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Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von padma » Donnerstag, 01.03.18, 18:35

von Hallowas:


Ich war gestern zu vierten Mal in der Augenklinik und habe mich nochmal durchchecken lassen und mein Problem & die Dringlichkeit geschildert. Nach einer ERG Untersuchung & nach dem auch sonst alles völlig in Ordnung war & ich 100 mal mein Problem geschildert habe bin ich bei einem Arzt gelandet der endlich ein bisschen ein Lichtblick war...

Ich glaube ich habe fast eine halbe Stunde mit ihm gesprochen. Er meinte bloß dass es mein spezifisches Augenproblem d.h. das Fokussieren & weniger werden dessen was ich mit den Augen fokussiere eine Wahrnehmunggstörung verursacht durch die Antidepressiva ist... selbst wenn es 5 Monate oder sonst wann her ist.

Der Arzt hatte schon ettliche Fälle wie mich dort, erklärte er & hat oft nur die selben Beobachtungen gemacht. Organisch & neurologisch alles in Ordnung... aber teils sehr bizarre, unerklärliche Sehstörungen, können durch Psychopharmaka verursacht werden.

Da er sehr viele Leute direkt von der Psychiatrie ins Sprechzimmer bekommt kann er das bestätigen dass es wohl eine Wahrnehmungsstörung ist da Rezeptoren/Weiterleitung/Verarbeitung im Hirn verändert worden sind.

Er hat mich sehr ernst genommen und hat mich nicht nach Diagnosen usw. gefragt... ich habe ihm nur geschildert ich hatte eine Schlafstörung und er konnte mein Problem völlig nachvollziehen da seine Frau auch Probleme bekommen hat welche nach Medikamenten 100 mal schlimmer geworden sind & das dann die Sinne einfach quasi komplett verzerrt werden können.

Ich hab ihm geschildert wie enorm belastend, einschränkend und bizarr ich die Sehstörungen finde und er konnte mir das nur bestätigen und hatte vollständiges Verständnis dafür dass das wohl ganz normal scheint und er das schon öfters gehört hat.

Er versicherte mir auch das man neurologisch wohl auch nichts finden wird weil es ein Wahrnehmungsproblem ist.... d.h. MRT/EEG wird normal sein... naja.. ich hab ihm auch gesagt dass ich im Dezember ein MRT hatte welches... normal war...
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Linus2015 » Samstag, 03.03.18, 12:44

Hallo Never,
bei mir ist das Visual Snow Syndrom nach zwei Tagen nach Start der Eindosierung von Maprotilin 50 mg aufgetreten und seitdem ziemlich stabil schlecht. Ich habe an zwei Studien des Kings College in London / LMU München teilgenommen. Ich habe einige NEM ausprobiert aber geholfen hat das nicht.
Etwas besser fühle ich mich wenn ich auf den Visual Snow Simulator starre.
Gruß Linus

[quaote=Neverthelessw11 post_id=229250 time=1517608085 user_id=14552]
Das Gefühl ist ein "Kopfsymptom", beschränkt sich also auf eine Benebelung des Kopfes, während sich der Rest des Körpers normal anfühlt. Der Nebel ist eine Art verschwommene Unschärfe vor Augen. Ich muss mich sehr konzentrieren um diese Unschärfe im Sichtfeldzentrum "ausblenden" zu können. Sprich wenn ich mich konzentriere kann ich diesen Nebel z.B. von meinem Laptop-Display verdrängen und dort scharf wahrnehmen. Dafür vernebelt alles drum herum extrem. Diese massive Unschärfe interpretier ich oft auch als Müdigkeit, da sie meist in Verbindung mit ganz leichter Abdunkelung stehen.
Ihr Lieben, ich habe Neuigkeiten.

Ich bin mir mittlerweile sehr sicher, dass ein Großteil meines Kopfsymtoms von den Augen kommt. Daher möchte ich gerne heute nach Erfahrungen mit "Visual Snow" fragen. Über die Suche habe ich nicht wirklich etwas an Erfahrungsberichten gefunden, leider.

Falls ihr Wissen wollt, was VS ist: http://VisionSimulations.com/visual-sno ... ainsize=10 unter dem Link findet ihr "meine" Sehrstörung. Ihr könnt mit den Reglern auch etwas rumspielen, um Euch ein Bild von den möglichen Ausprägungen zu machen. Mein VS ist offensichtlich nicht so stark, aber es ermüdet mich unfassbar. Ich bin ständig wie benebelt und alles ist schummerig...

Lg Never
[/quote]
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Neverthelessw11 » Samstag, 03.03.18, 15:37

Hay :)

Danke für die Infos. Wie genau bist du an die Studien gekommen? Gab es Erkenntnisse?

LG

Linus2015 hat geschrieben:
Samstag, 03.03.18, 12:44
Hallo Never,
bei mir ist das Visual Snow Syndrom nach zwei Tagen nach Start der Eindosierung von Maprotilin 50 mg aufgetreten und seitdem ziemlich stabil schlecht. Ich habe an zwei Studien des Kings College in London / LMU München teilgenommen. Ich habe einige NEM ausprobiert aber geholfen hat das nicht.
Etwas besser fühle ich mich wenn ich auf den Visual Snow Simulator starre.
Gruß Linus
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Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzgründe:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
Beginn des Absetzens am 24.11.2017 bei 150 mg Seroquel Retardiert
Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 19
Zwischenstufen (Immer Anpassung an Klausuren und Uniplanung):
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Seit dem 21.03.2018: Experiment mit Vitamin D, 1000 IE am Tag. Keine Triggerwirkung.

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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Linus2015 » Dienstag, 06.03.18, 17:41

Hallo Never,

es gibt mehrere Studien, die vom Kings College in London / LMU in München organisiert werden.
Die Basis Studie besteht aus einer email Abfrage, an der prinzipiell alle teilnehmen können,
die an dem Visual Snow Syndrom leiden:
Informationen findest Du unter http://eyeonvision.org/news/236-update-on-vs-study.html
Lass Dich nicht irritieren, dass dort auf eine MRI Imaging Studie abgehoben wird, dies betrifft nur
Patienten in UK.

Die Untersuchungen sind noch sehr am Anfang, ehe es eine Therapie geben wird,
werden wohl noch Jahre vergehen, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf,
siehe auch das Interview mit Dr. Schankin https://www.jetzt.de/gesundheit/seltene ... isual-snow

Schöne Grüße

Linus
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Neverthelessw11 » Dienstag, 06.03.18, 21:28

Danke Linus,

Ich muss schauen, ob meine beste Freundin die Zeit hat den englischen Text zu übersetzen. Falls Sie die Zeit hat, werde ich auf jeden Fall teilnehmen. Würde gerne an der Studie teilnehmen in der Hoffnung, dass es irgendwann mal eine Behandlung gibt. Oder zumindest erstmal die Krankheit als solche publik gemacht wird. Mein Augenarzt hat mich für verrückt erklärt (F-diagnose halt).

Mir war nicht so bewusst, wie schwer es ist einen Arzt zu finden, der sich etwas auskennt. Als meine Ärztin mir jemanden empfohlen hat, dachte ich die Suche hätte ein Ende. Naja, naiv.

LG Never
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Psychiatrieaufenthalte:
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Absetzverlauf: :schnecke:-Tempo von Beginn an
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Aktueller Stand des Absetzens: Retardiert: 0 - 0 - 100 + Unretardiert: 0 - 0 - 19
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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von JJack » Sonntag, 08.04.18, 11:15

Wollte mich nur dazu melden:
Nehme seit 3-4 Wochen garkein AD mehr und habe seit 2 Wochen Probleme mit den Augen.
Alles wirkt irgendwie instabil "wabernd". Wenn ich die Augen auf Text oder Mustern ruhen lasse, wird alles zusammen und auseinander gezogen wie auf einem Gummiband (gefühlt im mm bereich). Es ist schwer zu beschreiben. Es ist einfach Bewegung da, die nicht da sein sollte.
Dazu sind die Augen sehr schnell überlastet und die Muskeln gereizt...wobei dass auch durch meine ganze Selbsttestung kommen mag -.-
Neurologische Tests waren negativ, Augenhintergrund ok...machen noch ein Mrt...mal schauen.
-7 Jahre Venlafaxin (erst 150mg, dann 300mg seit ca 3 Jahren)
-November 2017: Mirtazapin für einen Monat, dann abgesetzt wegen Nebenwirkungen
-Januar/Februar 2018 absetzen von Venlafaxin iA mit Psychiater (pro woche 75mg) und einschleichen von Escitalopram (auf 10 mg) über eine Woche.
-Februar/März 2018: nur Escitalopram 10
-Anfang/Mitte März 2018: Escitalopram beendet wegen Blutdruck/Herzfrequenz, seit dem ohne AD

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Re: Augenprobleme / Sehstörungen während oder nach dem Absetzen

Beitrag von Arianrhod » Freitag, 13.04.18, 17:02

Mal zwischen durch eine positive Meldung, um all denen Hoffnung zu geben, die gerade beim Absetzen sind.

Ich war heute beim Augenarzt , und es wurde auch der Innendruck gemessen und in mein Büchlein eingetragen.

2011 nahm ich noch 800 mg Seroquel. Mein Augeninnendruck betrug 20, war also etwas erhöht.

Heute lag er bei beiden Augen bei 16. - Normwert.

Keine Pp sind gut für die Gesundheit :)
https://www.aumedo.de/lexikon/augeninnendruck/

liebe Grüße Arian
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Ululu 69Jamie
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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