieses Mittel hatte der Hausarzt ihm damals gegen die Depression verschrieben. Die Behandlung blieb aber ohne Erfolg. Eine weitere psychiatrische Therapie lehnte der Patient ebenfalls ab. Gegen die Medikamenten-Theorie spricht, dass der Mann Duloxetin aber bereits seit Längerem nicht mehr eingenommen
Älterer Herr entwickelt plötzliche Manie
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Arianrhod für den Beitrag (Insgesamt 2):
MurmelineNietzsche-Ente
► Text zeigen

Murmeline
Team
Beiträge: 13674
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14967 Mal
Danksagung erhalten: 13933 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Murmeline » Freitag, 21.12.18, 15:22

Mirka91 hat geschrieben:
Freitag, 21.12.18, 14:53
Hallo zusammen,

ich habe heute einen interessanten Artikel über Antidepressiva gelesen. Für diejenigen, die es interessiert:

https://www.google.com/url?sa=t&source= ... pNvg89vae4

Liebe Grüße!
Mirka
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 2):
Ululu 69Nietzsche-Ente
Erfahrung mit Psychopharmaka (Citalopram, langjährig Venlafaxin und kurzzeitig Quetiapin), seit Sommer 2012 abgesetzt
Hinweis: Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Dein Behandler nimmt Absetzproblematik nicht ernst? Das geht anderen auch so, siehe hier
Einer Deiner Ärzte erkennt Probleme mit Psychopharmaka an? Dann berichte doch hier

Murmeline
Team
Beiträge: 13674
Registriert: Sonntag, 11.01.15, 13:50
Hat sich bedankt: 14967 Mal
Danksagung erhalten: 13933 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Murmeline » Freitag, 04.01.19, 7:24

Yahoo News Lifestyle (english) hat einen Artikel zu Entzug von Antidepressiva

In recovery — from antidepressants. How patients are helping each other withdraw.

https://sg.news.yahoo.com/recovery-anti ... ccounter=1
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Murmeline für den Beitrag (Insgesamt 2):
Nietzsche-EnteLara_86

Nietzsche-Ente
Beiträge: 66
Registriert: Freitag, 10.06.16, 16:32
Hat sich bedankt: 58 Mal
Danksagung erhalten: 121 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Nietzsche-Ente » Freitag, 04.01.19, 10:02

Hallihallo,

Hier ist eine Studie zum Absetzen von Antidepressiva, bei der die Autoren herausfanden, dass Absetzen anhand der derzeitigen Leitlinien nicht machbar ist. https://www.karger.com/Article/FullText/492693

Es ist auf englisch und einige Seiten lang, aber ich finde, das Lesen lohnt sich.

Hier gibt es eine knappe deutsche Zusammenfassung:
https://psylex.de/psychopharmaka/antide ... zen.html#3

Leider fehlen da wesentliche Teile. Die Studie rekurriert auch auf vorhergegangenen Versuche zum Absetzen, benennt Gründe, wieso Absetzen sinnvoll ist, fordert klare Definitionen für das Absetzsyndrom, Rückfall etc. und stellt therapeutische Methoden zur Absetzbegleitung vor. Außerdem (was ich beachtlich finde) wird die Macht der Pharmakonzerne kritisiert und deren Werbung für Antidepressiva und Vertuschung der Absetzproblematik.

Liebe Grüße,
Nietzsche-Ente

Edit: Mir ist gerade aufgefallen, dass der Beitrag besser in "Arzneimittel-News / Forschungs-News" passt... Liebes Team, wenn ihr wollt, könnt ihr ihn gerne verschieben.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Nietzsche-Ente für den Beitrag (Insgesamt 4):
MurmelineRosenrotArianrhodAnnanas
eigentliches Ziel der Medikation: Stimmungsstabilisierung und -aufhellung

Vager Überblick des zeitlichen Verlaufs:
Citalopram: 2008 nach wenigen Tagen wieder eigenständig abgesetzt wegen Nebenwirkungen
Quetiapin: 2008 – 2010, seitdem eingeschränkte Darmfunktion und Leukopenie
umgestellt auf Citalopram, wenige Wochen später umgestellt auf
Duloxetin: Januar 2011, zwischenzeitlich Versuch mit Lamotrigin → abgesetzt wegen heftiger Hautreaktion; Duloxetin Januar 2014 abgesetzt wegen drohendem Leberversagen, drei Monate später Beginn heftiger Absetzsymptome ohne zu wissen, dass es welche sind.
Lorazepam: März 2015 verordnet bekommen bis zur Abhängigkeit, deshalb Ausschleichen bis März 2016
Sertralin: März 2015, abgesetzt nach 2 Monaten wegen Wirkungslosigkeit
Duloxetin: nur wenige Tage, da rasanter Anstieg meiner Leberwerte
Venlafaxin: Ende Juni 2015 Eindosierung auf 150mg, Beginn des Absetzprozesses im Dezember 2015

>bunter Symptomcocktail<

Erkenntnis der Zusammenhänge erst März 2016


ab 05.08.2017: Null
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. (Oscar Wilde)


Psychiatrieerfahren?

Arianrhod
Beiträge: 1667
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 11.01.19, 20:20

Richtige Differentialdiagnose zu Wochenbettdepression stellen:
Eine junge Mutter zieht sich immer mehr zurück. Sie spricht kaum noch und stillt ihr Kind nicht mehr. Die Symptome deuten auf eine Wochenbettdepression hin. Doch die ständigen Kopfschmerzen machen die Ärzte misstrauisch.
Glioblastom
► Text zeigen

Annanas
Beiträge: 4021
Registriert: Montag, 25.01.16, 19:41
Hat sich bedankt: 8406 Mal
Danksagung erhalten: 7324 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Annanas » Dienstag, 29.01.19, 19:10

Gerade entdeckt:

Heute 29.01.2019, 20.15 Uhr Visite NDR
U.a. Medikamente gegen Depressionen, NW Suizid?

Teletext S.521 Experten zum Thema (Tom Bschor)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Annanas für den Beitrag (Insgesamt 5):
MuckRosenrotBrunoArianrhodpadma

Bruno
Beiträge: 39
Registriert: Mittwoch, 07.10.15, 9:41

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Bruno » Mittwoch, 30.01.19, 17:52

Hallo Annanas
NDR Visite hat hier einen sehr guten Bericht erstellt.
Diesen könnten man hier im Forum noch mehr in den Vordergrund stellen.
Danke für die Info
LG
Bruno
► Text zeigen

padma
Team
Beiträge: 16343
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 41031 Mal
Danksagung erhalten: 21642 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von padma » Mittwoch, 30.01.19, 18:33

Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 2):
BrunoMuck
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.01.2019: 0,1 mg :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Arianrhod
Beiträge: 1667
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod » Donnerstag, 31.01.19, 15:40

padma hat geschrieben:
Mittwoch, 30.01.19, 18:33
hallo,

hier der link: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... on238.html

lg padma
Als Erklärung von Suizidalität geben sie auf der Seite:
Ein Risikofaktor für die Suizidalität könnte sein, dass manche Menschen aus genetischen Gründen Antidepressiva schlechter verstoffwechseln. Das führt dazu, dass die Leber den Wirkstoff zu langsam abbaut und dieser sich im Körper anreichert. So kommt es verstärkt zu Nebenwirkungen. Genetische Tests, die die Wirksamkeit und Verträglichkeit von einzelnen Wirkstoffen individuell voraussagen sollen, sind derzeit noch Gegenstand der Forschung. Eine zuverlässige Vorhersage, wer an Nebenwirkungen erkrankt, ist derzeit nicht möglich: Selbst wenn ein Medikament zunächst gut vertragen wurde, kann das beim zweiten Einsatz anders sein.

Begleitung des Patienten ist wichtig
Wichtig ist, dass Betroffene und Angehörige das Risiko kennen und von kundigen Therapeuten betreut werden. Ärzte, die nur ein Rezept ausstellen, ohne den Patienten im Blick zu behalten, handeln fahrlässig.
Imho ist diese Erklärung nicht so ganz richtig, denn es sind nicht die Nebenwirkungen, sondern die gewünschte Wirkung , die die Suizidaität befördern, und zwar : Aktivitätsssteigerung

Tritt die Aktivitätssteigerung wesentlich früher ein als die Stimmungsaufhellung bzw es kommt gar nicht zu einer Aufhellung der Stimmung, weil das AD nicht greift, dann hat der depressive Mensch nun die Energie, das zu tun, was zu der gedrückten Stimmung passt - sich selbst zu töten.

Evtl. triggernder Text
► Text zeigen

Diese Erklärung gab mir später mein Neurologe .

liebe Grüße Arian
► Text zeigen

padma
Team
Beiträge: 16343
Registriert: Sonntag, 06.01.13, 17:04
Hat sich bedankt: 41031 Mal
Danksagung erhalten: 21642 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von padma » Donnerstag, 31.01.19, 18:48

liebe Arian, :)


diese Erklärung ist nur teilweise richtig.
Es ist eine mögliche Gefahr von AD, und auch die wird immer noch unterschätzt. :(

AD können jedoch auch selbst Suizidalität auslösen, auch bei Menschen die zuvor keinerlei suizidale Tendenzen hatten. Auch bei Menschen, die nie eine Depression hatten und die ein AD aus ganz anderen Gründen eingenommen haben, kann ein AD Suizidalität auslösen.

Die Pharmaindustrie hat das wohl bereits in ihren Testreihen mit gesunden Probanden vor der Zulassung bereits gesehen, aber solange es ging, verschwiegen.

Es ist also nicht so, dass ein AD "nur" eine bisher verdeckt vorhandene Suizidalität hochholt und die Umsetzung ermöglicht, sondern es ist eine mögliche direkte NW eines AD.

liebe Grüsse,
padma
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor padma für den Beitrag (Insgesamt 5):
JamieArianrhodAnnanasKaenguru70carlotta
Diagnose: somatoforme Schmerzstörung ,Fibromyalgie
seit 2002 Fluoxetin zur Schmerztherapie

Quasi - Kaltentzug 2012, Wiedereindosierung, schleiche im :schnecke: Tempo aus
Absetzverlauf:
► Text zeigen
1.01.2019: 0,1 mg :D



Neu: Infos rund um Antidepressiva, Absetzen, Umgang mit Entzug
: https://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=18&t=15490


Hinweis:
Das Team sorgt für die Rahmenbedingungen im Forum und organisiert den Austausch. Ansonsten sind wir selbst Betroffene und geben vor allem Erfahrungswerte weiter, die sich aus unserer eigenen Geschichte und aus Erfahrungen anderer ergeben haben.

Kimeta
Beiträge: 750
Registriert: Freitag, 07.09.12, 17:07
Danksagung erhalten: 1376 Mal

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Kimeta » Freitag, 01.02.19, 12:49

Fehldiagnosen: Wie der Körper die Seele krank macht

Depression oder Schizophrenie? Nein: Vitaminmangel! Manche psychischen Beschwerden haben organische Ursachen und wären leicht zu behandeln. Doch oft dauert es Jahre, bis diese erkannt werden.

Artikel aus Spektrum.de

Viele Grüße
Kimeta
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Kimeta für den Beitrag (Insgesamt 5):
padmaArianrhodAnnanasKaenguru70carlotta
- Doxepin zur Migräneprophylaxe seit mindestens 2002 in einer Dosierung von 5-10 mg.
- Absetzen von 10 mg ab dem 28.12.2013. Aktuell seit 28.12.2018: 2,0 mg.

Hintergründe und Absetzverlauf:
► Text zeigen
:schnecke: Mein Thread :schnecke:

Arianrhod
Beiträge: 1667
Registriert: Sonntag, 15.11.15, 15:16

Re: Medien: TV, Zeitung, Radio, Internet etc. über AD & Co.

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 01.02.19, 14:07

Hallo Padma,

danke für die Aufklärung-
das wusste nicht einmal der betreffende Neurologe, der sich zumindest die Mühe machte, mir was zu erklären.
ich wußte auch nicht, dass Suizidalität eine direkte Nebenwirkung ist.
Kennt man denn schon den Wirkmechanismus?

liebe Grüße Arian
► Text zeigen

Antworten