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Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Allgemeine Diskussion über psychische Störungen, ihre Behandlung und alles Verwandte.
Eva
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Samstag, 10.03.18, 17:32

Liebe Stubi,
Doch wenn ich andere hier so lese wie die leiden, kann ich nicht ehrlich über meine Zustände schreiben, da ich ja niemand demotivieren will,
Dazu noch kurz: Ich stelle mir die gegenteilige Frage. Mein Entzug war vergleichsweise problemlos (damit fühle ich mich inmitten all des Leids manchmal regelrecht als Exot!), aber darf ich das hier öfters erwähnen, oder entmutige ich damit nicht auch diejenigen, die es schwerer haben?

Zwei entgegengesetzte Positionen, nicht wahr?

Ich glaube aber doch, es sollte jeder hier frei von der Leber weg schreiben können, wie es ihm selbst ergeht. Das sind ja Tatsachen.

LG Eva
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von LinLina » Samstag, 10.03.18, 18:20

Hallo :-)

ich denke, es ist wichtig dass alle Erfahrungen ihren Raum haben.

Es ist eben vor allem wichtig zu schauen, wo man die eigenen Erfahrungen auf welche Weise mitteilt. Im Thread eines schwerbetroffenen nur den Satz zu schreiben "für mich wars ganz leicht" ist sicher nicht hilfreich, aber es sprich m.M.n. nichts dagegen, grundsätzlich zu erwähnen dass man Glück hatte und vergleichsweise wenig/kurze Symptome hatte. Gerade für Neue, die noch am Anfang des Entzugs stehen und noch nicht begonnen haben abzusetzen, ist es denke ich wichtig beides zu hören und zu wissen - es kann sehr schwer sein, aber es muss nicht, es kann auch vergleichsweise gut laufen.

Ich für mich habe mich Anfangs irgendwie immer an den positiven, leichteren Verläufen orientiert, auch wenn ich immer wieder kapitulieren musste und nun doch tendenziell eher zu den gebeutelten Schnecken gehöre. Aber am Anfang war es für mich ganz wichtig, auch zu lesen dass es manchen auch einfacher fällt. Nach und nach wurden dann die Erfahrungen der "Schneckenclubmitglieder" immer wichtiger, um mich zu orientieren und nicht zu verzweifeln.

So können verschiedene Erfahrungen auch zu unterschiedlichen Punkten des Entzugs wichtig sein.

Mein Benzoentzug war zwar sehr hart, aber die Symptome verschwanden schnell nachdem ich auf null war. In dieser Hinsicht hatte ich auch Glück. Was das Mirtazapin betrifft, hatte ich eben nicht so viel Glück. Was nach null sein wird weiß ich noch nicht, ich bin hoffnungsvoll und optimistisch dass nach ein paar Wochen und Monaten auf null die Gesamttendenz hin zur Besserung sein wird, aber ich bin auch auf einen längeren Weg vorbereitet, falls das nicht eintreten sollte.

Ich habe in den letzten Jahren viele Wochen , Stunden und Tage immer wieder erschöpft, mit Schmerzen, im Liegen verbracht, und musste mich mehrfach wieder neu im Leben zurecht finden und mich mit meinen Einschränkungen arrangieren. Auch wenn ich nicht unbedingt froh bin darüber, dass es mir nun schon recht lange gesundheitlich nicht gut geht, ziehe ich doch viel Kraft aus der Erfahrung dass ich es letztlich immer geschafft habe auch im Schweren was Schönes zu finden. Ich denke dies ist die eigentliche Kunst des Lebens, auch wenn ich oft keine Lust mehr habe immer zu kämpfen immer wieder Träume zu begraben immer wieder den Mut und die Liebe zum Leben zusammenzuraffen und weiter zu gehen.

Ganz tief glaube ich irgendwie dass mein Umgang mit solchen Zeiten viel mehr bedeutet als alles was ich im gesunden Zustand genießen und erreichen könnte.

Gleichzeitig hoffe und sehne ich mich nach Gesundheit und Wohlgefühl, Leichtigkeit die ich so sehr vermisse. Und wie. Unbeschreiblich stark ist die Sehnsucht nach Freunden, nach Freiheit, nach Reisen, nach Lachen und Unbeschwertheit.

Einerseits sehne ich mich so nach Heilung nach dem Absetzen, meine Gedanken kreisen immer häufiger darum wie es wohl sein wird und was ich nach und nach alles wieder machen und erleben möchte. Ein Teil von mir glaubt einfach ganz fest an baldige Heilung nicht vollständig aber jede Verbesserung würde mich sehr glücklich machen.

Dann gibt es den anderen Teil der weiß, dass nichts sicher ist, dass nach meinen großen Schwierigkeiten mit den Reduktionen durchaus ein protrahierter Verlauf über Jahre auch nach null denkbar ist.

Ich kann nicht entscheiden welche Zukunft mir der Verstand eingibt und welche das ängstliche oder hoffende Gefühl.
Daher will ich einfach ganz fest daran glauben dass der Weg der sich auftun wird eben mein eigener sein wird den ich annehmen kann, den ich dann lernen will wirklich ganz zu meinem zu machen und so gut wie es mir möglich ist damit zu leben.

Ich habe ja jetzt schon viel erreicht - ich bin einige fiese Nebenwirkungen des Medikaments fast los, und fast auch das letzte Stückchen. Das ist für mich viel Freiheit, und für mich war aufgrund der Nebenwirkungen sowieso klar dass es kaum einen anderen Weg als die Reduktion und das Absetzen gibt. Also ist es für mich müßig gewesen, über mögliche Langzeitfolgen zu ängstigen. Als einmal klar war - das Zeug muss weg, auch wenn es sich wehrt - habe ich mich damit auch für alle Konsequenzen daraus entschieden.

Ich bin sehr gespannt, wie es in den nächsten Monaten weiter geht und wie ich dann darüber denke :roll: :? :D

Liebe Grüße
Lina
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Arianrhod » Samstag, 10.03.18, 18:34

Eva hat geschrieben:
Samstag, 10.03.18, 17:32
Liebe Stubi,
Doch wenn ich andere hier so lese wie die leiden, kann ich nicht ehrlich über meine Zustände schreiben, da ich ja niemand demotivieren will,
Dazu noch kurz: Ich stelle mir die gegenteilige Frage. Mein Entzug war vergleichsweise problemlos (damit fühle ich mich inmitten all des Leids manchmal regelrecht als Exot!), aber darf ich das hier öfters erwähnen, oder entmutige ich damit nicht auch diejenigen, die es schwerer haben?

Zwei entgegengesetzte Positionen, nicht wahr?

Ich glaube aber doch, es sollte jeder hier frei von der Leber weg schreiben können, wie es ihm selbst ergeht. Das sind ja Tatsachen.

LG Eva
Hallo liebe Eva,

diese unterschiedlichen Erfahrungen sagen doch gerade aus, dass wir alle verschieden sind. Und dass deshalb ein Satz vom Arzt: "Das kann gar nicht sein!" daneben ist. Für mich waren die Entzüge von Opioide und Benzos problemlos - und die NL haben mich beinahe umgebracht. Beim nächsten Menschen ist es umgekehrt.
Wichtig ist doch das gegenseitige Verständnis und die Akzeptanz. Und ganz wichtig: keine moralische Bewertung. Man ist kein besserer Mensch oder schlechterer Mensch, weil man leicht oder schwer entzieht. Man ist auch nicht willensschwach, wenn der Entzug schwer ist oder nicht klappt..

liebe Grüße Arian
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Samstag, 10.03.18, 22:23

Liebe Arian,

ich stimme Dir vollumfänglich zu. :)

Lieber Gruß, Eva
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Thomas » Sonntag, 11.03.18, 12:03

Eva hat geschrieben:
Samstag, 10.03.18, 15:29
was ich mir vorstellen könnte ist, dass Hopes Antworten aufgrund des, sagen wir, "starken Gegenwinds" dann schärfer ausfielen als ursprünglich gemeint. In so eine Argumentationskette kann man sich leider mehr hineinschrauben, als es der eigenen Absicht entspricht.
Das find ich gut beobachtet. Bei Gegenwind kanns leicht passieren, dass man zu sehr aufs Gas drückt. Oder auf die Tränendrüse, je nach Temperament. Foren neigen auch immer leicht zum eskalieren, weil man nur Texte hin und her schießt und sich nicht persönlich gegenüber sitzt. Deswegen find ich es wichtig, immer bewusst freundlich im Umgang zu sein (auch z.B. Schreien in Großbuchstaben vermeiden) und keine bösen Absichten zu unterstellen, aber auch Meinungsfreiheit zuzulassen und immer bei der Wahrheit zu bleiben. Die muss auch manchmal wehtun dürfen. Wenns leicht triggert, würd ich nicht unbedingt alles lesen. Das muss jeder für sich selbst dosieren. Was in dem Forum immer mal aufeinander prallt sind vielleicht diese unterschiedlichen Bedürfnisse.. nach schonungsloser Aufklärung oder ernst nehmen der Probleme auf der einen Seite und Hoffen, Wohlfühlen sowie Zuspruch finden auf der anderen. Passt nicht immer zusammen und kann beides übertrieben werden.

Zum Thema denke ich wäre es unrealistisch zu glauben, dass man jahrelang täglich hirnverändernde Substanzen zu sich nehmen kann, ohne dass das Schäden hinterlässt oder dass alles rückgängig zu machen ginge weil das Gehirn irgendwie neuroplastisch ist. Trotzdem oder gerade deshalb sollte man ja weg von den Pillen und nur dann ist Erholung möglich. Und die findet statt. Wie vollständig oder bis zu welchem Punkt das möglich ist, find ich garnicht mal so relevant. Ist eh alles im Fluss und verändert sich und niemand lebt ewig oder ewig im selben Gesundheitszustand. Man muss das beste draus machen.

Schonungslos freundlichen Sonntag! :)
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Jamie » Sonntag, 11.03.18, 20:05

Stephen Hawking sagte einmal "Wo Leben ist, ist Hoffnung".

Wenn jemand hoffen will ist das sein Recht genauso wie jemanden zu akzeptieren, der sagt, ich glaube bei mir wird x nicht mehr so richtig gut.

Was nicht schön ist ist anderen aufzuschwatzen, dass das alles nix mehr wird oder auch gegenteilig das Blaue vom Himmel zu erzählen, obwohl es realistischerweise nach einer verdammt harten Durststrecke aussieht.

Also bleibt man am besten bei "Ich-Aussagen" und bei sich selbst.

Ich habe selbst mal einen Artikel geschrieben, in dem ich meine Sicht darstellte, wohl nicht mehr zu 100% heilen zu werden.
Das ist schon zwei drei Jahre her.
Ich bin immer noch dieser Meinung, aber es ist überhaupt nicht schlimm, denn ich habe trotz allem viel an Lebensqualität gewonnen und führe meist ein bescheiden zufriedenes Leben; es ist einfach nur mein Realismus, der mir sagt, dass sich meine Überempfindlichkeit gegenüber allem Möglichen seit meinem Entzug nicht mehr "verwachsen" wird.
Das aber finde ich nicht dramatisch, denn wenn es das nicht ist, dann bekäme ich vielleicht in zwei Jahren Rheuma und hätte eine andere Baustelle, die zu beklagen ist und mich ein Leben begleitet.

Leben passiert, so oder so. :hug:
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Katharina » Sonntag, 11.03.18, 20:48

Hallo, ich bin Katharina

und versuchte etwas hier hinein zu kopieren, da ich die Zitierfunktion nicht beherrsche,
Ich möchte gern den Text von Linlina hier hinein kopieren da ich wie sie empfinde.

Wenn was technisch irritiert, entschuldige ich mich, Oliver, für die eventuelke extra Mühe, wieder einmal für mich aufzuräumen.

Linlina Text weiter oben lautet:

LinLina » Sa Mär 10, 2018 17:20

Hallo :-)

ich denke, es ist wichtig dass alle Erfahrungen ihren Raum haben.

Es ist eben vor allem wichtig zu schauen, wo man die eigenen Erfahrungen auf welche Weise mitteilt. Im Thread eines schwerbetroffenen nur den Satz zu schreiben "für mich wars ganz leicht" ist sicher nicht hilfreich, aber es sprich m.M.n. nichts dagegen, grundsätzlich zu erwähnen dass man Glück hatte und vergleichsweise wenig/kurze Symptome hatte. Gerade für Neue, die noch am Anfang des Entzugs stehen und noch nicht begonnen haben abzusetzen, ist es denke ich wichtig beides zu hören und zu wissen - es kann sehr schwer sein, aber es muss nicht, es kann auch vergleichsweise gut laufen.

Ich für mich habe mich Anfangs irgendwie immer an den positiven, leichteren Verläufen orientiert, auch wenn ich immer wieder kapitulieren musste und nun doch tendenziell eher zu den gebeutelten Schnecken gehöre. Aber am Anfang war es für mich ganz wichtig, auch zu lesen dass es manchen auch einfacher fällt. Nach und nach wurden dann die Erfahrungen der "Schneckenclubmitglieder" immer wichtiger, um mich zu orientieren und nicht zu verzweifeln.

So können verschiedene Erfahrungen auch zu unterschiedlichen Punkten des Entzugs wichtig sein.

Mein Benzoentzug war zwar sehr hart, aber die Symptome verschwanden schnell nachdem ich auf null war. In dieser Hinsicht hatte ich auch Glück. Was das Mirtazapin betrifft, hatte ich eben nicht so viel Glück. Was nach null sein wird weiß ich noch nicht, ich bin hoffnungsvoll und optimistisch dass nach ein paar Wochen und Monaten auf null die Gesamttendenz hin zur Besserung sein wird, aber ich bin auch auf einen längeren Weg vorbereitet, falls das nicht eintreten sollte.

Ich habe in den letzten Jahren viele Wochen , Stunden und Tage immer wieder erschöpft, mit Schmerzen, im Liegen verbracht, und musste mich mehrfach wieder neu im Leben zurecht finden und mich mit meinen Einschränkungen arrangieren. Auch wenn ich nicht unbedingt froh bin darüber, dass es mir nun schon recht lange gesundheitlich nicht gut geht, ziehe ich doch viel Kraft aus der Erfahrung dass ich es letztlich immer geschafft habe auch im Schweren was Schönes zu finden. Ich denke dies ist die eigentliche Kunst des Lebens, auch wenn ich oft keine Lust mehr habe immer zu kämpfen immer wieder Träume zu begraben immer wieder den Mut und die Liebe zum Leben zusammenzuraffen und weiter zu gehen.

Ganz tief glaube ich irgendwie dass mein Umgang mit solchen Zeiten viel mehr bedeutet als alles was ich im gesunden Zustand genießen und erreichen könnte.

Gleichzeitig hoffe und sehne ich mich nach Gesundheit und Wohlgefühl, Leichtigkeit die ich so sehr vermisse. Und wie. Unbeschreiblich stark ist die Sehnsucht nach Freunden, nach Freiheit, nach Reisen, nach Lachen und Unbeschwertheit.

Einerseits sehne ich mich so nach Heilung nach dem Absetzen, meine Gedanken kreisen immer häufiger darum wie es wohl sein wird und was ich nach und nach alles wieder machen und erleben möchte. Ein Teil von mir glaubt einfach ganz fest an baldige Heilung nicht vollständig aber jede Verbesserung würde mich sehr glücklich machen.

Dann gibt es den anderen Teil der weiß, dass nichts sicher ist, dass nach meinen großen Schwierigkeiten mit den Reduktionen durchaus ein protrahierter Verlauf über Jahre auch nach null denkbar ist.

Ich kann nicht entscheiden welche Zukunft mir der Verstand eingibt und welche das ängstliche oder hoffende Gefühl.
Daher will ich einfach ganz fest daran glauben dass der Weg der sich auftun wird eben mein eigener sein wird den ich annehmen kann, den ich dann lernen will wirklich ganz zu meinem zu machen und so gut wie es mir möglich ist damit zu leben.

Ich habe ja jetzt schon viel erreicht - ich bin einige fiese Nebenwirkungen des Medikaments fast los, und fast auch das letzte Stückchen. Das ist für mich viel Freiheit, und für mich war aufgrund der Nebenwirkungen sowieso klar dass es kaum einen anderen Weg als die Reduktion und das Absetzen gibt. Also ist es für mich müßig gewesen, über mögliche Langzeitfolgen zu ängstigen. Als einmal klar war - das Zeug muss weg, auch wenn es sich wehrt - habe ich mich damit auch für alle Konsequenzen daraus entschieden.

Ich bin sehr gespannt, wie es in den nächsten Monaten weiter geht und wie ich dann darüber denke :roll: :? :D

Liebe Grüße
Lina

......"
LinLinas Text endet hier.
Ich empfinde ebenso,

(danke LinLina, Deine Worte ersparen mir das Tippen.
Ich hab's am Tisch -physische Tastatur, super- versucht, Laptop im Liegen geht nicht, physische Tastatur mit Tablet gekoppelt bringt mich ebenfalls in eine unglückliche Position, unbekömmlich für HWS und Bauch,)

Einen schönen Abend, genügend gute Schlafstunden
um den morgigen Tag etwas genießen zu können, wünsch ich euch,

Katharina
Zuletzt geändert von Gwen am Montag, 12.03.18, 9:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitatfunktion eingefügt
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 12.03.18, 3:12

LinLina hat geschrieben:
Samstag, 10.03.18, 18:20
[...] ziehe ich doch viel Kraft aus der Erfahrung dass ich es letztlich immer geschafft habe auch im Schweren was Schönes zu finden. Ich denke dies ist die eigentliche Kunst des Lebens, [...]
Hallo :)

genau das habe ich im Entzug jetzt zum Beispiel auch gelernt. Das Leben ist nicht nur heiter. Ich hätte aber vor 13 Jahren wohl noch kaum mit solchen Herausforderungen umgehen können bzw mir wohl die Frage gestellt, ob ein solches Leben lebenswert ist. Heute weiß ich - ja, und wie! Es trifft mich zwar auch nicht so hart wie viele andere hier, aber nach jedem Reduktionsschritt habe auch ich zu kämpfen.

Die Herausforderungen im Entzug haben mich gelehrt, gute Zeiten, schöne Situationen und Positives generell aufmerksamer und bewusster wahrzunehmen. Früher zählten nur materielle Dinge für mich. Heute durchflutet mich ein Glückshormoncocktail wenn die Sonne scheint. Ein Spaziergang im Wald war früher mehr lästiges Übel. Heute genieße ich die Zeit, kann bewusst Kraft tanken und bin einfach achtsamer.

Und ich werde nicht müde zu erwähnen, wie viel ich über mich selbst lerne.

Ich sehe den Entzug auch als Chance, mehr Lebensqualität zu erlangen, weil der Fokus zwangsweise weg von unbedeutenden Oberflächlichkeiten hin zu dem, was das Leben wirklich ausmacht verlagert wird.

Ich finde es auch sehr wichtig, dass es unterschiedlichste Erfahrungsberichte gibt. So gewinnt man am besten einen Eindruck, wie ein Entzug aussehen kann.

LG
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Guglhupf » Montag, 12.03.18, 3:27

Achja und was das "Danach" betrifft - ich habe bei mir - wie viele andere bei sich auch - beobachtet, dass es immer unterschiedliche Phasen nach jedem Absetzschritt gibt. Direkt danach protestiert der Körper erstmal und ich spüre einige Absetzsymptome. Bis ca 3,4 Wochen nach der Reduktion scheint er sich daran angepasst zu haben und ab spätestens Woche 5 lebe ich ein glückliches, normales Leben.

Wenn ich aber an die Zeit zurückdenke, in der ich mit Weinkrämpfen am Boden lag, völlig unfähig einen klaren Gedanken zu fassen, getrieben vor Angst und Panik und in größter Angst davor, tatsächlich verrückt zu werden und das nur weil ich zu schnell (von 5 auf 2,5mg Escitalopram) abgesetzt habe, nach Eindosierung doch recht schnell wieder "normal" war und jetzt einen kontrollierten Entzug machen kann, dann liegt für mich auf der Hand, dass wir uns je nach Art und Umfang der Substanzen doch zu 100% erholen können.

Es braucht einfach Zeit. Ist auch klar, dass sich der Körper nicht von heute auf morgen anpassen kann, wenn er wie in meinem Fall 11 Jahre damit versorgt wurde. Ich dränge mich nicht mehr weil ich mir sicher bin, dass ich die Rechnung Recht schnell und sehr heftig präsentiert bekommen würde, wenn ich zu schnell reduzieren würde. Man kann die "Wiederherstellung" nicht beschleunigen oder Erzwingen.

So ist meine Sicht dazu.

Liebe Grüße
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von lakeSonne1 » Montag, 12.03.18, 9:48

Moin, Moin :) ,
Es braucht einfach Zeit. Ist auch klar, dass sich der Körper nicht von heute auf morgen anpassen kann, wenn er wie in meinem Fall 11 Jahre damit versorgt wurde. Ich dränge mich nicht mehr weil ich mir sicher bin, dass ich die Rechnung Recht schnell und sehr heftig präsentiert bekommen würde, wenn ich zu schnell reduzieren würde.Man kann die "Wiederherstellung" nicht beschleunigen oder Erzwingen.
So sehe ich das auch. Ich sag mir immer: Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht. :D

Grüßle,
lake
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Diagnose:Angst,PA Sommer 2010
Medi: Citalopram 20 mg, Eindosiert über 4 Wochen , war ok. sonstige Medis: Pantoprazol 20mg abends
2012: Erster misslungener Absetzversuch
2016: 20.3.16 -3.9.16 von 20 auf 15mg
ABDOSIER-PAUSE: 3.9.2016 - 2.3.2017: 15mg
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2018:
2.1.2018: 10,0mg
.....Tag 1-15 Tag läuft sehr gut
.....Tag 17-20: Übelkeit / Brain Fog, neuro Emos, Einschlafstörung (Cortisolausschüttung) mit dicken, geröteten Händen
.....Tag21-22: Angst, Panik, Neuro-Emos
12.3.2018: 9,3mg
.....Tag 1-7 alles ok
.....Tag 8: zurück auf 9,5mg wg. starken Symptomen (Matschbirne, PA, Übelkeit, Zaps, Schlapp)
.....Tag 8-12 Heftige Symptome: Matschbirne, Zaps, PAs
.....13-30 ok
21.4.18: 8,9mg (d.h. Reduktion um 0,6mg)
.....Tag 0-5 ok
.....Tag 6: Neuro Aggressionen, Kopf+Nackenschmerzen, leichte Migräne
.....Tag 7-10 ok
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.....Tag 17-21: heisse Hände bei Einschlafen
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2.6.2018: 8,8mg Cita
9.6.2018: 8,7mg Cita
15.6.2018: Medi-Plan Änderung: kein Thyronajod mehr ab sofort (Nach Untersuchung der SD (Blut und Sono) durch Endikrologonen)

HOPE85
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 14.03.18, 12:45

Jamie hat geschrieben:
Sonntag, 11.03.18, 20:05



Was nicht schön ist ist anderen aufzuschwatzen, dass das alles nix mehr wird oder auch gegenteilig das Blaue vom Himmel zu erzählen....
Hallo.
DAS WAS JAMIE HIER GESAGT HAT , GENAU UM DAS GING ES MIR !
ES IST EBEN SO DAS LAUT DEN BERICHTEN (NICHT NACH MEINEN BERICHTEN) HEILUNG NACH LANGERZEIT MÖGLICH IST ODER AUCH LT. GEWISSEN BEITRÄGEN AUCH NUR ZUM TEIL ,ODER AUCH NICHT.

ES GEHT HIER NICHT UM PANIKMACHE, ABER DIE BEITRÄGE GIBT ES NUN MAL, DAS IST FAKT.

SOBALD MAN DIESE JEDOCH ERWÄHNT IST MAN DER BUHMAN.
Natürlich gerät dann sowas schnell auser Kontrolle wenn sich beide Parteien da reinsteigern.

Doch ich finde es schon fast göttlich vom EDGAR wie er anscheinend in meinen Kopf blicken kann. IST JA FAST SO WIE BEIM FILM MINORITY REPORT (PRE-COG).RESPEKT !!! :fly:
UND EDGAR , ICH rudere gewiss nicht zurück, egal wieviele hier was anderes denken oder sagen.

ICH HABE KEINE EINZELNE PERSON ANGEGRIFFEN ODER ERWÄHNT, LEDIGLICH AUF STUDIEN MIT RESSUSAFFEN ODER MÄUSEN VERWIESEN WO SICH LT.
DEN AUTOREN DIE REZEPTOREN NICHT NACH EINER GEWISSEN ZEIT WIEDER ZURÜCK BILDETEN.
LT. STUDIE NICHT NACH MIR!!!!!

MEINER MEINUNG NACH , SOLLTE MAN ENTWEDER ALLE STUDIEN VON SSRI IN FRAGESTELLEN(POSITIVE UND NEGATIVE) ODER KEINE, DA SONST KEINE (UNGEFÄHR)RICHTIGE ANTWORT GEGEBEN WERDEN KANN WENN MAN NUR DAS POSITIVE ODER NEGATIVE BETRACHTET.

Habe alles Groß geschrieben aber nicht als Schreien gemeint.(Danke Eva das mich drauf hingewiesen hast)
Da es jetzt umständlich ist es abzuändern belasse ich es so.

Liebe Grüße an alle :pillowtalk:
Hope
Zuletzt geändert von Oliver am Mittwoch, 14.03.18, 13:58, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Kaputtes Zitat repariert

Eva
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Mittwoch, 14.03.18, 13:15

Hope,

in Großbuchstaben zu schreiben bedeutet im Web ein Schreien oder Anschreien. Ich glaube aber wieder nicht, dass das von Dir so gemeint ist, oder? :P

Grüße, Eva
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Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 14.03.18, 13:20

Hi EVA :D
Nein es geht nur um den Text etwas hervorzuheben.
Vielleicht weiß es ja ein Pre-cog :rotfl:

Gruß

Eva
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Eva » Mittwoch, 14.03.18, 13:46

Hallo zusammen.

Hm ... je länger ich drüber nachdenke ... Wir reagieren einfach alle unterschiedlich; darin scheint mir der Zündstoff zu liegen.

Was dem einen als unmögliche Aussage erscheint, nämlich entmutigend und herabziehend, ist für den anderen eine sachliche und notwendige Feststellung. Und umgekehrt: Was dem einen als völlig weltfremd "positivistisch" erscheint, gibt dem anderen vielleicht gerade Mut zum Weitermachen. Gibts da überhaupt Falsch und Richtig?

Diskussionen leben von konträren Ansichten. Solange man sie nicht auf sich persönlich bezieht, laufen diese Diskussionen in der Regel auch. Sobald man sich persönlich dadurch angegriffen fühlt, läuft nichts mehr. Eigentlich ja eine "Binse" und dennoch immer wieder neu schwierig zu bewältigen, wenn es auftritt ...

Grüße, Eva
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Zolpidem und Bromazepam abgesetzt.

HOPE85
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von HOPE85 » Mittwoch, 14.03.18, 14:07

edgar hat geschrieben:
Samstag, 10.03.18, 13:32
Hallo zusammen,

habe hier bisher nur einen Beitrag geschrieben, der natürlich von einigen wieder falsch verstanden wurde.

Wenn ich schreiben, dass die Macht der Gedanken nicht überschätzt werden soll, habe ich damit gewiss nicht gemeint, dass Gedanken z.B. das Rezeptorensystem schädigen. Das ist doch eine Binsenweisheit. So hat mich Hope offenbar so verstanden wie es aus seiner Sicht passend für ihn ist.

Die Macht der Gedanken bezog sich natürlich auf die Haltung, die man gegenüber der Hoffnung auf Genesung hat.

Und die sollte man nicht verlieren, auch wenn man natürlich immer mal wieder hoffnungslose Phasen hat.

Was Hope aber hier versucht hat, und das auf sehr eindringliche und übergriffige Weise (den Menschen die Hoffnung nehmen zu wollen, das es wieder gut werden kann), hat hier leider dazu geführt, dass sich eine Langzeitbetroffene (Thread-Starterin) komplett vom ADFD abmelden lassen will und wird.

Das ist dann ein sehr hoher Preis dafür, dass jemand partout seine Hoffnungslosigkeit auf andere übertragen will.

Wieso hast Du, Hope, nicht einfach geschrieben, dass Du nicht mehr daran glaubst und bist bei Dir geblieben ?

Ich brauche keine Antwort auf diese Frage, sondern vielleicht gehst Du einfach mal in Dich und denkst länger darüber nach, bevor Du wieder etwas schreibst in der Art.

Hast Du mal daran gedacht, dass es theoretisch hätte passieren können, dass sich mit einer Verbreitung von sinngemäß "irreparabler Schäden", die Du aber nicht belegen kannst, sich jemand hätte das Leben nehmen können, der das liest ?

Keiner kann irreparable Schäden belegen in puncto Antidepressiva, deswegen sollte man sich hüten zu behaupten, dass sowas nie wieder in Ordnung kommt.

Mit besten Grüßen
Edgar

Wooooooooow. Habs erst jetzt gelesen. Wenn man den Edgar falsch versteht dann ist das Ok lt. seiner Aussage.
Aber wenn man mich falsch versteht dann nicht ????

Wegen mir verließ Nospie das Forum? Oder besteht suizidgefahr für andere?????
Wirklich ernst.....?

So etwas absurdes hab ich noch nie gehört! SORRY

Mich triggert es auch wenn ich bei manchen in der Signatur lese das sie schon seit halben jahrzent im entzug sind und noch beschwerden haben.
Mach ich da jemand vorwürfe für?
N e i n !
Sowas zu behaupten ist unterste Schublade .
Vl lösen solchen beschuldigungen suizidgedanken in mir aus....
Schon mal darüber nachgedacht.

LG

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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von padma » Mittwoch, 14.03.18, 14:32

hallo,

so geht das nicht.

Ich sperre diesen thread jetzt vorübergehend.

lg padma
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Re: Freie Diskussion über Heilungsaussichten nach dem Absetzen

Beitrag von Oliver » Mittwoch, 14.03.18, 14:44

Hallo hope85,

Du hast Deinen Standpunkt klar gemacht. Wir werden uns jetzt erstmal im Team besprechen, wie wir weiter vorgehen. Der Thread ist, wie padma schon gesagt hat, erstmal gesperrt, da es zu der eigentlich gedachten Diskussion aufgrund der Misstöne hier leider einfach nicht kommt.

Alles Gute
Oliver
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