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Liebe ADFDler,

wir wünschen Euch eine möglichst symptomarme Adventszeit und schöne Weihnachtsfeiertage.

Da das Team teilweise sehr angeschlagen ist, kann es sein, dass man von uns allen bis Jahresende weniger, verspätet, nur kurz oder teilweise auch gar nicht liest. Wir versuchen, niemand mit spezifischen Fragen zu vergessen, aber viele von uns müssen derzeit selbst auf ihre Kräfte aufpassen.

Wir freuen uns, wenn ihr weiterhin aktiv bleibt und gegenseitig nach euch schaut. Es suchen immer mehr Betroffene hier Unterstützung - Hilfe zur Selbsthilfe und Beistand untereinander sind wichtige Aspekte des Forums.

An unsere neuen Mitglieder: Bitte lest euch zunächst selbst in unsere grundlegende Absetzinfos ein.
Erste Hilfe - Antidepressiva absetzen
Erste Hilfe - Benzodiazepine absetzen
Erste Hilfe - Neuroleptika absetzen

Grüße vom Team

Jamies "all in a tumble" Thread

Sammlung von Erfahrungsberichten mit Psychopharmaka.
Katharina
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Katharina » Sonntag, 08.10.17, 7:02

Liebe Jamie!

Ich erinnere den Tinnitus nach dem Hörsturz durch den Prüfungdruck.
Der blieb lange, der Prüfungdruck auch bis Ausbildungsende und Ende der Anerkennungsjahre,
plötzlich war er weg. -

Ohr - Töne kamen und gingen unter Psychopharmaka Reduzierversuchen.
Manchmal weiß ich nicht ob ich die habe oder nicht.
Rauschen,Zischen, Sirren - so in der Art wie vor einer Ohnmacht,
leise lauter
nur rechts nur links,
beidseits.

Ich lebe die Stille und brauche keine Kopfhörer auch wenn ich Musik liebe und ( wieder ) höre.
ich hab so viel im Kopf.
Irgendetwas ist da immer, es gehört zu mir.

Ich brauche keine Beschallung im Supermarkt, keine Animation im Urlaub,
wenn ich nicht depressiv bin, bin ich froh
egal wo
einfach da zu sein.

Einmal hinter diesem ganzen Chaos hier zu stehen,
zeigt mir,
wie wenig man braucht.
Außer der Natur.

Gute baldige Besserung,
Katharina
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stubi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon stubi » Sonntag, 08.10.17, 8:53

Liebe Katharina,

du sprichst mir durch deinen Beitrag gerade aus der Seele.

Liebe Jamie, gute Besserung.

Herzlichst
stubi

Fledermaus
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Fledermaus » Montag, 09.10.17, 17:45

Hallo liebe Jamie,

ich lese gerade von deinem Hörsturz und bin echt betroffen. Ich weiß nicht woher du deine Stärke nimmst das alles zu meistern. Es tut mir so leid, dass du so viel durchmachen musst.

Ich sende dir einen Drücker und hoffe das alles wieder gut wird. :hug:

Liebe Grüße
Fledermaus
seit 2004 150 mg Venlafaxin

2015 für 6 Wochen komplett abgesetzt, 150 mg - 75 mg- 37.5 mg - 25 mg - 0. In welchem Zeitraum weiß ich nicht mehr.
Nach 4 - Wochen ohne zeigten sich Hitzewallungen, Brennen der Haut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Nerven/Muskelzuckungen, Schüttelfrost, Weinerlichkeit. Zusammenbruch emotionaler Art.
Nach 8 Wochen ohne wieder zurück auf 150 mg. schnelles Verschwinden der Symptomatik.

2016 Habe ich bis auf 75 mg reduziert. I
m Dezember 2016 von 75 mg auf 62,5 mg Venlafaxin. Symptome waren
Übelkeit, Hitzewallungen, Augenprobleme, leichtes Erbrechen morgens, Zahnbürste im Mund war schwierig.

Anfang Februar 2017 von 62.5. mg auf 50 mg Venlafaxin.
verstärkte Übelkeit und Zahnbürste im Mund kaum auszuhalten, sofortiges Erbrechen. Von einem Tag auf dem anderen dann 16 Std Schlaf, Augenprobleme, Erbrechen, Hitzewallungen, Nerven/Muskelzucken, Unruhe, Angst/Panik, Herzklopfen,
Suizidgedanken.

18.02 wieder 75 mg Venlafaxin,
seitdem Verbesserung, kein Erbrechen, keine Panikattacken, leichte Nervenzuckungen noch vorhanden. Stabilisation von einem zum anderen Tag schwankend, auf jedem Fall Besserung im Laufe des Tages.

08.04.17 72 mg Venla
12.04. Umstieg auf Kügelchenmethode (2 37,5-Kaspsel)
72 mg 11 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kaspel -3%
01.06.17 68 mg =26 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel -4%
20.07.17 66 mg =32 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2% Durchschnitt 135 Kügelch/Kapsel
29.09.17 64 mg =40 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel - 2%
24.10.17 64 mg = 38 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (neue Charge)
13.12.17 62 mg = 46 Kügelchen weniger in einer 37,5 Kapsel (Rechnung 75-62=13 37.5-13=24,5
132.6:37,5x24.5=86,63 132,6-86,6=46)

Vitamin D liegt bei 13 seit 04.03.17 Vigantoletten 1000
Vitamin B6 bei 7.7
Vitamin B12 bei 220
Magnesium bei 0,9
Calcium bei 2,39
Vitamintabletten und Magnesiumöl habe ich mir bestellt, ist aber noch nicht da

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon micha68 » Mittwoch, 18.10.17, 12:10

Liebe Jamie,

hoffe Deine Migräneattacke geht ganz schnell vorbei!

Bewundere dich, das Du es dann trotzdem noch schaffst, Dich hier einzuklinken!

Ratschläge gebe ich keine- Du kennst dich mit Deiner Migräne sicher am Besten aus und weisst, was dir dabei hilft!

In diesem Sinne gute und schnelle Genesung!
Micha
Reduktion von Valproinsäure retardiert/ jetzt Valpro Saft unretardiert und Quetiapin (Wasserlösemethode)
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Arianrhod
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Arianrhod » Mittwoch, 18.10.17, 18:27

Hallo liebe Jamie, habe heute auch eine üble Migräne , ich bin sicher, dass Wetter schlägt um, aber gewaltig. Gute Besserung.

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

claudiaef
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon claudiaef » Mittwoch, 06.12.17, 16:30

Hallo Jamie,
Wie geht es Dir?

Sei lieb gedrückt,
Claudia
2010: Diagnose polymorph-psychotische Episode ohne stimmenhören, mit verschiedenen nl in niedriger Dosierung behandelt (risperdal, quetiapin 100 mg, amisulprid 200 mg, clozapin 62,5 mg)
absetzversuch eins: 2012, obwohl vorher nur psychose ohne Stimmen kamen nach dem absetzen stimmen
Absetzversuch zwei: 2014; auch hier durch das absetzen stimmen bekommen und enormen bewegungsdrang
2012: Beginn der Behandlung mit citalopram 20 mg
2016: Behandlung mit dem nl aripiprazol 5 mg
September 2016: citalopram abgesetzt, dafür 200 mg famenita 200 mg (natürliches progesteron)
April 2017: citalopram wieder genommen, kurze Zeit elontril (bupropion 150 mg), progesteron wieder abgesetzt
(persönlichkeitsveränderung unter snri/ssri, agressive Bilder im Kopf, Eifersucht und ausflippen)
2017: Diagnose schizoaffektive störung

12.8.2017: Heirat und sofortiges absetzen von citalopram 20 mg, keine absetzsymptome; einziger moment: plötzliches verstummen und erstarren einen ganzen Abend auf eine unangenehme Situation hin (25.8.)

21.9.2017 aripiprazol 4 mg morgens
1.Woche nach dem absetzen: leicht hypoman, lichtempfindlich, gereizt, Verstärkung der seltenen Hautkrankheit Morbus Darier (schon seit 20 Jahren vorhanden), aber: falsche Diagnose "Gürtelrose"; dagegen: 7 tage zostex (brivutin), nw: grippeähnliche Zustände, Ängste, Depressionen, akathasie, Zweifel etc. bei der gemeinsamen Einnahme mit Abilify
Ab 2. Woche: schwere Beine

13.10.2017 aripiprazol 3,5 mg morgens
1. Woche: Nervöse tics werden stärker (unruhige Zunge, auf innenwangen kauen), weniger Schlaf->geht wieder, dafür wieder schwere Beine
Ab 2.woche: Schwäche, müdigkeit
1.11.2017 Aripiprazol 3,5 mg abends (da schlafprobleme auftauchten, während es sofort nach Einnahme sehr müde machte in geringerer dosierung)
4. Woche : Schwäche so gut wie wieder weg, leichte gereizheit
6.11.2017: Aripiprazol 3,2 mg abends
2.woche: Schwäche, Müdigkeit, "zugedröhnt sein"
19.11.2017 aripiprazol 3,0 mg abends (frühere Reduktion, weil das abilify so sehr müde machte)
1. Woche: das Kauen auf den Wangen ist weniger geworden
3. Woche: Schmerzen in Beinen und Füssen, schwere Beine, schlappheit
15.12. Umstellung auf aripiprazol flüssig (1 ml=1mg);
3 ml abends

Jamie
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Jamie » Mittwoch, 06.12.17, 22:12

Liebe Claudia :)

danke die Nachfrage :hug: .
Es geht mir sehr schlecht, mein Vater stirbt vor sich her. Einen unschönen Tod.
Ich habe es ganz kurz bei Mary (neuling) erwähnt.
( viewtopic.php?f=18&t=11938&p=220045#p220045 )

Mir fehlt die Kraft es ausführlich zu beschreiben; ich bin seit Tagen nur noch im Überlebensmodus.
Der Rest des Lebens ist zum Stillstand gekommen.
Man ist einfach nur so unsäglich traurig und bedrückt und so maßlos erschöpft.
Ich falle nach den Krankenhausbesuchen wie paralysiert aufs Bett und stiere an die Decke und kann mich nicht mehr rühren..


Ich kann nur wünschen und hoffen, dass eure Adventszeit weniger belastend abläuft; es ist ja eigentlich eine ganz wundervolle Zeit und ich habe sie immer gerne; aber heuer ist es ein Alptraum.

Namaste
Jamie
...........SIGNATUR...............


:arrow: Eure Mithilfe ist gefragt - wer benutzt die Wasserlösemethode?


:!: mein Erfahrungsbericht (AD absetzen / erzwung. Kaltentzug / SSRI / Akathisie): viewtopic.php?f=51&t=12478


Meine PN-Funktion ist deaktiviert. Ich danke für euer Verständnis.

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Infos über mich:

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Gwen » Mittwoch, 06.12.17, 22:24

Liebe Jamie, ich weiß, wie schlimm das sein kann.
Ich bin in Gedanken bei Dir!

"Das Leben ist zum Stillstand gekommen" hast Du geschrieben. Wie die Natur draußen zum Stillstand gekommen ist. Ich wünsche Dir, dass Du gut durch diese dunklen Zeiten kommst. Und der Frühling dann wieder Erleichterung bringen wird. Auch wenn es einem in dieser Situation vielleicht gerade nicht so erscheinen mag.

Viele liebe Grüße Gwen
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Escitalopram: aktuell 2,5mg (17.11.2017)

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lunetta
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon lunetta » Mittwoch, 06.12.17, 23:03

Liebe jamie!

Es ist furchtbar was du grade durchmachst!

Ich habe das bei meiner Oma letztes Jahr mitgemacht und wir haben uns am Ende alle gewünscht dass es endlich zu Ende gehen kann mit ihr. Schlimm so zu denken, aber wir habe es getan, weil sie nur noch ein lebender Leichnam war, ohne Wahrnehmung und aller Würde beraubt als vollkommener Pflegefall und zuletzt komatös. Das ganze hat sich über Wochen hingezogen, und es war im wahrsten Sinne eine Erlösung am Ende.

Ich wünsche dir viel Kraft, teile sie dir gut ein! Umarmung und GLG!
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.

Luisa1974
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Luisa1974 » Donnerstag, 07.12.17, 7:27

Liebe Jamie,

das tut mir so unendlich leid... es ist so traurig, eine liebe Person leiden zu sehen und man kann irgendwie nicht helfen und es nicht aufhalten.. und dann noch Abschied nehmen.. bei meiner Mutter kann es quasi jeden Tag soweit sein, sie war schon sehr krank, aber damals war ich noch gesund.. ich wünsche dir ganz viel Kraft :hug:

liebe Grüße und eine Umarmung
Luisa
Symptome: soziale Phobie / Ängste / Panikattacken
Medikation: 08/2011: 20 mg Citalopram, bei akuten Angstanfällen Bromazanil
seit 2013 zunehmend wieder Panikattacken mit Atemnot
2014 Burnout, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
Medikation: weiterhin 20mg Citalopram, Bedarf an Bromazanil steigt ständig (psychisch abhängig)

Absetzverlauf:
Anfang August 2016: Citalopram runter auf 15mg (sehr gereizt, aber sonst keine Nebenwirkungen)
11.08.2016: Citalopram runter auf 10 mg (nach 2 Wochen nervös. extrem gereizt, Brainzaps, leichter Tinnitus, in der 3. Woche Höhepunkt, dann wurde es besser)
11.09.2016: 0g Citalopram ab der 3. Woche Hölle pur: extremer schriller Piepton in den Ohren, Druck im Kopf, ich dachte mein Kopf platzt, Brainzaps, vor allem im Hinterkopf, gereizt, extreme Stimmungsschwankungen, fiel in ein schwarzes Loch, gelähmt, konnte kaum aufstehen, Selbstmordgedanken, zu diesem Zeitpunkt ebenfalls Bromazanil abgesetzt
3.11. 2016: 2,5 Wochen Nordseeurlaub hat mir gut getan, lange Spaziergänge am Strand und das Meeresrauschen halfen bei Tinnitus, nachts und morgens früh war es schon manchmal fast still in meinen Ohren, aber Stimmungsschwankungen bleiben extrem, besser auszuhalten
Nach Rückkehr extreme Stimmungsschwankungen, Selbstmordgedanken fast täglich,Weinkrämpfe, aber Tinnitus wird besser, bzw. ich kann besser damit leben, da ich durch meinen Urlaub gemerkt habe, dass es besser wird und dass es auch manchmal still ist, der Urlaub gab mir viel Kraft und vor allem Hoffnung
Mitte Dezember 2016: Depression, das Gefühl gelähmt zu sein, ist fast verschwunden, :) bin ruhiger, Tinnitus ist oft leise, aber auch bei Stress/Alkohol/zu wenig Schlaf wieder extrem (schrilles Geräusch sehr laut)
Januar 2017: täglich Selbstmordgedanken, extreme Stimmungsschwankungen, Brainzaps im Hinterkopf, Tinnitus schriller Piepton, macht mich verrückt
22.01.2017: Aufdosierung Citalopram 5 mg - fühlte mich besser, Antrieb wieder da, Tinnitus leiser und durch den Antrieb besser auszuhalten - Happy!
25.01.2017: Tinnitus wird wieder extrem laut, schriller Piepton, denke ich werde verrückt - durch Stress und Druck vom Jobcenter
27.01.2017: Aufdosierung auf 10 mg anschließend 1. extreme Panikattacke
02.02.2017: aufgrund erneuter Panikattacke mit Atemnot aufdosiert auf 15 mg
06.02.2017: 20 mg
16.02.2017: Panikattacke nach Klinikabsage - auf 30mg erhöht - wahnsinnige Unruhe, Nervosität, Atemnot, habe das Gefühl das Citalopram löst die Panikattacken aus
23.02.2017: zurück auf 20 mg Citalopram nach extremer Angstattacke, zusätzlich 2 Tavor Schmelztabletten
==>> ab jetzt zusätzlich bis zur Klinikeinweisung Mirthazapin 15
==>> in der Klinik soll das Citalopram abgesetzt werden mit Hilfe eines anderen Medikamentes

*** KLINIK ENDGÜLTIG ABGESAGT *******************

31.05.2017: Reduzierung Mirtazapin auf 11,5 mg. Symptome: Einschlafschwierigkeiten, sehr gereizt, nervös, Brainzaps links wo der Tinnitus ist, Müdigkeit vom Kopf her - nach einigen Tagen bis auf Tinnitus besser
14.06.2017: Mirtazapin 7,5 mg

27.06.-10.07.2017 -> Reduzierung Mirtazapin auf 3,75 mg (Symptome: die ersten Tage extreme Müdigkeit)
01.09.2017 => Mirtazapin wieder auf 7,5 mg erhöht (die extreme Müdigkeit war keine Folge des Mirtazapins sondern Symptom meiner Depression. Brauche das Mirtazapin gegen Nebenwirkungen von Citalopram (Schlafen, Schwitzen)
01.10.2017 =>Reduzierung des Citaloprams auf 15 mg (da ich so unter den Nebenwirkungen leide), Mirtazapin 15 mg

Jofab
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Jofab » Donnerstag, 07.12.17, 8:52

Liebe jamie,

meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei dir !
Es ist schlimm, Abschied nehmen zu müssen von geliebten Menschen, die uns vom Anfang unseres Lebens begleitet haben.
Und noch viel schlimmer ist es, miterleben zu müssen, wie sehr sie leiden. Und man fühlt sich volkommen hilfos.
Ich wünsche dir von Herzen Kraft, diese schwere Zeit durchzustehen.

Liebe Grüsse Ilse :hug:
Symptome : beim Erwachen Herzrasen, sehr negative Gedanken u.Gefühle, innerlich total zittrig, nervös, unkonzentriert, freudlos, appetitlos, Brennen auf der Haut (Schulter) ab abends leichte Besserung

Diagnose : Depression wegen Wechseljahren
Fluoxetin 20mg März 2005 - Sept. 2016 / abgesetzt über 3 Mo. weil es nicht mehr wie am Anfang wirkte. Okt. 16 auf 0

Febr. 17 wieder eindosiert 10 mg, nach 10 Tagen heftigste Beschwerden. Trotzdem lt. Neurologen erhöht auf 20 mg - zusätzlich Diazepam/ aber nur 10 Tage morgens 10 Tropfen. Beschwerden nach Wochen besser, aber keine stimmungsaufhellende Wirkung mehr.
Plötzlich Gefühl, es wird wieder schlechter.

Selbst entschieden abzusetzen, wollte keine jahrelange Odysee mit verschiedenen Medikamenten und Klinikaufenthalten, so schlau war ich schon.
leider lt.Neurologen !!! abgesetzt auf 0 : 25. Mai 2017, obwohl ich 2016 beim Absetzen schon
selbst 3 Monate langsam reduziert hatte.
Absolut und blind dem Arzt vertraut.

1. Absetzen : August/Sept.2016 über 8 Wochen 10 mg Fluoxetin, dann jeden 2. Tag, ab Okt. auf 0
keine Beschwerden, nur wieder leicht depressiv (oder Absetzsymptome ??!), Tageslichtlampe

2. Absetzen : 25. Mai von 20 mg auf 0 / 6 Wochen keine Symptome
Anfang Juli : leicht depressiv, total freudlos, aber noch Energie Mitte Juli : Gefühl von Unwirklichkeit - Derealisation
Anfang Aug. : beim Aufwachen wieder Angst, die den Vormittag anhält, aber kein "innerliches"
Zittern - wird aber spürbar von Tag zu Tag schlechter !!!
22.Aug. : beim Aufwachen Herzrasen (Puls 110), hält bis Nachmittags an. Völlig verzweifelt !!!
ab 28.Aug. 1mg Betablocker Bisoproplolfumarat - übel - nach 2 Tagen abgesetzt

ab 22. Aug. ca.0,5 mg Fluoxetin eindosiert
ab 6.Sept. 0,75 mg + 50 % !
ab 16. Sept. 0,83 mg + 10 % 3x3 Tropf. Cardiodoron - Ingwer gegen Übelkeit
ab 30. Sept. 0,87 mg + 5 % 3x6 Cardio. / morgens immer noch sehr schlimm
ab 9. Okt. 1 mg + 15 % definitiv schlechter - also zurück
ab 25. Okt. 0,92 mg - 8 %
5. + 6. Nov. Pascoflair 1-1- 0 nicht vertragen, abgesetzt
ab 11.Nov. 0,95 mg + 3 %
ab 14.Nov. 0,92 mg zurück
ab 28.Nov. 0,90 mg zurück

neu
seit 10. Nov. Auftreten starker Depressionen, ab 14. Nov. erstmalig Suizidgedanken,
Anfang Dez. zunehmend sehr starke Ängste nachmittags, plötzlich Angst vor Alleinsein
wird kontinuierlich schlimmer

Muryell
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Muryell » Donnerstag, 07.12.17, 9:54

Liebe Jamie,

ich habe gerade erfahren, dass Dein Vater schwer krank ist.
Ich wollte nur sagen, dass ich in Gedanken bei Dir bin.

Fühle Dich gedrückt :hug:

Liebe Grüße

Muryell
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Razia
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Razia » Donnerstag, 07.12.17, 10:41

Liebe Jamie

fühl dich gedrückt. Viel kann man dazu nicht sagen, ich musste meinen Vater leider auch sehr leiden sehen und er ist viel zu früh gestorben. Ich weiß, was das mit einem macht. Ich wünsche dir viel Kraft.

LG
Ramona
Mirtazapin Absetzproblematik:
Seit September 2016 abends je 15mg Mirtazapin.
Ca. Mitte Mai 2017 kalt abgesetzt (wusste es nicht besser) ´
Ab 04.06.2017 dann Absetzsymptome, wie Übelkeit, Zitttrigkeit, besonders Nachts, Herzklopfen, Druck in der Brust, Schwindel.

14.07.2017 Wiedereinstieg mit 3,75mg Mirtazapin, um die Absetzsymptome zu lindern.

18.08.2017: 3,45 mg Mirtazapin
22.09.2017: 3,15 mg
25.09.2017: 3,21 mg wegen Absetzsymptomen
26.09.2017: 3,3 mg wegen Absetzsymptomen
28.09.2017: 3,45 mg, massive Symptome. Ab 04.10. Normalisierung der Symptome.
09.10.2017: Vorerst Absetzpause zur Stabilisierung
16.10. - 23.10.2017: Symptome, ohne eindeutigen Trigger
30.10. - 05.11.2017: Symptome, vermutlich durch Zahnbehandlung
Weiterhin Absetzpause

-----------

Sonstige Medikamente:
100 Microgramm L-Thyroxin
10 mg Ramipril
5 mg Amlodipin
40 mg Pantoprozol

NEMs: Fischöl, Magnesium, La Vita
Sonst.: Kytta Sedativum
Bei Bedarf: D-Mannose

Blutdruck ist seit der Behandlung der Schlafaponoe (12/2016) mit Atemmaske schon tendenziell runter gegangen. Das Pantoprozol nehm ich in Angriff, wenn ich mit dem Mirtazapin durch bin.

Vorgeschichte:
Ende Juni 2016: Starke Bronchitis, plötzlich nächtliches Aufwachen mit Atemnot, im Laufe der Woche massive Schluckbeschwerden. Keiner findet was. Ich werde immer unruhiger und ängstlicher, mag nicht mehr Essen, weil ich nicht schlucken konnte und mich häufig verschluckt habe beim Essen. Dann Ende der Woche Aufenthalt in der Psychiatrie, Diagnose Angststörung. Ja, was zum Geier, wenn man keine Luft kriegt und nicht schlucken kann, kriegt man halt Angst, besonders, wenn jeder sagt, da ist nix. Die Unruhe/Angst ist so groß, dass ich nicht schlafen kann und kurz vor dem Einschlafen immer hochschrecke.

Nach 3 Wochen mit 7,5mg Zopicolon und 30mg Mirtazapin entlassen worden. Mit dem Werkspsychiater gesprochen, der mit mir die Medikamente ausgesschlichen hat. Hab sie im Endeffekt nur 5 Wochen genommen.

Ende August 2016: Die Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl auf der Zunge kommen zurück, keiner findet was. Die Angst kommt wieder zurück. Wieder mit 15mg Mirtazapin angefangen, um nicht wieder schlaflos zu sein. Zusätzlich noch 10mg Zolpidem. Das Zolpidem konnte ich problemlos nach 5 Wochen absetzen.

Ende September 2016: Endlich mal einen Arzt mit Ahnung gefunden. Ich habe eine Schlafapnoe und stillen Reflux (wird nicht durch Säure, sondern durch Pepsin ausgelöst und ist gasförmig, viele Ärzte kennen das nicht. Geht oft einher mit der Schlafapnoe). Angst ist fast schlagartig weg, weil ich weiß, was es ist. Trotzdem bin ich damals bei den 15mg Mirtazapin geblieben, weil ich ja wirklich eine Angststörung hatte und Bedenken hatte, dass ich sonst jetzt evtl. bei jeder Krankheit Angst kriege. Schließlich hat sich der Mist über 3 Monate gezogen und hatte Zeit sich festzusetzen. Tja und dann Mitte Mai gedacht, ich könnte absetzen.

Siggi
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Siggi » Donnerstag, 07.12.17, 13:45

Liebe Jamie, <3

und dabei hoffte ich soo sehr, dass es dir ein ganz klein wenig besser ginge...

Worte des Trostes sind so hilflos, denn Schhmerz und Trauer überwiegen jegliches Trost- Gefühl.
Ich kann dir nur mein absolutes Mitgefühle bekunden,
und dir versichern, dass du seit Jahren in meinem täglichen Gebet bist.

Nun möchte ich auch deinen Vater dazu mit einschließen, und wünsche ihm, wenn die Zeit des Heimgangs
kommen wird, er einen schmerzlosen und würdigen Abschied erfahren möge.

Und dir, liebste Jamie wünsche ich von Herzen ganz viel Kraft für die kommende schwere Zeit,
du bist nicht alleine wir Alle sind bei dir, auch werden Seine Impulse und Botschaften dir immer wieder einen
gangbaren Weg zeigen, der dich trägt und erhält!

Alles Liebe
herzlichst Siggi <3 :hug:
Mein Absetzverlauf:

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claudiaef
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon claudiaef » Donnerstag, 07.12.17, 16:04

Hallo Jamie,
Das tut mir sehr leid. Die Oma einer Freundin macht sich auch gerade auf ihre letzte Reise. Es ist gerade in der Weihnachtszeit sehr schwer, das kann ich nachvollziehen. Möge er ein gutes Sterben haben und eine Erlösung finden. Keiner weiss, unter welchen Umständen er jeweils abberufen wird und welch harte Prüfung er und seine Familie noch durchmachen müssen. Fühl Dich getröstet!
Ich weiss nicht, ob es Dir etwas hilft. ich nehme Deinen Vater mit ins Gebet.
Claudia
2010: Diagnose polymorph-psychotische Episode ohne stimmenhören, mit verschiedenen nl in niedriger Dosierung behandelt (risperdal, quetiapin 100 mg, amisulprid 200 mg, clozapin 62,5 mg)
absetzversuch eins: 2012, obwohl vorher nur psychose ohne Stimmen kamen nach dem absetzen stimmen
Absetzversuch zwei: 2014; auch hier durch das absetzen stimmen bekommen und enormen bewegungsdrang
2012: Beginn der Behandlung mit citalopram 20 mg
2016: Behandlung mit dem nl aripiprazol 5 mg
September 2016: citalopram abgesetzt, dafür 200 mg famenita 200 mg (natürliches progesteron)
April 2017: citalopram wieder genommen, kurze Zeit elontril (bupropion 150 mg), progesteron wieder abgesetzt
(persönlichkeitsveränderung unter snri/ssri, agressive Bilder im Kopf, Eifersucht und ausflippen)
2017: Diagnose schizoaffektive störung

12.8.2017: Heirat und sofortiges absetzen von citalopram 20 mg, keine absetzsymptome; einziger moment: plötzliches verstummen und erstarren einen ganzen Abend auf eine unangenehme Situation hin (25.8.)

21.9.2017 aripiprazol 4 mg morgens
1.Woche nach dem absetzen: leicht hypoman, lichtempfindlich, gereizt, Verstärkung der seltenen Hautkrankheit Morbus Darier (schon seit 20 Jahren vorhanden), aber: falsche Diagnose "Gürtelrose"; dagegen: 7 tage zostex (brivutin), nw: grippeähnliche Zustände, Ängste, Depressionen, akathasie, Zweifel etc. bei der gemeinsamen Einnahme mit Abilify
Ab 2. Woche: schwere Beine

13.10.2017 aripiprazol 3,5 mg morgens
1. Woche: Nervöse tics werden stärker (unruhige Zunge, auf innenwangen kauen), weniger Schlaf->geht wieder, dafür wieder schwere Beine
Ab 2.woche: Schwäche, müdigkeit
1.11.2017 Aripiprazol 3,5 mg abends (da schlafprobleme auftauchten, während es sofort nach Einnahme sehr müde machte in geringerer dosierung)
4. Woche : Schwäche so gut wie wieder weg, leichte gereizheit
6.11.2017: Aripiprazol 3,2 mg abends
2.woche: Schwäche, Müdigkeit, "zugedröhnt sein"
19.11.2017 aripiprazol 3,0 mg abends (frühere Reduktion, weil das abilify so sehr müde machte)
1. Woche: das Kauen auf den Wangen ist weniger geworden
3. Woche: Schmerzen in Beinen und Füssen, schwere Beine, schlappheit
15.12. Umstellung auf aripiprazol flüssig (1 ml=1mg);
3 ml abends

neuling
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon neuling » Donnerstag, 07.12.17, 17:02

Liebe Jamie,

mir fehlen die Worte.
Es tut mir so leid was du alles durchmachen und erleben musst.
Ich bete für deinen Vater.
Es gibt so viel leid.

Sei gedrückt.
Mary

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Arianrhod » Donnerstag, 07.12.17, 20:03

liebe Jamie,

das tut mir so Leid.

liebe Grüße Arian
2005 mit Burnout und Depression in eine Tagesklinik gekommen.

Zuerst einmonatige Behandlung mit diversen Antidepressiva: Doxepin, Mirtazipin, Sulprid,
hypomane Reaktion
wobei die AD sofort und ohne Ausschleichen von den Ärzten abgesetzt wurden.


Verschiedene Diagnosen: schizoaffektive Psychose, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, dissoziative Identitätsstörung


Erst 2 Jahre Behandlung mit Amisulprid . Zu schnell auf eigene Faust abgesetzt.
Schwere Supersensitivitätspsychose .

Einstellen auf verschiedene Neuroleptika: Haloperidol, Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Paliperidon, Aripiprazol
Außerdem Lorazepam, Promethazin, Chlorprothixen, Melperon, Pipamperon

jahrelang , vieles gleichzeitig und in höchster Dosierung.
u.a. Berentung, 60 kg Gewichtszunahme
seit 2012 Ausschleichen von 800 mg Quetiapin retard innerhalb von 2 Jahren.
Meinen Absetzbericht findet man hier:
http://adfd.org/austausch/viewtopic.php?f=51&t=10634&p=120447#p120447
Seit Januar 2014 keine Neuroleptika mehr.

Ich leide seit 3 Jahren unter Nervenschmerzen, Kribbeln und Lähmungen. Bei mir wurde eine Polyneuropathie diagnostiziert und ein Zusammenhang mit NL vermutet - leider nicht beweisbar.

Außer Neuroleptika habe ich zwischenzeitlich auch Oxycodon ( ein Opioid) und Trimipramin nach zweijähriger Einnahme abgesetzt , die ich wegen chronischer Schmerzen verschrieben bekommen habe.
Pregabalin habe ich am 7.9.2016 endgültig ausgeschlichen.

Die Anzahl meiner Dauermedikamente beträgt gerade "0". :)

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Monalinde » Donnerstag, 07.12.17, 22:12

Hallo liebe Jamie

mein Mann war vor genau vor zwei Jahren in einem sehr ähnlichen Zustand wie dein Vater, er hatte Krebs, schlimme Schmerzen und erlebte alles bei vollem Verstande mit, zuletzt im Krankenhaus. Ich war nur noch sprach- und hilflos und das alles zog an mir vorüber, wie ein böser Film. Bis heute bin ich noch nicht darüber hinweg, aber es wäre kein Leben mehr gewesen für ihn. Vielleicht kannst du es auch so sehen, später.

Du besuchst ihn und bist oft bei ihm, mehr kannst du nicht tun. Ich umarme dich,

Mona
2005 bis 2010 Einnahme von Remergil 7,5 mg und Trevilor bis zu 37,5 mg, ich habe in diesem Rahmen manchmal erhöht und reduziert
2010 bis 2012 Trevilor 37,5 mg ausschließlich,
Dezember 2012 auf Null abgesetzt, ausschleichend alle drei Wochen 10 Prozent der ursprünglichen Dosis

Diagnose: Depression und Angststörung

Seit Dezembe 2012 im protahierten Entzug.

Zahlreiche körperliche Symptome:
(Tinnitus , Speiseröhrenentzündung, Reflux, Schleim im Hals, saures Aufstoßen, Albträume, Durchschlafstörungen, Erschöpfungszustände, Stimmungsschwankungen, Hautausschläge, Angstzustände, Gelenkschmerzen, Schwindel))


2016: Nebenhöhlenentzündung, Schleim im Hals, Stimmungsschwankungen bzw. Neuroemotionen, Tinnitus, noch
leichte Schlafstörungen, lebhafte Träume, die wahrscheinlich meinen Tinnitus triggern, aber keine Albträume
mehr, Schüttelfrost

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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon stubi » Freitag, 08.12.17, 19:17

Liebe Jamie,

an dir geht wahrscheinlich kein Kelch vorüber und dabei bist du so ein lieber Mensch und hättest ein wenig Ruhe und Entspannung verdient.

Ich umarme dich und wünsche dir viel Kraft und Mut, dass alles durchzustehen.

Liebe Grüße
Renate

Bittchen
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Re: Jamies "all in a tumble" Thread

Beitragvon Bittchen » Samstag, 09.12.17, 18:55

Liebe Jamie,

auch ich möchte dir in deiner schweren Zeit ganz viel Kraft wünschen.
Ich bin noch nicht lange dabei,aber ich habe schon viele deiner Beiträge gelesen.
Mit viel Sachverstand bist du immer zur Hilfe bereit.
Jetzt solltest du nur auf dich und deine Gesundheit schauen.
Denn du bist selbst schon sehr mitgenommen,was ich sehr gut nachvollziehen kann.
Vor 14 Jahren habe ich meinen Vater und meine Mutter,bei ihrem Sterben begleitet.
Sie sind innerhalb von 3 Monaten gestorben.
Beide habe ich zu Hause gepflegt.
Ich war Altenpflegerin,aber die eigenen Eltern gehen lassen zu müssen und dabei zu begleiten,hat mich danach zusammen brechen lassen.
Passe auf dich auf und gute Besserung für dich.
Für deinen Vater kein langes Leiden mehr,nur noch die schnelle Erlösung.

Mitfühlende Gedanken und Grüße an dich.

Bittchen
Vorgeschichte:
Als junge Frau hatte ich schon zwei Suizidversuche,18 u.24.Jahre,1968 verbunden mit schmerzhaften Trennungen.

1986 nach der Geburt von der dritten Tochter das erste Mal Diagnose durch Frauenarzt ,Depression.


Medikationsverlauf:


Seit Feb.1992 trockene Alkoholikerin.Halbes Jahr später depressive Phase. Hausarzt spritzt alle 4 Wochen Imap.


1994 erneut starke depressive Symptome,jüngste Tochter hatte bald Kommunion,ich wollte funktionieren.
Hausarzt verschreibt das 1.Mal Aurorix(Mao-Hemmer),hat schnell gewirkt.
Ich hatte eine kurze Hypomanie. In den langen Jahren immer Mal wieder,jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr.
Eingenommen bis 2004,dann keine Wirkung mehr.

2004,das erste Mal Akut-Psychiatrie, umgestellt worden auf Trevilor(Venla),immer wenn Wirkung nach ließ, erhöht worden,bis 300 mg.


Dann Inkontinenz und weitere Nebenwirkungen,zu schnell ausgeschlichen.
Umgestellt auf Escitalopram,zwischendurch Citralopram,
Nach ein paar Jahren wieder abgesetzt,immer zu schnell,i

2009 erneut schwere Episode,Hausarzt verschreibt wieder Aurorix,wirkt nicht mehr.
Auch 2009,endlich Psychotherapie,
Psychiater verschreibt Sertralin 25 mg, sehr starke Nebenwirkungen,Zittern,Unruhe,Angst,Selbstmordgedanken,so dass ich erneut,während der Psychotherapie, in die Akut- Psychiatrie muss.
Entlassung mit 50 mg Sertralin. als Nebenwirkung ,starken Durchfall.


Dann ohne Ausschleichen ,Umstellung auf Citalopram 40 mg. dann umgestellt auf 20 mg Es-Citalopram,

Absetzversuche scheitern immer wieder,da erneutes Auftreten der Krankheit diagnostiziert wird.

Absetzverlauf:
Anfang 2017 : Vom neuen Hausarzt ließ ich mir dann Tropfen verschreiben und reduzierte jede Woche einen Tropfen.
Seit Mai 2017 ohne Ad.

3.12.2017 Versuch der Wiedereindosierung von 0,5 mg Escitalopram - starker Durchfall, wieder weggelassen


Seit Ewigkeiten 125 mg L-Thyroxin gegen Unterfunktion der SD.

aktuelle Symptome
Jetzt bin ich in eine, angeblich leichte, Überfunktion geraten.
Symptome sind starke Schlafstörungen,Gereiztheit,Wut ,innere Unruhe und Beben,Kribbeln in Füßen und Waden,schwitzen,sehr trockener Mund,immer Durst.
Plaque in Halsschlagader ,vorgestern beim Endokrinologen fest gestellt,auch Polyneuropathie ,wird in beiden Beinen vermutet.

Erst einmal will ich versuchen ohne erneutes PP auszukommen.
Kein PP hat mich stabilisiert ,eigentlich hatte ich immer nur Nebenwirkungen,wie Inkontinenz und Schleimhautbluten erneut auftraten,beschloss ich auszuschleichen.
Auch Sehstörungen,Magengeschwüre,mit Teerstuhl hatte ich in den letzten drei Jahren .


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